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In-Vitro-Fleisch: Labor-Schnitzel als Klimaretter
Schon in wenigen Jahren könnte künstlich gezüchtetes Fleisch unser Ernährungssystem komplett revolutionieren. Umweltaktivisten hoffen gar, dass In-Vitro-Fleisch Schlacht-Fleisch irgendwann gänzlich ersetzten könnte
Es klingt fast utopisch: Die 25 Prozent der festen Erdoberfläche, die derzeit für die Tierhaltung gebraucht werden, könnten an die Wälder und an die Wiesen, an die Täler und Hochebenen unseres Planeten zurückgegeben werden. Die globalen Treibhausgas-Emissionen würden um knapp 20 Prozent sinken, der Klimawandel gebremst werden. Und wenn wir in den Supermarkt gehen, könnten wir Fleisch kaufen, für das keine Tiere in Massentierhaltung leiden mussten - für das noch nicht einmal Tiere sterben mussten.
Fakt ist: Anfang des Jahres ist es holländischen Wissenschaftlern erstmals gelungen, aus Stammzellen eine größere Menge Muskelgewebe zu züchten. An drei Universitäten arbeitete eine Forschergruppe um den Biochemiker Henk Haagsman über vier Jahre an der Entwicklung von Fleisch aus dem Labor, In-Vitro-Fleisch genannt. Jetzt liegen die ersten Ergebnisse vor. Sie lassen auf einen Durchbruch der Technologie hoffen. "Die Zellen, die wir bis jetzt gezüchtet haben, machen zwar noch kein Steak", sagt Bernard Roelen, Zell-Biologe an der Universität Utrecht, "aber wir sind uns jetzt sicher, dass es grundsätzlich möglich ist, Fleisch künstlich wachsen zu lassen und sehen sehr viel Entwicklungspotential in dieser Technologie."
Gentechnikfreie Gewebefarm
Bernard Roelen arbeitet mit seinem Forscherteam vor allem an der Frage, aus welchen Stammzellen mit welchen Methoden Muskelgewebe gezüchtet werden kann. "Bis jetzt", erklärt er, "haben wir vor allem adulte Stammzellen wachsen lassen, also solche, bei denen schon festgelegt ist, zu welchem Gewebetyp sie sich entwickeln." Doch schon bald könnte es möglich sein, embryonale Stammzellen wachsen zu lassen. "Das hätte die Vorteile, dass wir sie gewissermaßen programmieren könnten und sie sich nahezu unendlich reproduzieren könnten." Das Gewebe wäre, anders ausgedrückt, unsterblich. Für die Massenproduktion dürfte das sehr nützlich sein. Eine Technik, die rasche Fortschritte dabei bringen könnte, gibt es bereits: die Gentechnologie. Doch bislang verzichten die Wissenschaftler darauf. Roelen ist es wichtig, darauf hinzuweisen, dass er Eingriffe in das Erbgut für die Fleischproduktion grundsätzlich ausschließt. "Wir wollen ein möglichst natürliches Produkt entwerfen", sagt er, "der Gebrauch von Gentechnik würde die Konsumenten abschrecken."
Ein weiteres Forscherteam entwickelt an der Universität Amsterdam die Trägerflüssigkeit, in der das In-Vitro-Fleisch wachsen soll. Bislang enthält sie neben den Nährstoffen Glukose, Aminosäure und Mineralien ein tierisches Serum, das meist aus Pferdeblut gewonnen wird. Doch zukünftig wollen die Wissenschaftler ganz auf tierische Produkte verzichten. Theoretisch lässt sich das Serum auch künstlich herstellen.
