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Reisebericht: Chilkoot Trail - der Weg zum Gold

 
 
 
 
 
Reisebericht: Chilkoot Trail - der Weg zum Gold

Nachdem wir in den vorigen Jahren den Südwesten Kanadas eroberten, rief uns im Sommer 2007 der hohe Norden. Fernweh und Abenteuerlust führten uns zum legendären Chilkoot Trail. Von Whitehorse im Yukon nach Skagway/Alaska ging es mit dem Zug, dann 53 km zu Fuss über den Chilkoot Pass und von dort mit dem Wasserflugzeug zurück nach Whitehorse. Weiter mit mit dem Mietwagen auf dem Klondike Highway über Keno nach Dawson City. Der Top Of The World Highway führte uns nach Tok/Alaska und der Alaska Highway schliesslich wieder zurück nach Whitehorse.
Dies ist kein chronologisch durchgängiger Reisebericht, ich habe nur ein paar markante Geschichten aufgeschrieben. Viel Spass beim Lesen!

 
 
 
 
 

(13 Stimmen)

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Etwas Geschichte


Gold am Klondike!
Diese Schlagzeile lockte im Winter 1897 Tausende aus ganz Amerika in die Wildnis des hohen Nordens von Knada. Ein beispielloser Goldrausch hatte begonnen. Scharen strömten innerhalb weniger Wochen an die Westküste, um von San Francisco, Seattle oder Vancouver nach der an der Inside Passage gelegenen Hafenstadt Skagway zu schippern. Von dort mussten die Goldhungrigen zu Fuss den Chilkoot Pass überqueren, dann Boote zimmern, die sie vom Lake Bennett über ein zusammenhängendes Fluss- und Seen-System zum Yukon-River bringen sollten, um nach weiteren 800 km in Dawson City zu landen.
Der 1.067 m hohe und 45° steile Chilkoot Pass, der von den der Athapaska- und Na-Dené-Indianern als Handelsroute benutzt wurde („Chilkoot“ ist eine Abwandlung von „Chilkat“, dem Namen einer Gruppe der Tlingit), war der einzige gletscherfreie Weg von Skagway nach Bennett und erwies sich damit als Pforte ins Goldparadies.
Doch der Weg zum Reichtum war mit allerlei Gefahren, Mühsal und Scheitern gepflastert.
Mitten im Winter begann die Odysse ins gelobte Land, denn die Seen und Flüsse im Yukon mussten rechtzeitig zum Brechen des Eises erreicht werden, um in den wenigen, eisfreien Monate im Sommer nach Dawson zu kommen.
An der kanadischen Grenze auf Höhe des Passes mussten die Goldsucher Ausrüstung und Proviant für ein Jahr vorweisen können, um passieren zu dürfen, in Summe belief sich das Gewicht der erforderlichen Ausrüstung auf 1 Tonne. In durchschnittlich 30 Etappen wurden die Güter dann über den Pass transportiert, so musste für die 53 km von Dyea nach Bennett eine 3000 km lange Wegstrecke zurückgelegt werden, wer dies schaffte, brauchte 3 Monate dafür.
Eine Geschichte erzählt, dass ein besonders geschäftstüchtiger Bursche 1.500 Stufen aus dem Eis schlagen liess - die berüchtigten "Golden Stairs" - um dann von den Stampeders Wegezoll zu erheben. Er wurde damit reich und konnte sich die mühselige Goldschürferei ersparen.
Für viele endete das Goldfieber aber in einem Drama, bevor sie den Pass erklommem hatten.
Von den 100.000 Goldsuchern erreichte nur knapp die Hälfte den Klondike.



 
 
 
 
 

(18 Stimmen)

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100 Jahre später...

 
 
 
 
 

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Genau 110 Jahre später, im Sommer 2007, folgten wir den Spuren der Goldsucher. Wir sind aber nicht mit dem Schiff nach Skagway gefahren, sondern mit Condor von Frankfurt nach Whitehorse geflogen und von dort hat uns die White-Pass-Railroad durch Bilderbuch-Landschaften mit atemberaubenden Ausblicken nach Skagway gebracht.
Unser Gepäck war im Verhältnis federleicht - gerade mal 22 kg hatte jeder von uns zu schleppen, die aber an den Golden Stairs schnell zu einer gefühlten Tonne wurden.
In 5 Tagen wanderten wir durch immer wechselnde Vegetation und sich ständig veränderndes Klima. Wir starteten auf Meereshöhe bei sommerlichen Temperaturen, Sumpf und herrlich grüner Regenwald wurden abgelöst von Tundra mit urzeitlich anmutenden, mannsgrossen Steinquadern. Nach dem steilen Passanstieg in dichtem Nebel und in eisiger Kälte erwarteten uns über der Baumgrenze eliche Geröll- und Schneefelder und dahinter eine karg-schöne, hochalpine Landschaft mit viel Weitblick.
Der Trail führt durch ein spektakuläres, 53 km langes Museum, die "Chilkoot Trail National Historic Site", überall findet man Überreste und Artefakte aus der goldberauschten Zeit. Verrostete Schaufeln und Pfannen, löchrige Ofenwracks, Herde, Knochen und sogar Dampfmaschinen säumen den Weg. Zelten ist zum Schutz der fragilen Natur nur auf ausgewiesenen Plätzen gestattet. Diese Camps besitzen illustre Namen wie Canyon City, Sheep Camp, Happy Camp und Lindeman's City.
In der verlassenen Goldgräberstadt Bennett war für uns der Trail zu Ende. Ein grossartiges Abenteuer lag hinter uns und ein ganz besonderes Erlebnis vor uns: wir liessen uns am Lake Bennett vom Wasserflugzeug aus der Wildnis nach Whitehorse fliegen!



