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Interview: Fotograf Gregor Sailer über sein Projekt Closed Cities

Diese Orte sind schwarze Punkte auf einer weißen Landkarte. Fotograf Gregor Sailer zeigt in seinem neuen Bildband "Closed Cities" geheime Städte. GEO.de sprach mit dem gebürtigen Tiroler über sein außergewöhnliches Projekt


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So funktioniert der Empfehlen-Button von Facebook

Sie möchten den neuen Facebook Empfehlen-Button nutzen, wissen aber nicht genau, was dann mit Ihren Daten passiert? Wir haben Ihnen hier die wichtigsten Infos zusammengestellt. Die Bereitstellung dieses sog. Social Plugins erfolgt über Facebook, das betrieben wird durch Facebook Inc., 1601 S. California Ave, Palo Alto, CA 94304, USA. geo.de verwendet die von Facebook zur Verfügung gestellten Plugins an verschiedenen Stellen des Internetangebots.

Woran erkenne ich diese Plugins?

Die Plugins sind mit einem Facebook Logo oder dem Zusatz "Facebook Social Plugin" versehen und sind bei GEO.de nach dem Vorspann über oder unter dem Artikeltext platziert.

Was passiert auf Seiten, die das PlugIn eingebaut haben, mit meinen Daten?

Haben Sie ein Facebook-Konto und sind zum Zeitpunkt des Seitenaufrufs bei GEO.de dort auch eingeloggt, stellt Ihr Browser automatisch eine Verbindung zu den Servern von Facebook her. Facebook kann sich so merken, dass Sie die entsprechende Seite aufgerufen haben

Ihr Seitenaufruf bei GEO.de wird nun Ihrem Facebook-Account zugeordnet. Facebook kann die Daten speichern und weiterverarbeiten (s.u., „Was macht Facebook mit meinen Daten?“)

Klicken Sie auf den Empfehlen-Button, wird diese Information von Ihrem Browser direkt an Facebook übermittelt und dort gespeichert

Generell gilt: wenn Sie nicht bei Facebook eingeloggt sind, oder keinen Facebook-Account haben, werden auch keine Daten übermittelt

Was macht Facebook mit meinen Daten?

Was genau Facebook mit Ihren Daten macht, können Sie in den Datenschutzhinweisen des Sozialen Netzwerkes nachlesen: http://www.facebook.com/policy.php

Typische Anwendungsfälle sind: Ein Facebook-Nutzer liest auf GEO.de einen Artikel, den er seinen Freunden empfehlen möchte und klickt auf "Gefällt mir". Seine Freunde sehen den Link zu genau diesem Artikel auf Facebook. Die Freunde können nun wiederum selbst auf den Link klicken, den Artikel auf GEO.de lesen und den Artikel wiederum an ihre Freunde weiterempfehlen.

Dieses Beispiel ist aber nur exemplarisch zu verstehen, da sich Facebook vorbehält sein System ständig weiter zu entwickeln und über die Verwendung der Daten zu informieren.

Wie kann ich mein Facebook-Profil richtig einstellen?

Jeder User hat andere Bedürfnisse und wünscht sich andere Einstellungen. Die Kollegen von stern.de erklären Ihnen hier die Möglichkeiten, die das Soziale Netzwerk Ihnen zum Schutz Ihrer Privatsphäre bietet: » zum Artikel von stern.de

Weitere Informationen zum Thema Datenschutz auf GEO.de erhalten Sie hier

Weitere Informationen zur Einschätzung des Themas "Facebook Social Plugins und Datenschutz" publizieren die Kollegen von stern.de regelmäßig auf stern.de (Extra "Soziale Netzwerke" von stern.de). Weitere Informationsquellen, für die GEO.de ebenfalls nicht verantwortlich zeichnet, sind u. a. folgende Blogs, die regelmäßig über die fortlaufende Entwicklung des Sozialen Netzwerkes berichten:

http://www.facebookbiz.de/ (nicht von Facebook betrieben)
http://facebookmarketing.de/ (nicht von Facebook betrieben)
http://www.schwindt-pr.com/ (nicht von Facebook betrieben)
http://blog.facebook.com/ (das offizielle Facebook-Blog)

Informationen zum Datenschutz in Internet finden Sie zudem auf den Seiten der Datenschutzbehörde Ihres Bundeslandes.
» zur Website des Bundesbeauftragten für Datenschutz


So funktioniert der +1-Button von Google

Sie möchten den +1-Button des sozialen Netzwerkes Google+ auf GEO.de nutzen, wissen aber nicht genau, was dann mit Ihren Daten passiert? Wir haben Ihnen hier die wichtigsten Informationen zusammengestellt. Die Bereitstellung dieses Buttons erfolgt über Google, das betrieben wird durch Google Inc., 1600 Amphitheatre Parkway, Mountain View, CA 94043, United States („Google“)

Woran erkenne ich den +1-Button?

