Als Englischlehrerin in Thailand (Pai)

Reisebericht

Als Englischlehrerin in Thailand (Pai)

Reisebericht: Als Englischlehrerin in Thailand (Pai)

Im Sommer 2007 verbrachte ich meine Semesterferien erst 4 Wochen im wunderschönen Hippie-Örtchen Pai im äußersten Norden Thailands und habe anschließend 5 Wochen den Süden des Landes erkundet.
Es war meine erste Reise so komplett auf eigene Faust und gleichzeitig war es die beste Erfahrung die ich für mich in meinem noch relativ jungen Leben machen konnte...

Do nothing in Pai

Unser Haus

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Nach einer stundenlangen schaukeligen Fahrt im Minivan von Chiang Mai aus, durch das Bergland eines Himalaya Ausläufers, kam ich aufgeregt und voll Spannung in Pai an. Ich wusste überhaupt nicht, was mich erwartet. Wie sich später herausstellte, lag das daran, dass mir Informationsmaterial der Agentur, die meinen Aufenthalt als Englischlehrerin organisierte, nicht zugekommen war. So wusste ich auch nicht, dass die Betreuerin der "Volonteers" mit ihrer Schwester ein Restaurant direkt neben dem winzigen, nur aus einem Schotterplatz bestehenden Busbahnhof betreibt und dass ich da einfach hingehen soll um mich vorzustellen. Ein wenig in Panik lief ich zu dem Internet- und Telefonshop auf der anderen Staßenseite, um die Nummer zu wählen, die mir als die Ihre gegeben wurde. Kaum hatte ich Mam am Telefon und sagte ihr, dass ich angekommen sei, kam sie auch schon aus ihrem Restaurant winkend über die Straße gelaufen, um mich herzlich zu gegrüßen. Den Anruf und die Aufregung hätte ich mir also sparen können...
Mam holte sofort ihr Moped und lud mich ein, hinter ihr Platz zu nehmen. Ich zögerte etwas, denn vor ihr, zwischen ihren Beinen stand ihre kleine Tochter und ich hatte immerhin meinen riesen Trekkingrucksack auf dem Rücken! Ich wusste zu diesem Zeitpunkt noch nicht, dass es in Thailand völlig normal ist, mit der ganzen Familie auf einem Moped und sogar noch dem Hund unter'n Arm geklemmt, durch die Gegend zu brausen.
Wir fuhren durch den Ortskern und Mam deutete ständig auf irgendwelche Gebäude und teilte mir mit, was ich dort sehe: Die Post, einen Handyladen, einen Waschsalon, ein Wat, das Rathaus, die Schule, einen Supermarkt.... Ich dachte, ich könne mir das nie alles merken und werde mich sicher ständig verlaufen!
Doch noch am selben Tag bemerkte ich, wie winzig und überschaubar der Ort ist und dass ich mich höchstens in den kleinen reizenden Geschäftchen, die traditionelle und Hippiekleidung anbieten, verlaufen könnte....
Nach einer kleinen Stadtrundfahrt erreichten wir unsere "WG": Ein typisch thailändisches Einfamilienhaus (naja, bisschen größer schon...) in einer normalen Wohnstraße, dass ich mir mit 7 weiteren jungen Menschen aus der ganzen Welt teilte.



Das Klo des Grauens

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Erst einmal war ich geschockt. Besonders die sanitären Anlagen entsprachen so gar nicht den Vorstellungen eines verwöhnten europäischen Mädchens. Dass die Toitelle ein "Schwebeklo" war, war nicht das Schlimme, viel mehr befremdete mich die Vorstellung, nur mit einer Kelle Wasser aus dem großen Eimer, der neben der Toilette stand, zu spülen und mein benutztes Klopapier in einen offenen Papierkorb zu dem benutzten Papier meiner Mitbewohner zu legen. Die Dusche befand sich im selben Raum. Der Vorteil, dass man nur kalt duschen konnte bestand darin, dass man somit ziemlich schnell fertig mit der Körperwäsche war und nicht so lange auf den Klopapiereimer gucken musste.



Mein Bett ist das oben!

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Mein Zimmer teilte ich mir mit 2 weiteren Mädchen. Es war ein kleines brütendheißes Kämmerchen im oberen Stockwerk des Hauses in dem 3 Metall-Stockbetten mit recht provisorisch anmutenden Mückennetzen darüber und Ziegelstein-harten Kissen, standen.
Da nur das Fundament aus Beton bestand und Isolierung in einem so warmen Land nicht unbedingt notwendig ist, konnte ich, wenn ich im Bett lag, durch die Spalten zwischen den Hölzern der Wand in Nachbars Garten gucken...