 
 
 
 
 

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Hekla

 
 
 
 
 

(34 Stimmen)

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Während des Hinflugs nach Alaska tauchte plötzlich dieser Vulkan aus der Wolkendecke auf. Ich vermute, dass dies die Hekla auf Island ist. Genau weiss ich es aber nicht, da ich diese bisher nur von unten gesehen hab.



Puh! der Bär

 
 
 
 
 

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Sheepcamp war das zweite Nachtlager auf dem Trail. Inzwischen waren wir ein nettes Trüppchen, ca. 20 Leute trafen sich abends am Camp. Der Weg dorthin verlief relativ unspektakulär durch nordischen Wald, über Stock und Stein, Wurzeln und Hängebrücken, immer gesäumt von Artefakten aus der alten Pionierzeit.

Am nächsten Tag galt es, den Chilkoot Pass zu erklimmen - der anstrengendste Teil des Trails wartete auf uns, für den man bis zu 12 Stunden Wegzeit rechnen muss und vor Tagesanbruch starten sollte. Deshalb wählten wir die kräfteschonende, kleine Etappe - von Canyon City bis Sheep Camp sind es nur 8 km.
Als wir dort ankamen, waren alle ganz aufgeregt - ein knuffiger Schwarzbär trieb sich in aller Seelenruhe zwischen den Zelten herum, rubbelte seinen Rücken am Baum, schnüffelte mal hier und mal dort und verschwand wieder.
Da Sheep Camp das letzte Camp auf der alaskanischen Seite und vor dem Chilkoot Pass ist, befindet sich in der Nähe eine Ranger Station mit Hubschrauberlandeplatz. Nachdem alle ihr Lager aufgeschlagen und ihr Süppchen ausgelöffelt hatten, erzählte uns der sympathische Ranger Geschichten aus der alten und der neuen Zeit, machte Spässe und spielte dazu auf seiner Klampfe.
Wir möchten ihm doch bitte Bescheid geben, falls jemand nachts auf dem Weg zum Buschklo den Bären trifft...und wir sollten uns möglichst in Vierergruppen auf den weiteren Weg machen, weil jenseits des Passes starke Bärenaktivitäten im Gange seien. Unter anderem treibe dort ein Problembär sein Unwesen, indem er sich den Wanderern in den Weg stelle, sie anpöble und ihnen dann hinterherlaufe. Zu tätlichen Übergriffen war es bisher aber nicht gekommen.
Grund war wohl, wie wir später erfuhren, eine Trekkerin, die unvorsichtig mit ihrem Essen umgegangen war, was der oder die Bären als Einladung und Fütterung verstanden hatten. Das ist fatal - wenn die Tiere einmal die Erfahrung machen, dass sie ohne Anstrengung an Leckereien wie Zahnpasta oder Schokoriegel rankommen, geben sie sich nicht mehr mit Beerenzählerei und kleinen Fischen zufrieden. Dann werden sie aufdringlich, was für Mensch und Bär unangenehme Folgen haben kann. Während der Mensch meist mit einer Überdosis Adrenalin davonkommt, bedeutet es für die Bären oft das Todesurteil.
Für diesen zum Glück nicht, er erhielt nur die rote Karte, wie uns kurz vor unserer Abreise zu Ohren kam. Mit welchen Umerziehungsmassnahmen die Ranger das Problemtier in den Griff bekamen, erfuhren wir aber nicht.
Etwas mulmig war mir in jener Nacht schon, wir rückten mit unseren Zelten nah zusammen und waren beruhigt, als eine Familie mit Hund ihr Lager in unserer Nähe aufschlug.
Noch lange horchten wir in die Nacht hinein, es raschelte und knackte um unser Zelt, dann schlug der Hund einmal heftig und laut an, es wurde ruhig und wir fielen in tiefen Schlaf.



