Mit dem Schiff am Nil entlang von Luxor bis nach Aswan (Assuan)

Reisebericht

Mit dem Schiff am Nil entlang von Luxor bis nach Aswan (Assuan)

Reisebericht: Mit dem Schiff am Nil entlang von Luxor bis nach Aswan (Assuan)

Eine 2-wöchige Reise mit dem Schiff auf dem Nil entlang von Luxor bis Aswan (Assuan) und dann auf dem Nasser See bis Abu Simbel. Die Reise fand statt vom 07. - 21. April 2011. Ägypten hatte sich nach der Revolution langsam beruhigt. Der Ausfall der Einnahmen von den Touristen machte sich deutlich bemerkbar. Auf dem Schiff nach Abu Simbel, waren wir nur 8 Passagiere, wo sonst 160 Platz haten.

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Teil 1: Von Luxor nach Aswan (Assuan)

07.04.2011 – Donnerstag
Endlich! Heute um 6:00 früh fahren wir mit dem Taxi zum Flughafen Dresden, um den Flieger in den Urlaub zu nehmen. Doch zuvor haben wir die beiden Jungs am Mittwoch in ihre Ferien gebracht. Chip und Chap (unsere beiden Labradore) wurden in eine neue Hunde Pension in der Nähe von Röhrsdorf ca. 32km von Radebeul entfernt. Wir hoffen, diese Pension ist für die beiden besser geeignet, den beim letzten Mal bekamen wir den einen krank wieder und es ist uns wichtig, daß sie es auch gut haben in den zwei Wochen wo wir weg sind. Leider können wir sie nicht mitnehmen. In dieser Pension sind sie zusammen und haben ein Zimmer mit Waldblick und sollte es kalt werden, wird die Heizung gegen Entgelt aufgedreht. Wir haben ein gutes Gefühl dabei,
So, nun zu uns. Diese Reise nach Ägypten hatten wir im letzten Oktober bei Phönix gebucht. Es waren 14 Tage auf dem Nil und Nasser See. Als die Unruhen im Januar losgehen, haben wir befürchtet es wird vielleicht doch nichts damit. Im März haben wir beim Reisebüro nachgefragt und es war soweit alles wieder OKI. Die Lage hatte sich deutlich verbessert und Reisen wurden wieder angeboten. Wir freuten uns auf ein neues Abenteuer und es war auch die erste richtige Reise, seit wir das Haus bauten.
Es ging um 3:45 los. Der Wecker brachte die kurze Nacht zu Ende. Um 4:30 stand dann das Taxi vor dem Tor und wir fuhren los.
Pünktlich um 6:20 ging es mit Air Berlin ab Dresden zuerst nach Nürnberg und um 8:50 ab Nürnberg dann wieder mit Air Berlin AB3160 nach Luxor. Die Flugzeit betrug ca. 4,5 Stunden. Service an Bord war OK. Es gab ein Sandwich und reichlich zu trinken. Man konnte auch eine Mahlzeit kaufen, aber wir hatten gut gefrühstückt und das Sandwich reichte uns. Wir hatten gute Sitzplätze und saßen ab Nürnberg in Reihe 11, was am Notausgang war. Wir beide hatten genügend Beinfreiheit was sehr angenehm war. Der Flug selber war ruhig und entspannt. In wenigen Stunden würde ich die vielen Bücher über Ranses II von Christian Jacq, Amenophis III, Echnaton und Tutenchamun in eine gewisse Wirklichkeit erfahren.
Um 13:15 kommen wir in Luxor an. Die Zeit ist gleich wie in Deutschland. Die Temperatur ist 29°C. In Dresden waren es 15°C.
Die Passkontrolle war auch sehr entspannt. Die Touristen werden bzgl ihrer Reisgesellschaft an Schalter eingereiht, bekommen den Visa im Pass und können zur richtigen Passkontrolle gehen. Vorher nutzen wir die Umtausch Möglichkeit. Hier erleben wir schon die arabische Mentalität. Es sind 3-4 Schalter und jeder feilscht um jeden Kunden. Wir tauschen €150 und bekommen 1250LE. Wir holen dann die Koffer und begeben uns nach draußen, wo wir von Phönix Mitarbeitern auf unser Schiff zugewiesen werden. Es ist ab Luxor die MS Jaz Minerva. Es sind zwei weitere Touristen mit an Bord die über Phönix gebucht haben und mit den beiden werden wir später noch lustige Stunden verbringen.
Um 14:14 geht es dann im Bus weiter. Am Nil in Luxor angekommen, werden unsere Koffer ausgeladen und auf das Schiff gebracht. Wir folgen die Matrosen und am Kai bekommen wir erst einen kleinen Schreck, Das erste Schiff (eher Kahn) ist die MS Regent und sieht aus, als ob er seine letzte Reise im letzten Jahrhundert gemacht hat. Er ist völlig ausgekernt und deutlich in einem Wartungszustand. Ich frage einen der Matrosen, aber er winkt gleich ab und sagt mir „No, no sir. Number five ship! Don’t worry I will show you.“ Jetzt ist es uns klar. Die Schiffe stehen alle dicht an dicht aufgereiht nebeneinander und die MS Jaz Minerva ist das Schiff Nummer fünf. Insgesamt liegen sieben Schiffe nebeneinander und davon sind es an diesem Kai etliche solche zusammengetaute Schiffe. Alle warten nun darauf mit Touristen gefüllt zu werden.
Während wir auf unsere Zimmer warten, können wir unten im Restaurant unser Mittagsessen zu uns nehmen. Da wir uns nicht sicher sind mit dem Essen, gehen wir nach dem Prinzip „Peel it, Cook it or Leave it“. Wir essen keine Salate und unsere Getränke nehmen wir ohne Eis. Wir gehen kein Risiko ein.
Nach dem Mittagessen, lernen wir unseren Reiseführer kennen. Er heißt Fathi und spricht gut Deutsch. Fathi gibt uns das Programm für die ersten vier Tage.
Der Nachmittag ist frei und wir wollen alleine was unternehmen. Das Schiff liegt direkt gegenüber der Tempelanlage von Luxor. Dies erweist sich als schwieriges Unterfangen, den schon an den ersten Treppen werden wir von Händlern erwatet und es kommen noch mehr dazu. Wir bekommen alles angeboten, von Zeitungen von gestern in Deutsch, bis zu Tüchern, Kutschenfahrten, die bei einer halben Stunde für uns beide beginnen für 1€ und Felukenfahrten am Nil entlang. Wir müssen uns mit Händen und Füssen wehren und entschließen wieder auf dem Schiff zurückzukehren. Selbst einen Händler vorgaukeln, dass unser Programm gleich anfängt nützt nichts. Er ist über den Ablauf der Touristen genau informiert und erklärt uns, dass dies erst um 20:30 losgeht.

