Madagaskar und die unendliche Reise des Nick Blume 2001,2003,2004,2005,

Reisebericht

Madagaskar und die unendliche Reise des Nick Blume 2001,2003,2004,2005,

Reisebericht: Madagaskar und die unendliche Reise des Nick Blume 2001,2003,2004,2005,

Meine erste 3 monatige Expedition 2001 in Madagaskar führte dazu das ich das Hilfsprojekt ' Ecole pour Tous 'ins leben rief. So reise ich nun jedes Jahr für 3 Monate / Touristenvisum nach Tampina an die Ostküste um mit den Dorfbewohnern am projekt zu arbeiten.Viel ist zwischenzeitlich erreicht,doch es muss weitergehen.

Madagaskar 2001

2000, Es wird eine große Veränderung in meinem leben geschehen.!
Zu meinem 50.Geburtstag erfülle ich mir meinen Wunsch endlich mal zu fliegen. Also ab nach Mallorca . Ein ungewohntes Gefühl, habe Kreislaufprobleme bin verkrampft, und möchte am liebsten wieder aussteigen. Nach einiger Zeit jedoch kann ich es wagen rauszuschauen und den Flug über den Wolken zu genießen. Beim Rückflug genieße ich bereits den Start und die Geschwindigkeit, träume an Bord von einem Langstreckenflug , aber wann und wohin kann ich mir noch nicht ausmalen.
Etwa 1 Jahr später träume ich von Madagaskar. Bin gerade in der Schweiz sitze täglich im Krankenhaus am Sterbebett meines Stiefvaters und blicke nach draußen in die Wolken, als vor dem Fenster ein 30 Jahre alter Baum gefällt wurde, eine KIEFER sollte sterben.
Meinem Stiefvater konnte ich das Leben nicht zurückgeben, aber dem Baum, wollte ich ermöglichen statt klein gesägt und verbrannt zu werden in einer Skulptur weiterleben zu lassen. Gedacht - getan!
Nach kurzer Rücksprache mit der Krankenhaus Verwaltung wurde meiner Anregung freudig zugestimmt. Ich erhielt alles was ich benötigte , Motorsäge, Schutzkleidung ,ein kleines Zelt um den Schnee abzuhalten, und so entstand eine Madonna , die ich dem Krankenhaus stiftete und die jetzt am Eingang steht und über das Krankenhaus und den Patienten wache hält.
Als ich dann überraschend noch eine kleine Spende erhielt kam mir mein Madagaskar Traumbild in den Sinn. Mein Stiefvater konnte das Krankenhaus wieder verlassen und ein weiteres Jahr am Leben teilnehmen. Erfüllt von diesem Erlebnis kehrte ich nach Deutschland zurück.

2001,,3 Monate Expetition - Madagaskar
Sehe einen Bericht im Fernsehen über eine Deutsche ,die ein Hotel in Madagaskar aufgebaut hat. Das Buschhaus am Canal de Pangalan .Das Hotel liegt an einem großen See. Ich wusste : ' jetzt oder nie ' .
Mein Freund Hans-Werner signalisierte er komme mit . So buchten wir kurz entschlossen 3 Monate Madagaskar .Ohne Visum und keine Ahnung was uns erwartete.
Ziel :Canal de Pangalan , Hotel Bushhaus .
Das Lied ,wir lagen vor- Madagaskar kennt jeder !
In Antananarivo , Hauptstadt von Madagaskar angekommen , mussten wir feststellen ,das wichtiges Gepäck Inhalt und teure Medikamente fehlten .Dies veranlasste uns in der Nähe des Airports Ivato
in Ambohibao im Hotel Refuge ein Zimmer zu nehmen. Ein Hotel für Einheimische mit Europäischen Maßstäben nicht zu vergleichen. Das vegetarische Essen war sehr schmackhaft und die Zimmer sauber. Um ins Hotel zu gelangen musste ein einheimischer Markt durchquert werden.
Am Anfang da ungewohnt, einem Spießrutenlaufen gleichkam.
Obgleich in der Nähe des Flughafens wurden lange keine Europäer gesehen . Auch war die politische Situation angespannt. Der damalige Staatspräsident Didier Ratsiraka, ein Ausbeuter an seinem Volk, regierte mit purer Gewalt ; blutete das Land aus. Madagaskar gehört zu den ärmsten Ländern auf unserem Planeten und ist doch eine Schatzkammer voller Magie, Edelsteinen und Gewürzen Pfeffer und Vanille ,Orchideen und einer seltenen Tierwelt.
Endlich wehrte sich das Volk, wählte einen neuen Staatspräsidenten,
Marc Ravalomanana, einen Unternehmer der durch schweizerische Unterstützung im November 2002 die Wahlen gewann.
Nachdem der neue Staatspräsident anerkannt von Deutschland und der alten Besatzungsmacht Frankreich im Amt bestätigt ist, geht es zusehends mit Madagaskar voran.
Reisen nach Madagaskar sollte man sich nicht entgehen lassen. Sei es Nosy Be mit schönen Badebuchten, Walbeobachtungen, sauberen Hotels, oder St Marie, die alte Pirateninsel mit Air- Madagaskar ab Toamasina gut zu erreichen .
Toamasina der einzige Hafen in dem Handelsgüter ein und ausgeführt werden.
Wer Leemuren .eine kleine Affenart, Orchideen und Rest Urwald erleben möchte, der reise an die Ostküste zum Canal de Pangalan. Die Fahrt dauerte 3 Tage und endete an einer einsamen Stelle, die auf keiner Karte zu finden war obwohl wir mit Satellitenaufnahmen und GPS ausgerüstet waren.
Wir konnten uns nicht vorstellen, dass nach dem Feldweg (echte Strasse )das Ziel zu erreichen war Tatsächlich aber waren wir am Canal und einer Bungalow-Hotelanlage , die wir ja meiden wollten , denn es kam uns auf den Kontakt mit Einheimischen an. Bevor es also dunkel wurde und das passierte schlagartig, führte uns unser Taxifahrer zu einer Madagassischen Familie. Die bot uns Unterkunft an. Diese einmalige Gelegenheit Geld zuverdienen, konnten sie sich nicht entgehen lassen.Wir hatten auch Mühe wieder wegzukommen, denn unseren Fragen, wo wir ein eigenes Schiff erwerben könnten, beantworteten sie stets mit 'Oh Problem'. Wir wollten ins Hotel Buschhaus und brauchten ein Boot! Am dritten Tag endlich brachte uns ein Fährmann mit seiner Piroge ,eine schöne Bootsform ,zu einer Insel auf der ein Clan von Fischern lebte .In Vavuni erstanden wir endlich einen alten kernfauligen Einbaum . Nur dank der Geschäftsfähigkeiten der Frauen und der Aussicht eines Batzen Geldes und deutscher zu sein, bekamen wir das Boot . Die französische Besatzungsmacht hatte negative Spuren hinterlassen. Schwankend und unsicher versuchten wir vorwärts zu kommen Richtung unserer Unterkunft. Endlich angekommen, packten wir unsere Habe, beluden unseren Einbaum Namens MS GOGO, für den wir sogar eine Kaufbestätigung mit Madagassischem Stempel vorweisen konnten.
Die Wirtsleute waren allerdings entsetzt, dass die Wahasas /Fremde, tatsächlich ein Boot hatten. Obwohl es schon dunkel wurde reisten wir ab. Sie selbst würden im Dunkeln niemals mit dem Boot rausfahren wegen der Ahnen. Froh, endlich weiterreisen zu können paddelten wir in die Dunkelheit. Viele Augen blickten uns nach, besonders ein kleiner Hund der uns in sein Herz geschlossen hatte.
Bald schon verschwanden die Umrisse des Dorfes. Einige Zeit danach ruderten wir ans Ufer, Wir bauten uns das erste Nachtlager im Freien und der Urlaub konnte beginnen. Diese Sternenpracht werde ich nie vergessen. Der Strand voller Quarze schimmerte in allen Farben welch eine Pracht: 'Madagaskar die Schatzinsel '
Unser Proviant, bestehend aus ein paar Kokosnüssen, Bananen, weißen Bohnen und 2 Flaschen Wasser ,die ich an einer kleinen Quelle mühsam Tropfen für Tropfen aufgefangen hatte. In der Wartezeit modellierte ich mit einem Löffel einen Wassergeist. Wir verließen den Platz, und paddelten weiter offen für alles was uns begegnen würde.Langsam gewöhnten wir uns an unserem Einbaum beschlossen aber, uns ein Segel zu basteln aus einem Tuch der Fluggesellschaft Air France .Mit unserer Machete, die wir ebenfalls bei den Fischern erworben hatten, schlugen wir im Busch kleine Bäume .Zurrten alles zusammen und segelten weiter Immer in der Hoffnung zum Buschhaus zu gelangen .Am 4 Tag endlich erreichten wir einen großen See...Wind und Wellen führten uns genau an den Strand vom Buschhaus. Dies war für uns sehr überraschend, da man vom Wasser aus nicht erkennen konnte an welchem Abschnitt des Sees das Hotel lag. Einheimische waren sehr überrascht, dass ein Boot mit Segel auf sie zusegelte um so mehr, als sie sahen, dass es sich um Weiße handelte. Aber wir hatten das Buschhaus erreicht ! Obwohl die Hotelanlage noch geschlossen war, die Saison beginnt erst ab Juli, bekamen wir was zu essen und ein kaltes Bier.
Leider hatte Sonja - deren Bericht ich im Fernsehen gesehen hatte und die wir eigentlich besuchen wollten, die Hotelleitung an einen Franzosen verpachtet .Unsere Vorstellung vor Ort etwas arbeiten zu können und uns in Deutsch zu verständigen, war nicht mehr gegeben .An der alten Landepiste für kleine Flugzeuge zwischenzeitlich zugewuchert, bauten wir unser Zelt auf und machten uns mit der Umgebung vertraut. Unser erster Besucher war wieder ein Hund der ab sofort unser Bewacher wurde und uns in der ganzen Zeit nicht mehr verließ. Als ich bei einer Wanderung einen armdicken Bambus fand war klar, dass dies unser Ausleger für den Einbaum wird. Hölzer und Tampen hatten wir noch, und so bauten wir unsere Gogo um .Ein neues Segel aus einer Plastik Plane.
So hatten wir ein relativ sicheres Boot das nicht gleich umkippte wenn man nur den Kopf drehte. Langsam wurden wir unruhig bauten unsere Zelte ab und segelten rudernd in die Abenddämmerung neuer Abenteuer entgegen. Bald schon fanden wir den Stichkanal ,der zum nächsten See führen sollte .Kurz darauf schlugen wir unser Biwak direkt am Canal des Pangalanes zwischen Schlangen Krokodilen und anderem Getier auf.
Der Canal, der 4 Seen verbindet mit einer Gesamtlänge von 600 km ist eine beeindruckende Wasserlandschaft. Wir gewöhnten uns an jedem Abend wo auch immer, ein großes Lagerfeuer zu entzünden um zu signalisieren, dass jemand da ist. Es wurde bemerkt, was wir ein paar Tage später zu spüren bekamen. Wir wollten zu Fuß Proviant besorgen .In einem Dorf ganz in der Nähe ließen wir unser Biwak, Boot und Ausrüstung zurück und gingen los. Trotz GPS- Navigation, landeten wir im Sumpf und hatten einige Mühe wieder rauszufinden. Nach Stunden und ohne das Dorf erreicht zu haben kehrten wir zu unserem Platz zurück. Dort wurden wir bereits von 35 schwer bewaffneten Einheimischen erwartet .Unser Gepäck war durchwühlt ,unser Proviant aufgegessen und zu trinken war auch nichts mehr da. Erschöpft und erregt über diesen Überfall weigerten wir uns Geld auszuhändigen und verlangten trotz der Übermacht unsere Ausrüstung zurück. Obwohl inzwischen noch mehr Madagassen aus dem Dschungel kamen, an die 50 Personen. Wie zeigten keine Angst sondern fanden es langsam lustig. Die Leute hatten uns schon gesucht aber nicht erwartet ,dass wir im Sumpf rumirrten und uns deshalb nicht finden konnten. Beschämt gaben sie uns unsere Ausrüstung zurück und waren bereit uns mit Ihrem Boot in das Dorf zu bringen, dass wir vergeblich gesucht hatten. Aber so geht es, wenn man neu ist und keine Ahnung hat. Dabei waren wir dicht dran gewesen . Hans fuhr mit der ganzen Meute ins Dorf spendierte 10 Flaschen Bier und kam wohlbehalten zurück. Die Welt war wieder in Ordnung . Erleichtert spannten wir unsere Hängematte , zündeten unser Feuer an ,welches wir die ganze Nacht nicht ausgehen ließen.
Am nächsten Morgen nahmen wir unser Boot und paddelten zurück Richtung Dorf Tampina, an dem wir Tags zuvor vorbeigesegelt waren , um in dem kleinen Laden einzukaufen.
Wir entfachten einen Menschenauflauf weil alle zusammenliefen um die fremden in Augenschein zu nehmen. Die ersten Europäer seit über 5 Jahren ! Wie konnten wir nur übersehen ,dass hier ein Dorf war ?Alle waren sehr neugierig und es war nicht einfach einzukaufen, weil alle um uns herum standen und uns genauestens beobachteten. Viele Kinder ärmlich gekleidet,
Frauen mit Ihren Babys auf dem Rücken in Tücher gewickelt und hungrigen Augen. Langsam kamen auch die Männer zum Vorschein und der kleine Laden- Bretterhütte war überfüllt. Es gab warmes Bier, kein Strom ,kein Kühlschrank aber Coca-Cola , etwas Reis, Zigaretten- Melia , die wir verteilten, um in Ruhe ein Bier zu trinken.
Zu unserer Überraschung sprach uns ein jüngerer Mann in holperiges Englisch an und wollte für uns dolmetschen, weil keiner von uns französisch oder Malagasy sprach. Es stellte sich heraus, dass der junge Mann Daniel hieß und der Dorflehrer war. Er lud uns in seine Hütte ein. Zu Fuß auf dem alten morschen Bahngleis etwa 4 km weiter.
Erfreut über den Kontakt nahmen wir an und gingen mit vollem Rucksack los. Es war sehr heiß als wir endlich ankamen. Wir nahmen ein erfrischendes Bad im Kanal , tranken mit Daniel und seiner Familie Tee und fühlten uns wohl. Aber auch hier waren wir nicht alleine. Aus allen Richtungen kamen Besucher die scheu uns aus respektvollem Abstand musterten. Am späten Nachmittag verabschiedeten wir uns gingen zurück zu unserem Boot und segelten wieder zu unserem Platz ,an dem wir übernachtet hatten . Am selben Abend noch steuerte ein Boot , eine Piroge -Einheimische Bootsform- auf uns zu ,es war Daniel mit seiner Frau dem Baby und seinem Schwiegervater die uns besuchten ,und uns einluden unser Zelt bei seinem Haus aufzubauen und eine weile sein Gast zu sein. Daniel 'erahnte' die Vorteile die es mit sich brachte mit uns Kontakt zu halten .
Im Nachhinein zeigte es sich in der Tat so ,dass ohne seine Bemühungen wir weitergefahren wären. So aber konnte er etwas für sich seine Familie und sein Dorf tun. Wir sagten der Umsiedelung zu.
Sonntag den 03.Juni 2001 stand ich 5 Uhr 30auf schwamm noch ein paar Runden an dem ereignisreichen Lagerplatz . Wir packten unsere GOGO und paddelten zurück nach Tampina.! Daniels Aktion veränderte unsere Reiseroute denn wir blieben in Tampina weitere 2,5 Monate bis es Zeit wurde die Rückreise nach Antananarivo anzutreten. Als wir im Dorf mittags ankamen wartete der 70 Jährige Großvater von Daniel bereits auf uns .Still freundlich unaufdringlich .
Diesen alten Herrn ,schloss ich von Anfang an in mein Herz und verehre ihn sehr. Diese Zufriedenheit die dieser Mann ausstrahlte beeindruckten mich enorm .Er besaß eigentlich nichts . Absolute Armut - aber diese Augen - diese Ausstrahlung !
Wir gingen zum Boot. Hans Werner steuerte und Opa nahm mir das Paddel aus der Hand und legte ein Tempo vor , unglaublich .Wir rauschten gegen die Strömung Richtung Daniels Platz und Opa ruderte ohne Ermüdung .Er gab das Paddel auch nicht aus der Hand - Lachte nur! An Daniels Platz angekommen, bauten wir am strand vom Kanal unsere Unterkunft auf .Ebenso einen Sonnenschutz mit einer großen Plane 10-8m die wir mitgeschleppt hatten .Kaum waren wir fertig , saßen alle unter dem Sonnenschutz .Frauen stillten Ihre Babys und die Kinder spielten . Ein schönes Bild. Madame Daniel machte uns frisch gerösteten Kaffee und bot uns Reis an . Überhaupt verwöhnten sie uns in der ganzen Zeit die wir da waren .Wir dankten es in dem wir Lebensmittel besorgten und so gewährleisteten ,dass auch sie zu essen hatten . Alle waren sehr hilfsbereit und bemüht uns Wünsche von den Augen abzulesen.
Die Tage vergingen ,und wir bekamen Einblicke in die Lebenssituationen der Dorfgemeinschaft der Notwendigkeit Hilfsmaßnahmen zu starten: Wie Lebensmittelbeschaffung , Medikamentendepot , Entwicklung von Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen , Förderung des Schulbetriebes , der Notwendigkeit sauberem Trinkwassers und der Versorgung mit Gemüse durch anlegen eines Schulgartens.
Ich beschließe, wenn ich wieder in Deutschland bin, mich dafür einzusetzen.
Anfangen werde ich mit der Schule.Das Schulgebäude zerstört durch einen Cyclon .
Freitag den 08.06.01 etwa 9.00Uhr laufen wir ins Dorf .Wir wollen ein Transportschiff nach Tamatave müssen zur Bank und werden auch fündig .Einen alten durchlöcherten offenen Kahn voller Holz gestapelt .Der Kapitän, er stellt sich als Jonah vor und sein Sohn bieten uns an auf Ihrem Holztransport mitzufahren. Auch könnten wir in seinem Haus übernachten und am Sonntag wieder mit zurück fahren. Wir fahren also mit über viele Seen da und dort legen wir kurz an ,um weiteres Holz im Dschungel zu laden. Sonnenschein und Regengüsse wechseln sich ab. Sind alle nass bis auf die Knochen. Diese Fahrt werde ich nie vergessen. Unterwegs gelingt es mir einen Kasten Bier und Kekse in einem Dorf zu erstehen. Das erste Bier nach langer zeit . Die Stimmung an Bord wird lustig obwohl bei dem Wellengang das Schiff durchzubrechen droht. Viele Löcher die wir mit Baumrinde zustopfen., doch wir landen gegen 19.00 Uhr in Tamatave .Es ist bereits dunkel und ich glaube in einer anderen Welt zu sein .
Die Menschenmassen, Rikschas ,gezogen von barfüßigen halbnackten Menschen .
In den Hütten brennen kleine Petroleum-Lampen und jeder verkauft etwas um zu überleben.Sei es alte Blechdosen ,rostige Nägel aber auch Reis importiert aus Afghanistan ,Gemüsesorten und alles was aus dem Hochland besorgt wurde. Vor der Hütte eines Köhlers bleibe ich stehen. Hätte ich nicht das weiße in den Augen gesehen wäre mir nicht aufgefallen, dass in der Hütte auch Menschen leben inmitten Ihrer Kohle.
Wieder zurück in Tampina schnitze ich an meiner Skulptur weiter. Ich habe nur eine kleine Axt und ein Stück Hartholz als Hammer. Das ich am Fluss Bildhauerisch tätig bin hatte sich rumgesprochen. Es kommen immer mehr die mir bei der Arbeit zuschauen. Viele Kinder die Ihren spaß haben aber auch ältere die gerne mitschnitzen wollen . So entsteht die erste Skulptur : 'der Schrei ' Höhe 2m -
Stammstärke 0.60cm.
Sie steht nun am Eingang der Hütte uns Nachbarn gebaut haben.
Donnerstag den 21.06,2001
Alle sind unruhig ,denn für heute ist eine Sonnenfinsternis gemeldet. Alle Häuser sind verrammelt mit Bananenblättern, alle haben Angst !Aus einer Rettungsdecke fertigten wir Brillen mit denen man unbeschadet den Ablauf der Sonnenfinsternis beobachten konnte ohne Schaden an den Augen zu erleiden. Ein paar Kinder zeigten sich mutig ,blieben bei uns und nutzten die Ersatzbrillen.
Die Erwachsenen hatten sich fast alle verkrochen. 16.00Uhr ist es soweit , es wird dunkel sogar die Hühner gehen schlafen .
Um die Lebenssituation der Leute etwas zu verbessern, entwickelten wir ein erstes Arbeitsprojekt. Wir fanden interessante Wurzelformen 'so genannte Würgefeige 'die wir von den Einheimischen sammeln und ernten ließen um Kunstobjekte daraus zu entwickeln. Da wir jede Lieferung bar bezahlten, sprach es sich schnell herum, dass bei den weißen Geld zu verdienen war . Nach zwei Wochen wuchs der Wurzelberg auf 100 Exemplare , eine schöner als die anderen.
Auch bemerkte man bereits dass die Stimmung im Dorf sich verbesserte. Im kleinen Dorfladen gab es rege Betriebsamkeit .Die Kinder hatten zu essen, die Männer konnten mal wieder Rum trinken. Die Frauen schmückten sich mit bunten Lambas, 'bunte Tücher' die Sie als Kleidung nutzten, oder Ihre Kinder einwickelten um Sie auf dem Rücken, so wie es dort Sitte ist ,zu tragen.
Wie wir die Wurzeln nun transportieren sollten war noch ein Rätsel.
Ob der deutsche Zoll sie durchlässt, und wie teuer der Containertransport sein wird ,wussten wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Um sich zu informieren musste ein Besuch beim Ministerium in Tamatave erfolgen. Zwischenzeitlich arbeiteten 22 Leute für uns die morgens schon um 6.00 Uhr singend und lachend an unseren Platz kamen. Jonah ,unser Kapitän der letzten Reise besucht uns und erklärt sich bereit gegen Bezahlung die Wurzeln ende des Monats nach Tamatave zu transportieren .
Sa, 23.06.2001
die ersten Anzeichen dass ich krank werde ,Krämpfe ,Durchfall ,Fieberschübe, Schüttelfrost, Schmerzen und Seestörungen . Bemerke - dass meine Erblindung zunimmt .Operation ist dringend angesagt . Es Regnet und regnet und der Indische Ocean brüllt so laut.
Nach 5 Tagen ohne Nahrung esse ich rohe Zwiebeln mit viel Pfeffer. Es hilft und mein Stuhlgang wird fester. Medikamente die ich mitgebracht hatte halfen nicht .Pfeffer war die Rettung.
Sa.30.06.2001
Gehe schon sehr früh ins Dorf ,etwa 4.00 Uhr morgens 2km hin - 2 km zurück auf den Bahngleisen . Strassen gibt es nicht ,und um ein wenig Abwechselung zu haben gehe ich beim Rückweg am Ozean entlang .In der Hütte angekommen beginnt es zu regnen,
Eidechsen und Schlangen huschen davon. Die größte Schlange die mir begegnete war Armdick und 3- 4 Meter lang .Gegenüber unseres Camps ist ein Sumpfgebiet in dem Nilkrokodile bis 6 Meter Länge vorkommen. Ebenso viele Orchideen , Farne so groß wie Bäume .
Der Transport der Wurzeln soll nun starten .Packen eine Probekiste mit 12 Wurzeln als Test und um dem allem einen offiziellen Status zu geben ,erhalten wir vom Präsidenten von Tampina eine Exportbescheinigung .
Montag Morgen den 02.07.01
gegen 10 Uhr startet die Tsimisifa - Name des Bootes .
Ich bleibe alleine zurück habe Hunger, und hoffe das mein Freuend und Daniel bei der Rückkehr Brot und Käse mitbringen. Mache mich auf den Weg nach Tampen , mal regnet es dann brennt wieder die Sonne, will Lebensmittel einkaufen.
Es sind zwischenzeitlich 2 weitere Läden entstanden . Lohnt sich wenn 3 Fremde 3 Monate fast täglich einkaufen ,und sei es nur Bonbons für die Kinder was mir großen Spaß macht .
Unterwegs begegnet mir der Sohn vom kleinen Laden : Madame - Blondine ,eine ältere nette Dame immer lachend mit Ihrem Stummelzahn - Ihr Sohn war beim Fischen mit seiner Kleinen Piroge im Indischen Ozean gekentert. Er hatte eine schwere Beinverletzung ,offene klaffende Wunde , und wollte zum Arzt 6 km zu Fuß ! Ich gab Ihm eine Schmerztablette und eine Geldspende um den Arzt bezahlen zu können. Im Laden angekommen wartete Madame Blondine schon auf mich .Wie konnte sie so schnell erfahren das ich Ihren Sohn getroffen hatte ? ohne Tel. oder Handy ? Sie war jedoch informiert und bedankte sich sehr. Sie war morgens von Tamatave zurückgekommen ,alle zwei Wochen fuhr sie mit einem Schiff in die Hafenstadt um Einkäufe für den Laden zu machen .Die Regale waren gefüllt mit allem was ein Europäer mag, die Einheimischen sich jedoch nie werden leisten können .Ich kaufte 12 Pakete Nudeln ,4 Liter-Flaschen Coca-Cola ,Zigaretten und eine Flasche Rum von Nigrita einen Old Nick Rum ! Nass bis auf die Knochen und frierend kehre ich bei Dunkelheit zurück. Rasoarinina Frau vom Dorflehrer wartete schon auf mich und meinen Einkäufen. Sie wollte uns was schönes kochen. Später sitze ich bei Vollmond am Pangalan als Arsen pfeifend sich zu mir gesellte , er wohnt 1 km weiter in einer kleinen Siedlung ein reiner Familien Clan mit Tanten und Neffen Omas und Opas .Wir süffelten den Old Nick Rum ,
und ich lernte meine ersten Worte auf malgasch .
3 Tage sind nun schon vergangen als das Schiff mit den Wurzeln losgefahren ist. Am nächsten Morgen, den 05.Juli kommt Daniel zurück. Er hatte nachts einen Zug erwischt und konnte im Güterwaggon mitfahren was nicht immer möglich ist Er war froh wieder da zu sein, ich merkte Ihm an das Irgendetwas vorgefallen sein musste. Wir gingen zusammen ins Dorf wieder mal strömender Regen , tranken ein Bier , kaufte Zigaretten, fanden sogar Kartoffeln, Öl und Kerosin für die Lampen.
Abends überraschte Daniel mich mit einem frisch geschlachteten Huhn was lecker zubereitet war. Auf meine Frage ob es was zu feiern gibt meinte er nur ,er wollte seinem Freund eine Freude machen .
Es war ein richtiges Festessen !Noch lange saßen wir zusammen ,der kleinste von 3 Jungs schlief in meinen Armen . Wir tranken Rum und Cola ,Daniels Frau fing an zu singen und tanzte durch die Hütte.
Es ist Montag der 09. Juli 2001 stehe um 6.00 auf ,gehe ans Meer und beginne mit einer kleinen Axt meine zweite Skulptur aus einem Treibholz- Stamm . Länge 3 m - Ovaler Durchmesser 65 cm. Motiv :
' Der Madagasse und sein Cebue ' .Die Arbeit läuft gut ,immer sind ganze Kindergruppen bei mir und schauen zu. Auch kommen viele Erwachsene freuen sich als sie hören das die Skulptur, mein Souvenir für Tampina sein wird. Sie soll nach Fertigstellung am Bahnhof von
Tampina aufgestellt werden .
Die Tage vergehen jetzt sehr schnell. Uns bleiben noch 2 Wochen in Tampina und etwa 1 Woche in Tana der Hauptstadt ,dann sind 3 Monate vergangen und die Rückreise beginnt.
Mein Freund ist auch wieder zurück, jedoch erfolglos was die Kiste mit den Wurzeln betrifft .Angeblich zu hohe Transportkosteen. Schade !Die Wurzeln hätten nicht nur dem Dorf geholfen sondern auch uns : Arbeitsbeschaffungsmassnahmen !
Dienstag ,der 17. Juli 2001
nach 5 Tagen arbeiten mit der Axt ist die Skulptur fertig und soll heute aufgestellt werden. 7 .00 Uhr Meine bestellten Träger kommen .Die Skulptur wiegt etwa 100 Kg. und wir brauchen 1 Stunde um sie am Strand entlang ins Dorf zu tragen. Am Bahnhof angekommen findet großer Menschenauflauf statt, alle sind neugierig aber wollen auch helfen die Skulptur aufzustellen
Es werden Eisenbahnschienen eingebuddelt und mit dicken Schrauben die Skulptur verankert. Es ist ein kleines Dorffest, Die Ahnen und die Männer bekommen Rum, Frauen und Kinder Cola und Bonbons, Zigaretten und Bier für die Träger .Mache viele Fotos unter anderem auch mit den Dorfältesten .
Da es sich langsam rumgesprochen hat das wir bald abreisen, kommen die ersten Frauen mit ihren Babys um zu betteln ! WULA - GELD !Hatten sie bisher nicht gemacht .
Zu wissen ,dass sie sich nicht viel kaufen können hatte ich oft beklemmende Gefühle wenn mein Rucksack voll mit Lebensmittel war und ich durchs Dorf musste um zu meiner Hütte zu kommen.
Wie bloß könnte man helfen ?Eine Möglichkeit schaffen ,dass sie Geld verdienen können um Ihren Stolz nicht zu verletzen. Ihnen die Möglichkeit geben Ihre Familien zu ernähren!
Früher produzierten Sie Eukalyptus Öl ,doch die Produktionsanlagen sind zerfallen.
Wird es mir gelingen eine neue Destillationsanlage zu beschaffen ?Ich möchte gerne helfen ! Werde wenn ich wieder zu Hause bin versuchen etwas zu bewirken. Und für mich steht fest : Ich komme wieder ! Seit einer Woche schönes Wetter ohne Regen ,doch die Abreise naht.
Dienstag 24. Juli 2001 :unser letzter Tag in Tampina !
Präsident bringt mir ein Schreiben : Ein Dankeschön für meinen Einsatz - für die Skulptur und der Hoffnung dass ich wiederkommen werde. Es berührt mich ,es war eine erfüllende Zeit für mich und ich wäre gerne noch geblieben. Doch der Rückflug war gebucht, das Visum lief aus und die Reisekasse war auch am Ende .Wir packten also unsere sieben Sachen, wobei das meiste dageblieben ist. Wir gingen zum letzten Mal die Strecke auf den Bahngleisen ins Dorf .Madagaskar ist eine andere Welt, das merkten wir auch wieder daran, das die Zeit anders läuft wie in Europa. - Der Zug sollte um 22.00 Uhr abfahren kam jedoch mit 26 Std Verspätung .
Mittwoch Nacht um 3.00 Uhr ging's dann endlich los .Im Güterwaggon Richtung Brickaville . Daniel der Dorflehrer fuhr mit uns. Wir hatten Ihn eingeladen mit in die Hauptstadt zu kommen, die er noch nie gesehen hatte. Nach 3 Std erreichten wir Brickaville und mussten wieder aussteigen. Unsere Bahnfahrt endete hier !Die Lokomotive musste umkehren weil eine andere aus den Gleisen gekippt war und sie die Maschine brauchten. Das Schienennetz zwischen der Hauptstadt und der wichtigsten Hafenstadt - Toamasina ist in einem schlimmen Zustand .Viele Jahre wurden Instandhaltungsarbeiten vernachlässigt .Übernachteten also am Bahnhof. Am nächsten Morgen gegen 9.00 saß ich auf dem Gepäck vor dem Bahnhof als mich ein Mann auf Deutsch ansprach : Du brauchen Taxi ?Das war die Rettung !Nachmittags gegen 16.00 Uhr kamen wir endlich in Tana in unserem Hotel Refuge in Ambohibao an. Es war dasselbe Hotel ,in dem wir zu Beginn unserer Reise auch gewohnt hatten. Herrlich ,endlich eine warme Dusche, was gutes zu Essen und eine Flasche Wein . Da wir in anderes Klima gekommen sind , haben Daniel und ich prompt eine Erkältung.
Montag ,30 Juli 2001 :
Wache um 5.00 auf gehe spazieren ,sitze dann an einem Abhang mit Blick über ein Tal und am Horizont die Hauptstadt Antananarivo .Plötzlich setzt sich ein Junger Mann zu mir und gibt mir zu verstehen : ich solle mitkommen !Nimmt mich am Arm und führt mich über schmale Wege zu einem ' Heiligen Platz ' Ein schöner Garten mit riesigen Steinen aus dem eine alte Frau heraustrat und mir zu verstehen gab, dass Sie auf mich gewartet hätte ,ich meine Schuhe ausziehen sollte und hereinkommen .Verwundert folgte Ich Ihr.
Sie sprach ein Gebet ,segnete mich und legte eine Gebetskette ,geschnitzt aus Ebenholz mir um den Hals .Da stand ich nun ,wie ein kleiner Junge ,Tränen in den Augen und zu tiefst berührt.
Madagaskar die Schatzinsel ,voller Magie und ich mittendrin.
Machen mit Daniel kleine Wanderung durch die Reisfelder und blühenden Gärten damit auch er einen Eindruck gewinnen kann ,was durch Fleiß erreicht werden kann Das es nicht sein muss zu hungern . Auch auf der Nährung ,auf der Tampina liegt ist Anbau möglich.
Mittwoch 01.August 2001 :
Letzter Tag ,im Hotel höre ich noch ein Madagassisches Märchen ! Im Dschungel lebte eine Schlange. Deren Eigenart war es nachts wenn Sie Hunger bekam an bestimmten Stellen ein Ei auswürgte ,das danach anfing zu leuchten. So lockte sie Ihre Beute an.
Nachdem Sie Ihre Beute verschlungen hatte und satt war ,nahm Sie Ihr leuchtendes Ei wieder auf bis zum nächsten Beutezug .Der alte Mann, der mir die Geschichte erzählt hat beteuerte ein solches Ei zu besitzen, welches bei Ihm im Raum steht und schon viele Jahre seinem Raum Licht spendet. Allerdings sei das traurige an der Geschichte räumte er ein, dass die Schlange anschließend verhungert ist. Sie konnte ja keine Beute mehr fangen. Madagaskar : Märchen oder Magie ?
Heute Nacht geht unser Flieger . Müssen 22.00 Uhr am Airport Ivato einchecken.
Überlassen Daniel unser letztes Geld .Bezahlen für Ihn eine weitere Nacht im Hotel, sodass er am nächsten tag mit dem Taxi Bruce 'Kleinbus ' zurückfahren kann.
Pünktlich 1.00 Nachts ,Donnerstag den 02.August hebt unsere Maschine, ein Airbus 340 A ab um 9,5 Std später in Paris zu landen.
Weiterflug 13,20 Uhr nach Hamburg . Ankunft 15.00 Uhr . Es war eine lange Reise in eine andere Welt, doch Morgen früh holt mich die alte Welt wieder ein.
Habe um 8.00 Uhr Termin beim Arbeitsamt .



