Reisebericht

Reisebericht: Kolumbien, noch ein weißer Fleck auf der touristischen Landkarte?

 
 
 
 
 
Reisebericht: Kolumbien,  noch ein weißer Fleck auf der touristischen Landkarte?

Nicht mehr so ganz, denn der weiße Fleck wird allmählich farbiger und genau deshalb ist es ja interessant ein in Europa noch etwas unbekannteres Urlaubsziel, das „Tor zum südamerikanischen Kontinent“, zu besuchen.

 
 
 
 
 

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Normalerweise landet man in Bogota, der 8 ½ Millionen Menschen zählenden Hauptstadt in luftiger Höhe. Hier beginnt allerdings die Schwierigkeit in die Stadt zu gelangen, denn lange Zeit noch wird die Großbaustelle für den Transmilenio-Bus mit einer eigenen erhöhten Fahrspur den Verkehrsfluss, vor allem zum Flughafen hin, gewaltig beeinträchtigen. Wenn man nicht den öffentlichen Bus nehmen möchte, der mindestens 1 Stunde in die Stadt benötigt und in dem es mit viel Gepäck ohnehin problematisch ist, bleibt nur die Möglichkeit per Taxi zu fahren, es sei denn, man wird abgeholt, das ist die beste Lösung.

Für ein Taxi kann ein Beleg erstellt werden mit dem vorausbestimmten Preis (ein kleiner Schalter draußen rechts neben dem Flughafenausgang), was aber noch lange nicht heißt, dass der Taxifahrer am Ziel nicht noch Gründe ins Feld führt, weshalb der Preis seiner Meinung nach um einiges höher liegen muss (z.B. Gepäck). Taxifahrten bleiben ein Problem, weil man immer wieder einmal versucht Touristen in Unkenntnis der Verhältnisse kräftig hereinzulegen. Ziele in der Stadt kennt der Taxifahrer angeblich nicht und fährt kreuz und quer, da nützen auch die Preistabellen an der Rückseite des Beifahrersitzes nichts. Oder bereiten sogar dem Ortskundigen die durchnummerierten Calles, Carreras, Transversalen und Diagonalen ohne weitere Namen tatsächlich Probleme?
Von den anderen Flughäfen in die Innenstädte werden, wenn der Taxischalter nicht vorhanden ist, hohe Preise verlangt und als Tourist mit keinen oder geringen Spanischkenntnissen ist man eben ausgeliefert. Aber alles bleibt trotz alledem bezahlbar. Selbstverständlich gibt es auch viele ehrliche Taxifahrer, das soll hier nicht unerwähnt bleiben.
Apropos Sprachkenntnisse: Englisch ist wenig verbreitet, ein zumindest rudimentäres Spanisch ist sehr hilfreich.

Bisher gab es gemäß der Schilderungen eher Gründe Kolumbien als weißen Flecken auf der Landkarte zu belassen und das könnte es für Reisende auch bleiben, wenn man wirklich nur Bogota besichtigen möchte und sich dabei dann auch noch permanent gutes Wetter erhofft. Da wird man nämlich sehr enttäuscht sein, denn die Stadt liegt mehr als 2600 m hoch, die Berge rundherum sind noch einige hundert bis fast tausend Meter höher und was will man denn da erwarten als eine Durchschnittstemperatur von noch nicht einmal 14°C? Neben dem T-Shirt braucht man sowohl die Jacke und eher noch Wärmeres, und zumindest auch einen Schirm – die Einwohner/innen machen es uns vor, wenn sie nach draußen gehen.
Aber natürlich hat Bogota mehr zu bieten als einen vielleicht nervigen Dauer-Wetter-Mix: Der Hauptplatz ist die Plaza Bolivar, um die sich die bedeutenden öffentlichen Gebäude gruppieren, allen voran die Kathedrale. Da Kolumbien ein sehr katholisches Land ist und von 3 Orden geprägt wurde, gibt es folglich auch viele andere große und kleinere Kirchen, gut und weniger gut erhaltene, prächtige und einfache.
Kultur ist den Kolumbianern und –innen wichtig und das heißt, dass man ebenfalls einige Theater vorfindet. Das allererste Stadtviertel Bogotas, La Candelaria, in dem folglich auch ein Theater existiert, wurde in weiten Bereichen herausgeputzt und seine urigen engen Gassen mit den bunten Häusern sind einige Fotos wert. Nicht vergessen darf man den Besuch im berühmten Goldmuseum mit seinen fast 40000 Exponaten aus präkolumbianischer Zeit.
Einen fantastischen Blick über das Häusermeer hat man vom Berg Monserrate (3150m) aus, den eine Kirche und Wallfahrtsstätte krönen (Santuario de Monserrate), in der Pilger auch in deutscher Sprache auf einer Leuchttafel willkommen geheißen werden. Man gelangt dorthin mit der Seil- oder Zahnradbahn. Manche Bereiche der Stadt werden von oben betraachtet sonnenbeschienen sein, andere wolkenverhangen, ein typisches und interessantes Bild. Auf einem noch höheren Nachbarberg thront die Senora von Guadeloupe über der Stadt. Manchmal sollte sie besser über die Touristen wachen, die von geschickten Taschendieben erleichtert werden könnten. Achtgeben auf die „sieben Sachen“ ist also angesagt, aber von der ehemaligen „Mordhauptstadt“ ist nichts mehr zu spüren, denn dank der neuen Regierung und der Polizeipräsenz sind Gewalttaten allerorten stark zurückgegangen.