08.04.2011 – Freitag
Der Wecker ging um 6:30 los. Die erste Nacht auf der MS Jaz Minerva ist vorbei und wir haben gut geschlafen. Frühstück gibt’s um 7:00 unten im Restaurant. Über Nacht haben zwei weitere Schiffe neben uns abgelegt, denn wir können auf den Nil schauen. Das Restaurant ist unter der Wasserlinie. Die Sonne scheint und es werden heute so 30°C werden. Nach dem Frühstück gehen wir von Bord und werden per Bus nach Karnak gebracht. Karnak ist unser erster Ausflug.
Ein schöner Tempel ca. 15 Minuten von Luxor entfernt mit tollen Bauten, die rund 3000 Jahre vor Christus datiert. Wir verbringen ca. 1 Stunde in Karnak und fahren dann mit dem Bus wieder zurück nach Luxor. Das 2. Ziel ist dann der Luxor Tempel. Unterwegs sind viele Polizisten und auch Panzer in der Stadt zu sehen. Im Tempel von Luxor verbringen wir etwas mehr als eine Stunde. Sie ist im ähnlichen Stil, aber nicht so prächtig wie Karnak. Die Statuen sind teilweise genau so groß aber dafür zum Teil schöner. Wir fahren nach dem Besuch des Luxor Tempels mit dem Bus zurück zum Schiff und bekommen einen Anblick der Innenstadt von Luxor.
Nach dem Mittagsessen, legt das Schiff dann um 13:30 ab in Richtung Edfu. Es geht nun den Nil aufwärts und wir bekommen einen Blick auf das Leben entlang des Nils und wie die Ägypter leben.
Wir kommen gegen 18:00 bei den Schleusen von Esna an. Obwohl wir unterwegs einige andere Schiffe überholen konnten, scheint uns das keinen Vorteil gebracht zu haben. Wir müssen lange warten und passieren so gegen 21:50 die Schleusen. Wir beobachten das so gut es geht, da es schnell dunkel wird und erleben noch die vielen kleinen Boote der Händler, die längsseits kommen und ihre Ware uns hochwerfen. Die meisten Sachen fliegen dann prompt wieder zurück.
Wir ziehen uns zurück. Ich werde noch mitten in der Nacht wach, denn das Schiff fährt wieder. Es ist 3:40 und hätten längst in Edfu sein müssen. Ich schlafe wieder ein.