Madagaskar 2003


Projektbetreuungsreise :August - November
Zielsetzung : Wiederherstellen des Schulgebäudes und Unterricht

Im August 2001 hatte ich versprochen , nach meiner Rückkehr aus Madagaskar – Tampina - nicht zu vergessen. Die Zeit verging und ich arbeitete sehr viel .
Mitte 2002 beschloss ich auf jeden Fall 2003 wieder nach Madagaskar zu fliegen . Ende 2002 begann ich endlich mich mit einer P.C.- Anlage auseinander zusetzen um mein mir gestecktes Ziel etwas für Madagaskar zu erreichen umsetzen zu können. Es begann mit vielen E-Mails ,Kunstaktionen und Ausstellungen um das Madagaskar – Projekt : Hilfe für die Schule in Tampina - vorzustellen.
Mit 4 Ausstellungs-Wänden gestaltet , zog ich von Ausstellung zu Ausstellung.
Viele Gespräche mit vielen Leuten . Sammelte Geld ,verkaufte T-Shirts mit Tiermotiven – versuchte alles was mir möglich war.
Der Verein meiner Samtgemeinde: Arbeitsgemeinschaft für Kultur – und Naturtouristik Himmelpforten -Oldendorf , stiftete einen 4 Meter Eichenstamm ,aus dem ich eine Skulptur mit dem Titel „ Gemeinschaft „ schnitzen sollte.
Ich stürze mich in die Arbeit immer Madagaskar vor Augen.
Die regionale Presse : Stader Wochenblatt, brachte Berichte ,worauf viele Anfragen mich erreichten. Das Interesse für Madagaskar war groß, obwohl einige gar nicht genau wussten wo Madagaskar überhaupt liegt .Ich kaufte also Notnahrung , Medikamente und sammelte Babywäsche .Es sammelte sich sehr viel an ,und so versuchte ich 8o kg so zu packen ,dass ich es noch tragen konnte. Leider durfte das Reisegepäck 20 + 8 kg .nicht überschreiten .Zum Glück hatte ich Kontakt zu einer Frau aus dem Schwäbischen , Susanne Weber ,Mitglied bei Kintana e.v. die ebenfalls für 2 Wochen nach Madagaskar reisen wollte .Sie hatte noch Platz und so konnte ich das Gepäck auf zwei Namen aufgeben Durch diesen Kontakt wurde ich auch Mitglied .bei .Kintana .www. tourismus- madagaskar. de Sie haben es sich zur Aufgabe macht, den Tourismus in Madagaskar zu fördern, und mir und meinem Projekt behilflich zu sein...Nun bin ich kein Einzelkämpfer mehr .
Motiviert bereitete ich mich auf meine Reise vor .Ich hatte mir vorgenommen der Schule in Tampina ein neues Dach zu errichten und den Schulraum von innen zu streichen .Stühle und Tische fehlten ,ebenso Schulmaterialien .
Kurz vor meiner Abreise erfuhr ich dass die alte Schule in meinem Dorf noch Tische und Bänke hatte, die zu verkaufen waren. Dies konnte ich mir nicht entgehen lassen .!Alles was noch zu gebrauchen war, konnte ich erwerben.
Sie lagern nun bei mir und ich hoffe das mein Versuch einen Container- Sponsor für 2004 zu finden gelingt .Ebenso vermittelte mir der . Dritte Welt – Laden aus Himmelpforten - Nähmaschinen die noch komplett überholt werden sollten um für 2004 mit auf Transport zu gehen ..
Im August war es so weit :Donnerstag Nacht den 14. 08.03 ging meine Maschine um Freitag abends gegen 22.30 in Ivato zu landen. Ich hatte für verschiedene Leute Post dabei, die nun alle am Airport standen um sie in Empfang zu nehmen. Susanne ,die ebenfalls 2001 bereits in M/kar war und vielseitige Kontakte pflegte ,hatte Flavien ,einen Madagassischen - Freund gebeten , uns zur Verfügung zu stehen als Fahrer und Dolmetscher .Sie hatte Ihm als er In Deutschland bei Ihr und ihrer Familie zu Gast war ein Auto finanziert .Dies kam uns nun zugute . Montag den 18.08.03 wollte er uns zu einer Spritstour einladen ohne konkrete Angaben ,wohin es gehen sollte Nach 200 km kam mir die Landschaft sehr bekannt vor !Ich wurde ganz unruhig ,Hier war ich schon mal .Das Schicksal spielte mit . Ohne dass er es wusste brachte er uns genau zu dem Platz in Manambato – Lac – Rasoboe . Hier fing für mich 2001 alles an.
. Ich betrete alte Spuren .
2 tage später schartern wir ein Motorboot. Abfahrt 9.30 Uhr, blauer Himmel ,die Sonne scheint und wir pflügen durch den Canal des Pangalan Richtung AKANIN’NY NOFY. Ich möchte zum Buschhaus und Bambino besuchen . Er arbeitet schon viele Jahre für Sonja ,der deutschen Eigentümerin vom Buschhaus .
Schon 2001 fühlte ich mich durch Bambino gut betreut .Leider war er nicht im Hotel sondern mit Touristen im Wald auf Streifzug - Chamäleons aufspüren. Weiter geht die Fahrt .
Das Blubbern des Außenborders lockte die ersten Bewohner an, die erstaunt waren mich wieder zu sehen . Doch die Freude überwiegt und die Begrüßung wird sehr herzlich . Leon ,der kleine Knirps, der 2001 gerade 3 Jahre alt war ,erkennt mich wieder nimmt meine Hand und lässt sie nicht wieder los
.Auch mein lieber Freund Daniel / Dorflehrer von Tampina , kommt angelaufen,
er war gerade beim Fischen. Er staunt nicht schlecht ,mich und Susanne zu sehen die mich begleitet hat ,um selbst einen Eindruck zu gewinnen darüber, was es mit meinem Projekt auf sich hat .
Daniel und ich verabreden, dass ich in 2 Wochen zurückkomme um wieder in die Hütte einzuziehen. Er strahlt und verspricht: die Hütte für mich fertig zu stellen . Nach kurzem Aufenthalt besteigen wir alle das Motorboot um einen kurzen Abstecher im Dorf zu machen .Ich möchte gerne den Zustand der Schule sehen.
Zu meinem großen Erstaunen darf ich feststellen ,dass meine vielen Briefe ans Ministerium in Madagaskar Früchte getragen haben.
Die Regierung unter dem neuen Staatspräsidenten Mark Ravalomanana. ,.
hatte 2002 ein Programm ins Leben gerufen , Titel : Ecole pour Tous !!
Meine kleine Schule wurde nicht vergessen .Sie hatte vor kurzem ein neues Blechdach erhalten. Endlich ein erster Schritt. Doch zu tun gab es noch genug .!
Wir aber müssen wieder los, denn wir haben noch Termine In Antananarivo .
Sonntag 24.08.03 : Flavien kommt , bittet uns mitzukommen zum Gottesdienst in seiner Gemeinde .Er singt im Kirchenchor ,worauf er sehr stolz ist. Gerne nehmen wir an
Es wird ein Ereignis ,dass ich ebenfalls nie vergessen werde.
Ganz öffentlich werden wir vom Pastor vor der Gemeinschaft begrüßt : Flavien übersetzt die Worte : Wir sehen anders aus ,haben eine andere Hautfarbe
aber alle haben denselben Gott und wir seien herzlich willkommen.
Ob unsere Pastoren mit unseren Gastarbeitern auch so umgehen „ Ich glaube nicht . Nach dem Gottesdienst empfängt uns die Familie von Flavien und wir werden zum Essen eingeladen. Aufgenommen in einer Madagassischen Familie ,
eine schöne Erfahrung .
Donnerstag 28.08.03 :Um 10.00 Uhr –
Gebe einen Empfang im Hotel Fischerhaus für Klaus Heimer ,
Deutscher Journalist und Touristenführer mit festem Wohnsitz in Tana .Er will
einen Livebericht über mein Projekt in Tampina schreiben und mich begleiten !
Flavien , ebenso als Dolmetscher um eine Dorfversammlung abzuhalten, da ich meine Hilfsmaßnahmen nicht ohne Zustimmung des Dorfes durchführen wollte .
Dann kam der Sonntag an dem Susanne wieder abreisen musste. Mit Flavien und Frau und Kinder bringen wir meine kurze Reisebegleiterin Susanne zum Airport .
Di.02.09.03 : Nettes Gespräch mit Collin ,da ich kurz vor der Abreise stehe ,betet Collin für mich und mein Projekt. Abendessen Mit Collin und seiner Schwester , die gerade zu Besuch ist Frau Dr. Sarah Heydenreich Rajaonarivony . „ Botschaftsrätin in Falkensee „ .
Do.04.0.03 :Bin wieder unterwegs ,
Ziel :PIRINEE über Andasibe .hatten wir 2001 bereits übernachtet .
Lerne seine Schwester Sahondra kennen mit Ihrem Deutschen Mann. Rainer aus Karlsruhe .
Und schon wieder hat das Schicksal eine Überraschung für mich ,- Karlsruhe , die Stadt in der ich selbst 10 Jahre gelebt habe Eine Galerie und Gastronomie betrieben.Rainer ist sehr aktiv ,er betreut mit Madagassen zusammen ein Naturreservat, Spricht ein perfektes malgasch.
Nehme mir vor auch etwas die Sprache zu lernen .Habe ja vorgesorgt, mir ein Lehrbuch der madagassischen Sprache besorgt
Wir übernachten in Andasibe .Einer der ersten Naturparks
überhaupt „:Ein riesiges Gelände in dem Abholzungen verboten sind.
Weiter geht’s nach Manambato
Mit einem Wagen über Brickaville gut zu erreichen .Die Straßen sind passierbar nur die letzten 7 Km .sind PISTE . Manambato- HOTEL und Restaurant –RASO - BEACH Miete eine kleine Hütte bei Henry - Chef de Cuisine,
Hier sitze ich nun am Strand ,die Füße kühlen im Pangalan .
Das erste mal : Stille sowohl draußen wie auch in mir . Nach all dem Trubel ,die Planungen , die Reise und die erste Zeit in Tana, .sitze ich nun ganz ruhig wartend was auf mich zukommen wird.
Auf ein Schiff ,das mich den restlichen Abstand verringern lässt,
ich will endlich in meine Hütte .
.Jetzt bin ich meiner mir selbst gestellten Aufgabe näher gekommen. Tampina ich komme . Gehe ins Restaurant denn Henry hat mir einen frischen Fisch gebraten .
Nächster Morgen Samstag den 06 September 7.00 Uhr ,Es regnet ,es ist kalt und grau . Mache ein Strandspaziergang . Treffe den alten Fährmann von 2001) ,der uns zum Einbaum ( GOGO ) gerudert hatte ,und den wir von den Fischern kauften, um unabhängig zu sein .
Sitze wieder am Strand als eine Madagassische Frau mich auf Deutsch ansprach sie meint ,: dass ich doch der Deutsche bin der nach Tampina will .
Meinen großen Augen entnahm sie das Ich überrascht war , dass es so schnell gehen würde , abgeholt zu werden hätte ich nicht gedacht.
Gegen 14.00Uhr tuckerte tatsächlich ein Schiff herbei.
Mehr eine kleine Schute mit Außenborder .Aber es kam jemand mich abzuholen . Toll. Die nächste Etappe konnte beginnen.
.Abfahrt wieder nach AKANIN’NO NOFY mit Zwischenstopp im Buschhaus .
Aber unendliche Freiheit ! Am anderen Ende der Welt .
Aber auch das ist Tampina . Reste vom Urwald , Ocean , den Pangalan ,- und freundliche Menschen
Mittwoch :10.september 2003 auf Madagassisch MOORA- MOORA .Zigaretten und COCA-COLA gibt es selbst im hintersten Busch .Bier natürlich auch. Madagassisches Bier meistens warm aber süffig . Mittags endlich mit ganzem Gepäck nach Tampina.
Noch während ich meine Hütte einräume wird der Menschen Auflauf um mich herum immer größer. Entdecke viele bekannte aber auch neue Gesichter. Verteile an Kinder Luftballons und mit viel Spaß lass ich Seifenblasen steigen .
Den jungen Männern die neugierig um mich herumstehen ,überreiche ich einen Fußball den ich extra gekauft hatte .Das Hallo ist groß und am Abend erzählen sie mir ,dass Sie eine reguläre Fußball - Mannschaft aufstellen wollen. Ein älterer Dorfbewohner mache den Trainer .Tatsächlich konnte ich feststellen , das sie regelmäßig ein mal pro Woche Training abhalten, und das auch noch barfuss .
Muss unbedingt versuchen Fußball-Schuhe aufzutreiben wenn ich wieder in Deutschland bin . Schnell ist es dunkel – Schlag 18.00 Uhr
.Schaffe es gerade noch meine Hängematte zu spannen .
Um die nächste Zeit mit Lebensmittel eingedeckt zu sein ,organisiere ich ein Schiff .Fahre für 3 Tage nach Tamatave - sind nur 50 km ,trotzdem brauchen wir 6 Std. Daniel mit Frau und Baby kommen mit .Übernachten im Hotel. Daniel und Frau stöbern in den Läden ,denn es kommt nicht oft ,vor dass sie nach Tamatave kommen .Wir decken uns also mit Essen und Wasser ein .
Kaufe Schuhe und was zum anziehen für die ganze Familie.
Da ich die Schule streichen will ,kaufe ich Eimerweise Farbe und Werkzeuge.
Dienstag:16.September 2003:Heute Erste Sitzung im Dorf !
Da Flavien nicht mitkommen konnte hatte ich keinen Übersetzer ,musste es also auf englisch versuchen ..Da Daniel ein wenig englisch versteht klappt es ganz gut .
Es sind leider nur 30 Leute gekommen doch mein Anliegen die Schule zu renovieren
wird mit großer Zustimmung angenommen.
Es wird abgestimmt am Wochenende mit der Reinigung der Innenräume zu beginnen.
Sobald ich von der Arbeit in meiner Hütte ankomme dauert es nicht lange, bis die ersten Besucher auftauchen .Mal sind es nur Männer ,dann wieder nur Frauen. Oft sind es Kinder allen Alters. Wir spielen Domino ,machen Schattenspiele oder Musik .
Habe meine Mundharmonika dabei. Macht viel Spaß.
Der Chef der Bahnstation Jean de Dieu , zeigt Interesse an der deutschen Sprache Jeden zweiten Tag also Sprachunterricht. Madagassen lernen deutsch –Ich lerne malagasy .
Ende September beginnt in Madagaskar wieder der Unterricht,( Schulferien )
Mit Hilfe des Präsidenten von Tampina und Daniel dem Lehrer veranlassen wir, das sich an diesem Tag alle Schüler aus Tampina in der Schule melden um eine Liste zu erstellen. Es zeigt sich , das 142 Schüler demnächst wieder Unterricht erhalten müssen.
Allerdings fehlt es an allem. Bücher ,Hefte .Stifte und .Schiefertafeln für die Kleinen.
Nach der Instandsetzung des Schul- Raumes wird die Klasse folgendermaßen aufgeteilt.
Die Kleinen, bestehend aus zwei Gruppen .
ERSTE Gruppe :von 8.00 bis 10.30- 60 Kinder
Zweite Gruppe von 11.00 bis 13.00- 40 Kinder
Die Älteren , etwa 25 Schüler .Haben Unterricht von 7.30 –14.00 Uhr.
Hier fehlen dringend Unterrichtsmaterial auf französisch .Biologie u.s.w.
Warte nun bereits 2 Wochen auf einen Sack Zement .Präsident wollte Ihn besorgen.
Werde ungeduldig und mache Druck. Würde ein Madagasse nie tun . Ich schon .
Zwischenzeitlich reparieren wir Bänke und beenden die Dachreparatur. .Es regnet noch häufig doch da es warm ist ,stört es nicht so sehr .Oft kommen Menschen zu mir um medizinische Hilfe zu erhalten. Malaria-Mittel, Desinfektions- -Mittel, Schmerz -Mittel.Verbringe mal wieder ruhigen Tag in der Hängematte,.In der Nacht erneut heftiger Regen,Endlich wird der Zement geliefert und 2 weitere Eimer mit Farbe so kann es nun losgehen.
Nachdem der Schulraum innen drei mal gestrichen wurde deckt die Farbe und der Raum ist wie verwandelt .Sieht gut aus und alle freuen sich.
Ich bedauere das mein Geld so knapp ist, hätte gerne noch die Außenfassade neu gestrichen doch dies bedarf einer neuen Aktion im nächsten Jahr.
Die Wände sind voller Algen und Schimmel.
Also Dach ist fertig :,Risse mit Zement verfugt. 30 Bänke + Tische repariert , Farbe innen Türen und Fenster – neues Holz und Scharniere.
Gerne möchte ich noch :Farbe außen ,Toiletten ,Schulgarten, und eine Schulspeisung verwirklichen .Ebenso notwendiges Schulmaterial. Eine Gehaltssicherung für den Lehrer ,der seit 3 Jahren versucht den Unterricht aufrechtzuerhalten, und das ohne Gehalt –seine Fam. hungert .Er kann sich nichts leisten ,aber er gibt nicht auf.
Daniel und Ich setzen ein Schreiben an die Behörde für Schulwesen in Brickaville auf . Es muss erreicht werden ,das er ein Gehalt beziehen kann. Denn wenn ich wieder weg ist keiner mehr da,- der Lebensmittel kaufen kann.
Überhaupt haben durch meine Anwesenheit regelmäßig 10-12 Leute was zu essen ,Ich kann nicht einfach nur meine Hütten Tür zu machen wenn ich was essen will ,und vor der Tür Menschen sind die Hunger haben.
Merke das ich krank werde, Malariaanfall. Viele kommen heute die Fieber haben, gebe Tabletten und mir selbst verordne ich Bettruhe in der Hängematte .Auch zeigen sich bei mir offene Wunden an den Beinen, Armen am ganzen Körper .
Der 50 kg. Reissack ,Kartoffeln und Gemüse sind alle ,muss unbedingt wieder nach Tamatave .Dringend Geld wechseln und will mal wieder ins Internet meine E- Mails abrufen.
Mittwoch :01.Oktober 2003: 6.00 Uhr stehe auf, wie komme ich an ein Schiff ?
Zum laufen auf den Bahngleisen ,der einzige Weg sich in Tampen zu bewegen ist mir zu anstrengend .Oder am Ocean entlang .Doch ich fühle mich zu schwach. Ich werde Bambino stoppen wenn er Touristen befördert. Vielleicht nehmen sie mich mit.
.8.00 Uhr Tatsächlich stoppt Bambino und nimmt mich mit .Er will am selber Tag zurück fahren, das passt mir gut .Die Rückfahrt sollte gegen 16.00 Uhr sein. Schwer bepackt stapfte ich zum Hafen und wartete vergebens auf den Piloten .Gegen 18.00 Uhr kam er endlich und teilte mir mit, dass es Benzinprobleme in der Stadt gibt und wir erst Morgen eventuell zurückfahren können .Also zurück in die Stadt ein Hotel suchen .Am nächsten Morgen holt mich Bambino gegen 6.00 Uhr mit dem Taxi ab. /Das Taxi zahlen darf ich .Gegen Mittag dann wieder in meiner Hütte.
Habe nun wieder genug zu essen und trinken ,und schon wird meine Hütte wieder voll. Aber das ist schon in Ordnung .Daniels Frau ,Rasoarinina hat lecker gekocht und alle bekommen etwas zu essen. Die Anstrengung der Reise hat die Anzahl meiner Wunden erhöht. Langsam mache ich mir Sorgen ,Was ist in meinem Körper los ?
Und dann ewig diese Sandflöhe ,eine Geißel ,alle haben die Füße voll damit und obwohl ich noch kein einziges mal ohne Schuhe am Strand gelaufen bin .Dabei liebe ich es barfuss durch den Sand zu gehen .schleppen die Besucher die Parasiten bei mir ein .
Daniel hat eine Einladung erhalten ,er soll nach Brickaville kommen, es geht um sein Gehallt ..Endlich passiert wieder was positives. Er bleibt 2 Tage ,als er freudig zurückkommt und sieht wie schlimm meine Wunden geworden sind, besorgt eine Schiff ,eine Madagassische Piroge. Er und sein Schwager rudern mich 3 Std. lang zum Arzt . Es sind zum Glück nur10 km. Der einzige Arzt im Umfeld von 100 km.
Er. kann mir nicht helfen ,er hat keine Ahnung was mir fehlt aber auch keine Medikamente Er besitzt gerade noch geringfügiges Desinfektionsmittel und etwas Watte die er mir verkauft Er will aber Penizillin besorgen um mir eine Injektion zu geben da meine Füße und auch das linke Bein sich langsam schwarz verfärben.
Ich überlasse Ihm Sterile Einwegspritzen ,denn seine im Wasser liegenden Utensilien möchte ich nicht bei mir angewendet wissen. Die Hygiene ist sehr fraglich. Aber er hat halt nichts anderes!
Trotz Schmerzen ,und am Stock gehe ich mit Daniele am nächsten Tag ins Dorf .da eine weitere Versammlung einberufen wurde .Es handelte sich dabei um den Brief ,den wir geschrieben hatten und auch die ausstehenden Zahlungen angeschnitten. Daniels Vorgesetzter nun hatte dem amtierenden Präsidenten von Tampina geschrieben und Ihn aufgefordert die Dorfbewohner dazu anzuhalten Ihrer Verpflichtung Schulgeld zu zahlen ,nachzukommen ..Danielle macht Ihnen klar ,wenn die Regelmäßigkeit der monatlichen Zahlungen wieder nicht eingehalten werden, macht er die Schule zu und stellt den Unterricht ein .Die Leute aus Tampina saßen nun in der neu gemalten Schule und schwiegen anfänglich.
Ich sah Ihm an ,dass es Ihm nicht leicht fiel ,Seine Arbeit zu beenden, denn er machte es gut und gerne ,wovon ich mich ja überzeugen konnte.
Sie stimmten alle ab ,dass Danielle sein Geld erhalten soll und er doch bitte den Unterricht weiterführen möchte.
Wieder zurück an meinem Platz kommt Danielles Frau mit warmen Wasser um mir meine Wunden zu waschen und meine Füße nach Parasiten zu untersuchen .Ich hatte keine gefunden ,sie jedoch holte einen nach dem anderen unter meinen Fußnägeln hervor .
Insgesamt 5 . Sandflöhe. widerlich diese Viecher .
War schon 8 Tage nicht mehr schwimmen ,aber lässt sich nicht ändern. Heute zum Mittagessen :leckere Pellkartoffeln mit Öl ,Gurken und Tomaten- Salat.
Später arbeiten Danielle und ich an seiner neuen Hütte .Wird endlich mal Zeit ,dass er eine neue und größere Hütte erhält. Denn er hat zwischenzeitlich 3 Söhne und Ein Baby ,eine Tochter .
18.oo Uhr Vollmond ,möchte am liebsten im Freien und am Strand schlafen. Gegen 20.30 Uhr endlich - SAKAFU. –Essen .
Morgen habe ich mir vorgenommen ein riesiges Feld mit Maniok / Madagassische Hauptnahrung außer Reis / zu bepflanzen .Emmy, die Schwester von Danielle kommt mit um mich anzulernen. Habe ich ja noch nie gemacht .
Anfänglich ,amüsieren sich die Leute darüber ,doch als sie am Abend kommen , lacht keiner mehr über den weißen Mann ,den Vazaha.
Der Tag war sehr heiß ,und ich gehe trotz der Wunden wieder einmal baden im Pangalan. Muss anschließend meine Wunden reinigen und neu verbinden .
Spät am Abend erschallt lautes Tam Tam - aus einer kleinen Ansiedelung ,einer Familie ,die Ihre Hütten außerhalb vom Dorf errichtet haben. Etwa 8 Hütten in dem eine ganze Sippschaft wohnt .Als sie mich zu diesem Fest abholen habe ich das Gefühl ,
bei einem Ritualfest in Afrika zu sein .Trommeln, Rhythmus ,Tanzen und viel Alkohol – Rum selbstgebraut und Betsa-Betsa .
Darf leider keine Bilder machen ,um dieses Ritual festzuhalten .
Samstag:11.Oktober 2003 :
Diese Wochenende arbeiten an Danielles neuer Hütte. Seine alte Hütte, die fast umfällt . Werden bis auf Kleinigkeiten fertig .
Abends kommt ein Brief für Danielle ,er soll am Montag zu seinem Chef nach Brickaville. Grund Teilnahme an einer ersten mehrtägigen Lehrerkonferenz.
Am nächsten Abend kommt er von seinem 20 km .Marsch zurück .Er muss am nächsten Morgen schon wieder los .Wollte sich nur frische Wäsche holen und etwas Geld von mir .Gebe ich Ihm natürlich. Wir packen meinen Rucksack mit Wäsche und Verpflegung ,und Danielle Stapft Lachend in sein neues Abenteuer .
Meine Wunden machen mir zu schaffen .Kann nicht mehr aufstehen oder laufen .Um mich abzulenken rutsche ich auf dem Hintern bis zur Tür um dort sitzend für Kinder Holzautos zu basteln ,aus Abfällen oder was sich sonst so finden lässt.
Es macht nicht nur den Kindern Freude die Autos hinter sich her zu ziehen ,sondern auch mir das Strahlen Ihrer Augen zu sehen.
Zwischenzeitlich kommen täglich Frauen allen Alters vorbei um mich zu besuchen und mir gute Ratschläge zu geben was ich für meine Wunden tun könnte. Die Zehen und das linke Bein sind bis zum Knie schwarz geworden. Habe langsam Bedenken doch ich muss durchhalten .Täglich werden meine Wunden mit warmen Wasser ausgewaschen und Eiter entfernt ..trotz Einsatz Madagassischer Medizin , Wurzel ,Knollen und Blätter wird es nicht besser,. Brennt wie Feuer .Liege nur noch in der Hängematte ,werde aber von vielen besucht und verwöhnt .Bekomme meinen Kaffee morgens und nachmittags, Essen und meine Wäsche wird gewaschen. Bis auf Reis sind unsere Vorräte aufgebraucht. Seid 2 Tagen nur trockener Reis .Aus Spaß sage ich zu Daniel ,ich hätte gerne ein knuspriges Huhn .
Kaum hatte ich ausgesprochen ,als Daniel aus meiner Hütte geht um Minuten später lachend zurückzukommen .Heute Abend gibt es Huhn ,mein Freund . Dieser Daniel . Es wird wieder mal ein Festschmaus. Die lieben Leute :
Nehme zwischenzeitlich täglich Schmerztabletten .Kann auch nicht mehr ans Meer gehen um Fische zu fangen .Rasoarinina ,Daniels Frau übernimmt das für mich .Holz sammeln fürs Kochfeuer geht auch nicht mehr ,übernimmt Danielle . Einkaufen und persönliche Dinge werden mir auch abgenommen .
Die täglichen Wundwaschungen haben den Vorteil ,dass keine neuen Parasiten sich bei mir eingenistet haben keine neuen Sandflöhe .Gibt es bei den Hotels allerdings auch aber dort wird dann Gift gespritzt ..Doch kein Tourist bleibt solange an einem Ort wie ich in Tampen .
Donnerstag : 30.Oktober 2003
Doktor besucht mich .Daniels Mutter hatte Ihn benachrichtigt,
Er haut mir eine Injektion in den Hintern der mir drei tage Probleme macht sitzen zu können. Ich soll die nächsten 4 Tage in die Praxis kommen. Doch dies ist nicht realisierbar. Es müssten immer zwei Leute pro Tag 6 Stunden rudern.
Im Motorboot könnte ich es selbst regeln. So aber verzichte ich auf weitere Spritzen. Ich muss durchhalten .Noch 10 Tage dann muss ich mich wieder auf den Weg machen .zurück in die Hauptstadt .Dort gibt es an der Universität einen deutsch sprechenden Arzt , den werde ich aufsuchen. Allerdings wird meine Reisekasse immer dünner .
Es sind wieder Schulferien für 2 Wochen . Wir hatten geplant in dieser Zeit eine Party in der Schule zu veranstalten .Musik und Getränke waren bereits organisiert .Junge Leute aus Tamatave brachten Ausrüstung mit Ihrem Boot und zogen für uns die Veranstaltung durch.
Es war ein gelungenes fest ,wurde mir berichtet –war nicht in der Lage
hinzuhumpeln , man hätte mich tragen müssen, doch das wollte ich nicht .
Samstag ; 01.November 2003 Heute ist auf Madagaskar ein Feiertag .. Alle besuchen 2 Tage lang Ihre Toten , Ihre Familien auch wenn sie sehr verstreut sind. Es wird gefeiert. Man bringt mir die Nachricht ,dass Mama Michael schwer Krank sei . Da Sie sich auch um mich sehr gekümmert hatte ,stapfe ich mit zwei Krücken ,die ich mir geschnitzt hatte los . Vielleicht kann Ich helfen .Sie musste dauernd erbrechen und hatte Fieber .Ich gab Ihr was gegen Fieber und Schmerzen und Malaria Tabletten. Nach 3 Stunden komme ich platsch nass zurück obwohl es gar nicht geregnet hat .Trotz meiner Wunden und Schmerzen bedaure ich bald nun Abschied nehmen zu müssen.
Würde gerne bleiben. Fühle mich irgendwie zu Hause. Versteht wohl keiner – ich eigentlich auch nicht .Aber Geld ist alle ,bis auf die Reserve ,die ich noch brauchen werde um in Tana zu überleben. Hotel ,Essen ,und kleine Geschenke . Danielle soll schon wieder zu einem Lehrertreffen in Brickaville, er sagt aber ab ,da morgen mein Geburtstag ist .Er will unbedingt mit mir feiern .
Am Morgen gibt es Kaffee und Kokosbrot ( MOFU ) Mama Michael geht es wieder besser ,denn sie bringt mir frisch gebratenes Maniok- mofu .Mit zwiebeln / Tungul / und lecker gewürzt. Es gibt Coca-Cola und Bier ,Zigaretten ,Kuchen und Wasser .
Anschließend verteile ich Kleidung ,Medikamente. und alles was ich nicht zurücknehmen werde. Danielle will unbedingt mein Zelt haben um eine Notübernachtung zu haben wenn er zu Fuß unterwegs ist um nach Brickaville zu müssen. Rasoarinina möchte das Radio und noch vorhandene Batterien . Mama Mickael mein gutes Messer, und paar T-Shirts .
Ein schöner Geburtstag .Hatte gar nicht bemerkt, das die Hängematte weg war. Lachend wurde sie mir frisch gewaschen zurückgegeben .Ich spanne sie neu auf ,und genieße den Abend mit frisch gebratenen Fisch ,netten Leuten und toller Stimmung .
Heute Donnerstag letzter Tag .Bin schon seit 5.00 Uhr auf. Es ist schon heiß, packe meine restlichen Sachen und bereite alles für den Abmarsch vor. Danielle will mit mir mitkommen .Mindestens bis Tamatave um mich sicher in einem Taxi – Bruce zu wissen ./Transporter -
Um nicht im dunkeln gehen zu müssen ,spazieren wir gemütlich am späten Nachmittag ins Dorf .heute Nacht um 2 Uhr soll der Zug kommen .Der Chef der Station ,der fleißig bei mir Sprachunterricht genommen hatte ,gab uns einen Raum in dem wir warten konnten .Er kocht uns sogar was zu essen. Wir verbringen auch den Freitag noch am Bahnhof mit sitzen und warten .Abends gibt es Reis mit Pistazienbrei .Um 23.00 Uhr kommt die Nachricht ,:der Zug kommt in einer Stunde.! Als es soweit ist ,weckt uns Jean De Dieu Chef der Bahnstation .Er wird den Zug extra für uns anhalten. Ich bedanke mich bei Ihm ,überreiche Ihm meine Taschenlampe die ohne Batterie funktioniert.
Und dann geht es endgültig los . 24,00 Uhr kommt der Zug ,und rumpelt mit uns bei Vollmond im Güterwaggon durch die Nacht .Gegen 3.30 Uhr kommen wir in Tamatave auf dem Güterbahnhof an .Mitten zwischen den Gleisen müssen wir aussteigen damit keiner was bemerkt .Setze mich ins Gras um abzuwarten bis die Morgenröte kommt ,.denn es so sehr dunkel geworden ,so dass man nicht sehen konnte wohin man tritt. Außerdem war ich noch immer nicht gut zu Fuß .
Gegen 4.00 Uhr finde ich ein Taxi ,welches uns zum Platz der Busse bringt.
Um 7.00 Uhr soll ein kleiner Transporter abfahren Richtung Antananarivo. Gehe mit Danielle frühstücken. Vertreiben uns die restliche zeit , bis der Moment kommt -Veloma- ,Leb-Wohl zu sagen .
Gegen 8.00 Uhr fährt der Bus voll beladen los .Das Fahrzeug nimmt die Serpentinen ,mit Schlaglöcher ,an alten Rauchenden Diesel -LKW .vorbei, um gegen 15.ooUhr außerhalb der Hauptstadt anzukommen . Schnell finde ich einen freundlichen Taxifahrer ,der mich in die Stadt und zu meinem Hotel bringt .Ein kleines einfaches Hotel im Stadtzentrum .Bin nun seit 50 Stunden unterwegs und müde. Genieße die Hotelküche gehe duschen und falle ins Bett .
Sonntag : 09.November 2003 :Am Zoma ,großer Markt in Tana ist heute Musikfestival . Spielen tolle Musiker. Obwohl mir das stehen schwer fällt , halte ich es lange aus .
Mittwoch :12,November 2003 :letzter Tag ,und nun geht’s los mit Durchfall – und ich muss viele Stunden im Flieger verbringen . Die Letzten Stunden im Hotel mit guter Unterhaltung mit dem Chef aus dem Hotel Lambert .Er wird mich gegen Abend zum Flugplatz bringen .Auf dem Weg dorthin machen wir Halt in seinem zweit Hotel das Carrefour.
Ich kann alles besichtigen und erhalte von Monsieur Henri Ferblantier das Angebot als Hotelmanager mit einzusteigen .Er ist 70.Jahre alt und würde gerne mit mir zusammenarbeiten .Sollte das mein Weg sein ,um nach Madagaskar zurückzukehren ?
Aber nun ist es wirklich so weit.
Einschecken am Airport 22,00 Uhr .
Abflug der Maschine Donnerstag -Morgen :2,30 Uhr .
Ankunft Paris :14.30 Uhr . Abzüglich der 2. Std, Zeitverschiebung ist es jetzt12.30 Uhr Habe gewaltigen Durchfall.
Anschlussflug nach Hamburg :13.20 Uhr. Lande in Hamburg gegen 15.00 Uhr Bekomme gleich einen Shuttle der mich zum Hauptbahnhof bringt .
Kurz darauf fährt mein Zug nach Himmelpforten , der mich nach einer weiteren Stunde nach Hause bringt .
Inzwischen haben wir Ende Januar 2004 ,und ich schreibe meinen Reisebericht . Meine Beine sind noch immer nicht in Ordnung und ich befinde mich weiterhin in ärztlicher Behandlung .
Doch ich träume schon wieder von Madagaskar und all dem was ich gerne noch erreichen möchte.





