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Naturtalente: Der Waldmeister

Unkraut kennt er nicht. Denn er hat wilde Ideen mit wilden Pflanzen. Niemand sonst verwendet so viele Zutaten aus freier Natur wie Jean-Marie Dumaine. Der 56-Jährige ist Pionier für wild wachsende Genüsse. Mit seiner eigenwilligen Kräuterküche nimmt der Koch aus Sinzig am Rhein seinen Gästen die Angst vor der Natur und holt längst vergessene Aromen zurück.

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So funktioniert der Empfehlen-Button von Facebook

Sie möchten den neuen Facebook Empfehlen-Button nutzen, wissen aber nicht genau, was dann mit Ihren Daten passiert? Wir haben Ihnen hier die wichtigsten Infos zusammengestellt. Die Bereitstellung dieses sog. Social Plugins erfolgt über Facebook, das betrieben wird durch Facebook Inc., 1601 S. California Ave, Palo Alto, CA 94304, USA. geo.de verwendet die von Facebook zur Verfügung gestellten Plugins an verschiedenen Stellen des Internetangebots.

Woran erkenne ich diese Plugins?

Die Plugins sind mit einem Facebook Logo oder dem Zusatz "Facebook Social Plugin" versehen und sind bei GEO.de nach dem Vorspann über oder unter dem Artikeltext platziert.

Was passiert auf Seiten, die das PlugIn eingebaut haben, mit meinen Daten?

Haben Sie ein Facebook-Konto und sind zum Zeitpunkt des Seitenaufrufs bei GEO.de dort auch eingeloggt, stellt Ihr Browser automatisch eine Verbindung zu den Servern von Facebook her. Facebook kann sich so merken, dass Sie die entsprechende Seite aufgerufen haben

Ihr Seitenaufruf bei GEO.de wird nun Ihrem Facebook-Account zugeordnet. Facebook kann die Daten speichern und weiterverarbeiten (s.u., „Was macht Facebook mit meinen Daten?“)

Klicken Sie auf den Empfehlen-Button, wird diese Information von Ihrem Browser direkt an Facebook übermittelt und dort gespeichert

Generell gilt: wenn Sie nicht bei Facebook eingeloggt sind, oder keinen Facebook-Account haben, werden auch keine Daten übermittelt

Was macht Facebook mit meinen Daten?

Was genau Facebook mit Ihren Daten macht, können Sie in den Datenschutzhinweisen des Sozialen Netzwerkes nachlesen: http://www.facebook.com/policy.php

Typische Anwendungsfälle sind: Ein Facebook-Nutzer liest auf GEO.de einen Artikel, den er seinen Freunden empfehlen möchte und klickt auf "Gefällt mir". Seine Freunde sehen den Link zu genau diesem Artikel auf Facebook. Die Freunde können nun wiederum selbst auf den Link klicken, den Artikel auf GEO.de lesen und den Artikel wiederum an ihre Freunde weiterempfehlen.

Dieses Beispiel ist aber nur exemplarisch zu verstehen, da sich Facebook vorbehält sein System ständig weiter zu entwickeln und über die Verwendung der Daten zu informieren.

Wie kann ich mein Facebook-Profil richtig einstellen?

Jeder User hat andere Bedürfnisse und wünscht sich andere Einstellungen. Die Kollegen von stern.de erklären Ihnen hier die Möglichkeiten, die das Soziale Netzwerk Ihnen zum Schutz Ihrer Privatsphäre bietet: » zum Artikel von stern.de

Weitere Informationen zum Thema Datenschutz auf GEO.de erhalten Sie hier

Weitere Informationen zur Einschätzung des Themas "Facebook Social Plugins und Datenschutz" publizieren die Kollegen von stern.de regelmäßig auf stern.de (Extra "Soziale Netzwerke" von stern.de). Weitere Informationsquellen, für die GEO.de ebenfalls nicht verantwortlich zeichnet, sind u. a. folgende Blogs, die regelmäßig über die fortlaufende Entwicklung des Sozialen Netzwerkes berichten:

http://www.facebookbiz.de/ (nicht von Facebook betrieben)
http://facebookmarketing.de/ (nicht von Facebook betrieben)
http://www.schwindt-pr.com/ (nicht von Facebook betrieben)
http://blog.facebook.com/ (das offizielle Facebook-Blog)

Informationen zum Datenschutz in Internet finden Sie zudem auf den Seiten der Datenschutzbehörde Ihres Bundeslandes.
» zur Website des Bundesbeauftragten für Datenschutz


So funktioniert der +1-Button von Google

Sie möchten den +1-Button des sozialen Netzwerkes Google+ auf GEO.de nutzen, wissen aber nicht genau, was dann mit Ihren Daten passiert? Wir haben Ihnen hier die wichtigsten Informationen zusammengestellt. Die Bereitstellung dieses Buttons erfolgt über Google, das betrieben wird durch Google Inc., 1600 Amphitheatre Parkway, Mountain View, CA 94043, United States („Google“)

Woran erkenne ich den +1-Button?