Ein Tagesausflug nach Zipaquira darf keinesfalls versäumt werden, denn dort gibt es eines der absoluten Kolumbien-Highlights: die größte unterirdische Salzkathedrale der Welt, erbaut von sehr frommen Bergleuten mit Unterstützung deutscher Ingenieure. Am Wochenende fährt ein Zug dorthin, ansonsten kann man, will man die vermaledeiten Taxis meiden oder auch nicht mit einer Gruppe reisen, sehr bequem mit den Transmilenio-Bussen zum Portal del Norte gelangen und dort einfach auf die andere Seite desselben Bussteigs wechseln, wo die Busse nach Zipaquira halten, was auch oben klein über dem Bahnsteig zu lesen ist, aber ebenfalls ausgerufen wird. Meistens stehen sie schon da und man kann gleich einsteigen. Der Fahrpreis für beide Busse ist niedrig. Am besten sagt man dem „Schaffner“, dass man zur Salzkathedrale möchte und dann hält er an der richtigen Stelle im Zentrum. Von dort aus begibt man sich bergauf zum Marktplatz mit Kirche, lässt diese rechts liegen und geht weiter nach oben, aber nicht ganz bis zum Ortsende, sondern biegt links ab, wo die Straße zunächst bergab und dann wieder bergauf führt, das ist die Carrera 6 (da die Straßen auch hier nummeriert sind, können keine weiteren Angaben gemacht werden). In der Ferne (ca. 300/400m) gewahrt man eine sattgrüne parkähnliche Anlage am Hang und dort beginnt der Aufstieg immer dem weißen Streifen in der Mitte der Treppe und auf dem Pfad nach. Oben ist der Ticketschalter etwa 100 m weiter rechts. Die Preise für Kinder und Senioren sind günstiger. Das billigste Ticket bezieht sich auf den Eintritt und schließt die Filmvorführung im Salzbergwerk mit ein. Es gibt sehr engagiert gestaltete Führungen in Spanisch, Portugiesisch und Englisch, die im Ticketpreis enthalten sind. Der Führer geleitet seine kleine Gruppe („Ihr seid das Salz der Erde“) mit vielen Erklärungen über den Kreuzweg bis zur Hauptkapelle -alle neuen Anlagen unterhalb der ehemaligen mittlerweile jedoch einsturzgefährdeten Kathedrale erreichtet-und danach können sich die Besucher/innen allein auf den Rückweg begeben, also auch in Ruhe fotografieren. Die Objekte werden verschiedenfarbig angestrahlt, was vielleicht ein wenig kitschig sein mag, aber sie dennoch gut in Szene setzt. Der Film, der im Zentrum gezeigt wird, schildert, wenn auch mit möglicherweise albern anmutenden Figuren, gut die technischen Baudetails.
Zipaquira hat nicht nur die Salzkathedrale zu bieten, sondern in seiner Nähe sind auch die ältesten archäologischen Funde des Landes gemacht worden; der Ort gilt zudem als Hauptstätte der Unabhängigkeit. Die Kolonialhäuser um den Marktplatz und an der Hauptstraße wurden im alten Stil hergerichtet.



 
 
 
 
 

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Bogota und Zipaquira sollten nicht die einzigen Ziele einer Kolumbienreise sein. Von der Hauptstadt aus werden preisgünstig die anderen Städte angeflogen, z.B. Santa Marta im Norden und Cartagena etwas westlich davon, beides Städte an der karibischen Küste.