In-Vitro-Fleisch im Bio-Reaktor
Vor der größten Aufgabe steht allerdings das Forscherteam an der Fakultät für Biomedizinische Technik der Universität Eindhoven. Hier wird der Frage nachgegangen, wie die Zellen am besten zum Wachsen gebracht werden. Fleisch besteht vor allem aus Fett- und Muskelgewebe. Das Fett herzustellen sei kein Problem, heißt es aus Eindhoven. Muskelgewebe müsse jedoch trainiert werden, damit es eine ausreicht harte Konsistenz erreicht. Dies funktioniert derzeitig noch mechanisch oder über kleine Elektroschläge, die dem Gewebe zugeführt werden. Da beides energieaufwendig ist, versucht das Forscherteam in Eindhoven vor allem, eine Möglichkeit zu finden, die Muskeln dazu anzuregen, sich selbst zu trainieren, etwa durch verschiedene hormonelle Prozesse. Nach jetzigem Stand der Technik muss In-Vitro-Fleisch bei 37,5 Grad in Quarantäne gedeihen. Eine Infektion könnte eine ganze Produktion gefährden. Aber auch diese Vorbedingungen könnte die Zell-Forschung noch optimieren, um den Energiebedarf der Produktion senken.
Ein weiteres Problem ist, dass es bislang nur möglich ist, das Muskelgewebe in sehr dünnen Schichten zu züchten. Um in Massenproduktion zu gehen müsste das Gewebe auf weiten Flächen in großen Bioreaktoren wachsen und dann gefaltet werden. Nur wenn die Forscher einen Weg fänden das Gewebe über eine Art Adernsystem mit Nährstoffen zu versorgen, könnte es in alle Richtungen wachsen. Es ist fraglich, ob das ohne Gentechnologie überhaupt möglich ist.


Kommentare zu "In-Vitro-Fleisch: Labor-Schnitzel als Klimaretter"
Vegetarier leben gesünder. Denn Fleischverzehr fördert das Risiko von Herzinfakten, Blinddarmentzündungen, Bluthochdruck, Osteoporose, Arthritis, Magengeschwüren, Nierensteinen, Diabetes und Krebs!
Das klyglste wird wohl sein, InVitro-Fleisch möglichst bald zu Höchstpreisen als moralisch und ökologisch einwandfreie Alternative, als fyr den Normalverbraucher unerschwingliches Luxusgut ein zu führen. Damit hätte sich das Problem des Vorbehalts erledigt: Jeder will es. Langfristig senkt man die Preise dann auf Alltagsniveau. So hat man uns ja auch den Mobilfunk schmackhaft gemacht.
Ja, ich denke, ich würde sogar soweit gehen, Labor-Menschenfleisch zu probieren.
Also ich bin Vegetarier und würde Laborfleisch ohne Bedenken essen! (Aber möglicherweise werde ich mich bis es so weit ist, so sehr vom Fleisch entwöhnt haben, dass es mir dann gar nicht mehr schmeckt)
Gute idee: mann tut was für den Klimaschutz und kann Fleisch essen ohne das dafür Tiere ermordet werden.
an sich ne gute sache...aber so wie es in unserer gesellschaft zugeht wird das das zukünftige armeleute essen und die reichen stopfen sich mit echten lebensmitteln voll
Heiko, Heiko! an Gentechnologie ist eine ganze Menge dran und es hat dem Vernehmen nach schon eine Menge schwerer (auch toedlicher) Unfaelle gegeben. Sind die veraenderten Gene einmal im Unlauf kann man sie nie wieder eliminieren. Ich lebe in Australien, ein Erdteil der enorm unter durch Menschen verursachte Veraenderungen leidet die sich nie wieder rueckgaeng machen lassen. Viele Tiere der ehimischen Fauna sterben aus weil Fuechse, giftige Kroeten, europaische Bienen importiert wurden. Ausserdem waere es schoen wenn Du ein wenig genauer lesen wuerdest: Ich habe geschrieben Vegetarier Stuhl stinkt nicht, ich habe nicht geschrieben, dass er geruchlos ist - das ist ein grosser Unterschied: Brot stinkt z.B. nicht aber es hat einen Geruch! Wie weiter unten bemerkt: 4 Wochen vegetarisch leben und dann einen deftigen Feisch-Wurst-Fisch-Tag einlegen, Dir wird schlecht werden bei dem Gedanken dass Du diesen Gestank in Dir hast - Malzeit!
