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7. GEO-Tag der Artenvielfalt in Berlin

Über 1400 Tier- und Pflanzenarten, von der Nachtigall bis zu einer alten Heilpflanze mit dem Namen Herzgespann, wurden bei der Hauptaktion am 11. Juni im Berliner Tiergarten nachgewiesen.


Dass die circa 100 beteiligten Experten, allesamt Koryphäen auf ihrem Gebiet, bei ihrer "Volkszählung" in Berlins grüner Mitte nicht noch mehr pflanzliche und tierische Bewohner aufspüren konnten, war wetterbedingt, dass es immerhin nicht weniger als tausend waren, beruhigte sie andererseits. Denn das Terrain, das sich GEO, unterstützt von der Deutschen Umwelthilfe und der Deutschen Wildtier Stiftung, für die diesjährige Stichprobe zum Zustand der Natur ausgesucht hatte, ist ein klassisches Konfliktfeld zwischen Naturschutz und urbanem Nutzungsdruck.



Prof. Dr. Ingo Kowarik von der TU Berlin, GEO-Chefredakteur Peter-Matthias Gaede und Bundesumweltminister Jürgen Trittin beim GEO-Tag der Artenvielfalt im Berliner Tiergarten (von links)  (Foto von: Marc Beckmann)
© Marc Beckmann
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Prof. Dr. Ingo Kowarik von der TU Berlin, GEO-Chefredakteur Peter-Matthias Gaede und Bundesumweltminister Jürgen Trittin beim GEO-Tag der Artenvielfalt im Berliner Tiergarten (von links) 

Strapaziertes Refugium

Nach sonnigen Wochenenden sind nicht weniger als 19 Lastwagen-Ladungen Müll zu entsorgen, die hohe "Trittbelastung" der Grünflächen durch Erholungssuchende gibt zarten Pflänzchen, darunter auch vielen Moosen, keine Wachstumschance, und wirklich wild an dem von mehrspurigen Verkehrsmagistralen umgebenen Stadtpark ist in den Augen vieler nur noch die Loveparade, die den Tiergarten mehrmals zum Eventcenter umwidmete.


Der Organisator des "Tages der Artenvielfalt" Tom Müller und Bundesumweltminister Trittin betrachten gespannt ein Insekt, das ein Schüler mit seiner Becherlupe eingefangen hat  (Foto von: Marc Beckmann)
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Der Organisator des "Tages der Artenvielfalt" Tom Müller und Bundesumweltminister Trittin betrachten gespannt ein Insekt, das ein Schüler mit seiner Becherlupe eingefangen hat 

Ökologische Bestandsaufnahme

Bei der Arteninventur im Tiergarten ging es allerdings nicht um Zahlenrekorde oder möglichst sensationelle Erstnachweise. Außerdem war nicht zu erwarten, dass spektakuläre Arten wie etwa der Eisvogel, der in den 1960er Jahren verschwand, nun plötzlich wieder zu sehen sein würden. Eher schon ging es darum, auch an teils unscheinbaren Indikatoren für Luft- und Wassergüte, etwa parasitären Flechten oder Rotalgen, Belege für schleichende Veränderungen in der Umwelt zu sammeln. Und vor allem: das Bewusstsein der Öffentlichkeit für Veränderungen in ihrem unmittelbaren Lebensumfeld zu wecken.



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