 
 
 
 
 

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Mit der erst genannten Stadt, dem einstigen Piraten- und Schmugglernest und überhaupt der ersten dauerhaften Ansiedlung des Landes, verbinden die Kolumbianer/innen Simon Bolivars Sterbeort , aber auch den Ausgangspunkt für Touren in die Sierra Nevada mit den höchsten karibischen schneebedeckten Bergen, dem Pico Bolivar und dem Pico Cristobal Colon, beide etwa 5775m hoch, meistens von Wolken verhüllt und nicht zugänglich, da sie den indigenen Völkern, die in diesem Gebiet noch vereinzelt leben, als heilig gelten, so dass kein anderer diese besteigen darf. In Meeresnähe gibt es den Tayrona Nationalpark mit allen für die Gegend so typischen Waldarten auf kleinstem Raum, also z.B. den Feucht-, den Nebel- oder den Trockenwald. Neben einer Vielzahl von Pflanzen leben hier auch selten gewordene Vogelarten. Natürlich fühlen sich Moskitos wohl, weshalb man sich entsprechend bedeckt kleiden und eincremen sollte. Wer im Park auf einem der Campingplätze in Meeresnähe an bezaubernden Stränden, vielleicht noch in einer Hängematte für einige Tage übernachten möchte, muss wissen, dass das Gebiet als Gelbfieber gefährdet gilt (Denguefieber und Malaria können auch vorkommen) und dass sich nicht alle Schlangen vor den Touristen angstvoll verkriechen (Serum gibt es an verschiedenen Stationen). Die Campingplätze sind bei Abenteurern und Alt- sowie Junghippies beliebt. Dort sind einfachste sanitäre Einrichtungen vorhanden sowie Strandbuden als Restaurants etc. Auch Menschen, die den Luxus vorziehen und dieses Reiseziel als etwas Außergewöhnliches betrachten, kommen auf ihre Kosten, denn sie können am gut zu erreichenden Ausgangspunkt für die weiteren Touren in entsprechenden rustikalen bestens ausgestatteten Hütten in einem Öko-Resort mit allen Annehmlichkeiten übernachten.
Wer sich auf den Weg begibt, der sollte bedenken, dass für das fotogene Endziel, das Cabo San Juan de la Guia, jeweils 2 Stunden Fußmarsch in sehr zügigem Tempo über mindestens mittelschwer zu bezeichnende Pfade bei schwül-warmen Temperaturen zu bewältigen sind, wobei es bergauf und bergab geht über „Stock und Stein“, durch Rinnsale und kleine Bäche. Selbstverständlich ist auf festes Schuhwerk zu achten. Flott muss man deshalb sein, denn wenn man morgens in Santa Marta losfährt, ist man nach etwa 1-1/2 Stunden am Parkeingang (hat man keine Tour gebucht, so kann man zusätzlich 4 km laufen oder aber per Sammeltaxi bis zum Start des Fußmarsches fahren), muss sich zum Startpunkt begeben und im Walking-Tempo losmarschieren. Rechnet man den Aufenthalt am Cabo oder zum Schwimmen in „La Piscina“ (15 Min. vor dem Kap) noch 1 ½ bis 2 Stunden hinzu und kalkuliert für den Rückweg wiederum 2 Stunden ein, so ist man bei Einbruch der Dunkelheit um 18 Uhr wieder im Santa-Marta-Hotel. Da es keine Möglichkeit gibt die Ziele im Park per Fahrzeug anzusteuern, bleibt noch das Pferd als Transportvariante. Die Pferde versorgen auch die Campingplätze. Werden sie zum Reiten gebucht, so sind profunde Kenntnisse Voraussetzung um mit den Tieren die Tour dann schneller zu bewältigen. Warum sollte man sich diesen Naturpark-Stress eigentlich antun? Na, um belohnt zu werden, und zwar mit fantastischen paradiesähnlichen Stränden als jeweilige Zielpunkte verbunden mit einem echten Dschungelfeeling unterwegs!
Im Park leben vereinzelt indigene Völker, es sind meistens die Kogi, die man teilweise auf geführten Touren aufsuchen kann, aber die Wege mit höheren Schwierigkeitsgraden verlangen noch mehr Zeit und Kraft. Auch in der Nähe des Parks gibt es indigene Siedlungen fernab der Hauptroute in wunderschöner Umgebung vorbei an Wasserfällen. Touren dorthin sind noch ein Novum. Manchmal kommt ein/e Indigen/a/o zum Einkaufen in die Stadt, so kann es gelingen diese Menschen auch ohne eigens gebuchte Tour zu sehen und ohne den Eindruck zu haben sie „vorgeführt“ zu bekommen.
Die „Zivilisation“ dagegen bietet Kaffee- und Fruchtplantagen als Besichtigungsorte, wo gern Touristen empfangen werden.



