Reisebericht

Reisebericht: Reise China 2009 (Beijing - Yunnan - Beijing - Shandong - Beijing)

 
 
 
 
 

1. Beijing (Flug und Ankunft)

Nachdem wir das letzte Mal von München geflogen sind, war diesmal wieder der Abflug von Frankfurt mit Lufthansa wie bei den Reisen zuvor. Es folgte ein pünktlicher Abflug und nach 08:40 eine pünktliche Landung in Beijing bei strahlend blauem Himmel und 30 Grad Celsius. Wegen der Schweinegrippe wurden nach der Landung noch alle Fluggäste im Flugzeug auf ihre Körpertemperatur überprüft. Danach erfolgte eine nochmalige Überprüfung im Terminal mit Wärmebildkameras. Danach erfolge die schnelle Einreisekontrolle im neuen Terminal und dann war bei der Ankunft am Band unser Gepäck auch bereits bei seinen Runden.
Bei der Fahrt mit dem Taxi vom Flughafen konnten wir bereits feststellen, dass sich dieses Mal nicht sehr viel gegenüber dem Vorjahr verändert hatte. In den nächsten 4 Tagen sahen wir uns in der Stadt um und gingen dann Peking Ente essen.
Ferner besorgten wir uns bereits die Fahrkarten nach Rushan. Nach Protesten im Internet ist es jetzt möglich in Beijing bereits 10 Tage im Voraus Fahrkarten zu kaufen (statt früher 4 Tage). Pessimistisch gingen wir eigentlich zum Bahnhof. Neu gibt es jetzt auch einen Schalter für Ausländer am "alten" Bahnhof. Zu unserer Überraschung hatten wir innerhalb weniger Minuten die Fahrkarten nach Rushan und sogar mit Soft Sleeper.



 
 
 
 
 

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Wie oben schon erkenntlich, verbrachten wir die ersten Tage damit einige chinesische Köstlichkeiten auszuprobieren.



 
 
 
 
 

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2. Yunnan-Rundreise

Nach ein paar Tagen in Beijing folgte unsere Rundreise in Yunnan.



Tag 1: Flug nach Lijiang und Tigersprungschlucht

 
 
 
 
 

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Von Deutschland aus hatten wir uns eine individuelle Rundreise durch Yunnan zusammengestellt. Die Orte Lijiang, Dali und Kunming waren die Stationen dabei.
Am frühen Morgen ging es zum Flughafen. Zum Glück benötigen wir nur 30 Minuten bis dorthin, so dass der frühe Abflug noch einigermaßen erträglich war (bei Inlandflügen soll man 2 Stunden zuvor am Flughafen sein). Pünktlich startete unser Flug und nach 3 h 20 min landeten wir in Lijiang. Der Flughafen liegt bereits auf 2100 Meter Höhe. Lijiang liegt an den südöstlichen Ausläufern des Himalaya.
Es war wunderbar sonnig und von der Temperatur war es trotz der Höhe sehr warm. Dort wurden wie auch bereits erwartet und mit dem Minibus ging es dann Richtung Jangste zur Tigersprung-Schlucht. Unterwegs machten wir noch zum Essen einen Stop. In Yunnan kann man sehr viele unterschiedliche Sorten von Gemüse essen, die wir teilweise überhaupt nicht kannten.



 
 
 
 
 

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Die Schlucht selbst erreicht man nach etwa 1,5 bis 2 Stunden Fahrt von Lijiang aus. Die Schlucht liegt auf ca. 1.800 Meter Höhe. Vom Parkplatz aus ging es am rechten Ufer entlang bis wir nach ca. 30 Minuten zu Fuß den berühmten Punkt der Schlucht erreichten, an der ein Tiger die Schlucht "übersprungen" haben soll. Die Tigersprungschlucht ist die tiefste Schlucht der Erde.
Einige Daten zur Schlucht:

* Tiefe / Höhe der Schlucht: 3.900 Meter
* Wassermenge (Durchfluss): 7.800 m3/sec
* Wassergefälle: 213 Meter
* Durchschnittliche Wassertiefe: 40 Meter



 
 
 
 
 

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Danach ging es nach Lijiang zurück zu unserem Hotel. Wir hatten ein Hotel in der Altstadt, leicht erhöht, so dass wir von unserer Terrasse vor dem Zimmer einen wunderschönen Blick über die Altstadt hatten. Die Altstadt von Lijiang gehört zum UNSECO Weltkulturerbe. Die Altstadt von Lijiang ist geprägt von engen Kopfsteinpflastergassen und einem Netz von Kanälen. Sie gilt als eine der Best erhaltenen Altstädte in China.
Es war dann am Abend dort sehr schön zu sitzen und den Tag Revue passieren zu lassen.
Die Altstadt von Lijiang hat bei Tag und Nacht seinen Reiz. Jedoch ist es abends nicht nur sehr voll in den Gassen, sondern auch die laute Karaoke-Musik ist überall zu hören. Damit wird die Stimmung der reizvollen Altstadt aus unserer Sicht zerstört.



 
 
 
 
 

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Tag 2: Lijiang

 
 
 
 
 

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Am Morgen gegen 09:00 Uhr gingen wir durch die Altstadt zum Minibus. Heute stand u.a. der Jadedrachenberg auf dem Programm. Während der Fahrt diskutierten wir mit unserem Guide und wir wussten schon vorher dass Zhang Yimou (Bekannt durch die Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele) hier auch eine Aufführung mit der ethnischen Minderheit der Naxi hat. Unser Guide telefonierte und so änderten wir das Programm etwas ab und bauten diese in unser heutiges Programm ein. Zuerst legten wir jedoch einen Stopp in einem Dorf ein, das sich Jade Water Village nennt. Es gab wie der Name sagt, viel Wasser. Da das Wasser vom Berg sehr kalt ist, waren darin Lachse. Daneben gab es noch einen interessanten Tempel.



 
 
 
 
 

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Danach ging es weiter zur Aufführung von Zhang Yimou. Wie schon 2006 in Jangshuo diente auch hier wieder die Natur als Kulisse. Diese Mal der Jadedrachenberg. Die Aufführung drehte sich um die Kultur der Minderheit der Naxi und findet bereits auf einer Höhe von 3.100 Meter Höhe statt. Einige Elemente der Aufführung, insbesondere mit Trommeln erinnerten stark an die Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele. Es wurden bei den Spielen also einige Elemente übernommen. Die Kulisse und der Sound waren wirklich einzigartig. Insgesamt sind etwa 500 Darsteller im Einsatz.



 
 
 
 
 

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Nach einem Mittagessen (auf dieser Höhe wird der Reis nicht mehr richtig weich) ging es weiter zu einem Berg, der gegenüber dem Jadedrachenberg liegt, aber dessen Höhe nicht erreicht. Von dort hatten wir einen guten Blick auf den Berg und es war auch deutlich zu erkennen, wieso der Berg diesen Namen trägt. Der Jadedrachenberg (Yulongxueshan) ist 5596 Meter hoch.



Am Ende gingen wir noch mit dem Fahrer und dem Guide zusammen Essen. Dabei gab es mal wieder sehr viele neue, exotische Sachen (man muss für solche Sachen dann natürlich auch offen sein).



 
 
 
 
 

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Tag 3: Lijiang und Fahrt nach Dali

 
 
 
 
 