@ Sven the Butcher. Ich kann verstehen, was Du mit der Kraft, die man durch das Essen von Fleisch bekommt, meinst. Aber warum glaubst Du, dass das bei In-Vitro-Fleisch nicht funktionieren sollte? Schließlich kommt die Stammzelle des In-Vitro-Fleischs doch auch von einem lebenden Tier. Und sollte das mit dem Adrenalin stimmen (was ich persönlich allerdings in die Kategorie "geruchsfreier Stuhl" einordnen würde) wäre es dann nicht auch möglich, In-Vitro-Fleisch mit Adrenalin wachsen zu lassen. Grundsätzlich finde ich die Idee mit dem In-Vitro-Fleisch so gut, dass ich sogar dafür plädieren würde, Gentechnik einzusetzen. Warum denn eigentlich nicht? Man müsste natürlich vorher rausfinden, ob es auch wirklich keine Nebenwirkungen gibt (ohne Tierversuche allerdings!) Und dann wäre In-Vitro-Fleisch doch echt ne gute Lösung für viele Problem? Man müsste nur noch so Leute wie den Butcher davon überzeugen.
@foni das problem sind nicht die muskeln sondern die nerven. Solang man die nerven nicht neu legen kann, könnte man vlt nen neuen narm züchten, aber dr würde einfach nur ein nutzloses stück fleisch bleiben
Viel interessanter finde ich die Frage, ob man mit dieser Technologie nicht Menschen helfen kann, die einen Arm oder Bein verloren haben...?! Haut wird gezüchtet, Knochen durch Metall ersetzt....
Hallo Charly Nickel, Ich glaube Du hast da ein paar Ilusionen ueber die Umweltrolle der Haustiere. Sie erzeugen immerhin 20% der Treibhausgase (was immer man von dieser Hysterie halten mag) und Gefluegeldung ist praktisch unbrauchbar. Hast Du einmal das glueckliche Schlachten dieser gluecklichen Tiere erlebt, bitte bescheib doch mal wie das gemacht wird - wohlgemerk nicht die von der Fleisch Lobby lanzierten Artikel sondern DEINE Erfahrung ist gefragt. Auch auf dem Schlachthof entspricht das Schlachten den Gestzen des Tierschutzes, wenn Du es erlebst - wie ich - fragst Du Dich allerdings was daran der Schutz des Tieres sein soll. Wenn du es beobachten solltes, frage Dich ganz ehrlich: wuerde ich so aus dem Leben gehen wollen?"
Uebergewicht + Fleisch, Aiuveda hat dazu folgende Theorie: Der Koerper versucht immer ying/yang im Gleichgewicht zu halten. Fleisch ist sehr Yang, also entsteht nach Fleischgenuss ein starkes Beduerfnis nach Ying, das ist die Suessspeice nach dem Braten, der Milkshake nach dem Hamburger. Der Zuckerkonsum senkt dann ueber eine Insulinausschuettung den Blutzuckerspiegel was einen Hungerschub ausloest. Jetzt gibt es zum Mitagskaffee Kuchen, Kekse wieder Zucker, gleicher Mechanismus. Danach ist das Gleichewicht nach Yin vershoben, also zum Abenessen Wurst, Hack und Braten aufs Brot und das Gelichgewicht geht wieder nach Yang und das Spiel beginnt abendes vor dem Fernseher von neuem, die gegessenen Mengen werden immer groesser und da eine Antwort auf ehrlich gefuehlten Hunger immer mehr als normal empfunden. Dafuer duerfte Retortenfleisch auch keine Loesung sein, Soja und ueberhaupt Gemuese ist aberwesentlich Ying/Yang neutraler wie auch Vollkorn Produkte.
