MAFRA – ein „Denkmal“ für die Ewigkeit - "

Reisebericht

MAFRA – ein „Denkmal“ für die Ewigkeit - "

Reisebericht: MAFRA – ein „Denkmal“ für die Ewigkeit - "

„Palacio Nacional de MAFRA in Portugal
Die riesige Anlage von Mafra weist Dimensionen auf, welche man nicht einfach erfassen, ja begreifen kann. Gigantisch sind die Ausmaße, die Gänge über 230 m lang, mehr als 800 Räumlichkeiten,ergibt 4.500 Fenster und Türen, alle Räume mit Mobilar aus den Jahrhunderten eingerichtet. Der Gesamtkomplex von Mafra umfasst 40.000 qm. 114 Glocken und, und......

Ankunft in Mafra

"Convento de Mafra",...

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„Palacio Nacional de MAFRA!
"Convento de Mafra"

Die Anreise nach MAFRA ist einfach und führt direkt über die Autobahn ab Lissabon ( 46 km ).

Schon beim Anblick des „Conventos de Mafra“ gerieten wir in Erstaunen, die Ausmaße von außen beeindruckten uns sehr.
Wir konnten nur Seite für Seite des monumentalen Bauwerkes für sich betrachten, zu groß sind die langgestreckten Seitentrackte.

Wir betreten den Komplex vom Parkplatz aus und gelangen direkt in den Arkadengang nach dem Einganstor, lösten dort die Eintrittskarten und begaben uns die Stiegen rauf, wo wir die ersten Gänge und Räumlichkeiten erreichten.








..am Eingang des Conventos....



..im Convento de Mafra...

.die Gänge im Convent...

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In jedem Stockwerk die gleiche Anordnung ein langer Gang von mehr als 200 m und Raum an Raum.
Jedoch sensationell, das Mobilar, durch die Jahrhunderte zusammengetragen, stand da vor uns
und an den Wänden, Bilder, Wandteppiche und Gemälde in unübersehbarer Zahl.
Auch der Blick in das Kirchenschiff des Conventes rang uns Respekt ab und stellten wir uns vor, wie es wohl sein musste, wenn die 6 Orgeln zusammen konzertieren. Auch heute noch werden große Orgelkonzerte zur Aufführung gebracht.



..großer Saal im Convento de Mafra...



..."Gigantonomie oder Größenwahn".....

..die Böden der Gänge in Marmor...

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Die Gänge, Treppen und Stiegen, alles aus Marmor, allein diese Arbeiten müssen Jahre gedauert haben.
War es „Gigantonomie“, war es „Größenwahn“, welche Überlegungen der damaligen Herrscher führten wohl zu solchen Dimensionen, wer sollte das heute erhalten ?.



..Arbeitszimmer...



..in der Bibliothek.....

.. Bibliothek in Mafra....

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Das eigentliche Herzstück, die weltberühmte Klosterbibliothek, mit ihren mehr als 40.000 Exemplaren, ein gigantisches "Nachschlagwerk" mit oft sensationellen Ausgaben besichtigten wir am Schluss unseres Besuches und wohl Stunden wären nötig, in einigen Büchern der Vitrinen zu lesen......

Noch dazu durften wir alles Fotografieren ( schon eine Ausnahme in Portugal ).

SIE sollten sich das selber einmal ansehen, man kann diesen riesigen "Palast", hier in ein paar Zeilen nicht ausreichend bewerten, zu groß sind die Eindrücke.

Die mehr als 800 Räumlichkeiten sind nicht alle zugänglich ( "gottseidank" ), wir benötigten für glaublich 60 Räume mehr als 4 Stunden. Dann waren wir "geschafft".


Bitte sparen sie nicht und nehmen sie sich einen fachlich orientierten Guide für ihre Führung.
Mit herkömmlicher Reiseliteratur finden sie hier kein Auslangen.

MAFRA - diesen gigantischen Klosterpalast, dieses Denkmal, auch noch für viele nachfolgende Generationen!, sollte auch in IHR Reiseprogramm in Portugal aufgenommen werden.




...die Bücher im Convent von Mafra...



Epilog

...der Bauherr.....

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Als Epilog ein wenig zur Geschichte:

„Bauherr“ und Auftraggeber:
Johann der V ( 22.10.1689 – 31.07.1750 ), regierte von 1706 – 1750 -,

..immer mehr Gold aus der „Neuen Welt“ machte es möglich dem Versprechen des Königs -
dem ein Erbe geboren worden war, zu Ehren des Antonius von Padua ein Kloster zu stiften,
nachzukommen und ab 1711 den „Conventos de Mafra“, vorerst für 13 Mönche zu errichten.

Die „Einnahmen“ an Gold aus Brasilien liefen so gut, dass das Bauwerk für 330 Mönche
erweitert werden konnte (?)

Die Bauarbeiten zum Klosterpalast waren erst 1755 abgeschlossen. Am Bau waren ca 50.000
Arbeiter beschäftigt, 7000 Soldaten hatten die Aufsicht.
An die 2000 der Arbeiter sind dabei ums Leben gekommen.

Die dramatische Geschichte um/über diesen Bau wurde im Roman „ DAS MEMORIAL“
(1982) des portugiesischen Literaturnobelpreisträger José SARAMAGO eindrucksvoll
dargestellt und war in Portugal ein Bestseller.



Empfangsraum der Königin....


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Kommentare

  • edwingrub (RP)

    Du bringst mich mit Deinen Berichten immer wieder zum Staunen - mehr kann man nicht verlangen.

  • Zaubernuss

    Beeindruckend, Dein Rundgang durch die gigantische Anlage ! Man mag zwar darüber sinnieren, unter welchen Umständen so etwas entstehen konnte... Die Geschichte deckt manchmal die dunklen Stellen zu. Danke für Deinen besonderen Reisebericht.
    LG: Ursula

  • weltreisen

    harald, und wieder ein interessanter bericht über ein bauwerk, das sicherlich nicht alle kennen. steht auf meinem programm bei der nächsten portugalreise.
    inge

  • Blula

    Ich gestehe, dass ich hier mal wieder eine Bildungslücke schließen konnte. Dein Bericht über MAFRA ( war mir vorher gar kein Begriff... ! ) hat mich wirklich sehr interessiert. Danke!
    LG Ursula

  • reisefreudig

    ...DANKE an Euch alle für Eure netten Kommentare und Zustimmungen. Besonders freut es mich, wenn ich wieder etwas bringen konnte, was vielleicht ein überdimenionales "Kleinod" ist, welches noch nicht allen ein Begriff war.

    Der Besuch dort zahlt sich allemal aus und die Geschichte des Conventos ist sehr beeindruckend. Die meisten Besucher benötigen über 3 Stunden um einen gewissen Überblick zu erlangen.
    lg Harald

  • Pinky3

    Hallo Harald
    wieder mal ein äußerst interessanter Reisebericht, mit tollen Fotos über eine Region in Europa die ich noch nicht kenne, vielen Dank das ich mitreisen durfte.......lg Gaby

  • ursuvo

    es ist zwar schon über zehn Jahre her - aber ich erinere mich noch gut daran wie gewaltig das Ganze war!

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