 
 
 
 
 

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Der Buschpilot

 
 
 
 
 

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Als wir am fünften Tag zum Ende des Chilkoot Trails in Bennett ankamen, hatten wir geplant, uns mit einem Floatplane aus der Wildnis fliegen zu lassen. Es gibt dort zwar einen gottverlassenen Bahnhof, von dem einmal täglich die White Pass Railway die Hiker in die Zivilisation bringt, aber wir hatten keine Tickets reserviert und die nächste Strasse ist ca 12 Meilen entfernt. Irgendwer drückte mir mal einen Zettel mit der Telefonnummer eines Buschpiloten in die Hand und ich dachte, man könne ihn von Bennett aus ordern. Dort gibt es aber ausser dem Bahnhof, Bergen, dem See und ein paar Hütten nichts, auch kein Telefon. Der Bahnhof ist vor der Abfahrt des Zuges bewirtet, also fragte ich eine Bedienung, ob sie den Piloten anrufen könne. Ich erfuhr dann, dass der Flieger täglich um 12:30 am Lake Bennett zwar auf Hiker wartet, aber eben nur nach Reservierung. Zum Glück konnte ich die Frau überreden, für mich über ihr Satellitentelefon anzurufen, es klappte - der Flieger sollte ca. 2 Stunden später da sein. Da alle anderen, die mit uns warteten, via Zug nach Whitehorse zurückfuhren, sassen wir am Ende mutterseelenalleine da und froren uns den Popo ab. Ein eiskalter Wind pfiff uns um die Ohren und machte die Warterei nicht grade zum gemütlichen Nachmittagsplausch. Zwei Stunden vergingen, absolute Stille umfing uns und nichts war zu sehen. Nach 3 Stunden fingen wir an, uns Geschichten auszudenken. 4 Stunden später halluzinierten wir Geräusche und stellten uns langsam zerknirscht auf eine weitere, kalte Nacht ein. Als wir uns schon fast sicher waren, dass dem Piloten etwas zwischen die Kufen gekommen ist oder einfach vergessen worden zu sein, vernahmen wir aus der Ferne ein immer lauter werdendes Brummen. Endlich! Das musste er sein. Kurz darauf tauchte ein kleines Flugzeug mitten aus den Bergen auf, flog an uns vorbei, drehte eine Schleife und - verschwand. Aufgeregt lief ich zum Ufer, das Brummen des Motors wurde immer lauter, aber ich konnte das Biest nirgends entdecken. Erst als er schon kurz vor meiner Nasenspitze war, sah ich ihn - er schwamm direkt auf mich zu.
"Dann könne mir ja deutsch schwätze" sagte der der Pilot nach kurzer Begrüssung und der Frage, woher wir kommen. Gerd Mannsperger ist vor Jahren in den Yukon ausgewandert und hat dort eine kleine Fliegerflotte aufgebaut. Es war ein Genuss, mit ihm zu fliegen - er beherrscht sein Handwerk. Nach einem etwa 30minütigem, spektakulären Flug landeten wir dann glücklich und wohlerhalten auf dem Yukon bei Whitehorse, wo wir herzlich von seiner Frau empfangen und von ihr freundlicherweise noch in unser Motel chauffiert wurden.



 
 
 
 
 

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Jack London

 
 
 
 
 

(3 Stimmen)

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"Ich will lieber Asche sein, als Staub! Ich will lieber, daß mein Lebensfunke sich ausbrennt in einer hellen Flamme, als daß er in Fäulnis erstickt. Ich will lieber ein prächtiger Meteor sein der in all seinen Atomen zugleich verglüht, als ein langlebiger verschlafener Planet. Der Mensch ist gemacht, damit er lebt; nicht damit er existiert. Ich werde meine Tage nicht damit vergeuden, daß ich sie zu verlängern suche. Ich werde meine Zeit gebrauchen."
Jack London

Der Silver Trail führt in eine der wildesten, rauhesten und atemberaubendsten Buschlandschaften Kanadas. Der Silver Trail, auch als Highway 11 bezeichnete Schotterpiste, endet als Sackgasse in Keno City, einer historischen Bergbausiedlung mit heute 25 Einwohnern der dort angesiedelten Northern Tutchone Indianer.
Auf unserer Weiterreise von Whitehorse nach Dawson City schliefen wir in der Nähe von Keno im Zelt. Die Nacht war wieder mal frisch, Temperaturen Richtung 0°Celsius liessen mich trotz meiner Zwiebelprinzip-Nachtgardarobe früh aus dem Zelt schlüpfen, um heissen Kaffee und die wärmende Sonne zu suchen. Auf dem Weg dorthin nahm ich ein sehr kurzes Bad im nahegelegenen, eiskalten Fluss. Die Sonne blinzelte schon zwischen den Bäumen durch und ich liess mich, auf einem mächtigen Stein sitzend, von ihren wärmenden Strahlen trocknen.
Erstaunlich, so kalt es nachts auch war, die Sonne schaffte es immer wieder, in Kürze die steifen Glieder schnell auf Trab zu bringen. Tagsüber lagen die Temperaturen regelmässig bei ca. 25°, manchmal auch darüber, und erforderten damit ein Kleidungsspektrum von Wollmütze und Handschuhen bis kurze Hose und ärmelloses Top.
Als ich so auf dem Stein sass, die Wärme genoss und meinen erwachenden Gedanken nachhing, schaute ich dem Lauf des Wassers zu, wie es verspielt um die Steine hüpfte um seinen Weg zu finden. Es funkelte und glitzerte im morgendlichen Sonnenlicht, und ich träumte mich ein wenig in die Zeit des Goldrausches, erinnerte mich an die Geschichten Jack London's und überlegte, wie es damals wohl war, als die Männer mit ihren Schaufeln und Pfannen dem Glück hinterherjagten und dabei stattdessen so oft Elend und Leid eines harten Lebens ernteten.
Gedankenverloren spielte ich mit den Kieseln, grub mit den Händen Sand aus dem Fluss und liess das Wasser zwischen meinen Fingern zerrinnen. Ein Häufchen Sand mit einem kleinen Goldflitter darauf blieb in meiner Hand übrig. Schnell wickelte ich das hauchdünne Blättchen ein und konnte mich anschliessend kaum dem Drang entziehen, weiterzuschürfen. So muss das also gewesen sein - der magische Zauber des Goldes hatte mich in seinen Bann gezogen!
Wie einen kostbaren Schatz hüte ich seither den Mythos und Hauch von Gold in einem Glasfläschchen.

