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Reisebericht: Kuba hautnah
Gruppenreise "Kuba hautnah" - 15 Tage / 14 Nächte bzw. Zug um Zug durch Kuba. Eine Rundreise über 4.000 km durch Kuba.
- 31. März 2009 - Anreise von Billerbeck über Frankfurt nach Varadero
- 01. April 2009: Rundgang durch das Stadtviertel Centro Habana, Prado und Habana Vieja
- 02. April 2009: Erkundung Stadtviertel Vedado und Plaza in Havanna
- 03. April 2009: Stadtbesichtigung mit der Reisegruppe in Havanna
- 04. April 2009: Havanna - Santiago
- 05. April 2009: Santiago
- 06. April 2009: Santiago
- 07. April 2009: Santiago - Guantanamo - Baracoa
- 08. April 2009: Von Baracoa nach Holguin
- 09. April 2009: Von Holguin über Bayamo nach Camaguey
- 10. April 2009: Camaguey - Ciego de Avila - Santi Spiritus - Trinidad
- 11. April 2009: Trinidad
- 12. April 2009: Trinidad - Cienfuegos - Remedios - Santa Clara
- 13. April 2009: Santa Clara - Cuama - Pinar del Rio
- 14. April 2009: Pinar del Rio - Vinales - Havanna
- 15. April 2009: Fahrt mit einer kleinen Bahn nach El Rincón
- 16. April 2009: Rückflug nach Deutschland
- 17. April 2009: Ankunft in Deutschland
- Empfohlene Literatur
31. März 2009 - Anreise von Billerbeck über Frankfurt nach Varadero
Sitze gerade in Havanna im Restaurant La Mina und beginne mit dem Tagebuch und habe die Reise nach Kuba im zweiten Anlauf begonnen.
Kurz vor 8 Uhr brachte mich meine Nachbarin zum Bahnhof. Endlich ging es los. Waren die Wochen davor schon aufregend. Die erste Reise musste ich im März wegen eines Krankenhausaufenthaltes zwei Tage vor der Reise absagen. Es stellte sich jedoch heraus, dass alles in Ordnung war. So konnte ich die Reise beruhigt angehen. Um 8.15 Uhr ginge es mit der Bahn nach Münster. Kurz nach 9 Uhr fuhr ich mit dem IC in Richtung Köln. Bevor ich Bochumg erreichte kam die erste Überraschung. Der Zug hatte über 15 Minuten Verspätung. In Köln konnte ich den nächsten Zug vergessen. Alternativ gab es einen Zug ab Essen, den ich dann nahm. Kurz vor dem Flugplatz Frankfurt gab es eine Durchsage. Der Fernbahnhof Flugplatz war durch die Polizei gesperrt. Was nun? Vom alten Bahnhof war es nur ein bisschen weiter. Mit einer Verspätung von über einer halben Stunde startete der Flieger von Condor-Airline ab Frankfurt .
Nach knapp 10 Stunden Flugzeit erreichte ich Varadero kurz nach 20 Uhr. Die Passabfertigung verlief recht schnell. Nun stellte sich die Frage, wie komme ich nach Havanna. Schon bald hatte ich einen Ansprechpartner gefunden und er suchte meinen Namen in seiner Liste. Leider war ich nicht verzeichnet. Anruf bei einem Büro. Nach einigem hin und her wiesen sie mir doch noch einen Platz in einem Bus in Richtung Havanna an. Das wäre geschafft.
Kurz nach 21 Uhr (unsere Zeit 3 Uhr in der Nacht) ging es endlich los. Der Bus benötigte zwei Stunden bis Havanna, wo er mich im Hotel Park View absetzte. Hoffentlich bekomme ich ein Zimmer, war mein Gedanke. Alles Sorgen waren dahin, als ich doch noch ein schönes Zimmer mit Blick auf die Festung El Morro bekam und ich ging müde ins Bett.
