Reisebericht

Reisebericht: Portugal von Nord nach Süd

 
 
 
 
 
Reisebericht: Portugal von Nord nach Süd

Den westlichsten Rand des europäischen Festlandes wollte ich entdecken. Portugals Steilküsten und Orte, von wo einst mutige Seefahrer aufbrachen, um die Welt zu entdecken.
Der Physiognomie des Landes entsprechend bot sich dafür eine Reise von Nord nach Süd an, und so reisten wir von Porto über Coimbra nach Lissabon und weiter an die Algarve.

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Erste Station: Porto und Umgebung

 
 
 
 
 

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Nördlich von Porto, bei Povoa de Varzim, schlugen wir am Abend der Ankunft total fertig von zwei Reisetagen im Auto bei sommerlicher Hitze unser Zelt auf. Der Platz war einfach, aber im nachhinein noch einer der besten. Er hatte direkten Zugang zu einem breiten Sandstrand, und so wurden wir noch am Abend vom stürmischen, laut tosenden Atlantik begrüßt.

Nach einer ausgiebigen Nachtruhe und der Umgebungssichtung bei Tageslicht machten wir einen Tagesausflug zur Wallfahrtskirche Nossa Senhora dos Remedios bei Lamego, etwa hundert KIlometer von Porto entfernt im Inland.
Die Kirche wurde im 18. Jahrhundert gebaut und ein barockes Treppengebilde mit 14 Stationskapellen, die den Leidensweg Jesu Christi erzählen, führt den Berg hinauf. Wir sind mit der Zahnradbahn (1 Euro pro Person) den Weg hinauf gefahren und dann die Treppe zu Fuß hinab. Wie überall in Portugal waren die Bauten sehr angegriffen und ein wenig herunter gekommen, alles in allem ist die Kirche aber ein schönes Ausflugsziel mit einem tollen Blick über die Landschaft.



 
 
 
 
 

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Tags darauf ging es schließlich nach Porto, der zweitgrößten Stadt und Namensgeber des Landes. Es gibt zahlreiche tolle Stellen, von denen man einen super Ausblick genießen kann. Jedoch braucht man fußläufig eine gute Kondition, da die Stadt sich auf die Hänge des vom Douro eingeschnittenen Tales hinaufzieht und einige Anhöhen zu überwinden sind.
Nach einem kurzen Blick in den wirklich sehenswerten Kopfbahnhof Sao Bento bestiegen wir den Torre dos Clerigos, das Wahrzeichen der Stadt, und genossen einen wunderbaren rundum Blick auf die Stadt, den Douro und den Atlantik.
Nach einem kurzen Imbiss fuhren wir auf die andere Flussseite nach Vila Nova de Gaia. Von dort schlängelt sich die Straße in steilen Serpentinen den Berg hinab bis hinunter ans Ufer, wo die berühmten Portweinschiffe liegen, die an jenem Tag aber leider ihre Segel nicht gespannt hatten.
Ich habe ein kleines faible für Brücken, und so war ich völlig hin und weg von der doppelstöckigen Brücke Ponte de Dom Luis I aus dem 19. Jh.
Dort unten am Douro Ufer kann man wirklich schön flanieren, ein Eis essen und den Anblick der den Berg hinauf ragenden Stadt genießen.
Porto war somit schon ein wirkliches High Light der Reise und ist in meinen Augen mit Abstand die schönste Stadt Portugals.



 
 
 
 
 

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Kommentare
  • paris 30.12.2007 | 12:28 Uhr

    Ahoi! Wirklich schöne Bilder und ein toller Bericht, danke! Ich habe die Nordsuedtour (Auto, mein Gott, die Portugiesen fahren oft gewagt!) auch schon gemacht und werde es demnächst noch einmal tun, in variierter Form natürlich. Guten Rutsch und Gruss, Charlotte

  • Ulich 01.01.2008 | 20:54 Uhr

    Schöner Bericht und schöne Bilder!

  • Jack_Lumber 17.01.2008 | 01:30 Uhr

    Hey, mündlich kannte ich den Bericht ja schon, aber so kann ich ihn immer wieder nachlesen - vor allem, bevor ich selbst mal wieder in die Richtung starte ;-)

  • mariadegala 18.04.2008 | 19:37 Uhr

    Hallo, ich mußte schon ziemlich schmunzeln, als ich deinen Bericht las.
    Ich fahre nun schon das 14.Jahr nach Portugal und du hast die Schwachstellen der Portugiesen schon gut erkannt.
    Dieses Land und seine Leute erschließen sich einem nur sehr langsam. Bei aller Freundlichkeit - gibt es oft- sind sie doch vorsichtig und misstrauisch Fremden gegenüber. An manchen Stellen wünscht man sich, oh Wunder, plötzlich deutschen Service und dem Preis entsprechende Angebote (Campingplätze, Toiletten usw.) und ein anderes Mal ist man völlig überrascht von der Freundlichkeit, der Zuvorkommenheit und dem Service.
    Es ist ein verrücktes Volk und ich liebe es, auch wenn es das einem manchmal nicht leicht macht. Zeit muß man aber mitbringen.
    Es ist ja auch viel passiert in den letzten Jahren. Vor 13, 14 Jahren war ein Fernseher etwas, was ein Rechtsanwalt hatte. Dann kamen die internationalen Konzerne wegen der geringen Löhne, dann der Euro und auch der Weggang der Konzerne. Also kleiner Aufschwung, viele Kredite und der "Abschwung". und und und
    Zum Anschauen gibt es vor allem noch das Hinterland von Coimbra bis zur spanischen Grenze.
    Abgeschiedene Dörfer, impossante Berge, Stauseen, wunderbare Landschaften. Vielleicht das nächste Mal?
    Maria de Gala

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Portugal von Nord nach Süd 3.17 6