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Reisebericht: Pyramiden, Sphinx, Gräber und ein intelligentes Kamel

 
 
 
 
 
Reisebericht: Pyramiden, Sphinx, Gräber und ein intelligentes Kamel

Während meines Besuches bei meiner Schwester in Kairo gehörte ein Ausflug zu den Pyramiden selbstverständlich zum Programm.

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Die Pyramiden

Wir fahren mit dem Auto nach Gizeh. Die ägyptische Fahrweise ist eine Katastrophe, auf den mehrspurigen Straßen fährt jeder kreuz und quer, und auch sonst scheint es keine festen Verkehrsregeln zu geben. Das erfordert Kommunikation mit allen Autofahrern ringsum. Man liest es sich praktisch von den Augen ab, ob der Andere Einen vorbeilässt oder nicht. Meine Schwester fährt wie eine Ägypterin. Sie erklärt mir, dass ägyptische Männer (nur die?) davon überzeugt sind, dass Frauen nicht Auto fahren können. Die Frauen machen sich das zu Nutze, stellen sich ein bisschen dumm und erkämpfen sich auf diese Weise so manche Vorfahrt. Ganz schön clever. Wenn man immer so nah aneinander vorbeifährt, ergeben sich vielerlei Möglichkeiten zur Kontaktaufnahme. Ein flotter Ägypter, der neben uns fährt, will meiner blonden Schwester seine Telefonnummer ins Auto schmeißen. „La, schukran“, schreit sie. Nein, danke.



 
 
 
 
 

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Und da sind sie die Pyramiden.
Sie sind ungefähr 4500 Jahre alt. Dafür haben sie sich ganz gut gehalten, auch wenn der Zahn der Zeit und die Umweltverschmutzung an den Pharaonengräbern nagen. Die Pyramiden sind das siebte Weltwunder der Antike und das Einzige, das heute noch erhalten ist.
Vorn die Chephren-Pyramide, sie ist heute 136 m hoch, dabei ist sie schon ein bisschen abgebröckelt, Früher war sie über 140 m hoch, dahinter die Mykerinos-Pyramide, die kleinste von allen, nur (!) 62 m hoch.



 
 
 
 
 

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Die Cheops-Pyramide ist die Größte in Gizeh. Sie war früher 146 m hoch und ist heute bis auf 138 m geschrumpft. Der Pharao Cheops war der Vater von Chephren und der Großvater von Mykerinos.



Zwischen den Pyramiden verkehren Pferdewagen. Unser Kutscher sieht aus, als wäre er dem Märchen von Alibaba und den 40 Räubern entsprungen, aber er ist kein Schlitzohr sondern ein Witzbold – oder beides. Als er merkt, dass wir Deutsch sprechen, treibt er seine Pferde mit „Schnell, schnell“ an und singt dann lautstark „Hoppe Hoppe Reiter“ Wir fallen fast vom Wagen vor Lachen.





 
 
 
 
 

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Nochmal die Chefren-Pyramide von ganz nah, früher sollen die Spitzen der Pyramiden mit Gold verkleidet gewesen sein. Man kann auch in die Pyramide reingehen, aber meine Schwester meint, das sei sehr eng, sehr heiß und nicht wirklich interessant. Nichts für Leute mit Klaustrophobie. Dann lieber nicht.



 
 
 
 
 

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Ganz schön groß, die Steine und schwer 2,5t etwa. Zu einer Pyramidenanlage gehörte ein Taltempel, von dem ein langer überdachter Aufweg zum Totentempel unmittelbar vor der Pyramide führte. Diese großflächige Konstruktion ist heute auf dem Gelände nicht mehr sichtbar.



 
 
 
 
 

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Die überall präsente Touristenpolizei passt auf, dass alles mit richtigen Dingen zugeht. Links im Bild vor der Cheops-Pyramide steht ein Museum, das aussieht, wie die Arche Noah.