Madagaskar 2004

Madagaskar 2004 ,Container und Projektbetreuungsreise –

Abfahrt Juli 2004 ab Hamburg – Ankunft Tamatave September 2004
10.August 04 Abfahrt Bahnhof Himmelpforten 20-Uhr zum Hauptbahnhof Hamburg.
Kleiner Stadtbummel und weiter mit dem Taxi zum Airport .
7;10 Uhr geht mein Flieger nach Paris !Dann heißt es warten bis ich in die Maschine nach Madagascar umsteigen kann.
Ein Jahr ist schnell vergangen und ich sitze tatsächlich wieder am Airport.
Was ist alles geschehen ?
Nachdem ich im November 2003 krank zurückgekommen bin begann ich aber doch ab Januar wieder an Madagascar und mein Projekt zu denken. Vieles wollte ich dieses Jahr erreichen. Also jeden Tag E-Mails schreiben und sammeln was ich die Finger bekam ,denn ich wollte im Juli einen Container mit Hilfsmitteln versenden. Von Babywindeln bis Kinderschuhe ,Schulmaterialien, Nähmaschinen und so weiter. Nicht zu vergessen ein Notstromaggregat für das Hospital ebenso Medikamente.
Auch galt es die Finanzierung zu realisieren was nicht so einfach war, denn ich besitze keine Reichtümer um alles selbst zu bezahlen.
Doch meine Gebete wurden erhört und ich erhielt Unterstützung durch die Printmedien. Zum einen durch das Stader Wochenblatt, dort erschien am 10 Juli der erste Artikel und dem Hamburger Abendblatt .Dieser Bericht war am 01.August zu lesen. Dank der Presse verkaufte ich eine Skulptur geschnitzt aus einem Eichenstamm mit einem Durchmesser von 1.40m.Dieser Betrag ermöglichte es mir meinen Anteil an den Containerkosten zu tragen. Die Restliche Finanzierung übernahm die Spedition Birkart - Globistics aus Hamburg . Dies war der erste Sponsor für das Projekt :Ecole pour Tous in Tampina.
Für die diesjährige Reise benötigte ich eine Summe von 10000,-Euro.
Container 3000,.Euro Flug 1550,. +:400,-Euro Übergewicht an Gepäck ,2000,-Euro.
Für Geschenke und andere Dinge die ich gekauft habe ebenfalls 1000,-Euro . Telefonkosten, Internet, Drucke und Papier, Fahrten zu Veranstaltungen, Vorträge kosteten ebenfalls 1000,.Euro. Jetzt gilt es noch Farben für das Schulgebäude zu kaufen um die Schule von außen zu streichen .Ebenso eine Brunnenbohrung und nicht zu vergessen, den Transport des Containerinhaltes zum Projekt ,etwa 380 km.
Was mein Überleben :3 Monate und Nahrungsbeschaffung für mich und Menschen aus Tampina an Geld erfordern wird kann ich im Moment nicht einschätzen.
Endlich ist es soweit ,die Maschine von Paris nach Antananarivo ist startklar .Es ist 10.30 Uhr, Ich habe einen Fensterplatz und bin voller Vorfreude auf Madagascar.
Doch alles kam anders !
Als die Maschine Geschwindigkeit aufnimmt bekomme ich Probleme .Habe Magenkrämpfe, bekomme keine Luft mehr bin schweißgebadet und habe Schmerzen .Es gelingt mir nicht die Kontrolle wiederzubekommen. Passagiere werden aufmerksam und verständigen das Flugpersonal .Plötzlich bemerke ich das sich jemand um mich kümmert .Eine Ärztin war an Bord und veranlasste das die Maschine Ihren Start abbrach ,zurück zum Airport rollte ,wo ich mit dem Notarzt in eine Klinik gebracht wurde Dank Medikamenten und einer Injektion kehrte wieder Leben in mich zurück und die Schmerzen verblassten. Laut Meinung des Arztes hatte ich Herzprobleme . Wo war der Böse Geist der verhindern wollte, dass ich nach Madagascar kam ? Nach einem weiteren EKG konnte ich die Klinik wieder verlassen und wurde zum Airport zurück gebracht, denn ich wollte fliegen um jeden Preis.
Air-France war sehr behilflich und bemüht. Ich erhielt ein neues Ticket und sie versuchten alles ,damit ich eine andere Maschine bekomme um nicht 3 Tage am Airport verbringen .zu müssen .Es ist zwischenzeitlich 21 Uhr ,ich bekomme einen Platz nach Afrika – Johannesburg !Abflug 22 Uhr.
Was soll ich denn in Afrika ? Ich wollte doch nach Madagascar. Doch alles wird gut.
Das Terminal nach Johannesburg ein wahrer Glaspalast ,dort sucht man mich um mein Gepäck was aus der Maschine nach Madagascar entnommen wurde neu auszuzeichnen ,um mit mir wieder auf die Reise zu gehen. Endlich sitze ich nun im Flieger .Ein Riesen Vogel ,alles voll doch ich habe eine Reihe für mich alleine ,kann meine Beine hochlegen und schlafen.
12.August 04 :9.30 Uhr ,es gibt Frühstück und bald landen wir in Johannesburg.
Ich schaue aus dem Fenster auf das Land ,kleine Häuser aber ein großer Airport.
Nachdem ich einen Platz gefunden habe um endlich eine Zigarette zu rauchen einen Kaffee zu trinken ,rufe ich im Fischerhaus in Madagascar an um Bescheid zu sagen ,dass ich heute Abend gegen 17 Uhr doch noch ankommen werde. Collin wartete ja bereits am Vortage am Flughafen umsonst auf mich und machte sich schon Gedanken was passiert sein könnte .Ich hatte schließlich ein Zimmer bei ihm gebucht .Problemlos geht nun mein Flug um 13.30 Uhr weiter mit Air Madagascar.
Es ist ein schöner Tag ,es ist warm und wieder schaue ich aufs Land. Erst verabschiedet sich die Küste von Afrika, dann überfliegen wir die Strasse von Mosambik.
16Uhr Landung in Yvato, Airport von Madagascar .Warte bis 17 Uhr ,doch kein Colin kommt um mich abzuholen. Nehme mir also ein Taxi.
Obwohl es schon dunkel geworden ist, zuhause ist es ja noch lange hell ,muss mich erst wieder daran gewöhnen, dass es hier so früh dunkel wird. Finde ich spontan den Weg ins Fischerhaus wo Colin erstaunt ist mich zu sehen. Mein Zimmer ist aber bereit .Er dachte ich komme erst am nächsten Tag, deshalb bezahlte er das Taxi .
Ich war endlich nach 3 Tagen angekommen.
Freitag - 13.August 2004 –
Ausgeschlafen gegen 9 Uhr gibt es Frühstück ,ich mache einen Spaziergang und Collin erzählt von seinem Vorhaben den Park mit Pflanzen, Bäumen, Vögeln und Krokodile zu erweitern.
Jetzt ist es 16 Uhr es wird kühl . Beende also hier den ersten Bericht.
Morgen treffe ich die Members vom mwc und werde sehen wer noch alles kommen wird. Postkarten habe ich auch gekauft ,werde ich am Wochenende schreiben und dann abschicken. Es wird ein geselliger Abend mit Gästen aus Italien die sehr an meiner Arbeit interessiert sind .Tauschen Visitenkarten aus.
Samstag –14.August 2004 ,
Heute treffen der Members –11 Uhr kommen der Präsident von MWC Letsara Rokimann und Fidy .Da ich Mitglied im Verein bin werden Sie mich unterstützen. Absprache: Montag den 16.08.04 ab 17 Uhr holen sie mich ab .Wechsele dann die Unterkunft bei der Familie von Letsara. Von dort aus werden Mitglieder von MWC mich begleiten, um
Gespräche mit Behörden in Tana zu koordinieren und mich auch nach Toamasina –Empfangnahme des Containers , und anschließend nach Tampina begleiten .So erhalten um sie einen Überblick über mein Projekt .
Sonntag – 15.08.04 ,
Gut geschlafen ,doch die Sonne weckt mich. Frühstück im Garten obwohl es noch Winter ist. Der Frühling beginnt in 14 Tagen dann hoffe ich allerdings schon beim Projekt in Tampina zu sein .Habe langes Gespräch mit Colin ,fahren gegen Mittag zusammen spazieren um ein Bier zu trinken. Genieße ansonsten hier die Zeit lese ein Buch von Christine Cerny „Ferne Insel Madagaskar „
Gegen 16 Uhr kurzer Abstecher nach Tana ,Mit Taxi B ,Preis 1000,.Fmg,Visite im Hotel Lambert, der Patron ist leider nicht da. Bestelle Grüße und fahre zurück ins Fischerhaus nach Ambohimandroso - Ambohimanarina . Morgen beginnt also ein neuer Abschnitt meiner Reise :Wohne dann bei einer Madagassischen Familie .
Montag –16.08.04 ,
Es ist kalt ,bringe die ersten Karten zur Post und nun heißt es warten bis mein Taxi
kommt .Es wird aber erst gegen 17 Uhr sein. Heute esse ich ausnahmsweise zu Mittag sonst immer nur abends .Sitze noch etwas vor der Tür und schaue den Kindern beim Spielen zu ,alle tun sehr beschäftigt doch dann setzt sich ein alter Mann zu mir, bittet um eine Zigarette .Seine Augen strahlen mich an mit einer Tiefe dass es mich schaudert. Plötzlich fragt er mich in einer Mischung aus englisch und deutsch.„Ob ich wüsste wie spät es ist wenn die Hexen heimkehren ? Er erahnt meine Sprachlosigkeit anhand dieser Frage und schmunzelt in sich hinein .Nach langem Schweigen und einer weiteren Zigarette beginnt er zu erzählen.
Die madagassische Bilder – Uhr ! Den an exakte Maße und Normen gewöhnten Menschen der nördlichen Hemisphäre müssen die Zeitangaben in madagassischer Sprache irritieren. Dabei sind sie äußerst genau .Wie der „Sonnenaufbruch „ etwa. nahe dem Äquator geht die Sonne das ganze Jahr hindurch bei einer nur geringen Schwankung zur immer gleichen Zeit auf .Auch ist „ das Sonnenlicht an der Türschwelle „ eine praktikable Orientierung in der Zeit für den ,der weiß, dass die Behausung nach kosmologischen Gesichtspunkten errichtet worden ist.
Und wenn die Prinzessin der Nacht in ihrem Sternenkleid über die Milchstraße tanzt,
dann hat eben die Stunde für den Ausgang der Hexen geschlagen .