Jack London erzählt in vielen seiner Werke über den Goldrausch und die Wildnis, "The Call Of The Wild" ist wohl sein bekanntester Roman. Während seines Aufenthaltes im Yukon bewohnte er eine Blockhütte in Dawson, diese besuchten wir dann auf unserer Weiterreise.



 
 
 
 
 

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Blackflies - von Mücken und Elefanten

 
 
 
 
 

(13 Stimmen)

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"You can leave the North after a few years, but the North will never leave you." sagen die Oldtimers aus dem Norden.
Ähnlich verhält es sich mit den Blackflies.
S'heilige Herrgöttle von Whitehorse ist wohl am Tag, als er diese Spezies erschuf, mit dem falschen Fuss aufgestanden.
Winzig und zahlreich treten sie in riesigen Schwärmen auf - Blackflies können einem so manche Stunde in Alaska und im Yukon zur Qual werden lassen. Vor allem in den Abendstunden in der Nähe von Flüssen und Feuchtgebieten tauchen sie schlagartig in Horden auf, überfallen alles und jeden und verschwinden meist ebenso plötzlich wieder. Die Blackflies stechen nicht, sie beißen (schneiden) ein Stück der Haut heraus und trinken das herausfließende Blut. Dadurch, dass sie so klein sind, spürt man es nicht, wenn sie auf der Haut herumlaufen und nach der richtigen Bissstelle suchen. Die Blutgerinnung verhindern sie mit einem entsprechenden Sekret, das sie in die Wunde laufen lassen. Am nächsten Tag kommt dann das böse Erwachen und die Stellen am Körper, die nicht durch Mittelchen oder Stoff geschützt waren, sind übersät von Quaddeln und jucken bis zum Wahnsinn. Das ist zwar nicht bedrohlich, aber ziemlich lästig.
Auch unter den Blackflies gibt es, wie bei den Menschen, besonders perfide und sadistisch geprägte Exemplare.
Zum Beispiel jenes, abends am Camp bei Keno. Wir hatten Holz gehackt und endlich das Feuer angeschmissen, in der Glut schmorten die Kartoffeln, auf dem Rost warteten die Steaks auf's Medium und unsere Mägen knurrten - da flog erneut ein Kampfgeschwader dieser fiesen Plagegeister ein. Eine davon zielgenau in mein Ohr. Nicht etwa in die Muschel, nein, auf den Gehörgang hatte sie es abgesehen. Mit allem hab ich gerechnet - dem Squirrel, welches uns keck die Kekse vom Tisch klaut, dem Bären, der sich zum Abendessen einlädt - aber nicht mit einem kleinen Vampir, der sich an mein Trommelfell ranpirscht. Das summte und brummte und kitzelte in meinem Ohr - an Essen war mit diesem Hubschrauber im Kopf erst mal nicht mehr zu denken.
Jeder Versuch, das Vieh auszuräuchern, scheiterte und trieb es weiter Richtung Zentrale.
Aus purer Verzweiflung drückte ich den Finger wie blöd auf's Ohr und - es wurde still.
Glücklich über die gewonnene Schlacht und die gesicherte Nachtruhe, machte ich mich über das fertige Steak her - da erwachte erneut das Tier in mir. Aaaaargh!
Kurz vor dem Wahnsinn griff ich zum Wattestäbchen - führte es in meinen Gehörgang und - stiess beherzt zu...aaaahhh...Stille! Little Blackflie ruhte in Frieden, von einem Q-Tip erschlagen.

Hattest du schon mal nen Floh im Ohr? Na also, dann weisst du, wovon ich rede.
Da sag noch mal jemand, man soll aus einer Mücke keinen Elefanten machen...