Das gemütliche Wohnzimmer der...

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Nach kürzester Zeit jedoch begann ich unser Häuschen zu schätzen und mich richtig wohl in ihm zu fühlen. Besonders, als die Hälfte der Volonteers abreiste und ich das Zimmer für mich allein hatte, wurde es richtig gemütlich. Wenn wir im Haus waren, lagen wir sowieso die meiste Zeit in unserem gemütlichen Wohnzimmer zum, saßen am Esstisch und machten Unterrichtsvorbereitungen oder baumelten in einer der Hängematten, die wir drinnen und im Vorgarten gespannt hatten.



Gik und ich im Klassenzimmer

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Länger als bis halb acht konnten wir nie schlafen, denn um diese Uhrzeit ließ uns die Nationalhymne und Lobesworte auf den König, die aus Lautsprechern in jeder Straße plärrten, senkrecht im Bett sitzen. Außerdem fing es um diese Zeit auch an so heiß in unseren Holzkammern zu werden, dass wir stets mit Schweißperlen auf der Stirn erwachten.



Im Klassenzimmer

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Jeden Morgen gingen wir für einige Stunden in die Schule um den dortigen Englischlehrerinnen im Unterricht zu assistieren. Zunächst war ich frustriert, wie wenig die Schüler auf Englisch sagen können, geschweige denn, verstehen. Ein Unterricht nur mit mir war nicht möglich, da die Highschool Schüler trotz jahrelangen Englischunterrichts mich nicht verstanden! Jegliche Kommunikation lief über die Lehrerinnen Bum, Gik und Bell. Die Lehrerin übersetzte das, was ich auf Englisch sagte für die Jugendlichen auf Thai und umgekehrt



Mit Bum und Bel, meinen...

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Es ist lustig, wie man sich vor diesem Hintergrund über winzigste Fortschritte freut! Sie können jetzt die Formen von „to be“ Singular und Plural!! :-D
Trotz aller Kommunikationsschwierigkeiten habe ich so schöne Erinnerungen an die Schüler und vor allem an die so liebenswerten Lehrerinnen.



Yvonne beim Roti (Pfannkuchen)...

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Nach dem Unterricht begann der Müßiggang... "Do nothing in Pai" ist zu Recht der auch auf Postkarten zu lesene Slogan des Ortes. Man macht einfach nichts nd es ist herrlich!
Ich verbrachte meine Tage zunächst damit, erstmal eine Runde durch den Ort zu schlendern, Geschäfte aufzusuchen, mit den Inhabern zu plaudern, Wäsche zum Laundry service zu bringen, Obst und Wasser zu kaufen, in Restaurants mit einem Fruitshake zu sitzen und Tagebuch zu schreiben. Dann bin ich mal den coolen Hippieopa aus England besuchen geganen, der mit seiner jungen thailändischen Frau ein Geschäft mit traditioneller Kleidung der Hilltribes betreibt, um mit seinem Töchterchen und dessen süßen Welpen zu spielen. Er saß den ganzen Tag auf dem Boden und las Spökenkram und erzählte mir neben mystischen und spirituellen Dingen von seinen Hippieansichten. Ich als angehende Lehrerin war eine gute Zielscheibe für seine Anschuldigungen an die Menschheit. Er klagte den Konformismus an, der besonders in der Schule zu spüren ist: man müsse das lernen, was einem aufoktruiert wird und muss reingehen, wenn's klingelt. Wo bleibt denn da die Individualität des Menschen!?
Ich fand es immer sehr unterhaltsam bei ihm und der Welpe war einfach zu süß!



"Meine" Hündchen...

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Neben ihm lernte ich noch den christlichen Pastor des Ortes kennen. Dies geschah an meinem Geburtstag auf einer meiner irgendwann fast täglichen Radtouren (so ganz "do nothing" funktioniert für mich doch nicht). Ich las 2 Welpen am Straßenrand auf, die ziemlich schlecht davor waren. Hunderte von Parasiten fraßen den Kleinen Wunden in die Haut. Ich, als fanatischer Tierliebhaber, musste den Babies helfen! Nur wie?! Ich zog es schon in Erwägung, sie mit nach Hause zu nehmen, zu waschen und mit Anti-parasitenmittel aus der Apotheke zu behandeln... aber meine Mitbewohner würden es sicher nicht sonderlich begrüßen, verwanzte Hunde im Waschbecken sitzen zu haben.