04:30 Aufstehen der Fleißigen (Mifoha olo-mazoto )
05:00 Krähen der Störche (Maneno fitatra )
05:30 Aufstehen der Allgemeinheit (Mifoha olona )
06:00 Ausgang der Hühner (Miyoaka akaho )
06:30 Sonnenaufbruch (Yaky masoandro )
07:00 Trockener Blattstängel (Maimbohondravina )
07:30 Ausgang der Rinder (Mivaoka omby )
08:00 Ausgang der Kühe die frisch gekalbt haben (Mivoaka omby tera-bao )
09:00 Der Tag gedeiht (Bana andro )
10:00 Der Tag erblüht (Misandratra ny andro )
11:00 Hoch am Tag des Schöpfers (Antoandrobenanahary)
12:00 Auf dem Berggipfel ruhend (Mitataovovonana )
13:00 Sonnenlicht an der Türschwelle (Mitsidika andro )
14:00 Sonnenlicht im Wohnraum (Tafalatsaka ny andro )
14:30 Die Sonne beginnt an Kraft zu verlieren (Tolakandro, Folakandro
15:00 Am Pfosten zum anbinden der Kälber
zeigt der Schatten nach Südwesten (Am-pamatoran-janak òmby ny andro
15:30 Sonnenlicht an der Stelle
für das Reis-Stampfen (Ampitotoambary )
16:00 Sonnenlicht an der Hühnerstelle (Mby anjoro akoho )
16:30 Sonnenlicht erreicht die Ostwand
der Wohnung (Tafapaka ny andro )
17:00 Heimtreiben der Kühe
die frisch gekalbt haben (Mampody omby terabao )
17:30 Heimtreiben der Rinder (Mambody omby )
18:00 Sonnenrot (Mena masoandro )
18:30 Auslöschen der Sonne (Maty masoandro )
19:00 Unsichtbares Kochtopfinneres (Maizim-bava-vilany )
Der Lampenhalter ist nicht sichtbar (Tsy ahita-mitsinyo )
Nicht erkennbare Farbe der Rinder (Tsy ahitan-tsoratr òmby)
19:30 Der Abendreis wird gekocht (Manokombary alona )
19:30-20:00 Die Menschen essen zu Abend (Homan-bary olona )
20:00-20:30 Die Nachtruhe wird vorbereitet (Vori-fandry olona )
20:30 Die ersten gehen zu Bett (Mandry olona )
21:00 Alle Menschen sind im Bett (Tapi-mandry olona )
21:30 Schlafanfang (Lahatory )
22:00 Ausgang der Hexen (Mivoaka mpamosavy )
23:00 Tief in der Nacht (Mamatoana alina )
24:00 Mitternacht (Misasakalina )
01:00 Die Wildkatzen kratzen sich
an der Achselhöhle (Misafo helika ny kary )
02:00 Die Hexen kehren heim ( Mody mpamosavy )
02:30 Quaken der Frösche (Maneno sahona )
03:00 Einmaliges Hahnenkrähen (Maneno akoho tokana )
03:30 Morgengrauen (Magiran-dratzy / masavaratzy )
04:00 Hahnenkrähen (Maneno akoho )
04:30 Aufstehen der Fleißigen (Mifoha olo-mazoto )
Dies war also die Geschichte des alten Mannes .
Die Abfahrt wird sich verzögern .Letsara /Rocki hat angerufen ,werde dann also in die Dunkelheit fahren ohne zu wissen was mich erwartet. Mich durchströmen gemischte Gefühle ,teils Freude –aber auch Unbehagen. 19-15 Uhr kommt endlich mein Taxi und los geht es 7km weiter ,ein anderer Stadtteil ,hier war ich noch nie .
Werde herzlich von der Familie aufgenommen. Großmutter überlässt mir Ihr Zimmer und Bett .Zur Familie gehören noch Die Mutter von Rocki ,Madame Bako seine 4 Brüder + Santilly mit Frau Mbola und Baby, und natürlich ist mir schon öfters aufgefallen, 2 junge Mädchen die im Haushalt helfen.( Sklaverei ist nicht weit entfernt ).Sie machen die ganze Arbeit ab 5Uhr früh bis spät in die Nacht .Ihr Lohn : Sie werden ernährt und liegen Ihren eigenen Familien nicht zur Last .
Nach der Begrüßung überreiche ich kleine Geschenke, Tücher aus Seide, Spielzeug fürs Baby, Die beiden Brüder sind Lehrer ohne Anstellung ,die Schwiegertochter
unterrichtet 40 Erstkläßler.
Dienstag 17.08.2004
Santilly der ältere Bruder versucht mit weiteren Berufskollegen und Kolleginnen eine eigene Schule aufzubauen ,dazu haben sie bereits ein Grundstück gekauft und den ersten Stock mit drei Räumen erstellt. Um Unterstützung von der Verwaltung zu erhalten ist heute morgen ein Termin .Ich begleite Ihn denn ich versuche ja auch eine Schule aufzubauen. Der Präsident des Bezirkes ist eine Frau die erstens 2 Stunden zu spät kommt ,dann große Reden mit gewaltiger Stimme ertönen lässt .Politikerin ,eben mehr fällt mir dazu nicht ein , gegen 14 Uhr sind wir endlich wieder zu Hause .
Sehr erfolgreich war die Besprechung nicht .Am späten Nachmittag gehe ich mit einigen Lehrern und Lehrerinnen einen Café trinken .Es wird ein Sprachengemisch aus Deutsch-Englisch-Französisch und Malagasy .
Mittwoch 18.08.2004
6. 00 Uhr Telefon für mich, mitten in der Nacht –hier aber normal !Eine der Lehrerin, Madame Nivo Ravelonirina hatte Kontakt zu „ Madarail „ hergestellt .Herrn Arthur
RAMAMONJISOA – Attaché Commercial zuständig für Bahntransporte mit einem Termin um 9.00Uhr in Tana Avenue de I `Indèpendence. Fahre also zum Termin .
Netter Empfang , voller Hochachtung meines Einsatzes für Madagaskar ,trotzdem wird mich der Transport mit der Bahn von Toamasina nach Tampina weitere 5000000,-FMG kosten / 500 ,- Euro. Ob ich Einfuhrzoll bezahlen muss kann ich noch nicht absehen. Das werde ich erfahren wenn ich bei dem Agenten bin.
Nächster Termin die Schweizer Botschaft in Tananarive, auch sehr nett ,kann im Schweizer Dialekt mich verständigen aber nützt nichts ,können nicht weiterhelfen .
Weiter geht es zur Pharmazie ,brauche noch Malaria-Mittel Wollte Palodrine haben ,ist aber nicht zu bekommen. Nach der dritten Apotheke wird mir dann nahe gelegt ,
Savarine zu nehmen. Habe keine Wahl ,kaufe also für 3 Monate Savarine .Davon muss ich täglich eine nehmen. 3 Pakete kosten 552,000,- FMG / ca.50.-€ .Schreibe noch paar E-Mails ,gehe noch ein Eis essen, nehme ein Taxi , und fahre zurück nach Ampitatafika Sitze mit der Großmutter auf der Terrasse und schaue dem Treiben auf der Strasse zu . Es lärmt und staubt, alle sind beschäftigt .Gegen Abend kommen 2 junge Madagassen zu Besuch –Sie sind ebenfalls Mitglieder von MWC. Stelle wieder fest :mein Englisch ist nicht das Beste. Beide Söhne reisen für eine Woche zu verschiedenen Projekten ,ich bin alleine mit 3 Frauen, einem Baby und den 2 Hilfskräften .Die Mutter von Rocki spricht zum Glück etwas Englisch ,so kann ich mich wenigstens notdürftig verständigen .
Erfrischend wenn der Lärm und Staub gegen 20 Uhr verstummt, dafür lärmen nachts die Hunde .Es scheint mir als wiederholten sie das Tagesgeschehen der Menschen .Sie rennen die Strasse hoch bellen wie blöde, dann Ruhe für 15 Minuten ,das reicht gerade um wieder einzuschlafen. Schon rennen die Hunde wieder los in die andere Richtung so dass man wieder aufschreckt und die Hundemeute am liebsten zum .... schicken möchte. Dieses Spiel wiederholt sich jede Nacht .Tagsüber nimmt man sie kaum wahr ,da sie träge am Straßenrand dösen .Aber wehe es kommt die Nacht .
Donnerstag 19.08.04
Frühstück mit Großmutter , Kaffee Brot und Marmelade. Schauen Bilder von Madagascar . Durchfall meldet sich an ! Werde um 11 Uhr abgeholt ,eine Gemeinschaft von Lehrern Englisch ,Spanisch ,Anbau ,wollen gemeinsam mit mir die Lehrerin Für Deutsch aufsuchen ,um Sie zu bitten die Übersetzungen der Verhandlungen mit Madarail zu führen. Dabei geht es um den Containertransport von Toamasina nach Tampen .Bevor ich Geld bezahle möchte ich von oberster Stelle schon ein Dokument erhalten in dem alles festgelegt ist .In Toamasina will ich keine Verhandlungen führen müssen .Trotz telefonischer Zusage der Deutschlehrerin am vereinbarten Treffpunkt zu sein ,kommt sie nicht .Also zum zweiten mal vergeblich ,einen Dolmetscher zu finden .Auch die Lehrerkollegen sind enttäuscht ,schließlich waren wir angemeldet . Ich bin halt in Madagascar damit muss ich mich abfinden .Die Lehrergemeinschaft will es aber nochmals versuchen und einen Termin für Montag erreichen . Werde ja sehen !Lade anschließend alle zu einer Cola ein und mache mich auf den Weg zu meinem Quartier. Es wird bereits dunkel und ich werde schon erwartet. Das Essen ist fertig. 22 Uhr gehe ins Bett.
Freitag 20.08.04
6.00 Uhr Es sind 15 Grad ich stehe auf .Habe für heute kein Programm ,werde mich einfach mal treiben lassen. Gegen 11.00 wird es richtig warm ,spaziere durch das Viertel ohne Pullover .Nun ist mir dieser Stadtteil auch nicht mehr fremd ,habe einen kleinen Laden gefunden wo es guten Kaffee und Kuchen gibt .
Heute gibt es Pommes und Hühnchen mit geraspeltem Kartoffelsalat .Anschließend gehe ich mit der Schwiegertochter M Bola und einem Dienstmädchen auf den Markt einkaufen. Hatte ich versprochen .Den Einkauf bezahle ich , denn ich wohne ja umsonst .19.00 Uhr alle sind am Kochen und das Wochenende steht vor der Tür . Bin erst vor 10 Tagen abgefahren und doch schon so einiges erlebt .Ich bin angekommen,
und Madagascar hat mich wieder in seinem Bann .
Samstag 21.08.04
6.00Uhr aufstehen ,7.00 Uhr Frühstück .Mein Stuhlgang hat sich gefestigt mich plagt allerdings ein kräftiger Husten ,hängt mit dem Staub zusammen der von draußen kommt. 9.00 Uhr es wird heiß werden heute. Auch heute Geld ausgegeben für Disketten um meinen Reisebericht sichern zu können. Kaufe Saft und Joghurt fürs Wochenende. Versuche mehrmals telefonisch VIVI aus Tana zu erreichen ,lernte Ihn letztes Jahr in Akin ny Nofy kennen. Er spricht Deutsch und ich hoffe er hat Zeit mir zu helfen .Vivi ist nicht zu erreichen ,also hat das Warten ein Ende und ich nehme es jetzt selbst in die Hand .Montag geht es los .
Sonntag 22.08.04
8.00 Uhr .Heute beginnt alles etwas später .Für heute ist ein Ausflug in die City und spazieren im Park angesagt .Die ganze Familie macht sich schön .Werde aufgefordert mich anzuschließen. Einer muss ja das Taxi bezahlen !
13.00 Uhr ,bekomme Bratkartoffeln mit Gemüse uns Schweinefleisch serviert. Dazu grünen Salat ! Die Familie gibt sich wirklich alle Mühe einen europäischen Geschmack zu treffen. Wäre aber nicht nötig .Für 14.00 Uhr sind zwei Taxis bestellt ,lasse mich überraschen was so kommt .Bekomme heißes Wasser um baden zu können, eine Wohltat .! Purer Luxus ! .Alle machen sich hübsch ,also ziehe ich auch meinen Anzug und Krawatte an . Großmutter zollt Anerkennung über die Wandlung meines Äußeren .16.39 Uhr zurück . Die Frauen gehen auf den Markt um fürs Abendessen einzukaufen .
So sehr der direkte Kontakt auch interessant sein mag ,billiger als ein einfaches Hotel ist er nicht . Man hat halt Gesellschaft .Ich werde also noch 2 Tage bleiben um dann Tana Veloma zu sagen .Mich zieht es zum Pangalan .
Montag 23.08.04
Wie immer 6.00 Uhr Aufstehen ,9.00Uhr Taxi nach Tana .Geld wechseln ,CD kaufen um Sicherungskopie erstellen zu können .Treffen mit der Fachberaterin für deutsch im Sekundarschulwesen , Frau R. Saholimaniraka im Goethe Institut . Sie freut sich mich wieder zu sehen .Hatten bereits letztes Jahr langes Gespräch . Der Zufall will es ,dass ich Flavien ,meinen Begleiter vom letzten Jahr treffe .Er bietet mir an mich am Wochenende nach Toamasina zu fahren . Der Preis ist mir aber zu hoch 1.000000 FMG .Wir verbleiben so, dass ich mich melden werde falls ich doch auf sein Angebot eingehen sollte .
Für 14.00 Uhr ist ein Termin bei Madarail verabredet , treffe vorher noch zwei Lehrerinnen die für mich übersetzen wollen . Der Termin bei Madarail ,wegen des Containertransportes von Toamasina nach Tampina läuft gut !Das erste Angebot von 5000000 FMG wird nachdem ich Dokumente vorlege die besagen, das es sich um einen Hilfstransport für die Kinder von Tampina handelt ,auf 3000000 FMG festgesetzt .Umgerechnet etwa 300,- Euro .damit bin ich einverstanden und so wurde es vertraglich beschlossen .Für die Dolmetscher bezahle ich 100000 FMG. Kaum wieder auf der Strasse spricht mich ein Herr an und fragt mich ,was denn meine Bildhauerei mache ? Es ist Professor Martin Robin Ranoarivony ,von Transcontinents mit Büro in Tana .Er erkannte mich sofort .Wir hatten ebenfalls letztes Jahr ein Interessantes Gespräch über Tourismus und Kunst. Er bietet mir abermals seine Hilfe an ,falls ich Übersetzungen benötigen sollte .Er spricht perfektes Deutsch .Ich erkenne Ihn auch sofort ,und mir fällt sogar spontan sein Name ein .Toll so auf der Strasse erkannt zu werden .Alles in allem ein guter Tag ,und somit sind meine organisatorischen Arbeiten in Antananarivo abgeschlossen .Kaufe noch 20 Postkarten ,nehme mir ein Taxi und fahre zurück nach Ampitatafika .
Es donnert draußen und zum ersten male seit ich nun hier bin regnet es .Ach ja ,habe mir von den Stempel Schnitzer die haufenweise ihre Dienste an der Strasse anbieten einen Stempel machen lassen mit einem Chamäleon und dem Text :
Projet Tampina – Ecole pour Tous .
Dienstag 24.08.04
Wie immer 6.00 Uhr ,Heute werde ich packen – begebe mich auf Reise .
16.00 Uhr : stopp in Ambohichapeto , Probleme mit dem Transportmittel –
Taxi Brousse. Finde ein Zimmer unterm Dach, mit Balkon und sogar Strom. Eine Privatunterkunft, kostet mich „ nur“ einen Einkauf von Lebensmittel .
Ich möchte nicht in Hotels sondern ziehe es noch immer vor direkten Kontakt zu den Menschen zu bekommen .So erhalte ich Einblicke die ein Tourist nicht zu sehen bekommt Um wirklich produktiv helfen zu können ,ist es hilfreich ,hinter die Kulissen geblickt zu haben .
Mittwoch 25.08.04
Das erste mal das ich bis 8.00 Uhr schlafe .Bekomme heiße Milch und Müsli zum Frühstück. Man merkt das Madame Lala öfters in Deutschland / Berlin war ,sie weiß um die Essgewohnheiten der Europäer .Die Kommunikation ist allerdings auf
Englisch . Mein Programm für heute : Suche ein Postoffice um vorerst zum letzten mal Kartengrüße abzuschicken .Die Reparatur vom Taxi ist vergebens, werde also einen anderen Transport organisieren müssen . Werde also doch mit Flavien telefonieren und sehen ob er Zeit hat und mich aufsammeln kann .Ich wollte es billiger haben ,das habe ich nun davon .11.30 Uhr Mittlerehrweile sind es 25 Grad ,sehe aus meinem Fenster in der Ferne auf einem Hügel ein Kreuz, werde dort hinspazieren .
Sitze nun unter dem Kreuz, esse Mandarinen und schaue in das Tal unter mir .Tana ist noch gut zu sehen ,mit all seinen Häusern , Sümpfen und dem Treiben einer Großstadt. Habe einen herrlichen Rundumblick .15.00 Zurück von meiner Wanderschaft ,auf zur nächsten einen Kaffee trinken gehen .
Später entdecke ich einen Internetshop und so kann ich meine E-Mails abrufen .
Zu meiner großen Überraschung hat mir am 20.08.04 die Botschaft aus Berlin geschrieben Im Auftrag vom Botschafter Herrn Dr. Denis Andriamandroso fragt Frau Laetitia Andriamiadana an ,ob es Schwierigkeiten mit dem Container- Hilfstransport gibt . Sollte dies der Fall sein solle ich nicht zögern Kontakt aufzunehmen . Dies kommt zwar etwas spät ,aber besser spät als überhaupt nicht.
Die zweite Überraschungs- E-Mails auf Englisch , kommt von der Ärztin Frau Dr. Pascale Boschet ,Sie war die Ärztin die mich am 11.08.04 im Flugzeug von Paris nach Tananarive versorgt hat als es mir so schlecht ging alles veranlasste ,damit ich ins Krankenhaus kam. Sie erkundigt sich nun nach meinem Befinden . Werde ihr bei nächster Gelegenheit eine Mail senden und mich bedanken . Während ich hier schreibe ist es dunkel geworden 18.00Uhr und 4 Minuten .20.00 Uhr werde zum Essen eingeladen ,sitzen bis Mitternacht zusammen .
Donnerstag,26.08.04
10.00 Uhr Flavien will kommen und mich abholen ?Also warte ich noch ein Weilchen .
14.00 Uhr ,eine Freundin meiner Vermieterin hat Zahnschmerzen .Kein Wunder der gesamte Oberkiefer besteht nur noch aus Stummel .Zahnprobleme ist ein großes Leid in Madagascar .Wir bestellen ein Taxi und bringen Sie zur Zahnarztklinik .Dort werden Ihr alle 12 Stummel gezogen .Was jetzt kommt kann ich nachfühlen ,hatte auch genug Probleme mit den Zähnen . 17.00Uhr ,zurück in meinem Raum warte ich noch immer das Flavien sich meldet. Das tut er auch etwa 1 Stunde später .
Freitag ,27.08.04
Lange geschlafen ,mein letzter Tag in dieser Region.. Morgen Früh 9,00 Uhr geht es endlich weiter .Schlendere durch den Tag .17.00 Uhr : bin abfahrbereit .
Schlafe sehr unruhig ,stehe kurz davor meine Angedachten Ziele zu verwirklichen .
Samstag,28.08.04