 
 
 
 
 

(2 Stimmen)

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Northern Lights

 
 
 
 
 

(16 Stimmen)

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Das mit Abstand schönste und atemberaubendste Erlebnis war jene Nacht in Dawson City, in der Nordlichter, Vollmond und anschliessende totale Mondfinsternis zusammentrafen und dieses Licht- und Farbspektakel uns bei Eiseskälte in Decken gehüllt, bis in die frühen Morgenstunden ans Lagerfeuer fesselte und fast sprachlos machte.



 
 
 
 
 

(20 Stimmen)

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On the Top Of The World

 
 
 
 
 

(1 Stimme)

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Ein weiteres, unvergessliches Erlebnis meiner Kanada-Alaska Reise war die Fahrt über den "Top of the World" Highway. Er gilt zurecht als eine der schönsten Strecken des Yukon. Die Bezeichnung erhielt die Strasse wegen der eindrucksvollen Streckenführung entlang einer Kammlinie mit weiten, atemberaubenden Ausblicken über die Unendlichkeit des Landes. Wie ein graues Band windet sie sich 127 km durch die unermessliche Wildnis und mündet nach der alaskanischen Grenze auf 1376 m.ü.M. in den Taylor Highway.

Im Winter ist die Strecke gesperrt und die Grenzstation ist nur vom 15.Mai bis zum 15.September besetzt. Eine Tag und Nacht pendelnde Fähre befördert Reisende kostenlos von Dawson City über den Yukon, wo man dann direkt auf die über weite Strecken geschotterte Piste gelangt.
Wir hatten Jack London's Cabin besucht, auf den Claims nach Gold geschürft und versumpften im Saloon - 2 Tage in der alten Goldgräbermetropole Dawson City schienen genug der Zivilisation, wir wollten wieder hinaus, weiter nach Alaska.
Nachdem wir uns in Dawson noch ausgiebig mit Nahrung eingedeckt hatten, fuhren wir abends los. Sonnenuntergang ist dort, Ende August, gegen 22 Uhr - genügend Zeit, die Strecke bis über die Grenze bei Tageslicht zu bewältigen. Kurz hinter Dawson City wurde es schnell wieder sehr einsam. Ein paar Trucks begegneten uns anfänglich noch und hüllten uns auf der knochentrockenen Piste in mächtige Staubwolken ein - dann hatten wir die die restliche Strecke für uns allein. Die Strasse ist schmal und kurvenreich, führt selten durch Wald, oft über weite Flächen, und je höher man kommt, desto mehr fährt man durch arktische Tundra.

Nach etlichen Kilometern einsamen Schlaglochhoppings wurden wir müde und hungrig und überlegten, noch vor der Grenze unser Nachtlager aufzuschlagen. Auf meiner Karte waren mehrere Campiermöglichkeiten eingezeichnet, wir mussten aber leider feststellen, dass diese Plätze schon vor langer Zeit stillgelegt wurden und "wildes Zelten" wegen der Geländeform - auf der einen Seite ging es meist steil bergauf, auf der anderen runter - unmöglich war.
Also fuhren wir weiter, in der Hoffnung bei Chicken, der ersten Siedlung in Alaska, einen geeigneten Platz zu finden.
Es ist nichts Ungewöhnliches, wenn einem in dieser Region stundenlang kein Auto entgegenkommt und keines vor- oder hinter einem herfährt. Ein wenig beunruhigte mich das aber schon und als wir die gottverlassenen Grenzstation erreichten, wussten wir auch warum. Täglich von 9 am bis 9 pm ist sie besetzt, als wir dort ankamen, war es 9:30 pm - die Strasse endete hier also für uns bis zum Morgen.
Wir waren hier am höchsten Punkt der Strecke, also Top of the World, oberhalb des Zollhäuschens erstreckte sich eine weite, ebene Fläche, von der man einen fantastischen 360° Rundblick hatte.
Wir beschlossen, dort oben im Niemandsland unser Zelt aufzuschlagen- es blieb uns schliesslich nichts anderes übrig.
Was uns dann erwartete, ist nur schwer in Worte zu fassen. In dieser Nacht voller Licht und Farben, gepaart mit der überwältigenden, absoluten Einsamkeit und Stille, schaffte ich es kaum, meine Augen geschlossen zu halten. Ein schier endloser Sonnenuntergang auf der einen Seite, und auf der gegenüberliegenden der aufgehende Vollmond, dazu ein Ausblick, als würde einem die Welt zu Füssen liegen - dieses farbenprächtige Himmelsspektakel machte uns die Kälte vergessen, entschädigte tausendfach für das ausgesetzte Nachtlager und bleibt unvergesslich.



