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Reisebericht: Padua gestern und heute
Es ist sehr reizvoll, in Padova oder Padua Station zu machen. Auch in kurzer Zeit ist es möglich. am Leben seiner Bewohner und Gäste teilzunehmen und die vielen prächtigen Bauten einer reichen Geschichte anzuschauen. Verpassen sollte man auf keinen Fall die Giotto - Fresken !
An der Brenta
Es ist eine gute Wahl, in Padua auf unserem Rückweg von Venedig zu besuchen. Wir habe die so oft verkannte Stadt nur einmal kurz besucht. Für eine knappe halbe Stunde waren wir als Mitfahrer ausgestiegen und waren kurz in der Basilika des Heiligen Antonius, aber das ist schon viele Jahre her. Wir möchten die etwas vergessene Stadt im Schatten Venedigs besuchen.
Die Stadt, die oft von Gläubigen oder von Kurgästen aus der nahen Thermenregion besucht wird, ist immerhin 3000 Jahre alt. Der Medoacus, die spätere Brenta, wurde zur Gründungszeit mit plumpen Einbäumen befahren. Von den späteren Gemeindepalästen gab es im damaligen Patavium nur einfache Holzbauten in einer unwirtlichen, sumpfigen Flusslandschaft. Nach dem Eindringen der Gallier im 4. Jahrhundert vor Christus wurde die Schifffahrt auf der Etsch zu gefährlich.
Hingegen blieb der Flussweg auf dem Medoacus als wichtige Verbindung zu Venedig. Wer weiss schon, dass damals die heiss begehrten venetischen Rennpferde nach Adria und Spina, den griechisch – etruskischen Handelshäfen, verschifft wurden?
Beinahe römisch
Ganz in der Nähe unseres Hotels stossen wir auf einen der schönsten Plätze Europas. Der Prato della Valle, von dem ich noch erzählen werde, ist mit 78 Statuen entlang des eliptischen Wassergrabens geschmückt.
Goethe hat dies in seiner „Italienischen Reise“ im Jahr 1829 wie folgt beschrieben:
Der große Platz, Prato della Valle genannt, ist ein sehr weiter Raum, wo der Hauptmarkt im Juni gehalten wird. Hölzerne Buden in seiner Mitte geben freilich nicht das vorteilhafteste Ansehn, die Einwohner aber versichern, daß man auch bald hier eine Fiera von Stein wie die zu Verona sehen werde. Hiezu gibt freilich schon jetzt die Umgebung des Platzes gegründete Hoffnung, welche einen sehr schönen und bedeutenden Anblick gewährt.
Ein ungeheures Oval ist ringsum mit Statuen besetzt, alle berühmten Männer vorstellend, welche hier gelehrt und gelernt haben. Einem jeden Einheimischen und Fremden ist erlaubt, irgendeinem Landsmann oder Verwandten hier eine Bildsäule von bestimmter Größe zu errichten, sobald das Verdienst der Person und der akademische Aufenthalt zu Padua bewiesen ist.
Um das Oval umher geht ein Wassergraben. Auf den vier Brücken, die hinaufführen, stehen Päpste und Dogen kolossal, die übrigen, kleiner, sind von Zünften, Partikuliers und Fremden gesetzt. Der König von Schweden ließ Gustav Adolfen hinstellen, weil man sagt, derselbe habe einmal in Padua eine Lektion angehört. Der Erzherzog Leopold erneuerte das Andenken Petrarchs und Galileis. Die Statuen sind in einer braven modernen Manier gemacht, wenige übermanieriert, einige recht natürlich, sämtlich im Kostüm ihrer Zeit und Würden. Die Inschriften sind auch zu loben. Es findet sich nichts Abgeschmacktes und Kleinliches darunter. So weit Goethe, den wir bald im Garten entdecken werden... (Siehe mein Tipp über den Orto Botanico)
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Liebe Ursula,
da hat Zaubernuss aber einen sehr schönen Bericht gezaubert :-))
LG Rolf -
... und mit diesem Reisebericht kann ich darauf verzichten, mir einen Reiseführer zu kaufen. "Die Plätze breiten ihre Arme aus, empfangen jeden...", ein wirklich zutreffender Satz für diese schöne Stadt. VG Anne Do., die Padua leider nur von kürzeren Tagesausflügen kennt.