9,30 Uhr kommt Flavien mit Frau Solange und Tochter um mich abzuholen . Eine nächste Etappe beginnt !Es wird eine lange Fahrt ,es sind zwar nur 400 km ,doch wir brauchen 10 Stunden bis ich endlich im Hotel Noor in Toamasina ankomme .Auch diese Fahrt bleibt nicht ohne Panne . Auf halber Strecke bricht der Krümmer ab und der Wagen hört sich an wie ein Panzer . Wir können notdürftig reparieren .Machen kurzen Stopp in Andasibe ,um Freunden Hallo zu sagen . Weiter geht die Fahrt bis wir endlich im dunkeln gegen 19.00 Uhr in Toamasina ankommen .Die Straßen sind voller Schlaglöcher, und wir kommen nur langsam voran . Es sind zur Zeit noch Ferien und die ersten Hotels bei denen ich ein Zimmer bekommen möchte sind alle belegt .Also lande ich im Hotel Noor ,etwas teurer als ich wollte ,doch das Zimmer ist sauber, mit Klimaanlage und TV .Ich kann endlich wieder einmal richtig duschen und habe eine saubere Toilette und kein Plumpsklo .
Sonntag ,29.08.04
10.00 Uhr komme gerade zurück aus der Stadt, wollte Jonah und Familie besuchen. Kenne Ihn noch von 2001 ,als ich mit Ihm und seinem Schiff Tsimisifa unterwegs
war , und wir an diversen Orten geschlagenes Holz einsammelten. Das war ebenfalls eine abenteuerliche Reise ,fast ein Untergang . Zwischenzeitlich ist das „ Schiff „ auseinander gebrochen .
Leider war keiner zu Hause , vielleicht war ich auch zu früh da .Habe das Internetcafé gefunden in dem ich auch letztes Jahr meine E-Mails geschrieben habe.
16,00 Uhr zurück von meiner Tour .Seit heute nehme ich Malaria-Mittel jeden Tag eine Tablette. Hoffe so einem Rückfall vorzubeugen .Gehe früh zu Bett, kann aber nicht schlafen .Also bereite ich alle Unterlagen vor ,um Morgen früh den Agenten aufzusuchen. Welche Überraschungen mich wohl erwarten werden ? Nach einer unruhigen Nacht habe mir eine Erkältung zugezogen . Stehe um 6.00 Uhr auf .
Montag den 30.August 200
Treffe um 9.00 Uhr bei meinem Agenten ein .Werde zum Chef gebeten , Herrn Michael Gonthier Sous –Directory de la Ligne Skandinave –Tamatave und Konsul . Honorare Britannique. Auf was habe ich mich da bloß eingelassen ,diese Bürokratie zum .....,.... ! Fakt ist : Der Container wird mich weitere 6.000000. FMG kosten ,
für Bearbeitung im Hafen , + :3.000000. FMG für Transport ,also fast 1 000,- € .
Wieso war es der Botschaft in Berlin nicht möglich ,mir vorher diese Kosten
mitzuteilen ? Das Schiff verspätet sich um 4 Tage ,und die Unterlagen müssen neu ausgestellt werden .
1 )Die der Reederei –Mein Name ist nicht korrekt geschrieben ( Bürokratie )
2 )Meine Dokumente von Madagascar Wildlife Conservation sind keine Originale
sondern Kopien . Müssen neu besorgt werden .Also Telefonieren mit Rocky Letsara dem Präsidenten der Organisation in Tana . Er sagt zu noch am selben Tag neue Papiere per e-Mail zuzusenden .
3 ) Der Name von Daniel dem Lehrer ist nicht korrekt geschrieben ,und es fehlt die
Verbindung zur Organisation . Da ist nur mein Name vermerkt ,das nützt aber
nichts. Also E-Mails nach Hamburg zu Birkart - Globistics mit der Bitte ,dringend
neue Ausführung der Ladepapiere . und das alles bis Morgen .
Es besteht aber noch die Hoffnung ,dass ich wenigstens keine Einfuhr Steuer bezahlen muss würde sonst nochmals 3000,- Dollar kosten .Über diese Summe verfüge ich allerdings nicht . Meine Geldreserven sind eh knapp bemessen .
Bisher für Flug und Container :4000,-€ ausgegeben ,Aufenthalt ´,Hotel in Tana, Tamatave , Taxis ,E-Mails ,Essen und so weiter :1000,-€ .
.Habe für das Projekt ,fürs Überleben und Kleinigkeiten nur noch 2000,- € .
Wird auf jeden fall ein Kampf werden zu überleben .wenn jetzt noch 1000 ,-€ für Transporte anfallen sieht es bitter aus . Aber ich wollte es ja nicht anders .
Selber Schuld !
Da auch hier keiner meiner Sprache mächtig ist benötige ich abermals einen Übersetzer. Es ist schade ,dass ich der französischen Sprache nicht mächtig bin und mein Englisch ist auch nicht besonders. Jedenfalls nicht bei komplizierten Dingen .Für den Alltagsgebrauch reicht es gerade. Scheinbar stehe ich recht hilflos vorm Büro des Agenten rum, denn es spricht mich ein junges Mädel an ob sie helfen kann !Wir gegen in ein Restaurant um alles zu besprechen . In der Tat die junge Frau ,Ihr Name ist Benango Gabrielle ist sehr behilflich, Sie führt professionell alle weiteren Gespräche , Telefonate ,und erledigt alle E-Mails für mich auf Englisch und Französisch Sie arbeitet in dem Internetkaffee in dem ich meine E-Mails schreibe .
Sie hatte mich erkannt und mich so angesprochen ob sie helfen könne.
Normalerweise habe ich ein gutes Gedächtnis für Gesichter ,aber ich habe sie nie wahrgenommen . Sie wird auch bei den weiteren Verhandlungen mit dem Agenten und Madarail mir zur Seite stehen .Pro Tag für 100,000 FMG . also alles in allem etwa 500,000 FMG. Etwa 50 ,- €. Das ist Ihre Hilfe allemal wert.
12.00 Uhr zurück im Hotel ,um 13.00 Uhr den nächsten Termin im Internetkaffe .Alle Mails sind raus .Als ich dann so durch die Gegend laufe sehe ich das Büro von Softline das ist ein Hotelschiff .Bis vor 2 Jahren fuhr es noch den Pangalan rauf und runter .Seit dem liegt es im Hafen von Toamasina im Port Fluveal Managaresa mit Maschinenschaden .Als ich ins Büro eintrete erkenne ich Madame Blanc sofort, Nachdem ich sie begrüßt habe dämmert es Ihr langsam wer ich bin .Sie wollte letztes Jahr mir schon Ihr Schiff verkaufen . Bin eigentlich auch interessiert nur der Preis stimmt noch nicht . Bin für morgen früh zum Kaffee geladen .
Es wird schon wieder Dunkel ,also wird es gleich 18,00 Uhr sein .Gehe noch mal ins Internetkaffee um neue Mails abzurufen .Tatsächlich sind alle angeforderten Unterlagen eingetroffen .Morgen werde ich ja sehen ob ich alles richtig verstanden habe und ob die Unterlagen nun in Ordnung sind .Gönne mir eine Pizza im kleinen madagassischen Restaurant gleich gegenüber meines Hotels Noor .Treffe einen jungen Franzosen der bereits seit 9 Monaten die Welt bereist. Er war in Vietnam ,in Thailand ,Indien und ist nun auf dem Weg nach Afrika .Er spricht 5 Sprachen und kann sich gar nicht vorstellen wieder nach Frankreich zurückzukehren .Bin gegen 22.00 Uhr wieder im Hotel kann aber nicht schlafen .Also schreibe ich diesen Tagesbericht .
Dienstag,31.08.04
9,00 Uhr treffen mit Madame Blanc / Softline ; Verhandele mit Monsieur Blanc ,er spricht Englisch .Der Preis vom letzten Jahr war 50.000 € - Ich schmunzele als er den Preis wiederholt . Ihm wird klar , dass ich das Schiff kenne und über den Zustand informiert bin .Sein Angebot heute : „ 30.000 € . Wir plaudern noch über Tampina und über die damalige Eukalyptusproduktion .Mit den Worten : ich werde mich Anfang nächsten Jahres beim Ihm melden, verabschiede ich mich .Auf dem Weg zum Hotel gehe ich noch mal ins Internetkaffee und überprüfe ob wichtige E-Mails eingegangen sind . Meine Erkältung findet kein Ende also brauche ich Medizin gegen den Husten, für den Schnupfen habe ich Tempos.
12.00 Uhr : Ich bereite die Unterlagen für die Termine heute Nachmittag vor und warte auf Gabrielle ,sie wird mich heute wieder begleiten .
1Termin : Noch mal zum Agenten die inzwischen eingetroffenen neuen Unterlagen vorlegen , Leider ist auch diese Ergebnis nicht befriedigend . Also zum dritten mal Kontakt nach Hamburg ,Kontakt nach Tana .Ich muss alles über MWC laufen lassen um den Einfuhrzoll zu umgehen Das heißt aber :Der Container gehört mir nicht mehr und ich kann ihn infolgedessen nicht in Empfang nehmen. .Es muss eine autorisierte Person der Members von MWC sein .Ich bin zwar Mitglied von MWC aber nicht in Madagascar registriert. Meine „ Assistentin „ hat telefonisch Kontakt mit dem Präsidenten von MWC aufgenommenSie ist eine große Hilfe. .Ohne Ihre Sprach und Computer Kenntnisse wäre ich auf verlorenem Posten .
2 ) Termin Madarail Tamatave mit Monsieur Jack .
Bin neugierig ob meine Unterlagen aus Tana zwischenzeitlich eingetroffen sind
und ob die Absprachen mit der Direktion in Tana mit Monsieur Ny Aina
Ramananarivo Attaché Commercial noch Ihre Gültigkeit haben ? Die Zeit heute ist zu knapp um auch diesen Punkt zu erledigen muss sowieso warten bis die Punkte mit dem Reeder alle geklärt sind . 20.00 Uhr endlich zurück im Hotel .War ein harter Tag. Bin jetzt die 5 .Nacht im Hotel und werde wohl morgen das Hotel gegen ein kleines Haus eintauschen kommt billiger. Morgen Früh 8.00 Uhr wird Gabrielle kommen und nach einem gemeinsamen Frühstück die nächste Etappe angehen .Das heißt : Abfragen der E-Mails ,Briefe auf Französisch schreiben Kopien erstellen, und ein weiterer Besuch bei der Reederei .Einmal muss es doch vorbei sein.
.Mittwoch .01.09.04
Frühstück gegen 9.00 Uhr beendet ,
Per E-Mail leider noch keine neuen Dokumente eingegangen ,vielleicht später. Erledigen Korrespondenz auf Französisch . Kann leider vorerst nichts mehr tun ,also fahre ich zum Schiff Softline , um zu sehen in welchem Zustand das Schiff in diesem Jahr ist . Alles beim alten ,es liegt am selben Platz und rostet vor sich hin .Weiter geht es zur Besichtigung eines kleinen Hauses ,in das ich heute wechseln werde
.Ich bezahle das Hotel und ziehe um. das Haus hat zwei Räume und außerhalb ( wie es hier noch immer üblich ist )eine saubere Toilette .
Meine neue Vermieterin Madame Yolande Ravavisoa stemmt gleich ein Loch in die Wand um einen Haken einzubetonieren an der ich meine Hängematte befestigen kann . Leider muss ich die erste Nacht doch auf dem harten Boden schlafen ,der Beton ist noch nicht hart .Ist eine Umstellung ,denn hier ist nichts los . Kein Restaurant ,in dem man gemütlich ein Abend Bier trinken könnte und Menschen sehen .Es ist jetzt 20.30 Uhr , keine neuen Nachrichten von der Reederei und morgen trifft mein Container hier in Toamasina endlich nach einer Fahrt von viereinhalb Wochen ein.Wie wird es Morgen weiter gehen ???
War heute Mittag eine Pizza essen ,ein witziges Restaurant mit bemalten Wänden.
.Dieses Bild ist leider nur ein Ausschnitt, es waren zu viele Gäste im Raum um alle Bilder aufzunehmen .
Auch diese Nacht kann ich nicht schlafen ,stehe nach 2 Std. .wieder auf . Uhrzeit :1.00 Neuerdings verbringe ich die Nächte mit meinem „ Freund „ dem Laptop .
Donnerstag ,02.09.04
10.00 Uhr , Die Überraschung am Morgen Es klopft an meiner Tür .
Besuch aus Tananarive ,Nantenaina und Claudette ,beides Members / Mitglieder von MWC kommen im Auftrag des Präsidenten ,Letsara Rokimann um zu helfen bei der Übernahme des Containers ! Nach einem kleinen Imbiss ,denn die beiden sind die ganze Nacht durchgefahren ,fahren wir zum Cyber Kaffee . Warten auf ein Dokument der Behörden aus Tana .Einer Bestätigung ,die mir den Einfuhrzoll erlassen soll . Es ist schließlich ein Hilfsprojekt und kein Business . Auch fehlt noch immer die neue Bestätigung der Reederei aus Deutschland .Heute ist die letzte Chance ! Denn ab Morgen gelten andere Gesetzte :Der Container ist eingetroffen und es können keine Veränderungen mehr vorgenommen werden .Kostet sonst Strafgebühren .
Nun sind wir zu viert ! Wird es uns gelingen heute noch die Container Angelegenheiten zu regeln ? Es wird langsam Zeit ,kämpfe schon so viele Tage : möchte endlich Ergebnisse sehen, also heißt es wieder mal warten .12,00 Uhr zurück im Haus .Die beiden sind müde und in meiner Hängematte eingeschlafen .
Morgen müssen sie zurück nach Tana .
Also noch mal : HEUTE IST DER TAG DER DINGE .oder alles war umsonst .
Halt :mein lieber Freund , denke Positiv!!
Gabrielle wird nach Ihrer Arbeit etwa gegen 15,00 Uhr vorbeikommen um telefonisch mit der Agentur Kontakt aufzunehmen .Dann werden wir sehen wann der nächste Besuch fällig ist. .Gehen noch heute ins Büro der Agentur ,endlich werden vorhandene Dokumente akzeptiert .Fehlen nur noch 2 weitere Bestätigungen sollen am Montag kommen . Auf jeden Fall bin ich einen Schritt weitergekommen . Ein Grund zum feiern . Gehe mit den 3 Damen eine Flasche Wein trinken und genießen einen kleinen Imbiss Gegen 19.00 Uhr zurück .
Madame Joblande ist behilflich , sie leiht uns eine Matratze und Bettzeug ,so das die Beiden in meinem Haus übernachten können. Spät nach Mitternacht gewaltiger Regenguss, werde wach .
Zoma – Freitag ,03.09.04.
Heute werde ich Kontakt zu Madarail aufnehmen ,und nächste Woche werde ich wissen was ich alles bezahlen muss und wie viel .
Vermutlich:
1 ) Gebühren für Containers – innerhalb des Hafens : 6,000000 FMG
2 ) Ausführen des Containers aus dem Bereich des Hafens ,1,000000 FMG
Bekomme ich aber erstattet ,wenn der Container wieder zurück ist
3).Transport per Bahn ,von Toamasina bis Tampina . 3,oooooo FMG
Die Strecke existiert eigentlich gar nicht mehr . Sponsoring von MADARAIL .
10,30 Uhr Kontakten Madarail , Gare Manager Toamasina ,
Monsieur RAMANANK `ANDRASANA :
1 ) So wie es aussieht ,jedenfalls im Moment ,wird der Transport etwa :
2,511.600 FMG für 6 Tonnen kosten.
Genaue Angaben ab nächster Woche .
2 ) Monsieur RAMANANK `ANDRASANA :kennt Tampina, das erkenne ich daran:
als er die Bahngleise aufzeichnet . Ein Gebäude , gegenüber vom Bahnhof eigentlich eine Ruine, jedoch mit dicken Mauern habe ich schon lange im Auge ,um dort eine Lehrwerkstatt aufzubauen.Dieses Projekt ist für 2005 angedacht .? Bisher konnte niemand mir Info über das Gebäude geben . Jedoch heute bei Madarail ,bekam ich alle Informationen ,. Madarail ist bereit mir Das Gebäude mit dazugehörigen Grundstück und Gleisanschluss für einen Jahresbeitrag von 1°500,000 FMG per Vertrag zu überlassen .Also 150 € . So lange ich möchte . Da die Chance besteht nächstes Jahr Fördergelder , in Deutschland zu erhalten .werde ich mit Hilfe von MWC versuchen auch dieses Projekt zu verwirklichen. .
Die beiden Members sind zum Parkplatz der Busse gegangen .Dort sollen gegen 15.Uhr Dokumente aus Tana eintreffen .Wieder einen Schritt weiter .
Jetzt kommt aber erst mal das Wochenende . Montag geht’s dann weiter .
18.00 Uhr zurück in meinem Haus und es beginnt zu regnen , Glück gehabt .Heute am Tage war es sehr warm Ca : 22 grad. Für Frühlingsanfang schon sehr warm .
Die Abfahrt der beiden Members wird sich wohl verschieben .Wir werden sehen .Mein Husten und Schnupfen hört nicht auf ,also noch mal zur Apotheke und Medizin holen .
21.00 Uhr : Keine Hilfe ist umsonst ,nun auch MWC . Sie wollen die Kosten ,ersetzt haben .Alle Kosten die hier anfallen , Essen ,Telefonate .Taxi u.s.w. Zahle also . 250.000 FMG a Konto , der Rest wird sich zeigen. Sie werden aber Montag abreisen .
Meine Sekretärin meldet sich ,wir sollen Morgen am Samstag gegen 14.00 Uhr im Hafen sein . Also mal wieder : Auf in den Kampf .
Samstag ,04.09.04
Huste mir die Seele aus dem Leib ,der rest kommt durch die Nase . Habe Fieber und fühle mich hundeelend .Nützt aber nichts ,ich muss los .es ist 10.00 Uhr brütende Hitze da wird es auch heute Nacht wieder regnen . Bin also heute Vormittag alleine unterwegs ,fahre mit BUSBUS in die City zum Cyber – Café.
Dort traue ich meinen Augen kaum : Michel Krieger sitzt am PC. Er erkennt mich auch gleich .Gehen einen Trinken und bereden all die Aktionen die letztes Jahr gegen Ihn gelaufen sind .Er hatte letztes Jahr damit begonnen eine Hotelanlage an einem großen See am Pangalan aufzubauen .Doch der Neid und die Konkurrenz legten Ihm Steine in den Weg . Aber er hat es überstanden .
Werden uns aber ende des Monats in Akaninin No Nofy in der Hotelanlage treffen . .Er ist nach wie vor an einer Zusammenarbeit mit mir Interessiert .Speziell meine Idee vom Skulpturenpark hat er nicht vergessen .Werden zusammen ein Dossier aufsetzen ,um es dem Ministerium vorzulegen .Brauche dazu die Genehmigung der Regierung ,auch muss ein guter Sozialplan enthalten sein
Verschiedene Bildhauer Kollegen hatte ich diesbezüglich schon angesprochen .Auch Zusagen erhalten .Muss nun alle Infos zusammentragen damit das Konzept umsetzbar ist .,Den ersten Madagassischen Bildhauer habe ich schon getroffen .Monsieur FAUSTIN CLAUDE aus Tamatave . Er ist 60 Jahre alt und nach einem langen Gespräch an einer Zusammenarbeit interessiert 14,00 Uhr treffen mit dem Transporteur in Sachen Container Gèrent / Direktor Monsieur MAHAFIDY Andronic Gaston..
