Tasmanien Teil 2 - Cradle Mountain Trek

Reisebericht

Tasmanien Teil 2 - Cradle Mountain Trek

Reisebericht: Tasmanien Teil 2 - Cradle Mountain Trek

Nach der „Bay of fire“ zum Cradle Mountain
Unterwegs zwischen dem zackigen Gipfel des Cradle Mountain über den stillen Wassern des Dove Lake.

„Der Overland Track gilt als Australiens schönste Trekkingroute...“ hieß es in einem Hochglanzmagazin, das mir unter die Finger kam. Kein Thema - da müssen wir hin!

Nach der „Bay of fire“ zum Cradle Mountain

Susanne und Stefan Senft - am...

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Man kann sich die mühsame Anreise nach Tasmanien von Zentraleuropa aus ja durchaus vorstellen, aber was einen erwartet, entschädigt für tagelanges Sitzen in Flugzeugen und Flughäfen. Das beeindruckende Wildnisgebiet ist Bestandteil der Tasmanian Wilderness World Heritage Area, das als Weltnaturerbe geschützt ist.

Ausgangspunkt des weltberühmten 65km langen Overland Tracks im Cradle Mountain Lake St. Clair Nationalpark ist Launcesten, von wo wir durch die malerische Landschaft von Delroraine und Sheffield in das Cradle Valley gebracht wurden. Hier begann unser sechstägiges Trekking am Fuße des Cradle Mountian. Im tasmanischen „Nirgendwo“ starten wir unsere Wanderung an einem Denkmal eines gebürtigen Österreichers: Gustav Weindorfer setzte sich bereits 1922 für die Bewahrung dieser unberührten Landschaft ein, dank seiner Bemühungen wurde schließlich der Nationalpark gegründet. Und nun waren wieder zwei Österreicher unterwegs durch die tasmanische Wildnis.

Als erfahrene Trekking-Urlauber stand meine Frau und ich mit besten Equipment vor unserer Wanderung am anderen Ende der Welt. Die weiteren Mitreisenden: Ein Australisches Pärchen - er eine Riese und immerhin Olympia Goldmedailien Gewinner im Basektball mit dem Australischen Nationalteam - und ein Amerikanische B747 Cargo Pilot samt thailändischer Gattin, natürlich eine ehemalige Flugbegleiterin. Eine gesellige Truppe machte sich auf den Weg durch die faszinierende Landschaft Tasmaniens. Mit dabei die beiden wichtigsten Personen der nächsten Tage: Unsere beiden Trekkingguides. Motivierte junge Stundenten, die uns die kommenden Tage einen unvergeßlichen Aufenthalt bieten sollten. Einer der beiden ging jeweils voraus um die Lodges für die Nächtigung vorzubereiten. Der Zweite blieb bei der Gruppe und versorgte uns mit Snacks. Das Mittagessen - durchwegs Lunchpakete - trug jeder bei sich.

Die täglichen Wanderungen von rund sechs Stunden von Hütte zu Hütte sind für geübte Trekking-Urlauber ohne Probleme zu bewältigen, eine gewisse Grundfitness sollte aber vorausgesetzt werden. Bei Komplikationen oder Unfällen wird per Funk Hilfe per Hubschrauber geholt, was uns Sorgenfrei und unbeschwert die grandiose Landschaft genießen läßt. Die Unterkünfte mit Holzhütten-Charakter sind gut ausgestattet und alle Zimmern sind mit vollwertigen Betten versehen. Unser vor marschierter Guide zauberte jeden Abend ein vorzügliches Abendessen, zu dem es auch Wein und andere Getränke gab. Mit Gesellschaftsspielen und ein wenig lesen verbrachten wir die Abendstunden, ganz ohne TV, Radio, Laptop oder anderem Multimedia-Schnickschnack.

Nach dem Frühstück wurde die Hütte wieder auf Vordermann gebracht um für die nachfolgenden Gäste ebenfalls einen netten Aufenthalt zu garantieren. Alle Herbergen werden mit mittels Hubschrauber Lieferungen bestens versorgt. Übrigens: Schönes Wetter ist im Süden und Westen Tasmaniens ein seltenes Gut, an die entsprechende Kleidung sollte gedacht werden. Wir hatten durchwegs Wetterglück und unsere erprobten Bergschuhe ermöglichten uns schmerzfreie Wanderungen, im Gegensatz zu unseren Mitreisenden. Neben der exotischen Pflanzenwelt zwischen Pandani und Eukaliptuswäldern sprangen uns auch zahlreiche Tiere vor die Linse, wie die kleinen Wallaby Kuscheltiere.

Erschöpft und zufrieden verlassen wir die mystische und urwüchsige Wildnis Tasmaniens, womöglich mit den selben unvergeßlichen Bildern im Kopf, wie Gustav Weindorfer vor knapp 90 Jahren.



Cradle Mountain Trek


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Kommentare

  • kassa

    Vielen Dank für den tollen Bericht und die schönen Fotos. Ich kann die EIndrücke nur bestätigen, war im Winter 2011 in Tasmanien und war auch in den Cradle Mountain unterwegs.
    LG Kerstin

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