Der Button ist an dem Zeichen “+1? auf weißem oder farbigen Hintergrund erkennbar. GEO.de verwendet ihn über und/oder unter redaktionellen Beiträgen oder Beiträgen unserer Community.

Wenn Sie ihn anklicken, verändert sich die Farbe des Buttons von weiß zu blau. Zudem wird Ihnen die Gesamtzahl der bisher abgegebenen Empfehlungen angezeigt. Es kann vorkommen, dass Ihnen auch angezeigt wird, wer die Schaltfläche außer Ihnen noch benutzt hat. Ob und welchem Umfang Ihnen diese Informationen angezeigt werden, hängt von der Einstellung Ihres Profils und den Einstellungen Ihrer Kontakte in Google+ ab. Informationen, wie Sie diese Einstellungen steuern können, stellt Google hier zur Verfügung: http://www.google.com/support/+/bin/static.py?page=guide.cs&guide=1207011&answer=1152622

Was passiert auf Seiten, die den Button eingebaut haben, mit meinen Daten?

Haben Sie ein Google-Profil oder einen Google+-Account und sind zum Zeitpunkt des Seitenaufrufs bei GEO.de dort eingeloggt, stellt Ihr Browser automatisch eine Verbindung zu den Servern von Google her. Google kann sich so merken, dass Sie die entsprechende Seite aufgerufen haben. Der Inhalt des +1-Buttons wird von Google direkt an Ihren Browser übermittelt und von diesem in die Website eingebunden. (s.u.: "Was macht Google mit meinen Daten?").

GEO.de hat keinen Einfluss auf den Umfang der Daten, die Google mit dem Button erhebt, geht jedoch davon aus, dass auch Ihre IP-Adresse mit erfasst wird.

Wenn Sie Google+-Mitglied sind und nicht möchten, dass Google über GEO.de Daten über Sie sammelt und mit Ihren bei Google gespeicherten Mitgliedsdaten verknüpft, müssen Sie sich vor Ihrem Besuch bei GEO.de bei Google+ ausloggen.

Was macht Google mit meinen Daten?

Google weist darauf hin, dass die Vergabe von +1 ein öffentlicher Vorgang ist, durch den jeder im Internet möglicherweise Inhalte sehen kann, denen Sie ein +1 gegeben haben. Sie können über Ihre Profil- und Account-Einstellungen steuern, wo, wem und in welchem Umfang Ihre Empfehlungen angezeigt werden. Die einzelnen Optionen erklärt Google hier:
http://www.google.com/support/+/bin/static.py?page=guide.cs&guide=1207011&answer=1047397

Was genau Google mit Ihren Daten macht, können Sie in den Datenschutzbestimmungen des Unternehmens nachlesen: http://www.google.com/intl/de/+/policy/+1button.html

Weitere Informationen:

Weitere Informationen zum Thema Datenschutz auf GEO.de erhalten Sie hier.

Unsere Kollegen von Stern.de informieren auch regelmäßig über die Entwicklungen bei Google+ – das Themen-Extra finden Sie hier.

Weitere Informationsquellen, für die GEO.de aber gleichfalls nicht verantwortlich zeichnet, sind u. a. folgende Blogs, die regelmäßig über die fortlaufende Entwicklung von Goolge+ berichten:

http://googleplusblog.de/ (nicht von Google betrieben)
http://gpluseins.de/ (nicht von Google betrieben)
http://gplusmarketing.de (nicht von Google betrieben)

Informationen zum Datenschutz im Internet finden Sie zudem auf den Seiten der Datenschutzbehörde Ihres Bundeslandes.


Der Koch Jean-Marie Dumaine unterwegs auf Kräutersuche (Foto von: Oliver Lück)
© Oliver Lück
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Der Koch Jean-Marie Dumaine unterwegs auf Kräutersuche

Der Mann mit dem verbeulten Strohhut ist nicht zu übersehen. Er trägt ein Hemd mit zitronengelben und apfelgrünen Streifen. An diesem Morgen im Mai schwebt der feuchte Atem der Wiese in kleinen Wölkchen über dem Boden. Der Mann stapft durch das taunasse Gras, bleibt immer wieder stehen, pflückt etwas und riecht daran. „Wilder Oregano, Majoran, Vogelmiere, Sauerampfer“, sagt er. Dann verschwindet er im Unterholz, raschelt und rupft, taucht mit einer Hand voll Waldmeister wieder auf. „Die Vanille des Waldes“, ruft er jetzt, „und dort unten am Fluss wächst Bachbunge, sehr saftig, sehr knackig, etwas bitter, perfekt für einen Salat.“ Genüsslich schiebt er sich die Blätter in den Mund.