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Den Morgen hatten wir für eine ausführliche Besichtigung der Altstadt zur Verfügung. Es gibt so viele interessanten Ecken und Motive. Dazu ist es morgens noch sehr ruhig. Wir machten viele Bilder und gingen dazwischen noch Essen. Am frühen Nachmittag trafen wir dann unseren Fahrer und wir fuhren nach Dali. Die Fahrt dauert 3 - 4 Stunden und geht durch interessante Landschaft. Immer durch ein Tal, dann ein Berg, dann ein Tal, und so weiter.
Gegen Abend erreichten wir dann schöne Landschaften mit Reisanbau und danach den Erhai-See. Am See entlang ging es nach Dali. Dort checkten wir im Hotel nahe der Altstadt ein und besichtigten diese dann noch vor Sonnenuntergang.
Dali und der Erhai-See liegen auf knapp unter 2000 Meter Höhe. Westlich von Dali liegt das Cangshan-Gebirge, das etwa 4000 Meter hoch ist. Die Altstadt von Dali ist von einer 8 Meter hohen und 3,5 Kilometer langen Stadtmauer umringt. Im Vergleich zu Lijiang fanden wir diese jedoch reizvoller (mag wohl an den engen Gassen in Lijiang liegen gegenüber den breiten Straßen in Dali). In der Altstadt gibt es noch die sog. Ausländerstrasse. Hier essen viele Traveller und es gibt westliche Kost. Nun wenn wir in China unterwegs sind, dann gönnen wir uns lieber das bedeutend bessere chinesische Essen.
Anschließend ging es zum Essen und danach zurück ins Hotel.



 
 
 
 
 

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Tag 4: Dali und Erhai-See

 
 
 
 
 

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Nach dem Frühstück wurden wir abgeholt und es ging zum Erhai-See. Der See hat eine Fläche von ungefähr 250 qkm (zum Vergleich Bodensee: 535 qkm). Dort wartete ein Schiff für eine Rundfahrt auf dem See mit einigen Attraktionen. Die Aufführung auf dem Schiff mit Teezeremonie und Tänzen verließen wir wegen der Lautstärke schnell wieder und genossen lieber die frische Luft und die Sonne an Deck. Nach den letzten Tagen war dies richtig entspannend.



 
 
 
 
 

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Am frühen Nachmittag endete die Schiffstour und wir gingen zuerst zum Essen. Eine riesige Auswahl an Gemüse gab es in dem Restaurant (siehe Bild).



 
 
 
 
 

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Danach ging es zur Tempelanlage mit den 3 Pagoden. Die größte Pagode ist 70 Meter hoch und zugleich auch die älteste der drei Pagoden. Die Tempelanlage liegt sehr schön über dem See, so dass man eine schöne Aussicht hat.
Am Abend ging es dann in den Zug nach Kunming.



 
 
 
 
 

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Tag 5: Kunming

 
 
 
 
 

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Am frühen Morgen wurden wir im Bahnhof von Kunming geweckt. Der Zug hatte schon eine Weile den Bahnhof erreicht und die Bettwäsche wurde eingesammelt. Damit wurden wir geweckt. Wir hatten so gut geschlafen. Gut, dass Kunming die Endstation des Zuges war.
Unser Führer wartete zum Glück noch im Bahnhof. Es war kurz nach 06:30 und wir fuhren dann in Richtung Steinwald los. In Kunming werden z.Zt. alle Ringstraßen umgebaut, so dass es etwas chaotisch war. Die Fahrt zum Steinwald dauert zwischen 1 und 1,5 Stunden. Eine Schnellstraße führt direkt bis vor den Eingang.
Um 08:00 kamen wir bereits am Steinwald (Shilin) an. Der Vorteil war, dass er dann gerade erst aufmacht und wir damit den Steinwald in Ruhe ohne die Massen von Menschen aus den Bussen besichtigen konnten. Der Steinwald gehört ebenfalls zum UNESCO Weltkulturerbe. Der Steinwald ist eine Karstlandschaft. Die bis zu 30 Meter hohen Skulpturen wurden im Laufe der Zeit aus dem Stein heraus gespült. Es git einen Weg durch die Landschaft mit einer Aussichtsplattform. Was das Auge wahnnimmt, ist nur schwer im Bild festzuhalten.