Das Umland von Pai

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Als ich da auf dem Boden am Straßenrand saß und den Hundekindern von meinem Wasser aus einem großen Blatt zu trinken gab, kamen nach und nach immer mehr Leute dazu um zu helfen. Eine Frau fuhr schnell nach Hause, um Milch zu holen, damit die Patienten sich stärken können. Sie sprach kein Wort Englisch, dennoch verstanden wir uns. Dann kamen zwei Mädchen auf einem Moped daher und auch der Pastor, der in der Nähe wohnte kam hinzu. Er sprach genügend Englisch, dass sich alle verständigen konnten und wir einigten uns, dass die Mädchen die Hündchen mitnähmen und sie in das Kloster, in dem ihr Onkel lebt, brächten. Dort kümmere man sich gut um hilfsbedürftige Tiere.
Der Pastor erkannte an einem Kreuz-Anhänger meines Bettelarmbandes, dass auch ich ein Christ bin und lud mich in sein Haus ein. Seine Frau brachte eine Schale Wasser herbei und er wusch mir, ungeachtet meines Gezeteres, dass ich das doch auch lieber selber machen könne, meine Füße. In einer solchen christlichen "Enklave" wird das Christentum wohl noch ursprünglicher praktiziert...;-)



Meine unglaublich süße und...

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Als ich in unserem Haus ankam und anstatt der Hundebabies Muffins anlässlich meines Geburtstages mitbrachte, hätte ich nie damit gerechnet, dass meine 3 übrigen Mitbewohnerinnen eine kleine Geburtstagsparty inklusive einer super Torte für mich organisiert hatten...



Auch Vhunsen und ihr Cousin...

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Abends gab es dann in Mams Restaurant ein Festmahl und noch eine Torte und dann gingen wir in eine ziemlich coole Bar, um der Pai-typischen wunderschönen Lifemusik zu lauschen, die von einer Band aus langhaarigen Thailändern mit Gitarren, Geigen und Percussions dargeboten wurde.



Thai people make gipsy music...

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Anlässlich meines Geburtstages wollte ich mir noch ein zweites Glas Gin Tonic (oder war’s das dritte…?) holen, aber man wollte mir keins geben! Sperrstunde! Ab einer gewissen Uhrzeit wird in Pai kein Alkohol mehr ausgeschenkt. In dem Moment war ich natürlich schon ein wenig empört, aber prinzipiell finde ich das super. Vielleicht ist diese Sperrstunde auch ein Grund dafür, dass Pai trotz vieler Touristen aus Schlägereifreudigen Ländern (so munkelt man) komplett ohne Gewalt und böse Worte auskommt….



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Um 18 Uhr waren wir jeden Abend gezwungen, etwas anderer Musik als den Gitarrenklängen der chilligen Bars, zu lauschen. Ganz in der Nähe unseres Hauses war ein öffentlicher Platz auf dem immer eine Stunde Aerobic für die Damen des Ortes veranstaltet wurde. Naja, nun weiß ich auch wie thailändischer Techno und Dancefloor klingt.... Hat was von diesen Schlumpf-Coversongs...

Neben meinen Radtouren durch das Bergland um Pai herum entdeckte ich Yoga und Thaiboxen für mich als fast tägliche Aktivität.



Meine Yoga Lehrerin und ich

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Beides waren unglaubliche Erfahrungen. Meine Yogalehrerin war eine über 60 Jahre alte Thailänderin mit langen Dreadlocks und Glöckchen um die Knöchel, die bei jedem Schritt und jeder Bewegung ein beruhigendes klangkonzert gaben. Sie war 100mal so gelenkig wie ich und strahlte die Ruhe und Heiterheit Buddhas aus, was vielleicht daran lag, dass sie immer ein wenig bekifft wirkte...



Mama Yoga's Haus von außen

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In ihrem Wohnzimmer verrenkte ich mich mit anderen westlichen jungen Frauen jeden zweiten Morgen und ließ mich dabei von Mücken zerstechen. Man kann sich ja nicht wehren, wenn man gerade in der Haltung des Kamels oder des Kriegers ausharrt! Es war so unglaublich heiß unter dem Wellblechdach ihres Stelzenhauses! Aber etwas Spirituelleres habe ich wohl nie erfahren.



Bee bandagiert mir die Hände,...

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Thaiboxen lernte ich im "Junglegym" beim ehemaligen Asienmeister Bee. Naja, was heißt, ich lernte es... ich bekam recht viel Einblick in diesen tollen und sauanstrengenden Sport. Obwohl der Ring und der Betonplatz mit den Sandsäcken drum herum überdacht war und der Regen, der zeitweise um uns herum auf die Erde prasselte, uns nicht erwischte, war ich nach einem Training so klatschnass, als hätte ich die ganzen 2 Stunden im Regen gestanden. Unglaublich anstrengend aber toll.