 
 
 
 
 

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Von Hühnchen und verbrannten Tatzen

 
 
 
 
 

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Der Morgen am Top of the World begann ähnlich gefärbt, wie der Abend zuvor aufgehört hatte, nur seitenverkehrt. Nach raschem Aufwärmen mit heissem Kaffee ging es weiter. Da wir bei Skagway schon mal die Grenze vom kanadischen Yukon nach Alaska/USA überschritten hatten, waren wir noch im Besitz der grünen Einreisekarte, ausserdem war der Sheriff gut gelaunt, was den Übertritt problemlos gestaltete.
Der Top of the World Highway geht kurz nach der Grenze in den alaskanischen Taylor Highway über. Dieser führt durch eine rauhe Landschaft, die sich auch auf der Strasse bemerkbar machte. Schlaglöcher und Bodenwellen wechselten im Sekundentakt und forderten meine volle Konzentration - mehr als 60 kmh konnte ich uns und dem Auto kaum zumuten. Obwohl die Strasse nur eine kurvenreiche Schotterpiste und zeitweise erschreckenderweise kaum breiter als eine Fahrspur ist, hat man schier unglaubliche Ausblicke auf Berge und Täler.
Auf der 303 km langen Strecke zwischen Dawson City und der nächsten grösseren Siedlung, Tok in Alaska, gibt es nur eine Möglichkeit zu tanken und etwas einzukaufen: Chicken heisst dieses urige Nest - eine Ansammlung von Häusern und Menschen, die sich, weit ab von der Zivilisation in die Wildnis verirrt haben. Ursprünglich hiess Chicken Ptarmigan (Schneehuhn), aufgrund der Rechtschreibschwäche der dort siedelnden Minenarbeiter kam es zu dem heutigen, kuriosen Namen. Obwohl dort nur ca 40 Menschen leben, besitzt der Ort eine Post, eine eigene Postleitzahl (99732 Chicken Alaska), 3 Häuser, Shop, Cafeteria, Saloon, Tankstelle und eine Flugpiste.
Nach kurzem Tankstopp ging es weiter, 19 km vor Tok mündet der Taylor Highway in den Alaska Highway. In Tok - was in der Sprache der Indianer soviel wie „friedliche Kreuzung“ bedeutet - angekommen, beschlossen wir spontan, dort auch die Nacht in einem Bett zu verbringen. Das Burnt Paw, ein Motel mit hübschen Blockhütten und einer Huskyzucht, hatte es mir angetan.
Diese Bleibe entpuppte sich als ebenso bezaubernd wie ihre Besitzer, Bill und Nancy. Vor 12 Jahren, als die beiden beschlossen, ein Cabin für Gäste zu bauen, betrieben sie einen kleinen Souvenirshop. Im Laufe der Jahre kamen immer mehr Cabins dazu, inzwischen sind es sieben.
Die vierte Hütte endete für Nancy und Bill in einer Krise - der Platz, auf dem Bill sie bauen wollte, war besetzt von Nancy's Lieblingsbaum, den sie auf keinen Fall opfern wollte. Bill's Kreativität rettete den Hausfrieden - er zimmerte das Blockhaus kurzerhand um den Baum herum.
Von ihren vier Huskywelpen verkauften sie am Tag unserer Ankunft einen hübschen mit verschiedenfarbigen Augen an Deutsche und Nancy verriet mir, sie wolle ihn im nächsten Jahr in Deutschland besuchen und dabei auch einen Abstecher nach Konstanz machen.
We'll see.



 
 
 
 
 

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Hide On Jekell

 
 
 
 
 

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Das Hide on Jeckel ist ein kleines Hostel und befindet sich am Rande von Whitehorse.
Gerade mal 22 Betten beherbergt das Haus, inklusive 2 Schlafplätzen in einem alten VW-Bus.
Was Renate und Detlev, die Betreiber, vor 7 Jahren aufgebaut haben, ist aber alles andere als ein gewöhnliches Hostel. Liebevoll betreut, gut organisiert und sauber - die Beiden haben alles bestens im Griff. Beim ersten Betreten spürt man sofort eine warme, herzliche Atmosphäre und fühlt sich wie zuhause. Jedes Zimmer ist nach einem eigenen Länder-Motto eingerichtet und jedem Bett bzw. jedem Gast ist wiederum ein Tier aus diesem Land zugeordnet. So findet man sich schnell zurecht, denn die entsprechenden Tierbilder sind auch wieder an den Körbchen im Kühlschrank und in den Küchenregalen angebracht. Mein Bett befand sich z.B. in Afrika und mein Emblem war - analog zu meinem chinesischen Sternzeichen - ein Affe. Gut zu merken.
Es steht dort jedem Gast kostenfrei ein Mountain-Bike zur Verfügung, an zwei High-Speed Internetterminals kann rund um die Uhr for free gesurft werden. Ausser den Zimmern, die mit Stockbetten ausgestattet sind, gibt es einen Aufenthaltsraum und eine gemütliche Küche mit Terasse und Zugang zum Garten, die kreativ gestalteten Badezimmer sind alle mit WC und Dusche ausgerüstet.

Renate und Detlev kamen vor 7 Jahren nach Whitehorse, mit der Idee, etwas neues aufzubauen. Sie kauften das damals ziemlich heruntergekommene Anwesen und machten sich an die erfolgreiche Arbeit. Der Laden läuft inzwischen gut, selbst im langen, kalten Yukon Winter kommen die Besucher aus aller Welt, inzwischen auch viele Stammgäste, welche jedes Jahr die warme Atmosphäre des Hide on Jeckell (das Haus steht an der Ecke Jeckell Street, deshalb der Name) zu schätzen wissen.

