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Algen: Was Sie über Algen wissen sollten
Für Wissenschaftler sind Algen ein spannendes Forschungsfeld, für Unternehmer der Rohstoff der Zukunft. Vielen Menschen sind sie einfach nur lästig - oder werden gar gefährlich. Neun spannende Fakten über die vielseitigen pflanzlichen Organismen
1. Ursprung unserer Existenz
Jedes zweite Sauerstoffmolekül, das wir zum Atmen brauchen, stammt aus der Photosynthese der Algen. Sie sind die Hauptsauerstofflieferanten nicht nur in den Gewässern, sondern auch an der Erdoberfläche. Unsere Existenz und die Existenz aller übrigen im Wasser lebenden Organismen hängen von Algen ab.
Die ein- und mehrzelligen Pflanzen kommen hauptsächlich in aquatischen Lebensräumen, selten aber auch an Land vor. Dabei gehören sie zu den ältesten pflanzlichen Organismen der Erde. Cyanobakterien, bekannt als Blaualgen, waren vor rund 3,5 Milliarden Jahren die ersten Sauerstoff produzierenden Organismen der Erde. Nach neueren wissenschaftlichen Erkenntnissen sind sie aber keine Algen, sondern Bakterien. Sie bestehen zum Großteil aus Chlorophyll. Nach der Symbiontentheorie haben echte Pflanzenzellen sich die Bakterien einverleibt. Wissenschaftler gehen nach Fossilienfunden davon aus, dass eukaryotische Algen, mit einem Zellkern, vor 2,2 Milliarden Jahren entstanden sind. Die einverleibten Blaualgen dienen ihren Zellen als Photosynthesekraftwerke.
Cyanobakterien und Algen wird das Verdienst zugeschrieben, die giftige Uratmosphäre durch Photosynthese in eine sauerstoffreiche verwandelt zu haben. Die Entfaltung tierischen Lebens auf dem Planeten wurde erst durch sie möglich.
2. Klimaretter Algen?
Algen können das Klima verändern und wirken dem Treibhauseffekt zum Teil entgegen. Sie entziehen der Atmosphäre Kohlenstoffdioxid und binden sie in organische Materie. Dabei wandeln Algen dreimal mehr CO2 um als Nutzpflanzen.
Dieses Phänomen ist bei warmen Temperaturen zu beobachten: Die kleinen Meeresbewohner produzieren dann die Schwefelverbindung Dimethylsulfoniopropionat (DMSP). Bakterien wandeln die Substanz in den Klimawirkstoff Dimethylsulfid (DMS) um, der in die Luft aufsteigt. Dort sorgt er zum einen für den typischen Meeresduft, zum anderen regt er die Wolkenbildung an. Weniger Sonne, mehr Wolken - die Atmosphäre kühlt sich ab.
Der Klimaeffekt der Algen interessiert die Forschung besonders. In etwa 2000 Studien versuchten Experten, den Klimaeffekt zu berechnen. Wissenschaftler vom Institut für Meereskunde in Barcelona (CSIC) haben in diesem Jahr ein riesiges Datenarchiv gehoben. Es umfasst mittlerweile 50.000 Messungen aus aller Welt, die nun ausgewertet wurden. Ergebnis: Algen kühlen tatsächlich das Klima, vor allem über den Ozeanen der Südhalbkugel. Ihre Wirkung ist dort besonders groß, da Wärme die Algen zu mehr Schwefelbildung anregt.
Trotz ihrer wichtigen Rolle bei der Wolkenbildung, so die Studie, beeinflussen die vom Menschen erzeugten Treibhausgase das Klima allerdings stärker als die DMS-Partikel.
Um das Problem zu lösen, gehen Wissenschaftler weiter und erwägen, die Ozeane mit Eisen zu düngen, um eine künstliche Algenblüte zu erzeugen. Das Algenwachstum wird enorm erhöht, dadurch mehr CO2 absorbiert. Diese Methode ist zurzeit noch umstritten. Manche Algen produzieren ein Nervengift, das Säugetiere und Vögel töten kann. Geo-Engineering, die gezielte Beeinflussung des Klimas mit technisch-physikalischen Mitteln, hat viele Anhänger. Kritiker des Geo-Engineering wenden aber ein, dass die Folgen solcher Verfahren zu wenig erforscht seien, um sie im großen Stil zu erproben.



Kommentare zu "Was Sie über Algen wissen sollten"
Hallo Hansa. Das klingt interessant und sollte einen Bericht wert sein. Wo kann man sich am besten über AFA-Algen informieren?
DANKE für diesen Bericht! Ich bin seit 20 Jahren mit AFA-Algen glücklich, trotz aller Bemühungen der Pharmalobby dieses Naturprodukt schlecht zu machen (wegen angeblicher "leberschädigender" Microdystine, die aber nur unter 0,2 ppm vorhanden sind). Ich habe diese Algen zuerst für die Integration von rechter und linker Gehirnhälfte in der One-Brain-Methode (Kinesiologie) kennengelernt und bei der Lösung von emotionalen Blockaden und Lernstörungen. In den folgenden Jahren haben Ärzte (Dr. Cousens, Dr. Jenkins u.v.m.) Verbesserungen bei Alzheimer, Parkinson, bis hin zu AIDS festgestellt und auch die Wirkung auf die körpereigenen Killer- und Stammzellen. Beide Werte wurden in nur 20 Minuten um bis zu 40% gesteigert. Den Algen gehört unsere Zukunft, wenn wir un wieder rückbesinnen können auf die kleinen Bausteine des Lebens auf unserem Planeten! Hans Ludwig Zurndorf/Österreich