 
 
 
 
 

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Anschließend ging es zum Hotel, das in der Nähe des Bahnhofs und sehr zentral lag. Wir gingen eine Nudelsuppe nahe dem Hotel mit frisch zubereiteten Nudeln essen, das als Frühstück und Mittagessen zugleich diente. Kunmimg selbst ist eine Stadt von ca. 5 Mio Bewohnern und die Hauptstadt der Provinz Yunnan. Sie nennt sich "Stadt des ewigen Frühlings", da durch das milde Klima zu jeder Jahreszeit Blumen blühen. Kunming hat eine günstige Verkehrslage nach Birma, Laos und Vietnam.
Am Abend entdeckten wir ein sehr gutes Restaurant das Speisen aus Guangzhou anbot. Wir bestellten verschiedene Spezialitäten, die uns gut schmeckten. Auf dem Weg zurück zum Hotel kamen wir noch bei einer Gruppe von blinden Masseuren, die ihre Dienste auf der Straße anboten. Sie massierten nach traditioneller chinesischer Medizin und mann saß auf einem Hocker auf dem Gehweg, während einem Schulter und Rücken massiert wurde. Ich muss sagen, dass es mir innerlich noch nie so heiß wurde wie bei dieser Massage. Abkühlung auf die Nacht gab es dann noch mit einem Bier im Hotel.



Tag 6: Kunming

Im Gegensatz zum frühen Start am Tag zuvor, konnten wir diesen Tag ganz gemütlich mit einem Frühstück im 15. Stock und einen Blick über Kunming beginnen. Danach ging es zu einem Blumenmarkt. In Kunming werden die Blumensträuße nach Gewicht verkauft. Im Anschluss danach ging es zum Flughafen. Dort begegneten uns wieder die Blumensträuße in Kartons, die viele Reisende mitnahmen. Am Nachmittag ging es dann zurück nach Beijing, wo wir nach 3 Stunden landeten.



3. Beijing

Einige Tage verbrachten wir dann mit den üblichen Aktivitäten wieder in Beijing. Bevor es dann wieder ans Meer ging.



4. Rushan

 
 
 
 
 

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Vor der Rundreise hatten wir bereits die Fahrkarten nach Rushan gekauft. Wir hatten dieses Mal Glück und hatten Fahrkarten für Soft Sleeper. Am Abend stiegen wir in Beijing in den Zug und am nächsten Vormittag erreichten wir mit etwas Verspätung Rushan. Vor einem Jahr gab es noch eine Baustelle für den neuen Bahnhof (Baubeginn) und jetzt gab es bereits den fertig erstellten neuen Bahnhof. Es ging in unsere Wohnung und zuerst mussten wir den Staub eines Jahres entfernen, doch dann begannen die Tage zum Relaxen am Meer.
Die Tage waren geprägt von folgenden Aktivitäten:

* Einkaufen auf dem Markt,
* Frühstücken mit Blick auf das Meer,
* Jogging,
* Faulenzen am Strand,
* Schwimmen im Meer und
* Spaziergänge.



 
 
 
 
 

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Nach 12 Tagen ging es zurück nach Beijing. Hierzu fuhren wir nach Wehai und machten dort einen kurzen Abstecher. Da unser Zug von dort losfuhr mussten wir nicht bis knapp vor 23:00 in Rushan am Bahnhof warten sondern lagen um diese Zeit bereits schlafend im Zug.



5. Beijing

 
 
 
 
 

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Die letzten Tage vor dem Abflug hieß es alle Sachen Einkaufen, die wir nach Deutschland mitnehmen wollten. Darunter auch eine Reisetasche, damit wir alle Sachen einpacken konnten. Aber auch einige Punkte in Beijing besuchten wir nochmals und natürlich auch nochmals original Beijing Ente. Am Abend vor dem Rückflug war dann Einpacken angesagt. Am nächsten morgen wartete das Taxi auf uns und wir nahmen den Rückweg in Angriff. Der Flug nach Frankfurt war sehr ruhig und angenehm und wir landeten pünktlich in Frankfurt. Ein Urlaub in China ging mal wieder zu Ende.



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Übersicht China

Region: Yunnan
Städte: Peking, Kunming

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