Das hört sich danach an, den Teufel mit dem Beelzebub auszutreiben! Zum einen ist bekannt, dass zu viel Fleisch uns schadet und dass wir viel zuviel Fleisch essen. Zum anderen spielen die Haustiere in der Natur und im biologischen Landbau eine wichtige Rolle, doch da kann schon mal ein Kilogramm 50,00 Euros kosten, weil es eben von "glücklichen" Tieren stammt und auch beim Schlachten jegliches Leiden verhindert wird. Und Kunstfleisch wird sicherlich weit entfernt da von sein, ökologisch zu sein, denn das ist mit einem Haufen Energie, Chemie und Abfall verbunden!
@advita gicht und co, kommen (oder werden verschlimmer) durch das essen von schweineflesich, von dem ich ja eh die finger lasse, und gestresst fühl ich mich eigendlich auch nicht... Algen hab ich auch schon probiert, die können aber einfach nicht mit dem geschmack eines leckeren Steaks mithalten.... und ich lebe ja sowieso davon, dass der menschen ein genussmensch ist, und nicht nur zur nahrungsaufnahme isst. @Sven the Butcher also ich hab mich hier ja nicht angegriffen gefühlt, man schreibt hier ja schliesslich kommentare zum meinungsaustausch und zur diskussion @foni, das problem sind nicht die muskeln sondern die nerven
advaita - Richtig! Es ist genau das Adrenalin, dass Sven the butcher im Argentinischen Steak so belebend findet. Leider merkt er dabei nicht wie agressiev es ihn mach - (siehe seinText). Sven, Du brauchst darueber garnicht zu argumentieren, Du brauchst nur einmal 4 Wochen vegetarisch zu essen, Du wirst sehen das Dein Stuhl nicht mehr stinkt oder vergleiche Pferdeaeppel mit Hundekot. Die Darmlaenge bei den Fleischfressern ist im Verhaeltnis zum Koeper wesentlich kuerzer als bei Rind und Pferd, Schwein und Mensch liegen dazwischen. Die Verbindung zum Rektumkrebs wurde 1984 auf einem Seminar der naturheilkundlichen Aerzte (und Tieraerzte) in Freudenstadt hergestellt. Ich habe nie gesagt das ich Kunstfleisch essen wuerde, fuer mich waere das ein Rueckschritt. Mir schmecken Soja (Ersatz)produkte sehr gut. Sie sind sicher apetitlicher als das Steak-Blut auf dem Teller. Du kannst natuerlich "Sojafleisch" auch als Kunstfleisch ansehen, dann esse ich es seit 10 Jahren - lecker!
Wir essen Fleisch wegen der Proteine, die wiederum aus Aminosäuren bestehen. Wesentlich einfacher und schneller bekommt man die aber aus Mikroalgen, wie Spirulina und den AFA-Algen vom Klamath Lake. Umsonst zieht die Pharma nicht so über die AFA-Algen her - sie regen nicht nur die körpereigene Killerzellen (vernichten Viren&Co) an, sondern stimulieren auch unsere Stammzellen, die für die Reparatur von Organen notwendig sind. Fleisch ist Gaumenkitzel mit Folgen für Umwelt, Körper und Seele. Das angestaute Adrenalin der getöteten Tiere incarnieren wir mit dem Verzehr. Wen wundert es wenn alle gestresst sind und nicht wissen wovon. ES IST DER STRESS DER GETÖTETEN TIERE
Fleisch ist der Brutboden für Viren im Organismus und Hauptverursacher der Übersäuerung. Gicht und der rheumatische Themenkreis hängt damit zusammen, ebenso Pilzüberwucherungen durch Candida und andere Pilze in Darm und Organismus. An Würmer und Baktierien gehe ich hier gar nicht ein. Bald könnte es sein, dass wir schon aus gesundheitlichen Gründen keines mehr essen werden/können/dürfen. Also "flo", bevor Fleisch und seine Folgen Dir den Garaus machen, umdenken! Alles was 2 Augen hat zu essen ist Kannibalismus - ausser Kartoffel :-)