09.04.2011 – Samstag
So gegen 6:00 werden wir wach. Die Sonne strahlt in die Kabine und wir fahren immer noch. Um 7:00 geht der Weckruf und wir frühstücken. Endlich um 7:30 kommen wir in Edfu an. Das Programm geht dann um 8:00 gleich weiter, wir haben so gesehen keine Zeit verloren. Heut geht es zum Horus Tempel von Edfu. Wir werden alle mit Pferdekutschen abgeholt, die draußen am Kai schon geduldig warten. Unsere Kutsche hat die Nummer 104 und die müssen wir auch am Ende der Besichtigung wieder nehmen. Die Pferde machen alle einen armseligen Eindruck und man sieht bei allen die Rippen durch. Die Kutschen sind zum Teil sehr lustig gemacht, aber keines davon würde glaube TÜV erhalten. Die Fahrt durch Edfu beeindruckt, denn man erlebt das tägliche Leben so fast Hautnah. Die Strassen sind alle total verstaubt und irgendwie haben die Leute auch hier ihren tagtäglichen Ablauf, der sicherlich rauer ist, als wir es uns vorstellen können.
Der Horus Tempel ist ähnlich den anderen aber jünger. Ca. 280 Jahre vor Christus angelegt und hat Griechische Züge. Er brauchte 150 Jahre bis er vollendet wurde. Der Tempel ist sehr reich verziert und vollständig mit Hyrogly
Aphen belegt. Was muss das für ein Aufwand gewesen sein, dies alles zu erstellen.
Um 10:15 machen wir uns auf den Weg zurück und müssen wie üblich durch die Reihe der vielen Souvenirhändler durch. Wir lassen uns überreden Tücher für die Kinder zu kaufen und wir schaffen es uns auf einen Preis zu einigen, aber damit ist es noch nicht abgeschlossen. Der Händler will noch tauschen und fragt nach meiner Uhr, Kugelschreiber oder mein Baseball Kappe. Hier bereue ich es, meinen Vorsatz viele Kugelschreiber nicht mitgenommen zu haben, denn jetzt könnte ich eine gute Tat vollbringen. Gabi bekommt zu den 3 Tüchern eins umsonst. Mit Mühe können wir uns trennen und nun suchen wir unsere Kutsche. Hier stehe hunderte von Kutschen. Aber zum Glück findet er uns. Einen Jungen den wir beauftragen unser Kutsche zu finde, will trotzdem er es nicht geschafft hat seine 2€ haben.
Um 11:00 legt das Schiff dann in Richtung Kom Ombo ab. Hier kommen wir gegen 16:30 an und um 17:00 ist die Besichtigung des Tempels, der ebenfalls vom Schiff gesehen werden kann. Der Tempel gilt als Doppeltempel der Götter Sobek und Horus und stammt aus der Jahre 290 v. Chr. Auch hier sind römische und griechische Einflüsse zu sehen. Der Tempel ist aufgeteilt in eine linke Hälfte für den Krokodilgott Sobek und eine rechte Hälfte für Horus, den Falkengott. Die Führung dauert 1 Stunde. Das An- und Absetzen des Schiffes ist fast sehenswerter als der Tempel selbst, weil hier gleichzeitig aus Richtung Aswan und Luxor Schiffe anlegen wollen. Sie schaffen es alle ohne große Probleme. Es ist interessant zu sehen, wie die Bordbesatzung ihre Arbeit routinemäßig umsetzt. Alle tragen die gleichen Matrosenähnlichen Anzüge, haben dafür Schlappen oder Sandalen an und keine Handschuhe und die verschiedenen Taue zu halten. Das wäre in Deutschland undenkbar. Auch das Beten wird nach Sonnenuntergang vorne am Bug auf Teppichen in Richtung Mekka ausgeübt.
Heute Abend gibt es eine so genannte Galabia Abend. Das ist die traditionelle Kleidung der Ägypter und typisch ägyptisches Essen. Es gibt dann eine Tombola und Spiele werden für die Touristen veranstaltet. Eines davon ist seinen Partner so schnell wie möglich und originell als Mumie mit Toilettenpapier einzuwickeln.
Um 22:00 erreichen wir Aswan, die vorerst letzte Station des ersten von vier Teilen unserer Reise.