Während des dortigen 3-tägigen Aufenthalts am Ende unserer Reise, hatten wir tolle und interessante Begegnungen mit Menschen aus China, Frankreich, Brasilien, USA, Japan, Deutschland und Kanada. Clemens aus Deutschland z.B. erfüllte sich seinen grossen Traum einer 5-monatigen Reise vom höchsten Norden bis in den tiefsten Süden Amerikas. Er ritt mit einem Pferd in die Wildnis, erlernte dort das Jagen mit Pfeil und Bogen, war beim Lachsfischen erfolgreich, paddelte hunderte von Kilometern im Kanu auf dem Yukon und wollte nun die alte Goldgräberroute, den Chilkoot-Trail, erwandern. Da wir den Trail schon in der ersten Woche gelaufen sind, tauschten wir Erfahrungen aus, was mit meinem Schlafsackverlust endete.
Clemens' alter Schlafsack taugte nicht für die zwischenzeitlich relativ niederen Nachttemperaturen, für 100$ kaufte er mir meinen alten ab - Duty Free zur Freude.

Beim Abschied verriet uns Detlev, dass sie das Hostel verkaufen wollen. 7 Jahre an einem Projekt sind genug, meinte er, sie wollen wieder etwas Neues aufbauen. Wo und was wissen sie noch nicht - wenn die Hütte verkauft ist, gehts erst mal 1 Jahr auf Reisen und Ideensuche.
Für Auswanderungswillige wäre das Hostel ein ideales Einstiegsprojekt.

Obwohl wir uns schon ein wenig auf zuhause gefreut hatten, machten die Leute vom Hostel uns den Abschied ziemlich schwer.



 
 
 
 
 

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End of a trail


Mit einem atemberaubenden Blick auf den majestätischen, 6194 Meter hohen Mount Mc Kinley, dem kältesten Berg der Welt und höchsten Gipfel Nordamerikas, begann das Ende unseres viel zu kurzen Ausflugs in die Weiten Alaskas und die faszinierende Wildnis des Yukons.



 
 
 
 
 

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Übersicht Kanada

Region: Alaska
Stadt: Whitehorse

Kommentare
  • enfrente 11.01.2010 | 10:57 Uhr

    Ein sehr schöner Bericht über eine interessante großartige Tour. Schön locker geschrieben, so dass es sich auch einfach liest. Danke dafür und auch für die wundervollen Fotos. Werde dieses Jahr auch eine Tour nach Alaska machen, allerdings mit dem Kreuzfahrtschiff von Kalifornien aus. Ist natürlich nicht das Gleiche. Aber jetzt nachdem ich schon einpaar Eindrücke von dir erhalten habe freue ich mich schon. lg Romy

  • Charon 11.01.2010 | 16:55 Uhr

    Liebe Romy, es freut mich natürlich, dass Dir mein Bericht gefällt !
    Da bin ich ja schon gespannt auf Deine Reiseeindrücke und Bilder, von Kalifornien nach Alaska mit dem Kreuzfahrtschiff könnte mich auch begeistern, obwohl ich nicht unbedingt Fan von Schiffsreisen bin (ausser mit dem Paddelboot ;-))
    Alaska ist ein grossartiges Land, wird Dir gefallen!
    lg Hilde

  • Amber 11.01.2010 | 22:23 Uhr

    Toller bericht und Klasse Fotos.
    Wir sind leider bei der Bahnfhrt nur durch Nebel (Wolken) gefahren.
    LG Amber

  • brandriba 13.01.2010 | 18:24 Uhr

    Hallo Hilde
    Dein Bericht hat die Nr. 2222 echt verdient, als grosser Yukon-Fan haben wir deine Route mit "Gier" gelesen! Gut geschrieben, schlürfig zu lesen: macht Lust auf mehr.
    Bin mir wegen dem Vulkan Hekla nicht ganz sicher, soweit ich weis ist die Hekla ein Spaltenvulkan uns wird erst langsam zum Strato-Volcano, macht aber nichts, das Bild gefällt mir eh!
    Nachdem dir der Top of... gut gefallen hat, können wir dir den Dempster Hwy nur ans Herz legen, wir arbeiten gerade an einem Bericht für die RC über unsere letzte Reise dorthin.
    Kann heagar nur beipflichten, eine Yukon-Gruppe muss her!
    LG Billy und Dani

  • Charon 13.01.2010 | 20:57 Uhr

    @Amber
    Oh schade! Tja, das Wetter kann der Mensch (zum Glück) noch nicht manipulieren...
    Wir hatten strahlenden Sonnenschein und die Fahrt war sensationell.
    Freut mich, dass der Bericht (obwohl etwas unvollständig) gefällt!