Der Button ist an dem Zeichen “+1? auf weißem oder farbigen Hintergrund erkennbar. GEO.de verwendet ihn über und/oder unter redaktionellen Beiträgen oder Beiträgen unserer Community.

Wenn Sie ihn anklicken, verändert sich die Farbe des Buttons von weiß zu blau. Zudem wird Ihnen die Gesamtzahl der bisher abgegebenen Empfehlungen angezeigt. Es kann vorkommen, dass Ihnen auch angezeigt wird, wer die Schaltfläche außer Ihnen noch benutzt hat. Ob und welchem Umfang Ihnen diese Informationen angezeigt werden, hängt von der Einstellung Ihres Profils und den Einstellungen Ihrer Kontakte in Google+ ab. Informationen, wie Sie diese Einstellungen steuern können, stellt Google hier zur Verfügung: http://www.google.com/support/+/bin/static.py?page=guide.cs&guide=1207011&answer=1152622

Was passiert auf Seiten, die den Button eingebaut haben, mit meinen Daten?

Haben Sie ein Google-Profil oder einen Google+-Account und sind zum Zeitpunkt des Seitenaufrufs bei GEO.de dort eingeloggt, stellt Ihr Browser automatisch eine Verbindung zu den Servern von Google her. Google kann sich so merken, dass Sie die entsprechende Seite aufgerufen haben. Der Inhalt des +1-Buttons wird von Google direkt an Ihren Browser übermittelt und von diesem in die Website eingebunden. (s.u.: "Was macht Google mit meinen Daten?").

GEO.de hat keinen Einfluss auf den Umfang der Daten, die Google mit dem Button erhebt, geht jedoch davon aus, dass auch Ihre IP-Adresse mit erfasst wird.

Wenn Sie Google+-Mitglied sind und nicht möchten, dass Google über GEO.de Daten über Sie sammelt und mit Ihren bei Google gespeicherten Mitgliedsdaten verknüpft, müssen Sie sich vor Ihrem Besuch bei GEO.de bei Google+ ausloggen.

Was macht Google mit meinen Daten?

Google weist darauf hin, dass die Vergabe von +1 ein öffentlicher Vorgang ist, durch den jeder im Internet möglicherweise Inhalte sehen kann, denen Sie ein +1 gegeben haben. Sie können über Ihre Profil- und Account-Einstellungen steuern, wo, wem und in welchem Umfang Ihre Empfehlungen angezeigt werden. Die einzelnen Optionen erklärt Google hier:
http://www.google.com/support/+/bin/static.py?page=guide.cs&guide=1207011&answer=1047397

Was genau Google mit Ihren Daten macht, können Sie in den Datenschutzbestimmungen des Unternehmens nachlesen: http://www.google.com/intl/de/+/policy/+1button.html

Weitere Informationen:

Weitere Informationen zum Thema Datenschutz auf GEO.de erhalten Sie hier.

Unsere Kollegen von Stern.de informieren auch regelmäßig über die Entwicklungen bei Google+ – das Themen-Extra finden Sie hier.

Weitere Informationsquellen, für die GEO.de aber gleichfalls nicht verantwortlich zeichnet, sind u. a. folgende Blogs, die regelmäßig über die fortlaufende Entwicklung von Goolge+ berichten:

http://googleplusblog.de/ (nicht von Google betrieben)
http://gpluseins.de/ (nicht von Google betrieben)
http://gplusmarketing.de (nicht von Google betrieben)

Informationen zum Datenschutz im Internet finden Sie zudem auf den Seiten der Datenschutzbehörde Ihres Bundeslandes.


Gregor Sailer machte Sperrgebiete zu seinem Fotoprojekt (Foto von: privat)
© privat
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Gregor Sailer machte Sperrgebiete zu seinem Fotoprojekt

Wie kamen Sie auf die Idee zu Ihrem außergewöhnlichen Fotoprojekt "Closed Cities"?
Das Konzept entwickelte sich über Monate, ausgehend von meinem Grundinteresse für Urbanität und Sperrgebiete. Im Zuge der Recherche wurde ich auf die geschlossenen Städte der ehemaligen Sowjetunion aufmerksam und begann ab diesem Zeitpunkt konkret nach aktuell existierenden und auch funktionierenden geschlossenen Stadtkonstrukten in aller Welt zu recherchieren.

Wie haben Sie Ihre Auswahl getroffen?
Mein Ziel war es, mehrere unterschiedliche Städte zu bearbeiten. Es sollte kein Projekt über reine Rohstoffstädte werden, auch nicht ausschließlich über gated communities. Interessiert haben mich die unterschiedlichen Gründe, die zur Entwicklung dieser Orte führten. Ich wollte die ökonomischen, politischen und soziologischen Ursachen zeigen. Außerdem sollten die Städte eine gewisse Größe und Einwohnerzahl haben. Der größte Ort des Projektes zählt etwa 100.000 Einwohner. Die Städte sollten in unterschiedlichen Ländern beziehungsweise Klimazonen positioniert sein, um ein spannendes Spektrum an urbaner Architektur zu zeigen. Letztendlich war natürlich ausschlaggebend, ob ich eine Genehmigung bekam, dort zu fotografieren

Wie lange dauerte es, bis sie alle Genehmigungen für die Besuche zusammen hatten?
Etwa zwei Jahre.


