Mr. Okavango wartet ...

Reisebericht

Mr. Okavango wartet ...

Reisebericht: Mr. Okavango wartet ...

Unsere diesjährige Tour in das südliche Afrika war zur Abwechslung mal 'wildlife'-lastig und führte uns auf einer vierwöchigen Reise nach einer kurzen Eingewöhnungsphase in der Etosha nach Botswana. Der Tourverlauf selbst war ziemlich klassisch, wie ihn viele andere Selbstfahrer auch machen : 1 mal im Uhrzeigersinn um das Okavango-Delta. Und zum Schluss mitten rein.

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Abreise und Ankunft

Jede Reise beginnt mit den Vorbereitungen. Und das ist schön so. Man liest Bücher, stöbert auf Internetseiten, macht sich in einschlägigen Foren schlau und trifft sich mit Gleichgesinnten, die ebenfalls von diesem hartnäckigen afrikanischen Reisefieber befallen sind. Schön, wenn sich daraus sogar Freundschaften ergeben. Die Reise selbst wird dann zum i-Tüpfel, die Vorbereitungszeit zum angenehmen Selbstzweck.
Am 26.09.07 ging’s dann endlich los: Vom ICE-Bahnhof Siegburg in 35min. nach Frankfurt Flughafen. Umsteigen in den ausgebuchten Direktflieger der Air Namibia. Dann Ankunft nach knapp 10 Stunden angeklappter Beine um 08:00 in Windhoek, Namibia.



Tag 1 : Windhoek

Schattenreiter

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Am Ankunftstag in Windhoek erledigen wir erst mal die notwendigen organisatorischen Dinge wie die Übernahme unseres Mietwagens und die Lebensmittelbeschaffung. Ganz wichtig ist da der Besuch im „Trans-Kalahari-Meat&Biltong-Market“ in Klein-Windhoek! Hier gibt es sensationell gute einheimische Fleisch- und Wurstwaren! Kudu, Springbock, Rind, Lamm…Wenn der Chef nicht grade Nachschub besorgt. Wir können es kaum noch abwarten, bis wir endlich den Grill anwerfen können.
Nachdem wir abends bei 3-4 „Windhuk Lager“ und Gegrilltem unsere Tour noch mal durchdiskutiert haben, verbringen wir dann unsere erste Urlaubsnacht im Haus unseres neuen „Onkels“ und Tante Helga. Bewacht von obligatorischen Videokameras und hinter gesicherten Türen und Fenstern. Die Betten sind zwar deutlich besser als die Flugzeugsitze, aber trotzdem schlafen wir nicht gut. Denn morgen Früh geht’s in die Etosha!! Am liebsten noch vor Sonnenaufgang



Meat & Biltong-Market in Windhoek I

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Tag 2 bis 4 : Der Etosha-Nationalpark