Heute mal Lust auf...

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Bee fuhr mich dann meist mit seinem Moped zur "Lehrer WG", wo ich dann dankbar unter die kalte Dusche fiel und dann mit meinen Freunden zum Abendessen ging. Meist gingen wir zu Naa's Kitchen. Da warteten wir zwar das ein oder andere Mal ne gute Stunde auf unser Essen, aber das war es auf alle Fälle wert. Wenn ich jetzt noch an das Mussaman Curry oder die Kokossuppe denke, wird mir ganz anders.....



Na, zum Glück sind wir alle...

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Natürlich war ich in und um Pai nicht immer allein unterwegs! Die anderen fröhnten allerdings lieber dem berühmten Nichtstun in Pai und hatten auf meinen Unternehmungsdrang keine Lust. Aber wir unternahmen auch als Gruppe den ein oder anderen Ausflug, per Moped oder per Elefant....



eine super Rutsche!!

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Mit dem Moped sind wir zu den Wasserfällen (super natürliche Wasserrutsche!) oder zum atemberaubenden Pai Canyon (nur bei Schwindelfreiheit zu erklimmen;-)! )gefahren. Auf dem Rückweg kehrten wir gern ins "Coffee in love" ein. Ein Café außerhalb des Ortes, direkt an der Landstraße gelegen, das einen unglaublichen, weiten Blick ins Tal um Pai freigibt. Dazu gibt es herrliche Kaffeespezialitäten, ganz wie zu Hause..;-) Iced double whipped white chocolate moccacino oder so ähnlich... starbucks lässt grüßen...



Stairway to heaven... Aufgang...

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Ich unternahm auch mit meinen Kolleginnen einen Wochenendausflug nach Chiang Mai, wo wir in der dortigen Lehrer WG unterkamen und empört über deren Luxus dort waren. 2 Toiletten (westlich!), Warm Wasser! Eine Waschmaschine! Eine RICHTIGE Küche! Einen Fernseher mit DVD Player! (nicht dass wir den je vermisst hätten...aber trotzdem!) WEICHE Kissen! Einen gefliesten Fussboden! Und was weiß ich nicht nich alles....



Hello Miss! Tuk Tuk?

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Außer dem Wat Phra Singh und dem Night- und Sundaymarket hat mir Chiang Mai aber nicht so gut gefallen. Es ist so voll! So viele Menschen, so viele Autos! Es ist unübersichlich...... ich hatte mich wohl echt an mein Paichen gewöhnt....



Welch ein Balaceakt für die...

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Als meine alten Freunde abreisten, war ich einige Tage allein im Haus, bevor neue Mitbewohner aus verschiedenen Ländern einzogen. Mit den Neuen buchte ich gleich das erste Wochenende einen Trekking und Raftingtrip, den die Anderen schon vor meiner Ankunft gemacht hatten.
Mit einem Jeep wurden wir irgendwo in die Berge gefahren wo wir dann mit einem Guide eine schweßtreibende Wanderung begannen. Wir jammerten wie anstrengend es sei und er schwang entspannt unseren Proviant hin und her während er vor uns die Felsen hoch hüpfte. Unterwegs hörten wir Geräusche, als wenn Holzfäller am Werk wären und das Schreien ihrer Kettensägen bis zu uns dringt. Doch unser Guide klärte uns auf, dass das Grillen seien! Wahnsinn, wie so (hoffentlich) kleine Tiere einen so enormen Lärm veranstalten können!



So ein Affentheater!

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Endlich im Lager angekommen wuschen wir uns im Fluss und spielten mit den beiden dort wohnenden zahmen Affen. Leider wurde der eine eifersüchtig, wenn der Andere weiter oben an mir saß oder ich ihm zu viel Aufmerksamkeit zukommen ließ, also brannte eine wilde Prügelei auf mir los. Auch wenn sogar ich, die ja gar nicht an dem Pfotengemenge beteiligt war, einige Blessuren davon trug, fand ich das Ganze ziemlich amüsierend.



Gemeinsames Musizieren im...

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Den Abend verbrachten wir mit einer Gitarre und Gesang am Lagerfeuer. Unsere Gruppe bestand neben uns 4 Lehrern auch aus 6 israelischen Leuten in unserem Alter, so dass wir mit den Guides und den Campangestellten genügend Leute für eine Kleine Jungleparty waren.
Zu spät durfte es aber nicht werden, da wir am frühen Morgen unser Openair-Stelzen-Schlafgemach verließen um auf Raftingtour zu gehen.