  • Charon 13.01.2010 | 21:09 Uhr

    @haegar
    Hab die Bilder noch etwas aufgestockt, mehr zum Trail findest Du in meiner Bildergalerie.
    Der schwere Rucksack ist halt immer der Wermutstropfen solch einer Tour. Wenn man sich längere Zeit in der Wildnis aufhält, muss man alles mitschleppen: Zelt, Schlafsack, Isomatte, Kocher, Essen für mehrere Tage, Medikamente, etc. und Kleidung für jede Wetterlage. Da kommt einiges an Gewicht zusammen. Mein Rucksack war im Vergleich zu anderen noch leicht...wir hatten ein Ultraleichtzelt und gefriergetrocknete Trekkingnahrung von Globetrotter dabei - mein Rücken hat's mir gedankt !
    Übrigens, die Yukon-Gruppe hab ich grade gegründet - Du hast eine Einladung :-)
    Herzliche Grüsse, Hilde

  • Charon 13.01.2010 | 21:32 Uhr

    Hallo Billy und Dani,
    hab grade in eurer Galerie gestöbert und war begesistert von den Bildern!
    Normalerweise hab ich kein Glück im Spiel, vielleicht ändert sich das mit der "2222" ;-)
    Seid ihr den Dempster komplett gefahren? Auf meiner letzten Yukon-Reise waren wir auch dort, allerdings nur bis zu den Tombstones, wo wir ein paar Tage gewandert sind. Traumhaft, unbeschreiblich schön war das dort. In meinem Reisebericht "
    Von Pelly Crossing/Yukon nach Eagle/Alaska mit dem Kajak " hab ich darüber geschrieben.
    Mein Traum ist, den Dempster einmal bis nach Inuvik zu fahren...

    Übrigens, ihr habt eine Einladung in die Yukon-Gruppe :-)

    es grüsst die Hilde vom deutsch-schweizerischen Grenzland in die Schweiz

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  • brandriba 14.01.2010 | 00:45 Uhr

    @ charon
    Ja, wir waren im September 09 das Zweite aber sicherlich nicht das letzte Mal auf dem Dempster. Sind auch bis nach Inuvik gefahren, der Ort selbst hat uns nicht sehr beeindruckt,die netten, offenen Leute und das neue Spital umsomehr! Die RCMP hat sich sehr bemüht eine Dumpigstation für unser Grauwasser zu finden, (Off-Season) und im Krankenhaus durften wir einfach frei rumwandern und uns mit Berufskollegen über die Arbeit und das Leben im Winter unterhalten, sehr interessant und lehrreich! Am Schönsten ist für uns nach zwei Reisen der Abschnitt zwischen dem Polar-Circle und der Fähre über den Pelly-River. Hier ist die Landschaft einfach grandios und die Begegnungen mit den Grizzlys atemberaubend,nach vielen Reisen durch die Welt für uns eine der schönsten Gegenden der Erde! Wenn Euch Tombstone (Super!!) beeindruckt hat MÜST ihr den Rest noch sehen :-)) Danke für die Einladung in die Yukon-Gruppe, haben Deinen Reisebericht gelesen und den Tip "Dempster" erweitert.
    LG aus den winterlichen Bergen Billy und Dani, leicht heimwehkranke "Yukonianer"

  • Blula 21.01.2010 | 20:08 Uhr

    Liebe Hilde!
    Ich hatte wirklich viel Spass beim Lesen. Da hast Du einen absolut tollen und sehr unterhaltsamen Bericht geschrieben über eine traumhafte Gegend. Ganz wunderschön sind auch die Fotos, mit denen Du diesen Bericht umrahmt hast.
    LG Ursula

  • mamatembo 27.01.2010 | 18:31 Uhr

    Was für wunderbar geschriebene, interessante Geschichten aus dem Hohen Norden; dazu Deine fantastischen Fotos! Da werden Erinnerungen an meine Touren in den 1980er Jahren wach - und die Sehnsucht, diese Ecke der Welt wieder einmal zu sehen!
    Danke! und
    LG Beate

  • Joe1230 25.03.2011 | 22:11 Uhr

    HALLO!
    Tolle Reise, toller Bericht! Danke.
    Du scheinst auf die gleiche Art von Urlaub zu stehen wie ich ;-)
    Liebe Grüße aus Wien
    Joe

  • RC-Redaktion 10.06.2011 | 13:49 Uhr

    Ein toller Bericht, der Sehnsucht weckt. Morgen auf der Startseite!

  • mamatembo 10.06.2011 | 17:52 Uhr

    @RC-Redaktion: finde ich Super, dass Ihr momentan dabei seid, einige dieser "alten Schätzchen" wieder auszugraben und auf die Startseite zu stellen; die haben das echt verdient!!!
    LG Beate

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  • Charon 12.06.2011 | 22:54 Uhr

    @RC-Redaktion
    was für eine Überraschung! Ich freu mich natürlich riesig über die späte "Ehrung" :)
    Vielen Dank für alle eure Kommentare und Bewertungen, das animiert, mal wieder einen Bericht zu schreiben!

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