Etosha hat Geburtstag

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Jetzt ging es endlich richtig los. Naja, auch noch nicht so richtig, denn abenteuertechnisch ist der Etosha-NP eher homöopatisch, aber : er ist einfach wunderschön! Zumindest hatten wir ihn von unserer 2000er Reise so in Erinnerung : GRÜNE Bäume, Büsche Gräser; WASSER in der Fisher's Pan; Giraffen zum Abwinken und Löwen allerorten. Nur KEINE Elefanten! Als wir jetzt nachmittags von Windhoek nach ca. 450km Teerpad in Okaukuejo ankamen, beschlich uns die Ahnung, dass diesmal alles anders werden würde : WEISSE Bäume, Büsche, Gräser; STAUB in der Fisher's Pan; KEINE Löwen! Nur auf die Giraffen war Verlass! Es gab sie immer noch. UND ELEFANTEN! Endlich konnten wir glauben, dass es sie in Etosha tatsächlich gab! und zwar massig! Im wahrsten Sinn natürlich, denn hier sind sie am größten, sagt man. Nur sehen muss man sie erst mal, denn die Jungs und Mädels sind trickreich : Bepudern sich mit dem grauen Staub und stellen sich mitten in die grauen Büsche oder unter die grauen Bäume! Ohne Scherz, wir sind erst mal an den Mehrtonnern vorbeigefahren, bis wir gesehen haben, dass das, was da hervorlugte, ein Elefantenbuckel war--dann noch einer und noch einer. Ab da haben wir nur noch die Herden gezählt! Fantastisch!
Natürlich haben wir damit gerechnet, dass Etosha am Ende der Trockenzeit anders sein wird als am Ende der Regenzeit, aber sie sieht tatsächlich eher aus wie zwei verschiedene Lebensräume. Obwohl es -auch nach Meinung einiger anderer 'game-spotter'- wildmäßig ungewöhnlich ruhig war, konnten wir auf unseren Pirschfahrten, zu denen wir morgens sofort nach Öffnung der Gates bei Sonnenaufgang bis zum späten Vormittag und dann nochmal am Nachmittag bis zum Sonnenuntergang (länger darf man nicht!) aufbrachen, unsere Speicherkarten füllen und unseren Blick für die Tiere und die große Weite schärfen!
Etosha's Highlight für uns war -außer der Beobachtung des nächtlichen Treibens an den Wasserlöchern an den Camps Okaukuejo (30 Elis, Giraffen, Nashorn, ... ) und Halali (13 Nashörner, Hyänen, Schakale, ... ) - die Entdeckung des schönsten afrikanischen Räubers: dem Leoparden! Wir konnten ihn immerhin ca. 4-5 Minuten von der Straße aus mit unseren Linsen verfolgen, bis er/sie in die Büsche verschwand und innerhalb weniger Sekunden einfach unsichtbar war.
Ach ja, die 3 Camps kann man ganz einfach auseinanderhalten : In Okaukuejo werden die Mülleimer Nachts von Schakalen geplündert, in Halali sind's die Honigdachse und in Namutoni lärmen die Zebramangusten! Da sag' einer, die Natur ist unorganisiert.



Etosha's Giraffen

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Kommentare

  • okasa

    Klasse Reisebericht!! Schon lange liebäugle ich mit dem Okawango-Delta, jetzt bin ich mir sicher, dass ich dieses Reiseziel in die Tat umsetzen werde.
    Vielen Dank und freundliche Grüße!
    Okasa

  • ralf.houven

    Sehr schöner Reisebericht, angenehm mit ein wenig Ironie gewürzt. Er macht wirklich Lust darauf, sich die Gegend mal selbst anzugucken. Leider waren gegen Ende ein paar Textpassagen doppelt und ein paar Links, die in geo-reisecommunity nicht funktionieren. Ihr müßt jetzt so lange nach Afrika fliegen, bis Eure Reiseberichte perfekt sind! ;-)

    Schöne Grüße
    Ralf

  • NinaB

    Ein sehr schöner Bericht, gut zu lesen, interessant und kurzweilig geschrieben. Ich habe die Strecke zwischen Kasane und Maun in vergangenen Herbst auch bereist und habe vieles hier wiedergefunden, Savuti Camp mit den Beton-gesicherten Facilities (damit die Elefanten nicht die Toilettenspülkästen leer trinken), die feuchte Holzknüppelbrücke über dem Sumpf , die sich Third Bridge nennt, die frechen Meerkatzen in Moremi ... auch ich hätte beinahe die Kotztüte in der Cessna über Maun gebraucht ...
    Ja, Botswana hat was. Die Jungs sind mit recht stolz auf ihr Land.