.Wir einigen uns auf einen Preis für alle Abwicklungen im Bereich des Hafens ,auf 4`160,000 FMG ( 400 ,- € )statt 6`0000000 ,wie Angekündigt . Bezahlbar wenn das letzte Dokument ,dass am Montag eintreffen soll vorgelegt wird .Dieses Dokument erspart mir den Einfuhrzoll von 3000,- Dollar .Damit wäre der bürokratische Prozess abgeschlossen .Dan kommt noch die Öffnung des Containers und die Überprüfung ,ob meine Warendeklaration korrekt ist . Wenn auch dies überstanden ist ,noch der Transport mit Madarail für 2`500.000 FMG ( 250,- € )
So belaufen sich die gesamt Kosten für Containertransport :
1 ) Schiff Hamburg Tamatave :1500,- €
2 ) Transporteur Hafenbearbeitung ,Kontrolle : 400 ,-€
3 ) Transport per Bahn :250,- €
...........................
: 2150 ,- €
22.00 Uhr ,wird Zeit das ich in meine Hängematte krieche ,war wieder ein harter Tag heute .
Sonntag ,05.09.04.
Regen - Regen ,7.30 Uhr mache trotzdem Morgenspaziergang .Als ich um 9.00 Uhr zurückkomme werden die beiden gerade wach . Lade sie zum Frühstück ein ,dazu müssen wir allerdings in die City . Später heißt es für mich Wäsche waschen ,Doch meine Vermieterin macht das für mich . 15.00 Uhr habe ich noch einen Termin .Es geht um eine Projekt-Musikveranstaltung .Das Gespräch kommt allerdings erst am Abend zustande .Werden morgen Abend den Vertrag machen .zum Preis von 1.500.000 FMG / 150,-€ . Dafür kommt die gesamte Musikanlage mit Verstärker ,Boxen ,Stromgerät.
4 Leute für Auf und Abbau und der Transport per Schiff .Das ist ein absoluter Freundschaftspreis .Der Betreiber des Nachtclubs ist der Bruder meiner Vermieterin und kennt meine Aktionen die ich für Tampina betreibe .
Während wir so an der Straße stehen und Leute betrachten ,gegenüber ist ein Nachtclub, Kommt ein Pärchen auf dem Fahrrad vorbei .Als sie mich sehen stoppen sie und ich erkenne sie auch . Es ist Prisca die Schwester von Bambino der am Pangalan im Hotel Buschhaus arbeitet . Prisca hatte mich letztes Jahr in Tampina besucht ,als ich am streichen der Schule war . Welche Überraschung ,ausgerechnet vor meiner Tür fährt sie vorbei .Dabei wohnt sie ganz woanders . Die beiden von MWC und ich gehen in ein madagassisches Lokal Abendessen . Im strömenden Regen kommen wir gegen 20.00 Uhr zurück .Alle Klatschnass .
Morgen wird wieder ein harter Tag werden - hoffe daher inständig , das morgen das letzte erforderliche Dokument eintreffen wird .
Muss mit allen gegen 8.00 Uhr ins Cyber-Cafe E-Mail abfragen !
Danach per Taxi zum Transporteur ,Unterlagen vorlegen um endlich alles abwickeln zu können und Bezahlung der Rechnung .2.500.000 FMG
Anschließend per Express und per Taxi zur Agentur ,ebenfalls komplette Unterlagen vorlegen um das OK zu erhalten über den Container verfügen zu können .
Weiter geht es zur Bank : Geld wechseln .
Zu Madarail um den Vertrag für den Transport zu unterzeichnen ,bezahlen der Rechnung 3.000000 FMG
Alles andere ob und überhaupt sehe ich morgen .
Montag ,07.09.04
9.00 Uhr ,Taxi zum Restaurant ,kleines Frühstück .Dann zum Cyber – Café ,noch keine Nachricht . Werde es später noch mal versuchen .Weiter geht es zur Bank ,Geld wechseln: dauert ewig .Gegen 13.00 Uhr zurück im Haus.
Members sind Essen gegangen ,ich esse allerdings mittags nichts ,aber viel Flüssigkeit. Ansonsten heißt es auch heute wieder :WARTEN .Doch es kommt wieder mal anders !
14.00 Uhr neuer Anlauf bei der Agentur ,Kostet mich 175.000 FMG und dieser Posten ist endlich erledigt .Weiter geht’s per Taxi zum Transporteur, auch dort werden alle Unterlagen abgestempelt und die Bestätigung muss zum Agenten .Also doch noch mal ein Taxi zurück. Dort traue ich meinen Augen nicht ,:Daniel , mein Freund und Lehrer aus Tampina steht beim Agenten vor der Tür .Ich hatte ihm ja eine Nachricht geschickt, dass ich im September in Toamasina sein werde . Die Agentur hatte Ihn über den Behördenweg auch informiert .Das wir uns aber exakt heute treffen würden konnte keiner voraussehen .Die Freude ist groß!
Allerdings können wir nicht gemeinsam nach Tampina fahren ,denn ich muss noch warten auf das letzte Dokument – Die letzte Hürde um das Thema Container abzuschließen .
Dann allerdings startet die Aktion : Madarail ,
Transport des Containerinhaltes per Bahn nach Tampina .
Morgen früh muss ich aber noch mal zum Transporteur der jetzt die weitere Abwicklung übernommen hat um zu bezahlen ,weitere 4’000000 FMG .Sind endlich gegen 18.00 Uhr zu hause um einen weiteren Termin wahrzunehmen .Die Unterzeichnung und Anzahlung von 800.000 FMG Für die Musikveranstaltung am 15.Oktober in Tampina .
Dienstag ,07.09.04
9.00 Uhr Taxi Transporteur ,müssen warten .Gehen frühstücken und gegen 11,00 Uhr zurück .Soll heute doch nicht bezahlen sondern warten bis bewusstes Dokument aus Tana eintrifft .Kann wenn ich Pech habe noch 2 Wochen dauern . Genau das wollte ich eigentlich vermeiden der Bürokratie ausgesetzt zu sein . Aber wenigstens sind alle anderen Papiere jetzt OK und abgestempelt .Zurück zum Haus .Platzreservierung für 17.00 Uhr für die beiden Members, denn heute geht’s zurück nach Tana . Sie werden versuchen in Tana meinen Warteprozess abzukürzen ,um das Dokument früher zu erhalten .Gegen 14.00 kommt Daniel, verbringen den Nachmittag zusammen bis 16.00 Uhr .Begleiten die Mädels von MWC zum Bus ! Veloma .Abendessen mit Daniel der sich gegen 19.00Uhr verabschiedet .Gehe nach „ Hause „
Neue Situation ,so alleine .
Mittwoch 08.09.04
8.00 Uhr Daniel und Hery ,Sohn von Jonah stehen vor der Tür .Nehmen Taxi in die City Café trinken .Daniel muss zur Behörde ,braucht neuen Ausweis. Kaufe ihm eine Hose und Hemd ,und schicke Ihn los .Mit Hery kleinen Einkauf und fahren zu Ihm nach Hause .Seine Eltern sind auch da . Großes Hallo! Bleibe bis 14.00 Uhr .Meine Vermieterin hat einen Friseursalon und möchte mir unbedingt die Haare schneiden OK. 16.00 Uhr es ist immer noch heiß .Gehe in das kleine madagassische Restaurant Abendessen .Hier ist es sehr günstig ,ein Essen ab 10.000 FMG. Woanders kostet das selbe Minimum 27.000 FMG.
Donnerstag ,09.09.04
6.00 Uhr bin wach .Fahre gleich in die City ,hoffe das eine E-Mail gekommen ist .Wieder keine neue Information .Ob es an den Members oder der Bürokratie liegt kann ich von hier aus nicht erkennen .Verbringe den Tag in der City .Mache Besuche und schlage die Zeit tot . 18.00 Uhr zu Hause.
Freitag,10.09.04
8.00 Uhr Visite :Frau von Jonah , Es sieht nach Regen aus gehe trotzdem los zum Cyber- Laden, E.-Mail’s kontrollieren .Nach 2 Stunden endlich Kontakt .
Habe nun endlich die Zusage ,das Dokument wird ausgestellt . Endlich !!!
Wird Anfang der Woche bei mir eintreffen .??Also dann zum Markt ,Lebensmittel fürs Wochenende einkaufen .Kaum zuhause ,taucht Daniel auf . Er wird morgen zurück nach Tampina fahren .Hat alles erledigt was zu tun war .Wir kaufen 50 Kg Sack Reis , die wird er mitnehmen, damit seine Familie was zu essen hat bis ich komme .
Samstag,11.09.04
10.00 Uhr zum Cyber – Café ,E-Mail aus der Schweiz ,MWC fragt nach Stand der Dinge .Wollen die Botschaft einschalten damit alles etwas zügiger läuft .Trotz alledem hoffe ich das dies nun mein letztes Wochenende hier in Toamasina ist .Ich will endlich den Inhalt des Containers verteilen .Dafür bin ich hauptsächlich hergekommen ,und dafür habe ich 7 Monate gearbeitet .Helfe heute in der Nachbarschaft beim Ausbau eines Raumes mit Bambus .Eine nette Familie ,haben immer freundlich gegrüßt .Da der Vater plötzlich ins Krankenhaus musste ,stockte der Ausbau des Raumes .
Das Zimmer sollte für die Tochter gemacht werden .
Nun ist es fertig und ich werde mit Essen und Trinken verwöhnt .Komme erst abends gegen 21.00 Uhr zurück . Meine Vermieterin Madame Jolande kommt noch auf ein Gespräch vorbei und leiht sich mein Wörterbuch deutsch – madagassisch aus .Als ich Ihr mitteile dass ich nächste Woche ausziehen werde gibt ,sie mir zu verstehen, dass es schade sei, das ich schon gehe .War eine gute Atmosphäre . Aber ich muss und will weiter ,obwohl ich mich hier gut eingelebt habe .Die Stadt ist mir nicht mehr fremd und viele Leute grüßen mich .Es ist irgendwie anders als zu Hause .Viel lachen ,freundliche offene Gesichter .Es gefällt mir hier ,würde gerne bleiben .Hier spürte ich das Leben. 22.00Uhr ,es klopft und meine „ Sekretärin „steht mit Freundin vor der Tür.
Komm wir gehen ins Neptun tanzen .Etwas zögerlich willige ich ein und los geht’s .Die Diskothek brummt :stampfende Leiber , heißer Sound und volle Bässe .Welch ein Rhythmus in den afrikanischen Menschen steckt .Ein paar Chinesen sitzen gelangweilt rum ,sie haben nicht das Feuer im Blut . es reißt mich mit bis ich gegen 5.oo Uhr morgens durchgeschwitzt zu Hause ankomme .
Sonntag ,12.09.04
8.00 Uhr meine Wäschefrau klopft ,habe wieder einiges zu waschen .Fahre ins Zentrum, Café mit Croissant . 11.00 Uhr zurück ,heute ca. 30.Grad.
Arbeite an meinen Unterlagen ,Vorbereitung für Morgen falls das Dokument kommt. Verschiedene Leute kommen zu Besuch ,wollen mehr über mein Projekt wissen .Das ist hier nicht anders als in Deutschland . Beim Friseur erfährt man alle Neuigkeiten .Meine Vermieterin hat schließlich einen Friseurladen .Gegen 17.00 Uhr kleinen Imbiss und zurück .Im Nachtclub gegenüber dröhnt die Musik bis morgens um 4.00 Uhr .Werde mich an die Straße setzen und Leute gucken .Meine Wäsche ist auch schon fertig für 10.000 FMG = 1 € .
Montag,13.09.04
Den ganzen morgen im Internet .das Dokument ist noch nicht eingetroffen .18.00 Uhr Immer noch nicht .So verdödele ich meine Tage und das Geld ,anstatt aktiv in Tampen zu arbeiten .
Dienstag,14.09.04
10.00 Uhr ,Taxi in die City, Internet Café mit großer Hoffnung .Aber wieder nichts. Gefrustet fahre ich zum Hafen und setze mich an den Strand .Heute war der letzte Tag an dem die Lagerung des Containers frei war . Ab Morgen kostet er täglich Standgebühr .MWC lässt mich ganz schön hängen .Hatten 2,5 Wochen Zeit für 3 Papiere !
Für das erste Schriftstück ,mussten zwei Leute kommen? Den Rest hatten sie vergessen ! Das nächste kam 3 Tage später mit Kurier.
Das wichtigste vom Zoll, darauf warte ich noch immer .Werde morgen selbst den Präsidenten von MWC anrufen und fragen was das soll .
Die Zusammenarbeit mit der Sekretärin lässt auch nach ,ist wohl zu schwierig ,obwohl sie es am Anfang gut bewältigt hat .
Mittwoch ,15.09.04
4.00 Uhr kann nicht mehr schlafen .Stehe also auf und mache Büroarbeiten .7.00 Uhr per Taxi zum Cyber Café ,Keine Dokumente , wie immer . Werde langsam sauer – nützt nur nichts . Ich Entschließe mich alles für 2 Tage zu vergessen.
Besorge mir ein Busticket und fahre 100 km weiter nach Faulpònte ,ein netter Badestrand am Indischen Ozean .Miete mir einen kleinen Bungalow und nehme mein erstes Bad im Meer .Morgen Früh werde ich wieder zurückfahren .Es ist schön hier, würde gerne eine Woche bleiben doch morgen erwarte ich Antwort von der Botschaft aus Berlin . Habe mich dort über das Verhalten der Zollbehörde hier in Tana beschwert. Schließlich wurde es mir angeboten :wenn ich Probleme haben sollte Kontakt aufzunehmen .
Donnerstag ,16.09.04
Bin gegen 9.00 Uhr zurück und gehe sofort ins Cyber Lokal .Dokument ist keins gekommen ,von MWC auch nichts zu hören , obwohl ich gestern angerufen habe .Aber die Botschaft in Berlin hat reagiert .Werde am Nachmittag erneut Kontakt herstellen .Um 14.oo Uhr mit meiner Sekretärin verabredet ,sie hat diverse Anrufe entgegengenommen .Übrigens hat mich der Spaß ans Meer zu fahren alles in allem 350.000 FMG gekostet . = 40€
Ach ja : „ habe vor 4 Tagen meine letzte Zigarette geraucht und beschlossen mit dem Rauchen aufzuhören . Hoffe sehr dass ich durchhalte . Der Grund dafür ist mein Husten den ich nun schon 6 Wochen mit mir rumschleppe .
Gegen 14.00 Uhr erneut ins Internet ,aber es liegt nichts vor .Spaziere nach Hause etwa 5 Km .Abends Kontakte ich meine Sekretärin mit der Bitte noch heute eine E-Mail in der Landessprache aufzugeben an den Präsidenten von MWC mit einer saftigen Beschwerde über die mangelhafte Zusammenarbeit .Er hatte zugesagt letzten Montag das Dokument zu erhalten .Aber morgen ist schon wieder eine Woche erfolglos vergangen .
Freitag,17.09.04
6.00 Uhr ,es regnet. Werde trotzdem gegen 7.OO Uhr losgehen .Ins Internet :E-Mail Kontrolle. . 9.30 Uhr zurück ,Antwort der Botschaft ,heute Nachmittag neue Info . Mail in die Schweiz. Stand der Dinge . 30 neue Kopien in Farbe für Fety den 15.Oktober. .Heute wieder Wäsche waschen .Gehe jetzt frühstücken .14.00 Uhr abermals Internet ,Antwort aus der Schweiz ,von der Botschaft - keine Botschaft .Vielleicht morgen . ?
Samstag,18,09,04
9.00 Uhr auf den Weg zum Internet . Nichts !Dafür regnet es heute nur einmal - den ganzen Tag .Wieder zurück gehe ich schlafen ,fühle mich krank, der Kopf schmerzt ,der Husten quält noch immer .Gegen 14.00 Uhr kommt Gabrielle mit der Nachricht ,dass das Papier jetzt fertig sei und es per Kurier kommt .Fragt sich nur wann ? Auf dieselbe Meldung bin ich vor einer Woche schon mal reingefallen .Trotzdem stehe ich auf und lade Gabrielle zum Essen ein .Später kommt noch eine Freundin , Ange, von Gabrielle dazu .Gemeinsam kaufen wir ein und die beiden machen mir einen Sirup mit Honig und anderen Kräutern gegen meinen Husten ,der mich nun schon 20 Tage nervt .
Sonntag,19.09.04
7.00 Uhr aufstehen ,zum Cyber-Cafe .Wie erwartet keine Nachricht .Noch regnet es, aber es wird ein schöner Morgen .Gehe zum Strand .Gegen Mittag werden die Kopfschmerzen wieder so heftig das ich mir Aspirin besorge .Also Taxi und ab ins Bett .
Montag,20.09.04
Wie immer früh aufstehen, Gang zum Cyber-Cafe .Gefrustet nach Hause .
Langsam ist dies kein Reisebericht mehr - sondern ein Wartebericht .Warten worauf ? das die Penunzen alle sind ,das Geld ausgeht .
Nichts mehr mit schippern auf den Seitenarmen des Kanales ,mit einem kleinen Motorboot ,weil kein Geld für Sprit mehr da ist .
Wie auch immer, ich muss durchhalten - bis zum letzten Tropfen .
Statt dessen schippere ich zu Fuß , oder Bus- Bus, auch mal mit Taxi durch Toamasina. .Die Botschaft wollte mir zwar umgehend Nachricht zu kommen lassen wie sie helfen können, doch das war am Freitag .
Dienstag,21.09.04
Heute dasselbe in grün ,oder eine andere Farbe . Nichts Neues .Gestern wollte ich noch durchhalten bis zum letzten Tropfen ,heute allerdings setzte ich ein Ultimatum .
Wenn bis zum Wochenende die Unterlagen nicht komplett sind betrachte ich die Aktion 2004 als gescheitert .Ein Jahr Arbeit umsonst .
Mittwoch,22.09.04
Tsy misy vao vào ! / nichts Neues .Mail an die Botschaft, Mail in die Schweiz.
Meeting mit Gabrielle .Sie besucht heute den Transiteur und macht Kopien aller vorhandenen Unterlagen .Erneutes Treffen heute Abend 19.99 Uhr .
In Europa soll es kalt sein ,hier sind bestimmt 30 Grad warm Zeit 12.30 Uhr .
Donnerstag,23.09.04
Nichts funktioniert .Immer wieder alles von vorne .Ich gebe auf. Habe zwar noch 5 Wochen ,aber alle Träume meinerseits sind bereits geplatzt .
Freitag,24.09.04
Nichts neues, möchte mit dem Boot nach Tampina fahren aber der Preis von
1’000000 FMG, weil Vasah / Fremder , ist mir zu hoch . Alles verhandeln nützt nichts .
Muss also verzichten ,leider. Werde ich Tampina und meine Hütte in diesem Jahr überhaupt noch sehen ?
Samstag ,25,09,04
Kein Kommentar .!! E-Mail an die Botschaft ,an die Zeitung in Stade ,in die Schweiz.
Sonntag 26.09.04
6.00 Uhr ,die Sonne scheint . Was wird heute sein .? Zanga – Zanga b .
Montag,27.09.04
Begebe mich auf die Suche nach einer neuen Unterkunft In diesem Gelände soll ein kleines Haus frei sein .Muss anfangen zu sparen , immer geht mir das Geld aus in Madagascar.

