Wal- und Delfinbeobachtung in Tarifa

Reisebericht

Wal- und Delfinbeobachtung in Tarifa

Reisebericht: Wal- und Delfinbeobachtung in Tarifa

10 Tage Andalusien mit Wal- und Delfin Beobachtung und Kultur.
Whale Watching in Tarifa mit der Schweizer Stiftung Firmm, die Wale und Delfine in ihrem Lebensraum erforscht und zu schützen versucht.
Und als Abwechslung, da man ja nicht nur auf dem Boot sein kann und nicht nur Meer sehen will, ein wenig Andalusen mit den weissen Dörfern, den Stieren, den Pferden.

Wal- und Delfinbeobachtung in Tarifa



10 Tage Andalusien mit Wal- und Delfin Beobachtung und Andalusien was es sonst noch zu bieten hat.

Info :
Tarifa, in der andalusischen Provinz Cádiz (Spanien), ist die südlichst gelegene Stadt des europäischen Festlandes. Zudem ist sie die engste Stelle der Straße von Gibraltar, nach Marokko sind es noch genau 14 km und jeden Tag fahren Fähren von Tarifa nach Tanger und zurück.
Tarifa liegt am Mittelmeer und am Atlantik und die Region ist bekannt das starke Winde das ganze Jahr wehen, mit Ausnahme weniger Tage vor allem im August. Entweder der von Osten, meist von der Sahara kommende warme Levante (Windstärke 7-9, meist stärker), der oft auch große Mengen Sand mitbringt, oder der kühle, meist schwächere (Windstärke 6), vom Atlantik kommende Poniente. Diesen Winden verdanken die Stadt und das Umland ihre Popularität zuerst bei Wind- und später auch bei Kite-Surfern aus aller Welt .
Im Meer führt das Zusammentreffen von Atlantik und Mittelmeer zu einem einzigartigen Ökosystem. Zu den spektakulärsten Bewohnern zählen eine Reihe von Delphin- und Walarten (Gemeiner Delfin, Blau-Weißer Delfin, Großer Tümmler, Grindwal, Orca, Pottwal, Finnwal).

Und diese Wal und Delfine wollte ich mal zu Gesicht bekommen.
Im Internet bin ich auf die Stiftung Firmm gestossen, die Whale Watching anbietet, aber auch zugleich diese Säugetiere versucht zu schützen.
Die ganze Reise, ausser den Flug, konnte ich über Firmm buchen, dass heisst, Unterkunft und Mietwagen und eine Woche Kurs ( Beobachtung ).

Anfangs August ging meine Reise los. Mit dem Flugzeug von Basel nach Malaga und dann noch über zwei Stunden mit dem Mietwagen Richtung Süden nach Tarifa.