  • AnneMarieB

    Hat mir sehr gut gefallen eurer Reisebericht über die Botawanatour. Ich war im letzten Jahr zu selben Zeit mit einer kleinen Reisegruppe und Zelten ebenfalls auf einer Tour quer durch Botswanam, auchmit 3 Tage Okawangodelta mit den Mokkoros. Im Gegensatz zu euch hat uns der Regen volle erwischt...Wasser im Zelt und Blitzeinschläge in nächster Nähe (hab mich selten so gefürchtet) Nicht einmal die Flucht ins Auto war möglich, denn wir waren mit einem offene Fahrzeug unterwegs..aber trotzdem ein wirklich lohnendes Reiseziel, das ihr mit euerem Reisebericht sehr schön beschreibt..
    viele Grüße AnneMarie

  • astrid

    Ein schöner, informativer Bericht und tolle Fotos - mehr davon, bitte! Besten Gruß Astrid

  • RdF54

    Dein sehr schöner Bricht hat mich in meine Erinnerungen versinken lassen ...!
    Danke!!

    LG Robert

  • mamaildi

    Ein launig geschriebener Bericht, der trotz seiner Länge viel Spaß beim Lesen bereitet. Dazu noch viele gute Informationen und tolle Fotos - super!
    Liebe Grüße - Ildiko

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  • brandriba

    So soll ein Reisebericht sein: Infos, Eindrücke, tolle Bilder und ein Schuss Humor mit Ironie. Hat mir Spass gemacht mit Euch auf Tour zu sein. LG DAni

  • Zeitreisende

    Einfach GROSSARTIG ! Schade, dass ich es hier nur zwei Reiseberichte von Dir gibt ! LG Dani

  • Blula

    Ich mag solche Berichte ungemein, die neben vielen interessanten Informationen und Hintergründlichem auch noch so leicht und locker geschrieben sind. Wunderbar zu lesen. Und Deine Fotografien sind sowieso erstklassig.
    LG Ursula

  • globetrotter

    Habe den Bericht jetzt erst entdeckt! Habe ihn mit großem Vergnügn gelesen und die Bilder betrachtet.Habe dabei an meine Namibia und Botswana Erlebnisse gedacht.Wir waren auch in der Chobe safari lodge und haben eine Bootssafari gemacht. Wir hatten allerdings Glück und waren auf einem ziemlich kleinen Boot, da war man viel näher am geschehen als auf den großen. In der Dämmerung haben wir dann ein Elefantenpaar gesehen, Rüssel an Rüssel( gruppenfoto für die Sonnenuntergänge), davon schwärme ich heute noch..
    LG Ute

  • pleuro

    Und immer noch restlos begeistert. Wo ist die 10-Punkte-Taste?
    LG Anne

  • pleuro

    Und immer noch restlos begeistert. Wo ist die 10-Punkte-Taste?
    LG Anne

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  • pleuro

    Und immer noch restlos begeistert. Wo ist die 10-Punkte-Taste?
    LG Anne

  • pleuro

    Das glaub´ich jetzt grad nicht - o.k. dann halt 30 Punkte. :-)))))))))))

  • Steffania

    Ein sehr informativer und unterhaltsamer Bericht. Meine Vorfreude auf September, wenn ich selber nach Botswana und Simbabwe reise, steigt gerade bis ins Unendliche. Der Bericht ist ganz klar 5 Bücher wert.

    LG Steffi

  • slides-only

    Ein Bericht, bei dem die Begeisterung rüberspringt. Ich bin hin und weg. Ich dachte immer, Serengeti sei das Größte (okay, war es auch), aber Du machst mir Laune, es auch mal etwas weiter südlich zu versuchen.Ach ja, mal ne Frage: Gibt es ne Alterbeschränkung für Selbstfahrer? In Irland kürzlich war´s fast schon knapp!
    Danke für den launigen Text und die überwältigenden Bilder.
    Rüdiger

  • doubleegg

    Super gemacht und großartig geschrieben mit einer tollen Portion Humor. Werde einen Teil der Strecken und Orte demnächst selbst bereisen und finde die ausführlichen Infos und beschriebenen Eindrücke sehr hilfreich bei der Vorbereitung. Habe alles am Stück verschlungen - großen Respekt und Dank! LG Elke

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