Von Santa Marta aus kann man in etwa 4-5 Stunden nach Cartagena fahren, vorzugweise mit einer Art Sammeltaxi, wobei zugleich ein „Tür-zu-Tür-Service“ angeboten wird, d.h. Abholung vom Hotel und Bringen bis zur Zieladresse mit problemlosem Umsteigen in Baranquilla, einer ansonsten schmucklosen und extrem dreckigen Stadt, trotz zahlreicher deutscher und italienischer Einwanderung. Ein Auto zu mieten ist erheblich teurer und Reiseführer raten davon ab. Den normalen öffentlichen Bus zu besteigen, das ist vermutlich eine Herausforderung, denn zum Beispiel das Umsteigen in der letztgenannten großen Stadt ist aufgrund der dortigen Verhältnisse „nicht ganz ohne“: Barranquilla kann es, seine Slums betreffend, hinsichtlich der Armut und des Drecks/Mülls, absolut mit Indien aufnehmen -es gibt sogar Rikschas-, nur dass die Menschen statt Saris und Co. hier schäbige T-Shirts und zerrissene Jeans tragen.

Cartagena, schon früher reiche und berühmte Hafenstadt, u.a. mit Importmonopol für den Sklavenhandel -auch heute noch leben hier viele Schwarze-, ist dagegen ganz anders: die Stadt ist nicht nur ein beliebter karibischer Urlaubsort mit langen Stränden, sondern neben der alten Festung ist die historische kolonial geprägte Innenstadt ein sehenswertes schmuckes Weltkulturerbe, das deshalb gern von Kreuzfahrtpassagieren aus aller Welt aufgesucht wird. Probleme mit eventueller Gewalt soll es hier fast nie gegeben haben, aber das heißt nicht, dass es Kleinkriminelle nicht doch einen Blick auf leicht zugängliches Wertvolles am Körper werfen.
In Cartagena kann man auch einen Badeaufenthalt einplanen, denn die Landzunge Bocagrande hat viele Strände zu bieten. Daneben laden Inseln zum Urlauben ein mit Sicht auf die Hochhauskulisse von Bocagrande, deren Bewohner/innen allerdings sehr viel Müll zu produzieren scheinen, der das Meer und die Strände enorm verunreinigt. An Wochenenden kann es außerdem mehr als lebhaft werden, insbesondere auf den Inseln, die dann als Partyziele gelten, wo bereits morgens vor 8 Uhr die Salsa-Musik und sehr viel Gewöhnungsbedürftigeres lautstark aus den Strandrestaurants schallt, was man 5 km weiter in Bocagrande noch sehr gut hören soll. Aber man ist lernfähig, denn sowohl über den Müll als auch über die Lautstärke regt sich doch der /die eine oder andere mittlerweile auf.

In den Anden kann man Indio-Dörfer aufsuchen oder man kann nach San Agustin fliegen und die einzigartigen Monumentalgräber mit geheimnisvollen Steinfiguren in der Umgebung in dem riesigen Weltkulturerbe-Park besichtigen. Am kleinen kolumbianischen Amazonaszugang werden natürlich Flussfahrten angeboten. Auch ist die Pazifikküste eine Reise wert.

Hier wurden nur die Hauptattraktionen vorgestellt, die sicherlich unvollständig sind; Kolumbien wird sich eines Tages in Europa als ein mögliches Reiseziel bestimmt besser präsentieren, als es jetzt der Fall ist, aber dann wird das bisher noch vom Massentourismus einigermaßen verschonte Land vermutlich seinen Reiz immer mehr verlieren, deshalb lohnt sich eine Reise jetzt.



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Kommentare
  • RC-Redaktion 24.06.2011 | 15:13 Uhr

    Sehr interessanter Reisebericht mit vielen Tipps für die Reise. Unsere Empfehlung für morgen.

  • toronto 25.06.2011 | 11:23 Uhr

    ....ein paar mehr Photos hätten gut getan. Schöner Bericht - viel weiß man ja über Kolumbien wirklich nicht. lg Gerhard

  • agezur 25.06.2011 | 11:24 Uhr

    Danke für diesen interessanten Bericht über ein Land von dem ich außer dem Namen und ein paar Drogenmeldungen in den Weltnachrichten rein garnichts wußte!
    LG Christina

  • Blula 25.06.2011 | 22:55 Uhr

    Sehr informativ und lesenswert! Ich sage Danke!
    VG Ursula

  • Jabba 27.06.2011 | 10:24 Uhr

    spannendes Land, auf jeden Fall
    danke für den Bericht :)

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