10.04.2011 – Sonntag
Weckruf wieder um 6:00 und nach dem Frühstück haben wir drei Termine am Vormittag. Zuerst geht es mit dem Bus zu einem Steinbruch, wo ein unvollendeter Obelisk angeschaut werden kann. Wir fahren durch die Straßen von Aswan und die Stadt macht einen etwas sauberen Eindruck als Luxor oder Edfu. Wir fahren an einer großen koptischen Kathedrale vorbei und gleich neben an eine kleine Moschee. Auch hier stehen an fast jeder Ecke Panzer und Soldaten. Der Steinbruch liegt direkt neben einem Fatimidischen Friedhof. Wir schauen uns den Obelisken an und es ist kaum vorstellbar, wie die Ägypter es schafften diese 40m langen Steine in einem Stück herausgehauen haben und dann noch von hier zu den Tempelanlagen transportierten. Zumindest ist hier weit und breit kein Zugang zum Nil zu sehen. Diese Obelisk ist an drei Stellen schon herausgehauen und es fehlte nur noch die unterstelle. Leider war er an drei Stellen schon angerissen und das Vorhaben daher gestoppt worden. Der Obelisk muss so an die 1000 Tonnen gewogen haben. Die Gegend um Aswan ist sehr felsig, karg und trocken. Als nächsten Stopp geht es nun zum Tempel von Phillae. Der Tempel liegt auf einer Insel und wurde dort wegen den Stauseefluten hoch verlegt. Er stammt aus dem 2 Jahrhundert v. Chr. Wir werden mit einem Boot dort hingebracht. Auch dieser Tempel hat klare und sichtbare griechisch-römische Einflüsse und ist einer der letzten Tempel, wo ägyptische Hyroglyphen eingemeißelt wurden. Auch hier sind viele der Bildnisse nachträglich zerstört worden, angeblich durch christliche Gläubiger. Man kann aber die Umrisse sehr gut erkennen, aber keine Gesichtszüge.
Danach fahren wir mit dem Boot wieder zurück. Lustig dabei, dass unser Bootsführer seine Galabia an hat und dazu noch die Fingernägel Orange angemalt hat.
Wieder an Land müssen wir wieder durch die zahlreichen Händler durchdrängeln. Ein Händler ist dabei, der wieder alle seine Armbände gegen Kugelschreiber eintauschen will. Er begleitet uns zum Platz, wo die ganzen Buden der Souvenirverkäufer stehen und plötzlich entwickelt sich ein lautstarker Streit zwischen diesen Ägypter mit seinen Armbändern und einem anderen. Es wird immer lauter und wir stehen mitten drin. Plötzlich hört der ältere Ägypter kurz auf, zieht seine Zahnprothese aus dem Mund, steckt sie in seine Galabia und legt jetzt richtig los mit Schimpftiraden gegenüber dem anderen. Sie brüllen sich nur noch an und die Tourist Polizei erscheint, aber ohne einzugreifen. Andere Händler drängen den Kollegen weg und man hört ihn immer noch in den Geschäften hinter dem älteren Ägypter herschimpfen. Wir ziehen uns dezent in den wartenden Bus zurück.
Nun geht es zum Staudamm von Aswan. Von den Russen damals zwischen 1960-1971 erbaut. Er ist 111m hoch, 3830m lang und an der Basis 980m breit. Es ist der 2. Damm nachdem die Engländer einen ersten Damm von 1898-1921 erbauten. Auch hier stehen überall schwere Panzer und Soldaten, da es ein strategisch wichtiger Bau ist. Ich empfinde hier nichts besonders daran, obwohl sich in südlicher Richtung der Nasser See ausbreitet. Zwar können mit dem Aswan Staudamm wertvolle Energie gewonnen werden, dafür mussten auch wertvolle Tempelanlagen verlegt und es sind auch welche in den Fluten untergegangen. Zusätzlich leider der Nil durch das Zurückhalten wertvoller Sedimente, die vom Staudamm aufgehalten werden. Nach einem kurzen Halt am Staudamm geht es