Great Sand Dunes National Park and Preserve

Reisebericht

Great Sand Dunes National Park and Preserve

Reisebericht: Great Sand Dunes National Park and Preserve

Als Kind habe ich erfahren, dass es an der Nordseeküste Dünen gibt, die man hinaufklettern konnte und auf der anderen Seite wieder herunterrutschen. Ich erinnere mich an die Spannung als ich von einer sehr hohen Düne in Frankreich zum ersten Mal den Atlantischen Ozean gesehen habe. Später bin ich durch Dünen in der Wüste gewandert, endlose Sandlandschaften, die sich am Horizont verlieren.

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Ganz gleich ob man aus Colorado oder New Mexico kommt, Dünen vermutet man nicht hier im Süden Colorados, denn das Meer ist weit entfernt, und die Wüstenlandschaft hat man in New Mexico bereits zurückgelassen. Und plötzlich tauchen sie auf, unvermutet, unerklärlich schmiegen sie sich an die Sangre de Christo Mountains.
Ein Naturphänomen, gebildet aus Sand, Wind und Wasser, in steter Bewegung, zusammengehalten durch einen kleinen Strom, der im Sommer fast ausgetrocknet ist.

Ich hatte die Dünen bereits zweimal besucht, das letzte Mal im Winter. Der Sand war harsch gefrohren, und die schneebedeckte Bergkette bildete einen wunderbaren Kontrast zu den weichen gelbbraunen Sandhügeln im Vordergrund.

In diesem Sommer wollte ich die Dünen in ihrem wechselnden Licht erleben. Das Abendlicht war mild und wenig dramatisch, deshalb beschlossen wir den Sonnenaufgang in den Dünen zu erleben.

Wir zelten im National Park auf dem Pinon Flats Campground.
Erstaunlichweise sind wir fast allein auf dem Zeltplatz und das Anfang August. Und am nächsten Morgen haben wir die Dünen ganz privat fur uns, stolpern über die Spuren vom Vortag, die durch die Feuchtigkeit und Kühle der Nacht tief im Sand eingegraben sind und uns Aufstieg erleichtern. Der Mond hängt nocht tief im Südwesten und erhellt unseren Weg nach oben. Und dann warten, warten auf die ersten Sonnenstrahlen, die wie Riesenscheinwerfer dieses spektakuläre Bünenbild zum Leben erwecken. Die Farben und Formen sind überwältigend, wir stapfen jeder für sich in eine andere Richtung, benommen und gleichzeitig erregt von dem Schauspiel, das sich hier vor uns abspielt. Ein zu eitles Unterfangen auch nur einen Bruchteil von dem, was wir sehen, in Fotos widerzugeben. Ich sehe von Weitem meinen Freund Dan, wie er mit seiner Kamera weiter nach oben läuft, der aufgehenden Sonne entgegen, und ich winke ihm zu und laufe nach unten, in Richtung Süden, bleibe immer wieder stehen und vergesse die Kamera.

Die Bilder, die ich gesehen habe, sind nicht auf meiner Festplatte, und ich kann sie hier nicht zeigen, aber ich sehe sie vor mir. Was ich hier zeige, ist ein kläglicher Versuch, Licht, Schatten, Formen und Farben einzufangen um wieder eimal festzustellen, dass man nur einen Bruchteil von dem festhalten kann, was man in der Natur fühlt und erlebt.





Sonnenaufgang in den Great Sand Dunes

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Kommentare

  • trollbaby

    Wunderschöner Bericht über einen US National Park, den ich auch nur zu gerne einmal besuchen würde!
    Der "klägliche Versuch", die Formen und Farben der Dünen einzufangen, ist Dir aber SEHR gut gelungen!!!
    LG Susi

  • RdF54

    Tolles Erlebnis und schöne Geschichte!!

    LG Robert

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