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Kultur - kultur tour
gesehen hab ich jetzt Padua dank Zaubernuß. Wo gehts weiter?
LG Moni
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Liebe Ursula! Vorhin erst entdeckt und natürlich sofort gelesen.... da konnte ich einfach nicht wiederstehen. Mit Dir durch Padua zu wandern und die Stadt mit ihren so überaus zahlreichen Sehenswürdigkeiten mit Deinen Augen zu betrachten, das ist ein Highlight. Wie AnneDo. hier schon in ihrem Kommentar bemerkt hat.... da braucht man keinen Reiseführer mehr zu kaufen. Das ist wieder einmal Werbung für eine italienische Stadt wie man sie nicht besser gestalten kann. Ich gehöre leider auch zu denen, die Padua nur von Kurzbesuchen kennt. Aber das wird sich nun bald mal ändern!! Danke Dir!!
LG Ursula -
Kompetent, gespickt mit prima Informationen aber auch eigenen Erfahrungen und schönen Bildern - da hast du wieder einen klasse Reisebericht hingelegt und für ein Sternchen auf meinem Merkzettel gesorgt (wäre sonst nie auf die Idee gekommen, in Padua die Reise zu unterbrechen).
Grazie mille - Ildiko -
Ich gehöre auch zu denen die "Padua gestern" kennen. Höchste Zeit wieder einmal hinzufahren um das "Padua heute" zu genießen.
Danke für diesen einladenden Bericht!
LG Christina -
@ alle: Ich danke Euch für Eure tollen Bewertungen und Kommentare!
LG: Ursula -
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Padua steht jetzt, nach Deinem anregenden Bericht, auch auf meiner to-do-Liste. Diese Ecke Italiens wollte ich eh bereisen. Danke für die vielen Hinweise.
LG Erika -
Ein schöner Bericht, habe ich gerne gelesen. Irgendwann muss ich auch mal nach Padua, schon mein Grossvater hat davon geschwärmt.
LG, Herbert -
Das ist das Schöne hier in der Geo-RC. Durch die vielen tollen Tipps und Reiseberichte gehen einem die Ziele nie aus. Danke, Ursula.
Liebe Grüße
Anne -
Geschrieben mit Liebe zu Land und Leuten. Untermauert mit nützlichen Informationen aber auch eigenen Erfahrungen. Ein schöner Reisebericht, der mir vor Augen führt wie fremd mir zu Teil die Länder auf dem eingenen Kontinent sind.
Grüsse -
...." Die Plätze breiten ihre Arme aus, empfangen jeden, der sich hier dem Leben einer stolz gebliebenen Stadt ..." , dieser Satz gefällt mir sehr gut, so oft habe ich gedacht - Plätze haben etwas Besonderes - Dein Satz ist einfach treffend. So wie Du die Stadt Padua beschrieben hast, breitet sie auch ihre Arme aus und empfängt jeden der durch die Gassen "pflügt". Deine Wortspielereien sind gut. Oftmals sind es ja nicht die weltbekannten Touristenziele, sondern die etwas unbekannteren Orte, die ein individuelles Bild, eine ganz eigene Inspiration vermitteln, es lohnt sich immer dort einmal Station zu machen. Padua kenne ich auch noch nicht und sollte es sich ergben, werde ich sicherlich dort mehr als ein paar Stunden verbringen - danke für Deinen kompetenten Hinweis, Ursula .... Gruss Inge
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Ein interessanter, schöner Bericht und wieder mal ein toller Tipp für eine Städtereise.
L.G. Schalimara -
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Padua - leider oft übersehen, doch immer wieder eine Reise wert. Schöner Bericht. LG Christa
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Liebe Ursula, danke für den schönen Reisebericht und die tollen Fotos. Wir haben auch von Venedig aus mal einen Tagesausflug nach Padua gemacht, der sich wirklich gelohnt hat. Lg Hans-Georg
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Liebe Ursula,
vielen Dank für den schönen und sehr persönlichen Reisebericht!
Liebe Grüße
Andrea -
...danke, dass Ihr an Padua und an meinem Reisebericht Gefallen gefunden habt.
Liebe Grüsse: Ursula
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