zurück in die Stadt. Wir besuchen eines der zahlreichen Parfümerien, die es in Aswan gibt. Ein innen schöner aber einfacher Laden. Wir bekommen die verschiedenen Essenzen erklärt. Alle Frauen und Mädchen tragen Kopftuch und Galabia, nur die ältere Dame an der Kasse ist ohne und etwas westlicher gekleidet. Beim Aussuchen der Parfüms übernehmen dann Männer diese Aufgabe. Wirt kaufen 3 Parfüms und bekommen eins dazu umsonst und bezahlen für alles €117. Dafür würden wir in Deutschland ein Parfüm bekommen. Wir fahren dann danach wieder zurück zum Schiff und nehmen dort das Mittagessen ein. Wir haben danach eine Pause bis 16:30, wo wir dann Souk besuchen werden. Zuvor machen wir einen Halt am schönen Ferial Garten. Hier sieht man schöne Bäume, verschiedene farbige Malven und haben eine schöne Sicht auf den Nil und die Elephantine Insel. Auch verträumte junge Paare sind im Park verteilt. Die Mädchen alle mit Kopftuch und die Jungs verstohlen und leicht unsicher.
Anschließend besuchen wir eine Moschee, deren Name ich leider nicht mit bekomme. Sie ist auf einen Hügel gebaut und von außen schön und innen sehr schlicht. Man hat einen schönen Blick von hier auf Aswan auf die dicht bebauten Häuser, aber als schön und geordnet sind sie nicht einzustufen – da kommt wohl das Deutsche in mir durch! Alle Häuser machen den Eindruck, als ob sie noch nicht fertig bebaut sind. Sie sind meist 2-oder 3-stöckig und die obere Etage ist schon in Vorbereitung für eine etwaige weiter Etage. In der Moschee müssen die Frauen nur ihre Schultern bedecken, nicht aber den Kopf. Auch die Männer müssen keine langen Übermäntel anziehen, so wie ich es in Singapore erlebt habe, als ich dort auch knielange Hosen anhatte.
Nach der Besichtigung der Moschee geht es zur „Sharia-as-Souq“ von Aswan. Wir gehen zuerst in einem schönen Gewürzladen und kaufen ein paar Gewürze. Hier gibt es auch Viagra in natürlicher Form, was immer das sein mag. Es ist wirklich witzig, dass Viagra überall angezeigt wird. Zweitens spricht wirklich jeder genügend Deutsch, um dir das Geld aus der Tasche zu ziehen.
Als nächstes schaffe ich es ein paar typische Souvenirs zu kaufen. Wir laufen dann den Souq runter bis zum Bahnhof und müssen uns alle paar Meter gegenüber den zahlreichen Händlern wehren. Ich denke, wenn sie den Touristen zeit lassen würden auch in Ruhe zu schauen, würden mehr Touristen auch mehr kaufen.
Wir treffen uns mit unserem Führer in einem Kaffee, dem Nasser Cafe. Das würde ich zwar nicht als Cafe bezeichnen. Alle bestellen Kaffee, Malven- oder Kräutertee. Ich bleibe bei der Cola aus der Flasche. Selbst hier lässt uns der Inhaber des Cafes nicht in Ruhe und will wissen, ob wir Euromünzen in Euroscheine wechseln können.
Der Abend wird mit dem obligatorischen Abendessen und einer Nubischen Tanzvorführung abgeschlossen. Damit sind auch die ersten vier Tage des Programms abgeschlossen und morgen geht der zweite Teil auf dem Nasser See los.


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Kommentare

  • Blula

    Diesen guten Bericht habe ich, die ich vor der Revulotion zweimal in Ägypten war, mit großem Interesse gelesen. Beide Male war ich nicht mit dem Schiff unterwegs, hatte mir das aber auch immer noch mal vorgenommen. Mal sehen, ob das noch einmal zustande kommen wird. Ich bin begeistert von Ägypten, seiner Kultur und Geschichte.
    LG Ursula

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