Difunta Correa

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Difunta Correa

Von Gauchito Gil habe ich Euch ja schon an anderer Stelle berichtet (http://www.geo.de/reisen/community/bild/464965/ComodoroRivadavia-Argentinien-Gauchito-Gil ). Hier nun möchte ich Euch die Geschichte von Deolinda Correa erzählen. Die junge Mutter folgte während des Bürgerkrieges in den 1840-er Jahren mit ihrem neugeborenen Sohn auf dem Arm dem Bataillon ihres Mannes zu Fuß durch die Wüsten von San Juan. Als ihr dieVorräte und das Wasser ausgingen, starb sie vor Durst und Erschöpfung. Als Ihr Leichnam gefunden wurde, stelle man überrascht fest, dass das Baby überlebt hatte und an der Brust seiner toten Mutter saugte. Zur Erinnerung an dieses Wunder wurde in der Stadt Vallecito, an der Stelle, wo sich dieses Ereignis zugetragen haben soll, ein Denkmal zur Erinnerung an die junge Frau errichtet. Dieses Denkmal ist inzwischen zu einer wahren Pilgerstätte geworden- das Überleben ihres Kindes ist nur eines der Wunder, welches Ihr zugeschrieben wird. Trotz des offenen Widerstandes der katholischen Kirche breitet sich der Glaube an Difunta Correa ( keine wirkliche Heilige sondern eher eine verstorbene Seele, die Wunder bewirken kann ) immer weiter aus. Überall am Straßenrand findet man kleine Gedenkstätteni, die an Difunta Correa erinnern ( difunta bedeutet übrigens " erloschen ", Correa war der Familienname der jungen Mutter ). Überall an diesen Gedenkstellen findet man zahlreiche Wasserflaschen, damit sie nie wieder Durst leiden muß. Mehr als einmal sah ich am Straßenrand an solchen Gedenkstätten Autofahrer anhalten und andächtig beten.

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Kommentare

  • agezur

    Rührend schön!!!
    Iin Südamerika begegnet man immer wiede einer intensiven Wundergläubigkeit, offiziell streng katholisch, aber eine Nische für Mystisches muss sein. Das hat man inzwischen auch in Rom erkannt und .......schaut einfach weg.
    LG Christina

  • Oxfordian

    Sehr schön, auch hier bei GEO über dieses Thema zu erfahren.
    Gruß, Oxfordian

  • Zaubernuss

    Eine Geschichte, die mir unter die Haut geht... Ich glaube, dass solche Erfahrungen sich vielen Menschen mehr einprägen, trotz Widerstand und religiösen Prägungen. Es ist ein Urthema: Die Mutter nährt durch alle Beschwernisse hindurch, sie tut es auch gegen alle Überzeugungen, denn sie hat nur das eine Ziel: Das Leben.
    Ich werde bei jedem Schluck Wasser an Deine schöne Geschichte denken !!!
    Danke und liebe Grüsse:
    Ursula

  • mamaildi

    Eine berührende Geschichte zu einem beeindruckenden Bild. Hier erfährt der Betrachter mehr über das Land als in manchem Reiseführer...

  • Bluesfreundin (RP)

    Schön, dass du uns "The story behind" erklärt hast...LG Sigrid

  • Bozi-Boz

    Danke für diese Hintergrundgeschichte :)
    LG Günther

  • Blula

    Liebe Dani, das sage ich auch!
    Solche Geschichten gehören unbedingt auch in unsere RC.
    LG Ursula

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  • cirrus

    Liebe Dani; auch ich bedanke mich....

  • BuWe

    Ich finde es schön, dass als sichtbares Zeichen der Verehrung auch heute noch gefüllte Wasserflaschen gegen das Verdursten mitgebracht und niedergelegt werden. LG Anne Do.

  • wasserhexe (RP)

    Vielen Dank liebe Dani!!!! LG Heike

  • pleuro

    Ich bin ebenso an vielen dieser Gedenkstätten vorbei gekommen. Sie findet man auch in Chile sehr zahlreich.
    LG Anne

  • agrimm

    Schöne Geschichte!
    LG Armin

  • Aries

    Treibt mir glatt die Tränen in die Augen...
    Sehr, sehr anrührend südamerikanisch!
    LG Hedi

  • nach oben nach oben scrollen
  • davida

    Danke für die wunderbare Geschichte. Ich bin richtig ergriffen.
    LG Verena

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