Dienstag ,28.09.04
Jetzt besteht Klarheit , alles warten und Geld ausgeben war umsonst . Ich muss Einfuhrzoll bezahlen ,und 50.000 –85.000 FMG Standgebühr täglich
Zwischenzeitlich einen Betrag von 1'500.000 FMG.
und für den Inhalt des Containers soll ich 3000,- US Dollar bezahlen . Auch wenn ich das Geld hätte 3000,- US Dollar sehe ich es nicht ein .
Damit ist meine Aktion endgültig gescheitert .
Ziehe also heute um .Mein neues Domizil für die nächsten 4 – 5 Wochen .,
Mittwoch 29.09.04
7.00 Uhr ,Alles ist auf den Beinen . Die Madagassen sind keine Langschläfer ! ab 5.00 Uhr Morgens tobt das Leben. Mit Gesang ,Musik und das alles in einer Lautstärke, dass man sowieso nicht mehr schlafen kann .Jetzt sitze ich also in der Hütte in der Stadt, anstatt in meiner Hütte am Pangalan .Fahre gegen 9.00 Uhr in die Stadt ,tägliches Ritual ,E-Mail abfragen .Heute tatsächlich ein Dokument der Behörde aus Antananarivo. Allerdings nur die Bestätigung ,dass ich zahlen soll .Weiterhin eine E-Mail aus der Schweiz, Beschwerde von Madagascar Wildlife Conservation an die Botschaft in Deutschland mit der Bitte um Amtshilfe . Hatte ich ja auch schon versucht , allerdings ohne Ergebnis !Vielleicht passiert ja jetzt etwas ?
Es ist heiß hier in Madagascar ,es ist Sommer .21.00 Uhr :Gute Nacht .
Donnerstag ,30.09.04
Der letzte Tag im September ,Regen ,Regen .War heute bei Madarail um den Stand der Dinge zu besprechen .Sie hatten schon gewartet ,denn der Transport sollte schon längst erledigt sein .Doch da das Dokument der Zollbehörde erst gestern gekommen ist, ging es nicht früher .
Gabrielle wird das Dokument heute ebenfalls zum Transiteuro bringen und dann werde ich sehen ,was noch machbar ist .Treffe Gabrielle gegen 15.00 Uhr und fahren gemeinsam zum Transiteuro .Ergebnis : 7’000000 FMG soll mich der Spaß kosten .
Freitag ,01.10.04
Regen – Regen ,aber die Pflicht ruft !E-Mail abfragen .Gabrielle hat alle Dokumente kopiert und in die Schweiz geschickt. MWC wird eventuell die Kosten für den Zoll übernehmen .Muss abwarten was daraus wird .Warte also auf die Reaktion von MWC –Schweiz . Und schon wieder ist es dunkel und ein weiterer Tag vergangen. .Das ist nun kein Reisebericht mehr sondern eher ein Tagebuch –so hatte ich mir das nicht vorgestellt .
Samstag,02,10,04
Regen auch die ganze Nacht , hört erst am Vormittag auf .Nach 3 Wochen ohne Nikotin habe ich doch wieder angefangen zu rauchen .Blöde!
Und auch heute auf zum Cyber ! Nichts besonderes . Aber bespreche fällige Maßnahmen mit meiner Sekretärin Gabrielle / Tel. mit Tana ,Terminabsprache mit einem Unternehmen Namens GAID in Tamatave ,zwecks Unterstützung zur Erstellung eines Dossiers,
Absage der bereits geplanten Musikveranstaltung in der Schule von Tampina .
Da ich den Container voraussichtlich nicht werde nach Tampina bringen können ,sehe ich mich nicht in der Lage die Veranstaltung zu verwirklichen .
Als ich zurück bin steht Daniel in der Tür !Der Lehrer aus Tampina .
Er war in Sorge wieso ich nicht nach Tampina mit dem Container gekommen bin . Und so hat er mich gesucht und gefunden . Wahre Leistung mich in einer Großstadt zu finden ohne Anhalt einer Adresse .Er ist traurig genau wie ich über die Probleme, die wir mit dem Container haben .Alles was ich im Gepäck für Tampina hatte ,spezielle Wünsche seiner Familie, Bilder für die Schule u.s.w. gebe ich Ihm mit, besorge ihm ein Taxi ,und er fährt wieder zurück.
Habe eine unruhige Nacht .Träume dann aber zum ersten Mal wieder ,Die Idee mit einem Skulpturenpark am Pangalan lässt mich nicht los . Werde sehen was „GAID „ davon hält .Ich möchte zurückkommen nach Madagascar um ein nächstes Projekt zu beginnen .
Oktober, Project Tampina „ Ecole pour Tous „ habe ich nun vertraglich an MWC – Madagascar Wildlife Conservation abgegeben, mit Hauptsitz in Tana und in der Schweiz .Ich bin und bleibe selbstverständlich Mitglied in der Organisation ,aber sie werden jetzt die Finanzierung und Lieferung des Containers übernehmen .Sollte dies noch in den nächsten 3 Wochen geschehen ,bin ich dabei und kann vielleicht noch Bilder für meinen Abschlussbericht machen . .Ich habe Ihnen alles Material zur Verfügung gestellt .Die Schweiz fertigt zur Zeit Werbematerial an ,da sie Unterstützung von Jan Goodall der bekannten Schimpansen Forscherin erhält .Sie wird in Madagascar ein Institut aufbauen und ist vom Project Tampina begeistert .Auf jeden Fall hat sie den Kollegen in der Schweiz Unterstützung zugesagt .Ich habe 4 Jahre Vorarbeit geleistet ,und so war nicht alles umsonst .Hatte sowieso vor, ab einem bestimmten Zeitpunkt das Projekt zu übergeben .
Sonntag ,03.10.200
Kurzer Besuch bei Gabrielle, Arbeitsbesprechung für kommende Woche .
Montag.04.10.2004
9.00 Uhr Termin Mobil Sound ,Absage der Veranstaltung .Treffen mit Madame von der Schulbehörde –auch sie möchte helfen .Wie habe ich allerdings nicht verstanden .Nur soviel ,dass Sie mir ein Schreiben zukommen lassen will welches helfen soll ,keine Zollgebühren zu bezahlen . Also warten wie immer ,und die Zeit sie Läuft . Weiter zum Cyber dort merke ich ,dass ich krank werde. Bekomme wieder einen Malariaanfall und schaffe es mit Müh und Not nach Hause .ab ins Bett ,Tabletten nehmen und 2 Tage schlafen .Gegen Abend besucht mich Daniel und Emylienne, Warum ist mir nicht ganz klar .Da ich zu krank bin um zu reagieren gehen sie wieder .
Dienstag,05.10.2004
12.00 Uhr Quäle mich aus dem Bett ,bin noch benommen ,aber ich brauche was zu essen .Auf zum Markt einkaufen .Esse ein wenig und ab ins Bett .16.00 Uhr stehe wieder auf , brauche etwas Bewegung .Dieses Warten egal auf was macht mir zu schaffen .Zusätzlich zu dem Malariaschub beginnt sich ebenfalls die Infektion vom letzten Aufenthalt hier in Madagaskar bemerkbar zu machen .Wieder die selben Anzeichen :Anschwellen des linken Beines Rötung der Haut ,Ausschlag und Hitze .
Muss wohl zum Arzt .Hatte gehofft nach der Behandlung in Deutschland ,unter anderem im Tropen Institut in Hamburg, wäre das Problem behoben ! Leider nicht . Das heißt für mich :Aus gesundheitlichen Gründen wird das mein letzter Aufenthalt in Madagascar sein , oer vielleicht doch nicht ?
Mittwoch,06.10.2004
6.00 Uhr ,bin bis auf etwas Kopfweh wieder fit - Malaria überstanden .Und mein Bein wird sich zeigen .Ich darf feststellen ,ich habe nette Nachbarn ,kümmerten sich rührend um mich mit Cafe ,Wäsche waschen und Gesellschaft .
Sie lieben ihre Kinder wie überall auf der Welt -
Sie schlagen sie ,wie überall auf der Welt –
Sie sind sehr laut ,aber auch sehr fröhlich, egal wo die Frauen und junge Männer singen die Melodien die durch die Strassen d



