Reisebericht

Reisebericht: Urlaub & Helfen in Nordthailand

 
 
 
 
 
Reisebericht: Urlaub & Helfen in Nordthailand

Joy´s Guesthouse in Chiang Mai bietet die unkomplizierte Möglichkeit, einen komfortablen Urlaub mit einem Besuch in einem Kinderhilfsprojekt zu kombinieren. Meine Frau und ich konnten hier zusammen mit freundlichen und lieben Menschen einen wunderschönen Urlaub verbringen. Der Besuch im Kinderdorf war eine außergewöhnliche Erfahrung. Ein Urlaub, den wir nie vergessen werden!

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01.03.2010

Ankunft im Gästehaus

Unser Inlandsflug nach Chiang Mai war verspätet, da in Frankfurt ein Orkan wütete und der Langstreckenflug nach Bangkok sich dadurch verzögerte. Alles kein Problem; ein kurzer Anruf im Gästehaus, die neuen Flugzeiten durchgeben und abwarten, ob uns jemand am Flughafen in Chiang Mai abholen wird. Ja, nach der Zollkontrolle erwarten uns "Bee" und "Pumpjin" vom guesthouse mit Jasminkränzchen und begrüßen uns herzlich. Die Fahrt ins Gästehaus ist kurzweilig. Dort werden wir bereits von "aunt Lek" erwartet und bekommen frischen Saft und ein paar Häppchen gereicht. Anschließend zeigt man uns unser Zimmer. Es ist riesig und sehr geschmackvoll mit asiatischen Möbeln und Skulpturen eingerichtet. Wir fühlen uns von Anfang an sehr wohl und gehen nach einer Ruhepause in den Garten und an den schönen Pool. Wir treffen "Jarm", die in einer halben Stunde mit uns zusammen ein Ausflugsprogramm für die kommende Woche zusammenstellt. Wir merken, wie unkompliziert und harmonisch hier alles abläuft. Im Hof werden rote Teppiche ausgelegt und Tische für das Abendessen aufgestellt. Jetzt geht es rund: ein waschechtes Kantoke-Dinner mit thailändischen Tanzdarbietungen, Feuerwerk und Musik wird zu Ehren der neuen Gäste dargeboten. Man genießt zusammen mit anderen Gästen das hervorragende Essen und denkt sich: Hier sind wir gut aufgehoben.



 
 
 
 
 

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Markttag mit Job

 
 
 
 
 

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Am nächsten Morgen geht es in aller Frühe per Fahrrad zusammen mit "Job" zum Tempel ganz in der Nähe. Hier werden wir dem "headmaster", einem Mönch, vorgestellt. Dieser begrüßt uns sehr freundlich und zeigt uns "sein" Kloster. Nach einer kurzen Segnung geht es weiter zu einem lokalen Markt. Hier sind keine Touristen anzutreffen, sondern nur Thais. Wir dürfen alles probieren und kaufen für unser Abendessen verschiedene Spezialitäten ein. Am Nachmittag relaxen wir am Pool und genießen eine einstündige Ölmassage, die wir von "Lek" und "Star" verabreicht bekommen. Abends treffen wir uns wieder mit "Job" und bereiten gemeinsam unser Abendessen in der Outdoor-Küche zu. Dies macht großen Spaß und wir sind stolz auf unsere Kochkünste.



 
 
 
 
 

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Fahrt nach Lakeland - der Höhepunkt unserer Reise

 
 
 
 
 
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Die Besitzerin des Gästehauses, Frau Thaneen Joy Worrawittayakun hat zusammen mit Frau Ulrike Meister eine Stiftung ins Leben gerufen. Diese Stiftung, nämlich die "Children´s Shelter Foundation", unterhält ein Kinderhilfsprojekt namens "Lakeland", in dem sozial benachteiligte Kinder aus den umliegenden Bergdörfern wieder ein Zuhause finden. Es handelt sich z. T. um verwaiste Kinder, für die sich niemand zuständig fühlt bzw. um Kinder, deren Eltern sie nicht ernähren können und um Aufnahme in "Lakeland" bitten. Einige Kinder sind taubstumm. Von manchen Kindern kennt man weder den Namen noch das Geburtsdatum.

Das Kinderhilfsprojekt unterhält eine Biofarm auf der die Kinder eigenverantwortlich Gemüse anbauen und auch zur Dorfschule gehen dürfen. Die taubstummen Kinder werden von zwei taubstummen Lehrern unterrichtet. Die kids erfahren in "Lakeland" Zuwendung, Fürsorge und Liebe.
Dies alles kostet Geld und wird überwiegend aus deutschen Spendengeldern und Patenschaften finanziert. Die Erlöse aus dem Gästehaus kommen zu 100 % dem Kinderhilfsprojekt zugute. Das Ganze läuft unter dem Motto "Urlauben und Helfen". Der Slogan des Hauses lautet: "Du kommst als Fremder und gehst als Freund".

Auf unserer Fahrt nach "Lakeland" besuchen wir zuerst einen schönen Tempel und kommen um die Mittagszeit auf der Farm an. Die Kinder sind alle in der Schule und eine Mitarbeiterin zeigt uns zunächst unser (sehr komfortables) Zimmer, in dem wir übernachten werden. Anschließend können wir während einer Führung über das Farmgelände erste Eindrücke sammeln. Nachmittags kommt Leben auf das Farmgelände - die Schule ist aus und die kids kommen nach Hause. Jedes Kind begrüßt uns persönlich und heißt uns willkommen. Anschließend wird erst einmal für die Bewässerung der Pflanzen gesorgt. Die Kinder machen dies mit viel Freude und beziehen uns sofort mit ein. Als die Arbeit getan war, fahren wir zu den nahegelegenen "hot springs". Zusammen mit ca. 15 Kindern fahren wir zu heißen Schwefelquellen. Man kann nicht in die Becken gehen, da das Wasser zu heiß ist. Den Kindern macht das Abduschen der Gäste mittels einer Schöpfkelle aus Holz einen Heidenspaß und unsere Haut ist sehr dankbar für das schwefelhaltige Wasser. Sie fühlt sich anschließend ganz weich und samtig an.

Am nächsten Tag zeigen uns zwei taubstume Kinder, "Pang Hom" und "Pan Deng" noch einmal die Farm. Sie sind voller Stolz und freuen sich riesig, dass wir uns mit ihnen beschäftigen. Wir üben zusammen Mathematik, spielen zusammen und lernen ein bißchen Gebärdensprache. Es ist für uns erstaunlich, wie gut man sich mit taubstummen Menschen verständigen kann. Der Besuch von "Lakeland" ist eine tolle Erfahrung für uns, "Pan Deng" und "Peng Hom" sind uns richtig ans Herz gewachsen.



 
 
 
 
 

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