Sonntag Morgen bin ich das erste Mal auf der Firmm Spirit, so heisst das Boot, an einer 2 stündigen Ausfahrt gewesen. Ja und es war einfach nur toll, wir haben Pilotwale und Tümmler gesehen und diese Tiere in freier Natur zu sehen, ist nicht zu beschreiben. Nachmittags gingen wir nochmals 2 Stunden raus und die Spannung ist jedes Mal gross, sehen wir was und vorallem was ? Es ist auch sehr beeindruckend, diese riesigen Schiffe zu sehen, die an der marokkanischen Seite ins Mittelmeer reinfahren und an der spanischen Seite wieder in den Atlantik raus. Und trotz dem riesigen Verkehr, bis zu 300 Schiffe im Tag, kann man Wale und Delfine beobachten und das ist für mich unbegreiflich.
Montag war ich 3x auf dem Schiff und Dienstag am Morgen, denn der Wind kam und wenn Levante weht kann man nicht mehr von Tarifa aufs Meer.
Also bin ich Dienstag Nachmittag mit meinem Mietwagen, den ich ja nicht nur zum rumstehen hab, in Richtung Cadiz gefahren. Etwa 30 Minuten von Tarifa entfernt, liegt das Dorf Bolonia mit der römischen Ruinenstadt Baelo Claudia . Diese Stadt wurde von den Römern gebaut, wegen der strategischen Lage, aber auch für Industrie-zwecke. Hier wurde der Thunfische gefangen , eingesalzen zum konservieren und Garum hergestellt.
Diese römische Stadt war sehr interessant, aber ich muss auch sagen, es war auch sehr heiss. Nächster Halt mache ich in Vejer de la Frontera, einem typischen andalusischen weissen Dorf. Vejer de la Frontera liegt auf einem Hochplateau, die ganzen Häuser sind weiss und die Gassen sind schmal. Es hat einen ganz eigenen Charme und ich muss aufpassen, dass ich mich nicht verirre in den viel kleinen Gässchen, die alle für mich irgendwie gleich aussehen.
Mittwoch, immer noch Levante, es wurde beschlossen, dass wir mit dem Schiff von Algeciras ins Mittelmeer gingen. Algeciras liegt etwa 30 Minuten von Tarifa entfernt Richtung Malaga. Algeciras ist eine Hafenstadt und liegt in der Nähe von Gibraltar. In der Bucht von Algeciras, sind aber keine Wale sondern Delfine zu sehen und zwar der gemeine Delfin, der kleinste unter den Delfinen. Nach der zweistündigen Ausfahrt mit Sichtung verschiedener Schulen von Delfinen, so werden Gruppen von Walen und Delfine genannt, habe ich mich auf den Weg nach Gibraltar gemacht.
In Gibraltar bin ich dann mit der Seilbahn auf den Affenberg um die Berberaffen zu sehen. Diese Affen sind überhaupt nicht scheu und total an den Menschen gewöhnt, was aber nicht heisst, dass man sie anfassen darf. Auch die Aussicht von den Terrassen ist super, man sieht den ganzen Hafen von Algeciras, die vielen Schiffe bei aus- oder einladen, Gibraltar von oben und einfach nur das Meer.
Donnerstag, immer noch Levante. Heute waren die Bootsausfüge wegen Wind gestrichen, also machte ich mir einen Strandtag. Früh am morgen, bin ich 2 Stunden am Strand spazieren gegangen. Morgens ist die beste Zeit, erstens ist es noch nicht so heiss und zweites, der Strand ist fast leer, denn die Spanier schlafen länger. Nachmittags legte ich mich an den Strand zum sonnen, was ich aber nach etwa 1 Stunde abbrach, denn ich war Sandgestrahlt.
Freitag immer noch Levante und zwar so stark, dass man nicht mal mehr richtig am Strand spazieren gehen konnte. Am Nachmittag fuhren wir wieder von Algeciras aus ins Mittelmeer. Man weiss nie was einem auf der Ausfahrt erwartet, es ist immer eine Überraschung. Ja und heute war es eine riesen Überraschung, denn wir haben zwischen 300 bis 500 Delfine gesehen. Sie waren überall und sie kamen sogar bis ans Boot, es war einfach nur fantastisch. Dieses Erlebnis in Worten zu beschreiben vermag ich nicht, aber ich hab die Bilder in mir gespeichert.
Samstag immer noch Levante. Heute will ich Andalusien anschauen. Zuerst fahre ich Richtung Cadiz an den riesigen Windrädern, die zu Dutzenden da stehen vorbei. Das Land ist trocken, aber trotzdem sehe ich überall riesige Herden von Rindern. Ich bin mir zwar gewohnt Rinderherden zu sehen, da ich aus der Schweiz komme, aber so viele und so gross, da muss ich sogar staunen. Mein erster Stopp ist El Puerto de Santa María, das nach Cadiz liegt und ein spanisches Städchen mit Kirchen und Gassen und einem Castillo ist. Mein zweiter Halt ist in Jerez de la Frontera. Von hier kommt er Sherry her, aber es hat auch viele andere Sachen zum anschauen. Die Kathedrale Jerez de la Frontera, Alcázar, Iglesia de San Miguel, Plaza de San Dionisio und vieles mehr. Ich bin total begeistert von dieser Stadt, nur ist es ein bisschen zu heiss. Mein dritter Halt ist in Arcos de la Frontera, Arcos ist der Hauptort der weißen Dörfer. Es wird langsam später Nachmittag , also Zeit um mich auf den Heimweg zu machen. Auf der Rückfahrt in der Nähe von Jerez finde ich eine alte grosse Kirche an der rechten Strassenseite. Da es einen Kiesplatz hat, halte ich an und schau mir das mal an. Doch schnell stellt es sich heraus, es ist keine Kirche, sondern was anderes, nur weiss ich noch nicht genau was. Ich geh einfach weiter und plötzlich höre ich Gesang, es ist doch eine Kirche und es ist gerade Messe. Ich gehe ganz leise rein und dieser Gesang ist so beruhigend und faszinierend zugleich, dass ich einfach bleiben muss. Ich weiss nicht wie lange ich da stand, aber es hat mich im Herzen berührt. Als ich dann fast wieder beim Auto war, stellt ich fest, das hier ist ein Kloster, Cartuja iglesia, dass von Kartäuserinnen geleitet wird.
Sonntag immer noch Levante, aber er nimmt langsam ab. Heute ist mein Ziel Ronda, die bekannteste Stadt unter der Ruta de los Pueblos Blancos, Straße der weißen Dörfer und in den Bergen. Die Fahrt dauert mehr als 2 Stunden richtig in die Berge rein. Ronda liegt auf einem hohen Felsplateau und ist durch eine 100 m tiefe Schlucht in zwei Teile geteilt. Ronda hat viel zu zeigen, Stierkampfarena, El Tajo und El Puente Nuevo , Santa María la Mayor, Altstadt (La Ciudad), Fliesenbildansicht von Ronda, Blick von der „Neuen Brücke“ und noch vieles mehr. Ich verbringe den ganzen Tag in Ronda und bin total begeistert.
Montag, Levante aber nicht mehr stark. Am Nachmittag fahren wir wieder von Algeciras aus aufs Meer und es ist meine letzte Fahrt, denn morgen muss ich nach Hause. Und wie es die Delfine gewusst hätten, sehen wir bis zu 200 Delfine. Sie springen und sie surfen vor einer grossen Fähre, dass ich am liebst die Zeit anhalten möchte. Doch leider geht das nicht und auch diese Fahrt ist zu Ende.
Dienstag, es ist noch ein bisschen Levante. Ich steh früh auf und mach mich an den Strand um mich von Tarifa , Adalusien und vorallem den Walen und Delfinen zu verabschieden. Dann mache ich mich wieder auf den Weg nach Malaga zum Flughafen und am Abend werde ich in Basel wieder landen


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Kommentare

  • trollbaby

    Eine interessante Reise! Nur schade, dass so oft Levante war, sodass Du nicht so oft aufs Meer raus konntest, wie Du vielleicht wolltest. Dafür hast Du eben Andalusien näher kennengelernt. Auch schön!
    Und Delphine in natura zu sehen ist IMMER ein einzigartiges Erlebnis! Beneide Dich darum!
    LG Susi

  • heinz143

    Hat spass gemacht zu lesen.
    LG Heinz

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