Neuer Vorschlag: Wer unbedingt Fleisch essen möchte, könnte doch einfach in einen Zuchtbetrieb gehen, und unter Anleitung das Tier schlachten (oder meinetwegen zuschauen). Wer das nicht kann oder will kann In-Vito Fleisch essen und wer das Abartig findet muss halt ohne auskommen ;) Vielleicht ein wenig drastisch, dennoch sollte man sich vielleicht diese Situation immer vor Augen halten, wenn man wieder mal in den Discounter stürmt und ein paar Kilo Fleich zum grillen holt. Und was die viel besprochene Konsistenz angeht,... demnach könnte man ja wenigstens die Wurstwahren durch dieses Fleisch ersetzen. @Steve: Was von den beiden Möglichkeiten wirkich abartig ist müsste an anderer Stelle mal ausgiebig diskutiert werden. Hätte man den Menschen noch vor 100 jahren gesagt wo wir unser Fleisch heute herbekommen währe ihnen womöglich auf der stelle schlecht geworden. Tja die Zeiten ändern sich,... und vielleicht gewöhnen wir uns auch bald an den Gedanken In-Vito Fleisch zu essen.
Es gibt übrigens auch in Europa eine NGO, die sich intensiv mit dem Thema auseinandersetzt, mit Wurzeln im deutschsprachigen Raum: http://www.futurefood.org/
Viel interessanter finde ich die Frage, ob man mit dieser Technologie nicht Menschen helfen kann, die einen Arm oder Bein verloren haben...?! Haut wird gezüchtet, Knochen durch Metall ersetzt....
@antipope: "Auf der anderen Seite ist der menschliche Darm zu lang fuer die Fleischverdauung..." Wo hast Du das den her? Gibt es dafür irgendwelche Quellen oder so? Würde der Magen In-Vitro-Fleisch etwa besser verdauen? Und: "Nach Fleischgenuss stinkt der Stuhl, sonst nicht." Soll das ein Witz sein? Stinkt Dein Stuhl etwa nicht oder was? Würde er auch nicht stinken wenn Du In-Vitro-Fleisch gegessen hättest? Ich halte In-Vitro-Fleisch für das Perverseste seit der Erfindung der künstlichen Babynahrung. Fleischessen ist mehr als nur Muskelzellen und Fett essen. In vielen Urvölkern glaubt man duch das Essen des Fleisches geht auch die Energie des Tieres auf den Menschen über. Wenn ich ein Steak von einem gesunden und starken argentinischen Rind esse, habe ich manchmal das Gefühl, dass da was dran sein könnte. Ich glaube kaum, dass sich dieses Gefühl einstellen würde, wenn ich ein Stück In-Vitro-Fleisch essen würde!
Hallo Sven the butcher, natuerlich ist es erlaubt diese Meinung zu aeussern und es ist dann auch erlaubt diese Meinung zu diskutieren und auf diese Weise das Fuer und Wieder von Laborfleisch herauszuarbeiten. Am Ende kann Jeder die Argumente lesen und sich seine eigene Meinung bilden - dafuer ist so ein Forum doch da! Ob Fleisch eine natuerliche Ernaehrung fuer den Menschen ist ist sehr schwer zu beantworten: auf dereinen Seite fehlt dem Vegetarier in der Nahrung B-Vitamine und die Aminosaeure Lysin. Auf der anderen Seite ist der menschliche Darm zu lang fuer die Fleischverdauung und die unverdauten Ueberreste verrotten wobei krebserzeugende Substanzen entstehen die im Verdachtstehen Rektumkrebs zu erzeugen. (Nach Fleischgenuss stinkt der Stuhl, sonst nicht) Die Wahrheit ist sicher irgendwo in der Mitte, Ich lebe zu Hause strikt als Ovovegetarier (kein Fleisch keine Milchprodukte), bin aber als Gast ausserhalb meiner vier Waende locker mit dem was ich esse mache keine Show daraus..
