Eine Indienreise mit Sivali Tour

Reisebericht

Eine Indienreise mit Sivali Tour

Reisebericht: Eine Indienreise mit Sivali Tour

Ein Sonnenaufgang im magischen Hampi - Karnataka auf einer Reise mit Sivali Tour.
Impressionen, Gedanken, Farben, Formen, Gerüche.

Ein magischer Morgen in Hampi - Karnataka - Indien

Hampi

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Es ist noch stockdunkel, als wir aus dem Hotel treten, aber unsere Bajaj Scooter stehen schon bereit.
Die Fahrer hocken in Schals gehüllt im Kreis, kleine vermummte Gestalten im matten Glanz des Sternenhimmels. Wir sind in Hampi / Karnataka und wollen heute einen der Felsen besteigen, um bei Sonnenaufgang den magischen Blick über dieses mit gewaltigen Findlingen und zerfallenen Tempeln übersäte Tal zu genießen.
Vor 700 Jahren lag in dieser bizarren Landschaft die Hauptstadt des mächtigsten aller je existierenden Hindu-Königreiche Indiens, Vijayanagar mit bis zu 500 Tausend Bewohnern auf 43 km² und hinter 7 Befestigungsanlagen.

Vijayanagar schöpfte seinen Reichtum aus der Kontrolle des indischen Gewürz- und Baumwollhandels. Zu den Märkten der Stadt kamen selbst Händler aus Übersee und trieben einen schwunghaften Handel speziell auch mit Edelsteinen.

Wir klettern in die Scooter, die Fahrer geben Gas, und wir flitzen in rasender Fahrt unbeleuchtet die hügelige Straße entlang, abwärts schon wieder Schwung für den nächsten Hügel nehmend, nur in Kurven leicht abbremsend.

Als wir an einem Tempel anhalten, beginnt das imposante Sternefirmament schon zu verblassen. Im Tempel hören wir einen Shiva-Baba, der im morgendlichen Ritual bei monotonen Sing Sang die Tempelglocke läutet. Die Luft ist vom Duft der Räucherstäbchen geschwängert, und ein fröhlich flackerndes Feuer mit dem morgendlichen Cay/Tee weist uns den Weg.
Der Baba ist begeistert, uns zu sehen und es bedarf einiger Überredungskünste, ihm verständlich zu machen, daß wir keine Almosen bringen und eigentlich auch kein spezielles Good Luck für den Tag benötigen. Nach einem erreichten Kompromiss zeigt er uns, zwar widerwillig aber doch, den Weg durch mehrere, zerfallene Tempel bis zum Aufstieg auf den Felsen.

Alle wichtigen Bauwerke in Vijayanagar wurden aus Stein gehauenen Blöcken, Quadern und Säulen gebaut, selbst die Decken bestehen aus tonnenschweren Platten, was die Bauwerke die Jahrhunderte überdauern ließ. Nachdem wir das Dach eines Tempels erklommen haben, steigen wir auf den sich aneinanderreihenden Tempeln, wie auf einer riesigen Treppe, zum Gipfel des Felsens auf. Im Osten beginnt der Horizont sich langsam rötlich zu färben, und wir stecken unsere Taschenlampen weg.

Die ersten Strahlen der Sonnen blitzen uns entgegen, und rasend schnell vergrößert sich die flammende Scheibe, wird rund und verlässt den Horizont. Ihr grelles Licht taucht die, wie von Riesenhand verstreuten, Findlinge in sattes, goldenes Licht. Oben auf einigen von ihnen stehen weitere Tempel, nicht unähnlich den griechischen. Langsam bekommen auch die zu ihren Füssen liegenden Palmenwälder die ersten Strahlen ab. Auch sie beginnen golden zu strahlen. Aus einigen Wäldern steigen nun Nebel und die ersten Rauchschwaden der Morgenfeuer auf und verzerren das ohnehin diffuse Licht weiter. Eine betörende Farborgie.

Mir schießt das Wort surreal durch den Kopf. In diesen ersten Momenten des Tages erscheint nichts real, Entfernungen sind schwer zu bestimmen, Formen verändern sich ständig und die Imagination galoppiert im freien Raum. In dieser scheinbar außerirdischen Landschaft scheint alles möglich. So hätte es nach der epischen Schlacht von Kurukshetra in der Mahabharata zwischen den Pandavas und Kauravas, mit Beihilfe von Göttern und Dämonen, auch aussehen können. Bis an den Horizont verstreute, riesige, runde Felsen wie auf die Palmenwälder geworfen. Menschen schmückten sie in späteren Zeiten mit Tempeln, die an vielen Stellen in den Himmel aufragen.

Nach einer Weile reißen wir uns von diesen geschwängerten Blitzen der Imagination los, sammeln unsere Gedanken und beginnen den Abstieg, dem Duft frischen Cays folgend.



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