Jean-Marie Dumaine ist ein kleiner Mann mit einer großen Nase und einem runden Bauch. Seine Brille baumelt um seinen Hals wie ein Fernglas. „Was sammeln Sie denn da?“, wollen Wanderer wissen, denen er unterwegs begegnet. Und dann beginnt er zu erzählen und erklärt ihnen den Unterschied zwischen dem schmackhaften Wiesenkerbel und dem giftigen Schierling, er zeigt Labkraut, Mädesüß oder Pestwurz. „Bitte sehr, probieren Sie doch mal!“ Für einen Augenblick nimmt er die Menschen mit in seine Welt.


Naturbursche unterwegs: Trifft Dumaine Wanderer, gibt es Kräuterbelehrungen (Foto von: Oliver Lück)
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Naturbursche unterwegs: Trifft Dumaine Wanderer, gibt es Kräuterbelehrungen

Heute hat der 56-Jährige weniger Zeit. Er schwärmt noch ein bisschen vom Wiesenschaumkraut, das nur eine Woche im Frühling blüht und wie Meerrettich schmeckt. Aus den Blüten wird er einen rosa Senf machen. Zehn Kilo will er bis zum Mittag gesammelt haben, da die Pflanzen später zu trocken werden. Zwei Tage schon ist Jean-Marie Dumaine auf den Feuchtwiesen des Ahrtals unterwegs. Über 45 Kilogramm Wildpflanzen haben er und seine zwei Mitarbeiterinnen gepflückt. Knoblauchsrauke, Bärenklau, Orientalischer Rucola, Pimpernelle, Bärlauch, Baldrian, Brennnessel, Schafgarbe, Zahnwurz, Beifuß und Gänsekresse. 1000 Gläser Wildkräuter-Pesto wird er daraus machen.


„Ich bin Entdecker“, sagt der Franzose, „ich bin auf der Suche nach versteckten Aromen der Natur.“ Jean-Marie Dumaine ist so etwas wie der Pionier der Wildkräuterküche in Deutschland. Er macht heimische Landschaften essbar. Aus Blättern, Blüten, Wurzeln und Früchten werden genussvolle Gerichte. „Das ist Urküche“, sagt er, „denn es ist ja nicht neu, was ich mache. Es wurde bloß vergessen.“ Von April bis September ist er fast täglich auf den Auen und in den Wäldern. Im Herbst beginnt die Zeit für Schlehen oder für die Wurzeln des eiweißhaltigen Spitzwegerichs. Und selbst im Winter findet er robuste Pflanzen wie Wicke, Weinbergkresse oder Persischer Ehrenpreis, der bereits im Januar blüht.



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Sinzig, eine Kleinstadt mit 15.000 Menschen, liegt zwischen Koblenz und Bonn, dort wo die wilde Ahr in den begradigten Rhein mündet. Das milde Weinbauklima, die vulkanischen Böden der Eifel, das besonders fruchtbare Mündungsgebiet – die Gegend um Sinzig bietet eine in Deutschland ungewöhnliche Artenvielfalt. „Ein wilder Schatz“, schwärmt Jean-Marie Dumaine, „das ist, als würde man einen neuen Planeten entdecken.“ Etwa 1700 Wildpflanzen wachsen hier, über 200 kennt der Franzose. Rund die Hälfte verwendet er je nach Jahreszeit in seiner eigenwilligen Naturküche.


Und für die Gäste seines Restaurants, dem „Vieux Sinzig“, wird der Besuch zu einer Expedition durch die heimische Botanik. „Den Geschmack bestimmt zu 100 Prozent die Natur“, sagt Dumaine. Kaum jemand sonst betreibt einen derartigen Aufwand. Eine Mitarbeiterin ist für nichts anderes als für das Sammeln von Pflanzen zuständig. Pflücken, sortieren, reinigen, lagern, verarbeiten. „Kochen mit Wildpflanzen ist Luxus“, sagt er, „die Kräuter aber machen den großen Unterschied.“ Also finden sie sich in jeder seiner Kreationen und ziehen sich wie ein grüner Faden durch seine Menüs.


Zaubertrank? Dumaine kocht ein (Foto von: Oliver Lück)
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Zaubertrank? Dumaine kocht ein

Als Vorspeise: Lachstatar mit knusprigen Schlüsselblumenblättern oder Vogelmierensuppe mit Maisravioli. Als Hauptgang: Huflattich-Kartoffel-Gratin oder Eifelkalbsrücken mit Waldlakritz-Sauce, Pestwurz und Mangold. Und als Dessert: Japanischer Knöterich im Knuspermantel mit Veilchensorbet auf Zitrusfrüchtesalat oder Löwenzahn-Tiramisu. Was sich exotisch anhört, ist bodenständiger, als man glauben möchte. Dumaine mutmaßt: „Es gibt so viele versteckte Plätze in dieser Region. Manchmal glaube ich, wir sind blind in unserer eigenen Heimat, da wir nur noch in die Ferne gucken.“ Mit seiner regionalen Wunderküche will er Verbindungen schaffen, zu dem Ort, an dem man lebt.



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