Was war für Sie die größte Herausforderung bei dieser Arbeit
Nach all den mühsamen Organisationsprozessen im Vorfeld und den Reisen selbst - war die größte Herausforderung, sich schnell und konzentriert einen Überblick vor Ort zu verschaffen und dann zu entscheiden, welche Objekte bei welchem Licht für ein Gesamtportrait am spannendsten sind. In Aserbaidschan beispielsweise, auf Oil Rocks, einer Stadt mitten im Kaspischen Meer, wurde mir vor Ort mitgeteilt, dass ich nur 3,5 Stunden Zeit hätte. Und das nach einer Vorbereitungszeit von rund einem Jahr. Das ist bei einem solchen Vorhaben so gut wie nichts. Solche unerwarteten Situationen dürfen einen nicht aus der Fassung bringen. Immerhin hatte ich nur diese eine Chance. Daneben brachte dieses Projekt enorme Kosten mit sich. Ich musste das Projekt Closed Cities selbst finanzieren.

Wie kommt man eigentlich in die Diamantenmine Mirny?
Mirny liegt in der russischen Teilrepublik Jakutien im Fernen Osten. Die Stadt wird ausschließlich von der Fluggesellschaft des dort fördernden Diamant-Konzerns angeflogen. Das heißt, der entscheidet, wer dorthin fliegt und wer die Stadt wieder verlassen darf. Mein siebenstündiger Flug mit einer uralten Tupolev von Moskau in die Eishölle von Mirny trieb mir den Angstschweiß auf die Stirn. Vor allem, weil ich befürchtete, dass diese Maschinen solange geflogen werden, bis sie auseinanderfallen. Kurze Zeit vorher hatte ein Flugzeug dieser Konzern-Airline einen totalen Elektronikausfall in der Luft. Die Ausstattung des Flugzeugs und die Besatzung wirkten auf mich wie das Setting eines Kubrick-Films aus den 1960ern.

Wie sahen die Arbeitsbedingungen vor Ort aus?
Die hygienischen Zustände waren teilweise katastrophal: wenig Wasser, manchmal gar keins. Ich stand permanent unter Beobachtung: Geheimdienst, Militär, Sicherheitskräfte kontrollierten jeden meiner Schritte. Das Fotografieren in den Minenfeldern, auf freiem Schussfeld in Sichtweite der gegnerischen Soldaten setzte mich sehr unter Druck. In Mirny machten mir die ständig wechselnden Temperaturen zu schaffen. Die Russen neigen dazu Innenräume zu überheizen, so herrscht innen gern 30 Grad Celsius. Doch außen sind es bis zu minus 50 Grad. Das belastet den Kreislauf enorm, aber auch das technische Equipment. Film zerbröselt ab minus 50 Grad. Außerdem warnten uns die Einheimischen davor, die Bars zu besuchen. Nicht einmal die Toiletten sollte man ohne Begleitung aufsuchen. Es wird geschossen. Das ist wilder Osten. In der Wüste dagegen raubte mir der Staub den Atem, und das ausströmende Gas machte mich mürbe und trübte meine Sinne. Manchmal ist die Luft derart gashaltig, dass die Beine und Gelenke anschwellen. Verwirrung und Kopfschmerzen machen sich unter den Arbeitern breit. Ich fühlte mich wie im Fegefeuer unter diesen gigantischen Flammen von 60 Meter und mehr. Und dann durfte ich sie nicht einmal fotografieren. Die Bilder wurden zensiert. Täglich bekam ich neue Aufenthalts- und Fotogenehmigungen erteilt. Es war ein Sperrgebiet im Sperrgebiet.

Warum sind in Ihren Bildern keine Menschen zu sehen?
Mein Ziel war es, den Themenkreis über diese spezielle urbane Architektur zu transportieren. Ich interessierte mich mehr für die Spuren der Menschen als für deren Abbild selbst. Außerdem, denke ich, wird dadurch das Surreale der Orte, die Unsichtbarkeit, noch mehr herausgearbeitet. Großstädte zu portraitieren, ohne deren Einwohner zu zeigen, führt zu einer sehr merkwürdigen Atmosphäre im Bild.

Welche Botschaft haben die "Closed Cities" für uns?
Wir leben im Zeitalter schwindender Ressourcen. Ganze Wirtschaftszweige brechen ein, das Klima verändert sich und politische Konflikte entstehen. Solche urbanen Siedlungsformen wie die "Closed Cities" repräsentieren für mich die Zeitenwende, in der sich die Menschheit Anfang des 21. Jahrhunderts befindet.



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