Tipp: Übernachtung Hotel Park View in Havanna
01. April 2009: Rundgang durch das Stadtviertel Centro Habana, Prado und Habana Vieja
Die Nacht war kurz. Frühstück im 7. Stockwerk des Hotels mit einer schönen Sicht über Havanna. Der erste Tag in Havanna konnte beginnen. Die eigentliche Reise durch Kuba begann am 3. April und ich hatte zwei Tage Zeit für mich, Havanna zu erkunden.
Ich lief den Prado entlang bis zum Meer und weiter bis zum Capitolio. Am Parque de la Fraternidad standen lauter alte Oldtimer und sie suchten Kunden für eine Stadtfahrt. Weiter ging es bis zum Plaza de la Cathedral, wo ich einige Fotos von alten Frauen mit einer dicken Zigarre schoß. Hier musste ich ein Peso bezahlen, denn sie lebten von den Touristen. Mittagessen im Restaurant La Mina. Danach wanderte ich entlang der Route um Plaza de Arnas. Casa de la Obra Pia fand ich besonders interessant und gegenüber besuchte ich das Casa de Africa. Am Meer machte ich eine Bierpause. Durch die Altstadt ging es zurück zum Hotel. Die Füße brannten nach der langen Tour. Etwas Ruhe und zum Sonnenuntergang (19.40 Uhr) ging ich zum Malecon. Zum Abendessen aß ich in der Altstadt eine Paella. Ein langer interessanter Tag ging zu ende.
02. April 2009: Erkundung Stadtviertel Vedado und Plaza in Havanna
Frühstück so gegen 7.30 Uhr im Hotel. Heute wollte ich einen Spaziergang in das Viertel Vedado unternehmen. Über den Prado lief ich in Richtung Capitolio und wanderte über Avenida Simón Bolivar, Avenida Salvador Allende und über die Calziada de Infanta bis zum Hotel National. Hier begann der Spaziergang aus dem Buch vom DK-Verlag (siehe unten). Höhepunkt der Tour war die Besichtigung des Museo de Artes Decorativas. Ein Haus einer reichen Kubanerin. Im Casa de la Amistad aß ich Schweinfleisch mit Pommes und Reis.
Weiter wanderte ich zum größten Friedhof (Necrópolis Colón) der Welt mit mehr als zwei Millionen Gräbern. Allein schon der Eingang war beeindruckend. Interessant war das Grabmale Las Victimas de la Caridad. Ein riesengroßes Denkmal. Im Beinhaus Osario General aus dem Jahr 1886, ist eines der ältesten Bauten der Necrólos, standen viele kleine Särge gestapelt wild durcheinander herum. Leider wollte sich der schlafende Wächter dieser Städte nicht fotografieren lassen.
Zum Schluß besuchte ich die Grabstätte von La Milagronsa. Besucher legten Blumen nieder und gingen rückwärts zurück, denn man sollte nie den Rücken zum Grabmal wenden.Auf diesem Friedhof fährt man mit einem Taxi zur Beerdigung und dann auch weiter bis zum Grab.
Tipp: Kolumbusfriedhof Necrópolis Colón
Auf einer Fläche von 55 Hektar befinden sich mehr als zwei Millionen Gräber und ist eines der größten Friedhöfe der Welt. Besonders interessant ist der Haupteingang (zur Zeit wird er rennoviert), Grabmal La Piedad von Rita Longa und La Milagrosa. Im Alter von 24 Jahren starb im Jahr 1901 Amelia Goyri bei der Geburt ihrer Tochter. Auch das Kind starb. Damals wurden beide gemeinsam bestattet. Bei einer Graböffnung war der Körper des Kindes völlig unversehrt, so die Legende. Heute gilt Amelia Goyri als Schutzpatronin von Schwangeren und Neugeborenen. Man kehrt nie den Rücken dem Grabmal zu.