Madagaskar 2005

Träumen von Madagaskar

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Februar 2005 :
obwohl gerade erst zurückgekehrt , Mitte November , krank und erst seit ende Januar wieder auf dem Posten , sieht es so aus ,als müßte ich wieder nach Madagascar fliegen .Der Verein: www.mwc-info.net Madagaskar Wildlive Conservation aus der Schweiz ,Investing for a sustainable natural environment for future generations of Humans, Animals and Plants of Madagaskar Unterstützt nun das Project : Tampina : Ecole pour Tous .und verabredet ein Treffen mit mir vor Ort in Madagaskar.
Also heißt es Koffer packen , denn mein Flieger geht am Sonntag den 13.März 2005 morgens 10 min. nach 7.00 Uhr. Hamburg – Paris - Antananarivo .Dann weiter nach Toamasina der größten Hafenstadt von Madagaskar.
7.00 Uhr sitze in der Maschine, habe einen Fensterplatz, freue mich ins warme Madagaskar zu kommen denn hier in Hamburg sind es heute Minus 5 Grad .
Doch kaum ,dass die Triebwerke anlaufen ist auch schon wieder alles vorbei Explosionen und Rauch steigen aus dem linken Triebwerk der Maschine von Air- France . Die Feuerwehr ist sehr schnell zur Stelle um den Brand zu Löschen, doch der Versuch den Schaden zu reparieren scheitert nach vergeblichen 2 Stunden . Erst jetzt können die Passagiere die Maschine verlassen .
Das Gepäck muss wieder geholt werden und neue Flugverbindungen müssen ausgestellt werden. Nun heißt es warten ,warten .Air France hatte keine Ersatzmaschine und trotz Europäischer Gemeinschaft keine Möglichkeiten einer anderen Fluggesellschaft eine Ersatzmaschine bereitzustellen .Trauriges Bild .
Nachdem ich schon die letzte Nacht am Airport ohne Schlaf verbracht habe ,soll ich nun eine weitere Nacht hier verbringen ? nein , bekomme für 12 .oo Uhr einen Flug mit der Lufthansa nach Paris wo ich gegen 14,30 Uhr lande .hier heißt es nun warten bis Montag früh, dann erst geht eine Maschine um 10.30 Uhr nach Madagaskar .Ich möchte natürlich nicht die Nacht am Airport in Paris verbringen , und fordere daher von Air- France eine Entschädigung . Ich bekomme ein Zimmer im Hotel Ibis, mit Abendessen, Frühstück und den Taxi Transfer .
Montag ,14.03,05
7.00 Uhr ,gut geschlafen ,pünktlich 8.30 Uhr am Airport Terminal E .
Mit 30 Minuten Verspätung startet Air France , die Sonne blinzelt zum Abschied und ich schwebe davon. Ein ruhiger Flug über den Wolken „ wo die Freiheit grenzenlos ist „ .23.00 Uhr : Landung in Ivato in Antananarivo der Hauptstadt von Madagaskar .
da ich nun einen Tag später kam wie geplant ist niemand am Air Port um mich abzuholen .Hatte zwar von Paris eine E Mail geschickt doch es ist keiner da.
In Hamburg sprach ich mit einem jungen Paar das eben falls nach Madagaskar wollte, wir trafen uns am Morgen wieder in Paris und standen nun gemeinsam am Airport .Sie waren das erste Mal in Madagaskar und so fuhren wir gemeinsam ins Hotel Lambert ,in dem ich schon in den letzten Jahren Station machte .
Leider waren alle Räume ausgebucht . Der Nachtportier erkennt mich und ist behilflich ein anderes Quartier zu finden .So bekamen wir ein Zimmer im Hotel Moonligt das wir uns aber für eine Nacht teilen müssen weil auch hier alles belegt ist . Mitternacht ist lange vorbei ,bis ich endlich schlafen kann ist es 2,00 Uhr.
Dienstag,15.03.05
10.00 Uhr , bin fit ,draußen blauer Himmel und 26.Grad warm .Gemeinsam begeben wir uns als erstesin mein Lieblingscafe wo ich mir ein gutes Frühstück gönne und mich auf meine Zeit endlich wieder in Madagaskar zu sein freue. Da die beiden weiterreisen wollen ,in den Süden ,bringe ich sie zu Air Madagascar damit sie buchen können .Danach geht jeder seiner Wege .Am Abend wollen wir uns wieder treffen morgen früh geht Ihre Maschine nach Tulear .
Auch ich nehme mir ein Taxi um mein Busticket zu kaufen denn in spätestens 5 tagen werde ich nach Toamasina weiterreisen um Die Members zu treffen .Da wären Patrick aus der Schweiz ,Fidy ein Madagasse und Rocky unser Präsident von MWC in Madagascar .Werde ich die mir gestellten Aufgaben und Anforderungen auch in diesem Jahr erfüllen können ? Doch ich bin zuversichtlich .
Mittwoch, 16.03.05
Zimmer Wechsel im Hotel ,sitze auf der Hotel Terrasse mit Blick auf das Zentrum von Tana.
Donnerstag,17.03.05
Postkarten an Familie. und Freunde .
Freitag.18.03.05
10.00 Uhr Visite von Bruder Bakoly ( Medikamente aus Deutschland ) und Eliane ( Taxi Brousse 2004)bezahle Hotel ,Koffer packen, denn morgen früh 5.00 Uhr gibt es Café und um 6.00 Uhr kommt mein Taxi daß mich zur Busstation bringt .Letz GO tu Toamasina .
Samstag 19.03.05
Alles klappt bestens ,der Hotelservice bringt pünktlich um 5.oo Uhr meinen Café und das Taxi ist auch pünktlich .Abfahrt in Tana mit Taxi Brousse nach Toamasina um 7.00 Uhr . Es ist kalt !
Gegen 12.00 Uhr gibt es eine Essens pause auf halber Strecke .Gesamtentfernung 395 km .es wird deutlich wärmer da wir das Hochland verlassen haben .Hier läuft die volle Obsternte Bananen! Tonnen weise.
Nach 8 Std. Fahrt erreichen wir Toamasina gegen 15.30 Uhr .Nehme Zimmer in kleinem Hotel kenne ich auch von den letzten Jahren – ich beschreite doch immer wieder dieselben Wege.
Besuche Gabriele meine Dolmetscherin von 2004 .In der Nacht heftige Regenschauer .
Sonntag,20.03.05
Regnet noch immer trotzdem gegen 10.00 Uhr Besuch im Cyber Café .Um Kontakt mit Patrick aufzunehmen brauche einen Zeitpunkt wann und wo wir uns treffen werden . Treffen ist Montag 15.00 Uhr bei der Post
Besuch meiner Gastfamilie vom letzten Jahr – großes hallo daß ich so schnell schon wieder da bin .
Montag 21.03.05
Rauche meine letzte Zigarre die ich aus Deutschland mitgebracht hatte .
Ob ich es schaffe das Rauchen aufzugeben ?
Pünktlich 15.00 Uhr treffen ich mich mit dem Members .Für 16.00 Uhr haben wir einen Termin bei der Firma Transmag wegen des Containers der nun seit 6 Monaten im Hafen von Toamasina steht und es nicht möglich war Ihn zollfrei einzuführen obwohl die Botschaft in der Schweiz diesen Hilfstransport bestätigt hatte. Anschließend noch ein Besuch bei der La Ligne Scandinave ,die den Container von Deutschland nach Madagascar transportierte.
Alle Bemühungen der letzten Monate ,sei es auf den Ministerien in Madagascar ,alle Versuche der Members also Madagassen die in Tana leben ,also alles Mitglieder von MWC ,sei es die Bemühungen der Members aus der Schweiz oder aber auch meine Aktivitäten z.B. treffen mit dem Madagassischem Botschafter von Berlin laufen ins leere .Wir sind alle enttäuscht und traurig ,daß es nicht möglich war den Container mit den 6 Tonnen Hilfslieferung für mein „ Patendorf „an der Ostküste auszuliefern .Der Einfuhrzoll beträgt nun 100 000 000 FMG also etwa 10.000 €uro .
Das ist unrealistisch und riecht nach Profit . Diesen Betrag werden wir niemals bezahlen und somit ist der Container verloren .Um den frustigen Tag zu verarbeiten , lade ich meine Mitstreiter in mein Lieblingslokal am Hafen ein.
Wir ,also Patrick ,Fidy ,Rocky und ich beschließen also gemeinsam nach Tampina zu fahren. Da der Container nun verloren entscheiden wir in Tampina eine Dorfversammlung einzuberufen ,
einen Verein zu gründen und die Fassade des Schulgebäudes neu zu streichen .
In dieser Nacht wird es spät bis ich endlich schlafen kann . Zum einem bin ich traurig daß der Container
verloren ist ,zum andern freue ich mich endlich die Schule malen zu können da MWC die Kosten übernehmen wird .
Dienstag 22.03.05
8.00 treffen der Members ,
9.00 Uhr erneuter Termin bei Transmag , Monsieur Andronic hat für uns um 10.00 Uhr einen Termin beim Direktor vom Hafen in Toamasina gemacht . Die letzte Hoffnung ,die angefallene Hafengebühr zu verringern . Aber man darf nicht vergessen : „ ich bin in Madagascar und da gelten andere Gesetze ? „
Mittwoch 23.03.05
Rocky mußte leider zurück nach Tana ,so werden also Patrick ,Fidy und ich heute ein Boot mieten und die 50 Km auf dem Canal des Pangalanes nach Tampina fahren .
5.00 Uhr heißt es packen, bezahlen das Hotel ,nehmen uns ein Taxi und fahren zum Port Fluveal. Unser Boot : Mit der Tonga Soa ,starten wir gegen 8.00, Uhr. Brauchen 7 Std. bis wir in Tampina sind .
Das Wetter ist schön und es ist herrlich ,wieder den Pangalan zu befahren .
Gegen 15.00 Uhr Ankunft in Tampina .Ein sehr guter Zeitpunkt ,da gerade eine Versammlung in Gange ist mit hohen Persönlichkeiten der umliegenden 17 Kommunen . Wir erhalten so die Möglichkeit noch heute unsere Ziele vorzustellen und den Verein zu gründen .Unsere Ankunft hat sich schnell rumgesprochen und wir werden freundlich begrüßt .Wir erhalten so die Möglichkeit uns und das Projekt „ Ecole pour tous „ kurz vorzustellen .
Morgen soll eine weitere Versammlung stattfinden da werden wir den Verein
MADAGASCAR WILDLIVE CONSERVATION TAMPINA verwirklichen .
Mein alter Traum wird nun endlich wahr !
Donnerstag, 24.03.05
7.00 Uhr , hatten alle Familien zu unserem Quartier gebeten da wir einen 50 kg. Sack Reis mitgebracht hatten den wir nun verteilen wollten .Diese Aktion war ein Erfolg alle sind gekommen .Laut Liste des ansässigen Dorfpräsidenten 120 Familien .15.00 Uhr, kurzer Abstecher zu meiner Hütte anschließend machen wir uns wieder auf den Rückweg nach Tamatave . Patrick und Fidy müssen in zwei Tagen zurück nach Antananarivo. Ich werde in einer Woche zurückkommen um die abgesprochenen Arbeiten durch zu führen .Kurz for der Abfahrt bitten mich Mama von Daniel dem Dorflehrer und Ihre Schwester , sie mitzunehmen ,da die Tochter Emilienne, die ich auch gut kenne , im Krankenhaus liegt .Ich verspreche am nächsten Tag einen Besuch zu machen . Endlich gegen 18.00 Uhr ,es ist schon dunkel laufen wir im Hafen ein . Sind gegen 19.00 wieder im Hotel Beryll Rose .
Freitag 25.03.05
8.00 Uhr Daniel kommt ins Hotel um uns beim Materialeinkauf für die Schule zu helfen.Später noch einen Termin mit Monsieur Jean ,einem Kunstmaler ,der bereit war die Logoerstellung an der Schule gegen Honorar zu übernehmen .Er und seine Helfer werden mich nach Tampina begleiten .
10.00 Uhr Telefon im Hotel : Mama von Daniel gibt die Information ,daß Emylienne gestorben ist !Sie bittet mich um Hilfe ,und mit Daniel ins Krankenhaus zu kommen um die Kosten für die Überführung des Leichnams zu übernehmen .Veloma Emilienne, leider konnte ich dich nicht mehr besuchen aber ich werde dafür sorgen, daß Du nach Hause kommst .
Die Familie bittet mich ins Haus um Abschied nehmen zu können. Am selben Tag noch startet unser Boot erneut nach Tampina . Leider kann ich die Familie nicht begleiten ,denn ich habe noch Vorbereitungen zu treffen .Patrick, Fidy und der Maler besorgten zwischenzeitlich die ersten Materialien um die Schule zu streichen
Bin erst gegen 16.00 Uhr wieder zurück im Hotel .
Gegen 18.00 Uhr wird der Bus nach Tana fahren und Patrick und Fidy müssen dann zurück .Langsam füllt sich mein Hotelzimmer mit diversen Materialien , wie zum Beispiel 3Sack Zement ,Farben ,Pinsel, Schrauben und Nägel. Bretter für neue Türen und Fenster werde ich noch kaufen .
Samstag 26.03.05
Brauche eine Pause ,fahre morgens schon ans Meer nach Miramar !
Sonntag 27.03.05
Cyber Café ,heute extrem heiß, Gewitter, Stromausfall .
Montag 28.03.05
Ostern ! Geld Wechsel privat / gibt besseren Kurs als bei der Bank /Absprache mit meinem Bootsführer für Morgen erneuter Transport nach Tampina .
Dienstag 29.03.05
In der Nacht große Aufregung :werde gegen 2.00 Uhr nachts vom Hotelpersonal geweckt mit panischem Alefa - Alefa !! verstehe erst gar nicht was die wollen bis sie mich auf die Straße zerren und ich sehen kann welche Panik die Menschen erfaßt hat . alles flüchtet auf Lkw, schwer bepackt . Was ist los ??
Ein weiterer Hotelgast erklärt mir dann auf englisch , daß es ein Seebeben gab und mit einer Flutwelle zu rechen ist die nur noch 10 Km vom Hotel weg ist .Alles flüchtet in höhere Gegenden .
Mit den Bildern der Flutwelle von Thailand im Kopf wird mir mulmig - Ich will doch nachher zu meinem Projekt , Ist dort schon alles überschwemmt ?
Zu meiner großen Erleichterung ertönt im Radio gegen 5.00 Uhr Entwarnung .Glück gehabt .Mit Schlaf ist es vorbei .die Sachen sind alle schon gepackt ,warte also auf Daniel ,Jean und seine Helfer, denn heute fahren wir den Canal hoch nach Tampina . 8.00 Uhr alle sind pünktlich ,kaufen noch Materialreste, Essenvörräte für die Arbeiter und für mich ,denn ich werde 1 Monat im Dorf sein und möchte diesmal darauf vorbereitet sein ohne wieder 10 kg abzunehmen –wegen Hunger .
12.00 Uhr endlich alles an Bord ,der Motor läuft und wir starten-
bis wir dann endlich in Tampina sind ist es 20.00 Uhr .obwohl dunkel kommen Leute und helfen das Boot zu entladen denn unser Pilot muß wieder zurück .Gegen 10.00 endlich sitze ich in meiner alten Hütte ich bin nun angekommen
Mittwoch 30.03.05
.6.00 Uhr , bin fit und schwimme im Pangalan .
8.00 Uhr die erste Besprechung in der schule .
Dann beginnen erste Reinigungsarbeiten mit Drahtbürsten .Innen sind alle Stemm und Zementarbeiten abgeschlossen 13.00 Uhr regnet es und so gibt es einen frühen Feierabend ,.
Donnerstag 31.03.05
8.00 Uhr Schule :eine Gruppe arbeitet weiter an der Grundreinigung ,die anderen beginnen mit dem ersten Grundanstrich an der Vorderseite .
Freitag 01.04..
Die Rückseite des Gebäudes
Samstag 02.04.05
Vorderseite : Heute arbeiten 12 Personen .Die Anstriche sind beendet ,Die Logos sind fertig ,Türen und Fenster arbeiten werden nächste Woche fertig sein .
So sah das Gebäude 2001 aus als ich es entdeckte , nach dem ich nun zum vierten mal in Tampina bin kann ich die Arbeit am Gebäude als beendet ansehen .
Die Logos sind fertiggestellt und so gibt es heute eine kleine Feier.
Zwei Dorffrauen bereiten Essen und Trinken vor .
Monsieur Jean und sein Team haben Ihren Kontrakt erfüllt und so ist für Sie heute auch Zahltag ..Gegen 15.00 Uhr beginnt es zu regnen und so machen wir Feierabend und freuen uns über den Abschluß der Farbarbeiten .
Sonntag 03.04.05
Als ich gegen 8.00 Uhr zur Schule gehe ,ist es sehr still im Dorf . Ungewöhnlich aber bald klärt es sich auf .
Um 10.oo Uhr geht ein Güterzug nach Toamasina ,was nicht alltäglich ist und so nutzen viele die Möglichkeit mitzufahren . Ansonsten bleibt nur ein Boot um die Wegstrecke von knapp 50 km zu bewältigen .Aber so ist es bequemer .Bin daher schon am frühen mittag wieder in meiner Hütte, genieße den freien Tag und gehe Mit den Kindern von Daniel im Pangalan schwimmen .
Montag 04.04.05.
6.00 am Morgen soll ein Schiff fahren und so schicke ich Daniel nach Toamasina
um Unterlagen abzuholen die mit einem Taxi –brousse von Tana gekommen sind .
Rasoarinina ,seine Frau hustet seit Tagen heftig und ich habe den Verdacht das Sie an Tuberkulose erkrankt ist ,daher schicke ich Sie mit - damit sie im Krankenhaus untersucht werden kann . Die Behandlungskosten werde ich übernehmen .
Dienstag 05.04.05
Es ist heiß heute ,bin daher schon um 7.00 Uhr an der Schule . Mache Bestandsaufnahme des Innenraumes der auch noch Aufgefrischt werden soll . Immerhin gibt es jetzt 160 Kinder die zur Schule gehen sollen .
Leider sind die Tische und Stühle in einem Erbärmlichen Zustand und es gibt nicht genügend ,so daß nicht alle Kinder sitzen können .Überhaupt besteht die Schule aus nur einem Raum ,was bedeutet ,daß für nächstes Jahr ein weiteres Gebäude errichtet werden muß . 14.00 Uhr zurück zur Hütte denn ich muß nach Daniels 4 Kinder sehen , Essen kochen . Gehe aber am Nachmittag nochmals ins Dorf zur Kontrolle .17.00 Uhr : die letzten Feinheiten an der Außenfassade sind beendet und ich kehre um 18.00 Uhr zurück zur Hütte . Heute bin ich 10 Km gelaufen !
Von meiner Hütte bis zur Schule sind es hin und zurück 4 km .immer auf den Bahngleisen denn es gibt keine Wege oder Straße .Es bleibt nur die Bahngleise, der Strand / Indischer Ozean oder ein Boot um ins Dorf oder zu meiner Hütte zu gelangen .
Mittwoch 06.04.05.
8.00 Uhr ,Daniel kommt zurück ohne Frau ,
(der Verdacht auf Tuberkulose war richtig und Sie muß im Krankenhaus bleiben .)
Gegen 9.oo gehen wir zur Schule
an der schon viele Mitstreiter begonnen haben den Innenraum zu reinigen und zu streichen .Am Abend geht wieder mal ein Zug ,und so fährt Daniel wieder zu seiner Frau .Er muß Ihr was zu Essen bringen ,denn in Madagascar muß die Verwandtschaft oder Familie dafür Sorge tragen das der Patient was zu Essen bekommt . Es gibt keine Krankenhaus Verpflegung .
Donnerstag 07.04.05 - 6.30 Uhr
Da die Kinder nun für einige Zeit ohne Mutter und Vater sein werden übernimmt Rita eine Frau aus der Tamataver Verwandtschaft für 4 Wochen die Betreuung . Ihr Essen schmeckt lecker ,und so kann Daniel unbesorgt wieder nach Tamatave fahren und sich um seine Frau zu kümmern .Auch ich bekomme so wieder regelmäßige Mahlzeiten .Hatte reichlich Lebensmittel eingekauft und so reicht es denn für alle .
Bin nun gerade mal 4 Wochen hier doch mir kommt es schon vor wie Monate .Es regnet ,trotzdem gehe ich gegen 8,30 Uhr zur schule . Komme dann also klatschnaß an aber die Arbeit muß weitergehen ,denn nächste Woche beginnt wieder der Unterricht .Heute die neuen Türen und Fensterläden gestrichen da es heute den ganzen Tag regnet stapfe ich gegen mittag zurück in meine Hütte.
Freitag 08.04.05
Regen regen regen ,bleibe zu Hause und mach Buchführung.-
Samstag 09.04.05
Daniel wieder da, Rasoarinina wird die nächsten 2 Monate im Hospital bleiben müssen .9.00 ist eine neue Versammlung in der Schule ,alle Leute sind gekommen und freuen sich über die saubere Schule . Wir besprechen weitere vorgehensweise für das nächste Jahr .Auch sind der Chef der Schulbehörde aus Brickaville anwesend und zum ersten mal ein Pastor .Die Dorfgemeinschaft beschließt endlich auch eine Kirche zu bauen .es ist schön zu sehen wie der Zusammenhalt der Dorfgemeinschaft wächst . als ich gegen Mittag zur Hütte komme erwartet mich Bambino der Hotelleiter vom Buschhaus in Akan ny Nofy .Er überredet mich mit dem Motorboot mitzufahren auf einen Abstecher ins Buschhaus will mich am Abend zurückbringen .Ja das ist ein Spaß wieder mal mit einem Schnellboot fahren .Das Wetter ist schön und wir fliegen über den Pangalan .
Sonntag 10.04.05
Der Präsident des Dorfes besucht mich am morgen und überreicht mir ein Dokument ,ein Dankesschreiben des Dorfes .
Abends besucht mich der Doktor aus dem Nachbardorf ( Der einzige Arzt im Umkreis von 100 km )Er bittet um Hilfe , überreicht mein ebenfalls ein Dokument in dem er alle Notwendigen Medikamente und Krankenhaus Utensilien aufgelistet hat .!
Montag 11.04.05
10.00 Uhr : Fotos mit allen Mitarbeitern und den Kindern .
13.00 Uhr wieder in der Hütte.
Dienstag 12.04.05
8.00 Uhr Besuch des Präsidenten : Er war in Brickaville bei der Schulbehörde und dort um einen Besuch der verantwortlichen gebeten .Es soll eine Versammlung geben ,bei der die Lehrersituation besprochen werden soll , ebenso Maßnahmen für nächstes Jahr .ebenso eine Abnahme der renovierten Schule .
Bin um 10.00 Uhr in der Schule Bestandsaufnahme der Restmaterialien , Reinigung des Schulgeländes .
Mittwoch 13.04.05
Ab heute endlich wieder Unterricht !
Donnerstag 14.04.05
Heute Nachmittag wird die Konferenz in der Schule stattfinden !
Bin gegen 10.00 Uhr im Dorf ,als mir ein Junge gebracht wird der sich mit der Machete den linken Daumen angehakt hat . Ich habe meinen Verbandskasten immer bei mir. Leider muß ich Ihm den Daumen amputieren .Mache einen sterilen Notverband und schicke die Familie mit dem Güterzug, der glücklicherweise heute Nacht nach Tamatave fahren soll , ins Krankenhaus .
Ich selbst werde mit dem selben Zug mitfahren .Um 16.00 Uhr beginnt dann tatsächlich die Konferenz ,Die Herren und ein Pastor sind im Dorf mit einem Motorboot ein getroffen. Die Versammlung soll morgen weitergehen dann werde ich jedoch nicht mehr da sein . Es wird mir aber zugesichert ein Protokoll für mich anzufertigen ,welches Daniel mir dann nach Tamatave bringen soll .
Mit diesem Zug durfte ich mitfahren , saß mit Daniel und dem Lokführer draußen vor dem Poller ,der Scheinwerfer beleuchtete die Gleise und so zuckelten wir mit 30 km/h durch die Nacht.3.00 Nachts kommt endlich die Lok und gegen 6.00 Uhr morgens kommt mit den ersten Morgenlicht die Stadt in Sichtweite .Da offiziell keiner auf der Lock mitfahren darf muß ich einen Kilometer
vorher aussteigen .Es war zwar kalt so im Freien aber doch ein einmaliges Erlebnis .
Freitag 15.04.05
Beziehe ein kleines Hotel ,endlich mal wieder eine warme Dusche und eine Toilette .
Kleiner Spaziergang am Hafen und anschließend einen Besuch in Ambolimantinka .
Zum Abendessen genieße ich mal wieder eine Pizza .
Samstag 16.04.05
Finde kleine Hütte , der Vermieter ist ein Onkel der Familie bei der ich letztes Jahr mich eingemietet hatte .Mit dem Vermieter kleine Reparaturen an der Hütte damit ich noch heute umziehen kann .
Sonntag 17.04.05
Warte auf Daniel ,wollen ins Krankenhaus um seine Frau zu besuchen .
Das Krankenhaus bietet ein trauriges Bild !!
Die Farbe blättert ab ,die Deckenverkleidungen und einige Fensterscheiben fehlen –
der gesamte Eindruck : Bruchbude .
Auf dem Rückweg schlendere ich noch über den Markt um mich mit Lebensmittel einzudecken .
Heute gibt es Schweinefleisch ,Bohnen und Karotten . Bratkartoffeln ,Reis und Bananen.Auch hier sind gleich die Kinder da ,also Essen für mehrere .
Montag 18.04.05
7.00 Uhr fahre in ein Cybercafe ,Fotoentwicklung , mittags zurück , es ist heiß ,Wäsche waschen .
Dienstag 19.04.05
Mit meinem Vermieter bespreche ich das Container Problem ,er meint das er gute Kontakte habe und mir helfen will . Nehmen also nochmals Verhandlungen auf mit der Transportfirma und dem Hafendirektor .
Mittwoch 20.04.05
6.30 Uhr erneuter Termin im Hafen mit folgendem Ergebnis :
Letzter Stand im Mai 2005 : 100 000 000 FMG = 10.000 Euro
Heute beträgt die Forderung: La Port : 35.000 000 FMG Hafengebühr
Sea-Line : 500.000 FMG Transport
Tamatave : 500.000 FMG Zoll
Tana : .......................... Zoll
-------------------------------------------------------
Total : 36.000 000 FMG = 4.000 Euro

Das wäre wieder die alte Forderung vom letztem Jahr ,Diese Zahlung verweigerte ich schon 2004 und auch 2005 werden MWC und ich diesen betrag nicht akzeptieren .
Donnerstag 21.04.05
Diverse Emails .
Freitag 22.04.05
Verbringe den Tag mit Daniel .
Samstag 23.04.05
Auch heute Daniel wieder da .
Sonntag 24.04.05
Wäsche waschen, Hitze etwa 37. Grad ,Einkaufen auf dem Markt .
Montag 25.04.05
Ticket Kauf für den Bus nach Tana zum 13.Mai .
Dann Liegen in der Sonne ,trinke Bier und genieße !!!!
16.00 Uhr Visite im Krankenhaus Daniel will wieder mal nach seinen Kindern sehen ,kaufe einen 50 kg Sack Reis den er mitnehmen kann .
Dienstag 26.04.05
Heiß und faul
Mittwoch 27.04.05
Der Vermieter gibt mir zu verstehen das er auf dem Platz an dem meine Hütte steht ein neues Haus bauen will ,das ganze Material liegt schon seit tagen auf dem Platz .Schaue mich also nach einer anderen Unterkunft um .
Donnerstag 28.04.05
Besichtigung mehrerer Hütten ,Dada ,ein junger Nachbar gebe ich den Auftrag : 60 Armbänder für den Verein herzustellen mit der Aufschrift Madagascar und Ecole pour Tous!Dies macht er gerne ,denn so kann er etwas verdienen .
Freitag 29.04.05
Heute schöne Hütte gefunden ! Mache sofort Vertrag und ziehe am Wochenende um .
9.00 Uhr Cyber , Wetter schwül und bedeckt ,1 Sack Kohle zum Kochen ,
Bezahle offene Rechnung im Laden ,Getränke ,Zigaretten und andere Kleinigkeiten .
Reinigung der neuen Hütte , zum ersten mal abends um 10 Uhr erst zu Bett ,
sonst habe ich schon gegen 20.oo Uhr geschlafen den ab 18.00 Uhr ist es schlagartig dunkel .Auch in der neuen Hütte gibt es keinen Strom , aber mit Kerzen ist es sehr gemütlich .
Samstag 30.04.05
In der Nacht Regen ,Regen – Regen ! alles schwimmt in der alten Hütte ,doch da es die letzte Nacht ist – regt es mich nicht auf .
Heute kommt die Information das der Container jetzt 22.000 000 Millionen FMG kosten soll !
Warum eigentlich nicht gleich so ?? Doch es ist zu spät Meine Zeit ist mal wieder abgelaufen und das Geld ist auch wieder alle. Wäre die Summe am Anfang unseres Aufenthaltes von MWC so gewesen , Hätten sie die Kosten übernommen .so aber haben wir in die Schule investiert .
Die Hütte sollte heute eigentlich bezugsfertig sein ,doch mein neuer Vermieter : ein junges Pärchen ,begann das Dach total neu einzudecken . Ziehe aber trotzdem um .
Sonntag 01.05.05
Besuche die alte Hütte ,ist schon abgerissen .
Montag 02.05.05
Die Arbeit an der Hütte wird emsig voran getrieben gegen Abend sind die Arbeiten beendet . das Dach ist fertig . also saubermachen ,Gemütlichkeit schaffen . gleich gibt es warmes Wasser ,werde schön duschen .In der nacht regnet es wieder und die Hütte schwimmt : Das neue Ravenala muß sich erst setzen . Wird schon werden denn Ravenala ist ein tolles Material . Es isoliert gut und ich habe die einzige Hütte die mit Ravenala gedeckt ist . alle anderen haben Blechdächer unter denen es man nicht aushält wenn die Sonne knallt .
Dienstag 03.05.05
Dach Kontrolle , es regnet noch immer .
Mittwoch 04.05.05.
Stürmische nacht ,Schüttet aus allen Kübeln - aber das Dach ist dicht - Super !
Donnerstag 05.05.05
Gut geschlafen ,7.00 Uhr fit .
9.00 Uhr Daniel wieder da ,und endlich wieder Sonne .Mittags in die City und erst am Abend zurück .
Freitag 06.05.05
8.00 Uhr , Verbringe den Tag mit Essen kochen ,Vorrat für 2 Tage .gegen mittag regnet es wieder .
Samstag 07.05.05.
9.00 Uhr Cyber ,regen ,regen – regen , und abends frischen Fisch .
Als ich ins Bett will wieder mal einen Skorpion im Bett, Hier ist es sinnvoll öfters mal zu kontrollieren .
Hier sind es die Skorpion ,am Pangalan waren es in diesem Jahr die Schlangen in unterschiedlichsten Farben und teilweise Armdick .
Sonntag 08.05.05.
Wäsche waschen ,essen ,faul sein .
Montag 09.05.05
6.00 Uhr heiß , 9.00 Cyber , Mittags Regen .
Dienstag 10.05.05
Regen – Regen ! CD – Spieler verkauft .anschließend : Spaziergang durch die engsten Wege ,will Jonah einen Freund seit 2001 besuchen .Mit Bus - Bus zurück .wieder Regen .
Mittwoch 11.05.05 7.00 Uhr
Regen Essen kochen heute mit nasser Kohle . Es ist kalt .Veloma Freunde ,
Donnerstag 12.05.05
6.00 Uhr : Sonnenschein ,Herrlich .
Freitag 13.05.05 6.00 Uhr Mafana / Heiß
Daniel kommt zu Besuch um sich zu verabschieden denn heute nacht fahre ich zurück nach Tana .17.00 Uhr Taxi zum à còte de Stationnement taxis-brousse / Bus Platz18.00 Uhr Abfahrt mit beginnender Dunkelheit . der Bus ist groß und bequem .
Ankunft Antananarivo 3.00 Uhr morgens finde spontan einen Taxidreiver der mich ins Hotel Moonligt bringt direkt im Zentrum gelegen .Habe wieder dasselbe Zimmer wie bei meiner Ankunft .
Samstag 14.05.05
8.00 Uhr Frühstück auf der Terrasse ,
kleiner Rundgang ,Cyber , telefoniere mit MWC ,bitte um Besuch .
16.00 Uhr Hotel Glacier Musikgruppe spielt . Netter Abend gute Stimmung !!
Sonntag 15.05.05. Pfingsten !!
Lange Gespräche auf der Terrasse auf englisch
Montag 16.05.05.
Tel. Kontakt ,Bruder Bakoly – kommt gegen 16.oo Uhr um Souvenirs zu bringen die ich mit nach Deutschland nehmen soll .
Dienstag 17.05.05.
Sonnenschein :Air France Telefonische Flugbestätigung ,später im Glacier : Pizza
Mittwoch 18.05.05
6.00 Uhr fit! 9.00 Uhr Cyber ,10.00 Uhr Besuch von Rocky - Präsident von MWC Madagascar wegen
Abrechnung der Materialien für das Projekt „ Ecole pour Tous „
Gönne mir den Besuch in einem Weinlokal mit vorzüglichem Käse einfach lecker !!
E- Mail in die Schweiz an Patrick ,Abends Musik im Glacier .
Donnerstag 19.05.05.
6.00 Uhr , heute noch mal Diverse Termine , Mittags nochmals Besuch von Members –
bringen auch noch Souvenirs für die Touristen Börse in Hannover . Dort wird der neu gegründete Förderverein einen Stand haben und Produkte aus Madagascar verkaufen .16.00 Uhr zum Café ins Glacier .
Freitag 20.05.05.
Cyber , bezahle Hotelrechnung , Letzte Gespräche !!
21,00 Uhr Taxi zum Flughafen . Abflug in der Nacht 1.30 Uhr
Veloma Madagascar !!
Samstag 21.05.05.
Ruhiger Flug ,Habe tatsächlich zum ersten mal 6 Stunden in der Maschine geschlafen .Ankunft Paris : 12.30 Uhr Weiterflug nach Hamburg : 15.30 Uhr Lande um 17.00 Uhr .Bus und Zug Anschluß reibungslos , so das ich 19,30 Uhr tatsächlich wohlbehalten wieder in Neuland bin .
Diesmal bin ich gesund nach Deutschland zurückgekehrt,werde mich ein wenig ausruhen, die Bilder und Daten verarbeiten ..












































































































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Kommentare

  • chacmol

    Hi,

    langer, schöner und sehr lebhafter Bericht.
    Weiterhin viel Erfolg mit den Projekten! Sowas kostet Kraft und Nerven, aber es ist sooooooooo wichtig :-)

    Gruz Gert

Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar abzugeben. Madagaskar und die unendliche Reise des Nick Blume 2001,2003,2004,2005, 3.86 7

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