Reisebericht

Reisebericht: Neon Tokio

 
 
 
 
 
Reisebericht: Neon Tokio

Alles ist wie ich es mir gedacht habe. Neonreklamen, Menschenmassen und einige Erfindungen die noch kein Kassenschlager in Europa sind.

Inhaltsverzeichnis
Seite 1 von 2

Metropole

Meine Ankunft in Tokio ist fast zum Verzweifeln. Nachdem ich blöderweise meine Buchungsbestätigung mit der Wegbeschreibung nicht eingesteckt habe, schicken mich die freundlichen Polizisten im Umkreis von einem Kilometer hin und her. Als Anhaltspunkt habe ich nur eine grobe Skizze, die beschreibt dass das Hotel nur zweimal um die Ecke vom Post Office sein soll. Leider ist das nicht das große Post Office, und es ist unglaublich wie schlecht die Japaner englisch sprechen. Trotz unnötiger Lauferei bin ich schon von Shinjuku begeistert, denn das Geschäftsviertel ist total belebt.
Am Abend leuchten die Neonreklamen und in den Straßen sind genauso viele Leute unterwegs wie am Tag. Hier ist man mittendrin in der selbstverständlichen Hektik von Tokio. Ob auf der Straße oder im Geschäft es gibt überall „Wegweiser“ mit weißen Handschuhen die einem zackig zeigen wohin man gehen soll. An großen Kreuzungen sind die Zebrastreifen auch diagonal, und nachdem die Grünphasen lange dauern löst sich das Gewusel wie immer von selbst auf.
Die Neonreklamen der Geschäfte sind in harter Konkurrenz zu den Spielhallen mit den Computerspielen, oder dem Greifarmgeschicklichkeitsspiel oder dem Glückspiel mit den Kugeln die durch die Maschinen rattern. Beim Betreten erfasst mich eine Geräuschkulisse die sicher irgendwann zu Gehörschäden führt.
Für die Mädchen gibt es einen eigenen Bereich mit Fotokabinen. Da treffen sie sich mit ihren Freundinnen und wer mag kann sich ein Kostüm ausleihen um sich als Mangapüppchen fotografieren zu lassen. Zu meiner Freude laufen einige auch auf der Straße herum.

Eine andere Kuriosität sind die praktischen Dinge des Alltags, wie Brillenputzmaschine oder Schirmhüllenspender. Falls ein Geschäft dieses Ding nicht besitzt, steht ein Personal am Eingang das nur dafür zuständig ist den nassen Schirm in eine Plastikhülle zu stopfen – natürlich mit weißen Handschuhen.
Ich meine dass jetzt nicht abwertend, sondern skurril wie diszipliniert und korrekt hier alles gehandhabt wird. Ohne Ausnahme, denn als ich in einem Geschäft nicht bei der richtigen Markierung zur Kasse gegangen bin wurde ich sofort zu Recht gewiesen, obwohl ich gerade alleine vor der Kasse stand.



 
 
 
 
 

(10 Stimmen)

(Zum Bewerten bitte anmelden)



 
Machen Sie aufmerksam auf diesen Reisebericht!
Das könnte Sie ebenfalls interessieren
Übersicht Japan


Städte: Kawasaki, Tokio

Kommentare
  • trollbaby 18.11.2009 | 10:43 Uhr

    Japan steht bei mir sehr hoch im Kurs für zukünftige Reisen, so ist es spannend, von Deinen Erlebnissen in Tokyo zu lesen. Auch die Bilder sind super und unterstreichen das Exotische sehr stark. Hast Du nach Tokyo noch weitere Städte in Japan besucht?
    LG Susi

  • siro.reise 18.11.2009 | 20:15 Uhr

    Sehr fein, da bekommt man richtig Hunger auf Sushi. Gruß Robert

  • mamatembo 02.12.2009 | 15:59 Uhr

    Muss wirklich interessant und für uns ziemlich ungewöhnlich sein, diese Stadt. Danke für den Eindruck "aus erster Hand"!
    LG Beate

Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar abzugeben.

Neon Tokio 4.33 9