Tipp: Chinesisches Viertel Barrio Chino in Havanna
Das Viertel befindet sich zwischen den Straßen San Nicolás, Dragones, Zanja und Rayo. Hier werden asiatische Speisen serviert.
Tipp: Museo de Artes Decorativas
In diesem Haus wohnte die Condesa de Revilla de Camargo. Die Villa wurde 1927 erbaut und die Einrichtung ist im Stil Ludwigs XV. eingerichtet.
Bei einer großen Hitze wanderte ich weiter in Richtung Malecon. In der Callejón de Hamel besuchte ich die beeindruckenden Wandbemalungen.
Kubanisches Stadtleben erlebt ich in der Calle Gervasio, wo es von dort weiterging zum chinesichen Viertel Barrio Chino.
Über den Malecon zurück zum Hotel. Abendessen im Hotel Park View.
03. April 2009: Stadtbesichtigung mit der Reisegruppe in Havanna
Kurz nach 7 Uhr frühstückte ich im Hotel. Die ersten Gäste der Rundreise trafen auch schon ein. Um 8.30 Uhr begann der Tag, nach einer kurzen Einführung des Reiseleiters Antonio, mit einer Fahrt im Oldtimer der 40er- und 50er-Jahre über den Malecon ins Nobel- und Botschaften Viertel Miramar. Besuch einer Zigarrenfabrik. Mittagessen auf der Dachterrasse des Hotels Ambos Mundos. Besuch des Capitolios.
Der Altstadtrundgang begann am Parque Central, Einkaufstraßen Calle Obispo und Calle O'Reilly zur Hemingway Bar Bodeguita del Medio und zur Plaza de Cathedral. Besichtigung des original restaurierten, ehemaligen Präsidenten-Waggon von 1910. Zum Schluß sahen wir uns das Zucker- und Rummuseum gesponsert von Pernot & Ricard an. Zurück zum Hotel ging es in den typischen, halboffenen 3-Rad Moppet Taxis, den sogenannten Cocotaxis.
Der Höhepunkt des Abends war für mich der Besuch einer kubanischen Familie. Um 19 Uhr fuhren wir mit zwei Bussen zu dieser Abendvorstellung mit Musik. Am Hotel National stand unser Bus und wartete auf den zweiten Bus, der Probleme hatte. Nach fast einer Stunde erreichten wir unser Ziel. Ein Abend auf dem Land mit jungen Kubanern, kubanische Küche, Getränke und kubanischer Musik. Lebensfreude pur. Hier lernte ich die ersten Salsaschritte. Schon bald klappte es sehr gut. Musik und Tanz den ganzen Abend. Leider war der Abend für mich zu kurz. Kurz nach 23 Uhr ging es zurück zum Hotel.
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Gut geschrieben, hat mir gefallen!
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Da ich selbst noch nach Kuba möchte - verschlinge ich jeden Bericht über Kuba. Da bekommt man richtig Lust...gleich loszudüsen. Danke für den informativen Reisebericht und den vielen tollen Fotos. lg Romy
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Sehr schöner und informativer Bericht mit tollen Fotos!!
LG Robert -
Interessant, diese Tagebuchform. Schöne Fotos!
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Tolle Fotos begleiten diesen interessant beschriebenen Reisebericht!
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Interessante Aufzeichnungen und tolle Fotos.
Ja, Kuba ist auf jeden Fall eine Reise wert.
Nette Grüße von Josef -
Dein Tagebuchstil gefällt mir! Und auch die tollen Fotos, die Du hinzugefügt hast. So kann ich mir Kuba sehr gut vorstellen!
LG Susi -
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Ich habe es vor einigen Jahren "nur" mal in die Dom.Rep. geschafft. Kuba wäre auch noch ein interessantes Reiseziel in der Karibik. Du bringst das in Deinem Bericht und anhand der tollen Fotografien sehr gut rüber.
LG Ursula
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