Unser 10-Personen Open Air...

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Den ganzen Tag brausten wir durch Stromschnellen und ließen unsere Boote über Felsen springen. Ich hab so was noch nie gemacht, aber es war toll. Wir wurden vorher instruiert auf welche Signale wir wie und wo paddeln sollen und somit klappte es auch ziemlich gut. Irgendwann schlossen wir uns unseren Guides an, anstatt "Oh my God!!" lieber "Oh my Buddha!!" zu rufen, wenn's haarig wurde...



Auf geht's! Ausflug ins Umland...

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Als ich mich von Pai verabschieden musste um auf Weiterreise zu gehen, war ich wirklich traurig. In den vier Wochen dort habe ich mich so eingelebt, hatte mir ein richtiges Leben dort aufgebaut, hatte einen Job und Hobbies, habe Freunde im Ort gefunden und dank meines Tattoos im Nacken , dass ich mir auf traditionelle thailändische Art und Weise von Hand mit einem Bambusstab mit Nadeln dran, hab stechen lassen, wusste auch jeder dort, wie ich heiße, denn es zeigt meinen Namen in thailändischen Buchstaben...



kleine Frau, riesen Stimme!

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Man kann Pai nur schwer beschreiben, man muss es erlebt haben. Auf den ersten Blick ist es ein verschlafenes Nest, in dem man sich sicher bald langweilt... aber ist man länger da, wird man von dem dort herrschenden Gemütlichkeitstrott eingesogen und geht voll auf im Nichtstun.



Außerdem hat Pai ein tolles Nachtleben. keine Diskotheken, sondern gemütliche Bars, in denen überall Lifemusik gespielt wird, überall sieht man Bob Marley Poster und Hanfblätter, ein süßlicher Duft weht von Zeit zu Zeit aus bestimmten Bars... jeder weiß es, es ist akzptiert. Man findet viele westliche Althippies hier mit gebatikten T-Shirts und langen Haaren, genau wie Thailänder die den selben Look tragen. Jede Straße hat einen Tattooshop, in dem auf traditionelle Art und Weise von über und über verzierten Thailändern tätowiert wird.
Obwohl Restaurants und Souveniershops eng an eng stehen, hat Pai ganz und gar nicht das Flair eines Touristenortes.
Es ist einfach ein kleiner Fleck Paradies in dem die verschiedensten Menschen in Frieden leben. Klingt kitschig, ist aber so.



Und so was Schönes wächst vor'm Klohäuschen am ...

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Damit das hier nicht ins Unendliche ausufert, werde ich die Fortsetzung meiner Reise in einem extra Bericht schildern….


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Kommentare

  • Guido

    Gratuliere dir für deinen Mut und deinen klasse Bericht.

  • RdF54

    Western Girl meets East ...
    Beim Lesen kommt mir immer irgendwie Anna Leonowens (Anna und der König) in den Sinn und bei Deinen Erlebnissen, die Du hier locker und amüsant schilderst, kann man so manches Lächeln nicht verhindern.
    Besonders, wenn man es kennt ... :-)
    Kleiner Tipp: den nächsten Bericht mit den Bildern unterbrechen. Lockert das Ganze etwas auf.

    LG Robert

  • curious-julie

    Hallo Robert!
    Ich würd ja gern den Bericht mit Bildern unterbrechen! Es funktioniert nur einfach nicht!!! Jedes Mal, wenn ich's versuche landen die immer am Ende. Habe gestern Nacht um 3 wütend aufgegeben und es jetzt so gelassen....
    Vielleicht kannst du mir ja erklären, wie das geht?!
    LG, Julia

  • desertflower

    Hallo. neugierige Julie, ich habe Deinen Bericht mit großem Vergnügen gelesen und - was mir eher selten passiert - bedauert, dass ich nicht noch mal 20+ sein kann, ich glaube, ich würde sowas auch gerne machen. Für mich gab´s damals nur workcamps in England und Irland (schluchz!) - Viel Erfolg für Deine Lehrerkarriere, ist ein cooler, stressiger Job!
    LG. desertflower

  • RdF54

    siehst Du? - TOLL!! :-)

    LG Robert

  • Blula

    Finde Deinen Bericht wahnsinnig interessant. Es gehört schon ganz schön was dazu, so ein Unternehmen zu wagen. Gratuliere, Du hast es gewagt und bist um eine große Erfahrung reicher.
    LG Ursula

  • karinchen

    Ich als Thailand Fan, habe deinen Bericht mit einem Schmunzeln im Gesicht gelesen.
    Solche Erlebnisse kann dir keiner nehmen.
    LG Karin

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