Es ist neu und beherbergt die Sonnenbarke des Cheops, die 1954 an dieser Stelle gefunden wurde. Ich habe einen Führer ganz für mich allein, der mir auf Englisch und mit viel Enthusiasmus die Geschichte des Schiffes erzählt.
Auf der Barke wollte der Pharao seine Reise ins Jenseits antreten.



 
 
 
 
 

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In diesem Schacht wurde die Barke, zerlegt in 1224 Einzelteile, gefunden und in jahrelanger Arbeit zusammengebaut. Das Zedernholz hat die 4500 Jahre gut überstanden, weil es luftdicht abgeschlossen war.



 
 
 
 
 

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Auf dem ganzen Gelände gibt es Grabanlagen der hohen Beamten am Hofe des Pharao oder der Familienmitglieder. Dieses Grabmal gehört einer Königin.



 
 
 
 
 

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Wie es aussieht spukt ihr Geist noch in den Gemäuern ;-)



 
 
 
 
 

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Die Sphinx liegt majestätisch vor der Chephrenpyramide.



 
 
 
 
 

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Der Weg zur ihr führt durch den Taltempel des Chephren. Die Blöcke aus Rosengranit passen haargenau zusammen und lassen sich beim besten Willen nicht bewegen.



 
 
 
 
 

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Die Sphinx gibt den Wissenschaftlern noch immer Rätsel auf. Bis heute weiß man nicht, warum sie erschaffen wurde.



Dieses Fabelwesen mit dem Kopf eines Pharao auf dem Körper eines Löwen wurde aus einem Kalssteinhügel gehauen und ist 20 m hoch und fast 74 m lang.



 
 
 
 
 

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Übersicht Ägypten

Region: Nildelta
Stadt: Kairo

Kommentare
  • enfrente 08.09.2009 | 17:10 Uhr

    Liebe Icka...und wieder hast du einen sehr schönen Reisebericht geschrieben mit viel Witz und Humor. Hat Spass gemacht mit dir durch Ägypten zu reisen. Danke dafür. lg Romy

  • freyabe 08.09.2009 | 17:22 Uhr

    Danke Romy,
    Deine Kommentare sind immer eine Motivation für mich. Sag mir doch noch mal, wie ich den Bericht zur Gruppe verlinken kann.
    Lg Friederike

  • Hage 11.09.2009 | 18:24 Uhr

    Interessanter Reisebericht mit schönen Fotos! LG Hans-Georg

  • Blula 11.09.2009 | 19:14 Uhr

    Mir, als absolutem Ägyptenfan, hat Dein Bericht auch sehr gut gefallen. Vielen Dank auch für die schönen Fotos. LG Ursula

  • trollbaby 11.09.2009 | 19:37 Uhr

    Ich verfolge Deine Ägypten-Berichte auch sehr interessiert! Schöne Fotos! Die Erfahrung, wie schwungvoll ein Kamel aufsteht, habe ich heuer ebenfalls gemacht, nur halt in Jordanien! ;-) Einmal und nie wieder, ist mein Motto bei Kamelritten! ;-)
    LG Susi

  • traveltime 13.09.2009 | 10:30 Uhr

    Da werden Erinnerungen wach. Ein schöner Bericht!

  • mamaildi 22.09.2009 | 20:25 Uhr

    Locker - flockig - kompetent!

  • nach oben nach oben scrollen
  • mamatembo 01.11.2009 | 08:22 Uhr

    Shukran! für diesen wieder sehr schönen und informativen Bericht, der Erinnerungen weckt ...
    Ich freue mich schon auf die Wüste: yallah!
    LG Beate

  • desertflower 13.11.2009 | 20:09 Uhr

    Ja, so ein Kamelritt hat was, besonders das Aufsteigen! "Mein" Kamel war schneller als ich und so hing ich zwischen seinen Pobacken, als es sich erhob. Aber beim zweiten Anlauf hat es geklappt und ich habe den (viel zu kurzen Ritt - das Bakschich reichte offenbar nicht) sehr genossen.
    LG Resi

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