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Reisebericht: Chicago
Quasi als Revanche für den Aufenthalt eines Freundes aus Chicago zur WM 2006 bei mir in Hamburg, stattete ich ihm nun einen Besuch ab. Durch die Tatsache, dass er gebürtiger Chicagoer ist, hatte ich das Riesenglück einen Insider an meiner Seite zu haben, der mir die Stadt auch mal von der anderen Seite zeigen konnte.
Der erste Tag Downtown
Am ersten Tag meiner Reise fuhren wir mit dem Auto direkt downtown. Die Parkplatzsuche gestaltete sich äußerst schwierig, so dass Bill (mein amerikanischer Freund) sich kurzerhand dazu entschloss eines der Parkhäuser aufzusuchen. Dass die Parkgebühren in Chicago exorbitant hoch sind, stellte sich dann erst heraus, als wir das Auto nach zwei Stunden wieder abholten - unglaubliche $ 30,- hat der Spaß gekostet! Es empfiehlt sich also die öffentlichen Verkehrsmittel, bspw. die legendäre El (elevated train) oder den Bus, zu nutzen. Die Tarife sind extrem transparent: Man zahlt immer $ 2,- pro Fahrt, wobei man innerhalb des El-Netzes auch beliebig oft umsteigen kann. Erst wenn man einen Bahnhof durch die Drehtür verlässt, verfällt das Ticket.
Chicago-River-Cruise
90 minütige Fahrt auf dem Chicago-River zum Thema Architektur. Preise: Erwachsener $ 32, Senioren (ab 60) $ 30, Jugendliche (7-18) $ 18, Kinder unter 7 Jahren frei
Persönliche Meinung von Vincent:
Eine sehr kurzweilige Tour, die einem auf unterhaltsame Weise die Architektur Chicagos näher bringt. Einen Stern Abzug gibt es lediglich wegen des doch recht hohen Preises.
Um mir einen ersten Überblick zu verschaffen, buchten wir einen Boat-Trip auf dem Chicago-River, der, ganz nebenbei, zum St. Patrick's Day sogar grün eingefärbt wird. Die 90 minütige Tour klärt einen auf interessante und unterhaltsame Weise über die Architektur Chicagos auf. Zusätzlich erfährt man noch einiges über die Geschichte der Stadt und bekommt gleichzeitig ein gutes Gefühl für die Ausdehnung der Innenstadt. Getränke und ein kleiner Imbiss in Form von Cookies sind im (doch recht üppigen) Preis von $ 32,- enthalten.
Cheezborger!" "No Pepsi, Coke!" "No fries, chips!" - mit diesen Aussagen schaffte es John Belushi in einem Sketch in Saturday Night Live diesem "Imbiss" einen Kultstatus zu verleihen. Die Billy Goat Tavern befindet sich im Untergrund in der Nähe des Tribune Towers und des Wrigley Buildings in der Michigan Avenue. Mittlerweile ist es am Eingang zum Untergrund sogar ausgeschildert, so dass man es fast nicht verfehlen kann.
Persönliche Meinung von Vincent:
Super lustige Atmosphäre und gute Burger! Tipp: Der Double-Cheeseburger, denn "Double-Cheeseburger is best!"! Ich hatte gleich zwei davon!
Hinauf auf den Sears-Tower
Der Sears-Tower war für lange Zeit (bis1997) mit seinen 442 Metern (mit Antenne 527 Meter!) das höchste Gebäude der Welt. Allerdings konnte er seinen Rekord in Bezug auf das höchste begehbare Geschoss der Welt (in 440 Metern Höhe) bis zur Eröffnung des Tai-Peh 101 im Jahre 2004 halten. Also rauf in die 103. Etage!
Bevor es aber endlich nach oben geht wird man noch durch ein Kino geschleust, in dem ein ca. zehnminütiger Film über die Geschichte und den Bau des Sears-Towers im Jahre 1974 läuft.
Oben angekommen
Im Turbolift, der für den Weg nach oben knapp 40 Sekunden braucht, bekommt man, bedingt durch die Druckveränderung, dann auch ein gutes Gefühl dafür in welche Höhen man sich gerade schwingt. Glücklicherweise konnte ich mich noch, aus alten DLRG-Zeiten, daran erinnern wie man einen Druckausgleich hinbekommt ohne sich blöd an die Nase fassen zu müssen. Im Lift selbst läuft dann zur Ablenkung noch ein Film (mit zwei Comic-Möwen als Protagonisten), der einen auf das bevorstehende einstimmen soll.
Oben angekommen hat man dann eine überwältigende Aussicht auf den Lake Michigan und die, sich scheinbar ins Unendliche erstreckende, Millionen-Metropole. Die Ausmaße werden einem erst dort so richtig bewusst. 50 Meilen blickt man hier in jede Richtung, vorausgesetzt das Wetter ist entsprechend heiter, was es bei meinem Besuch erfreulicherweise war. Im Mittelteil der Etage wird einem dann noch die Geschichte der Stadt und ihre Persönlichkeiten auf großen Info-Wänden näher gebracht.
Das Skydeck in der 103. Etage des Sears-Towers ist ein absolutes Muss für Chicago-Besucher. Auf ein höheres Gebäude kommt man so schnell wohl nicht. Die Preise sind ok: Erwachsene $ 12,95, Kinder von 3-11 $ 9,50, Kinder unter drei Jahren frei. Inklusive einer Skylights Audio-Tour darf man noch einmal um die $ 6 dazu rechnen. Das Skydeck öffnet jeden Tag (auch an mehr
Persönliche Meinung von Vincent:
Wie bereits von Howlin Wolf in seinem gleichlautenden Song beschrieben, fühlt man sich dort oben auch: "I don't worry:
I'm sitting on top of the world". Absolut überwältigend! Leider war ich tagsüber oben, aber das Skydeck hat ja in der Hauptsaison bis 22:00 Uhr geöffnet. Abends ist es bestimmt noch beeindruckender.
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So muss ein Reisebericht aussehen! Super :)
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Schöner Reisebericht! :)
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Dein Reisebericht ist sehr cool. Ich übe mich wie gesagt noch aber gib die Hoffnung nicht auf es geht bei mir weiter keine Angst! =)
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Informativ und gut strukturiert, also mir gefällts :-)
Grüße: Martin -
Schöner Bericht!
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Wirklich unterhaltsam, kurzweilig, interessant! Und die Bilder sind klasse! Bitte noch mehr Berichte dieser Art ! Vielleicht aus Skandinavien? ;)
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Toller Bericht mit tollen Fotos und Tipps!
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Chicago ist eine wunderbare Stadt mit seiner Lage am See und der Skyline der Gebäude. Bezüglich der Grünflächen bin ich ein wenig anderer Meinung. Es gibt so viel zu erleben in dieser Stadt, z.B. die Museen, eine Besichtigung der Gebäude, Kunstwerke überall, die Universität, Jazzkeller und, und und.
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Kurz und bündig beschrieben und trotzdem sehr informativ. Vor allem fand ich hier ein
Panorama von der 103. Etage des Sear Tower, das ich in einem anderem ebenfalls interessanten Reisebericht über Chicago vermisst habe.
LG Eberhard -
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Schöne Grüße,
Ihr Team der GEO-Reisecommunity -
Gut geschrieben und schöne Fotos
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