@ alle, außer Flo. Es muss ja wohl erlaubt sein, die Meinung zu äußern, dass so etwas abartig ist. Oder nicht? Und Fleisch essen, mag vielleicht nicht wirklich toll für die Umwelt und Tiere zu sein, aber auch das kann hier ja wohl verboten werden. Schließlich ist es die natürlichste Sache der Welt. P.S. Es gibt auch Biofleisch, Ihr Hardcore-Veggies!
Noch ein Zusatz zu meiner letzten mail. Vollkommen widerspruechlich finde ich die Menschen, die es "entsetzlich finden", wenn wir unsere artgerecht gehaltenen und ohne Medikamente aufwachsenen Tiere irgendwann schlachten, dieselben aber in den Supermarkt gehen und das Kilo Filet für 2,99 kaufen möchten. Heute fehlt den meisten (Stadt-) Menschen doch jeglicher Bezug zu Tieren oder Natur aber: billig muss es sein! Es muss wohl ein MUSS sein, 1x einen Tag im Schlachthaus zu verbringen. Dann wurde wohl so mancher seine Fleischgewohnheiten ändern! Muss es 5-7x die Woche Fleisch sein? Ich selber habe 18 Jahre lang keines gegessen und esse heute nur ab und zu eigenes Geflügelfleisch. Ich weiss, dass nicht jeder seine Hühner in der Wohnung halten kann aber auch in der Nähe gibt es gute Angebote von Biobauern. Auch diese Tiere landen irgendw im Schlachthaus aber sie haben jedenfalls ein gutes Leben verbracht! Trotzdem wird das "Reagenzfleisch" meiner Meinung nach später das Fleisch d Zukunft!
@ antipode klar, bei körpereigenen hormonen ist das aber auch etwas anderes (zumindest für mich) , aber ich würd ja auch kein schwein essen was künstliche wachstumshormone bekommt, also warum sollte ich das bei künstlichem Fleisch machen. ich bezog mich aber auch eher auf den teil mit den hormonen die das fleisch in bewegung halten. @sonni7 also ich kann nur für mich sprechen, aber ich töte mit sicherheit nicht aus spass oder fresssucht sondern weil ich hunger habe und gerne fleisch esse Fleischgewebe das in großen flächen angebaut wird und dann gefaltet werden muss damit man es essen kann, klingt für mich einfach unapettitlich. Und sicher ist der mensch zu grausamen und fürchtbaren dingen fähig, aber ich glaube nicht das ein Schlachthaus da zu den schlimmsten dingen zählt aber nur weil manche menschen zum spass Töten oder quälen muss ich mich ja nicht ihre Schuld auf mich nehmen
Im Prinzip eine sehr gute Idee wenn auch eine unappetitliche Vorstellung "Reagenzfleisch" zu essen. Vielleicht ist es irgendwann durch eine grosse Medienkampagne oder schlicht durch zu teure Fleischpreise einmal möglich. Schliesslich haben wir uns auch an Gentomaten gewöhnt/gewöhnen müssen! Wär schön, wenn keine Tiere mehr sterben würden! Der Fleischhunger der Menschheit wird noch gigantisch ansteigen. Beste Grüsse von einer "Hobby-Öko-Gefölgelzucht
MAN SOLLTE flo DOCH MAL IN EINEM SCHLACHTHOF ARBEITEN LASSEN !
@flo, du gehörst wirklich zu den Superschlauen! Schmeckt dir eigentlich das Fleisch von den hormongespritzten und überzüchteten Schlachttieren noch, die ihr ganzes kurzes Leben nur im Stress verbringen und überhaupt nur existieren (von "leben" kann man doch gar nicht mehr reden), damit der Mensch , das gierigste Tier von allen, was zu "fressen" hat ?? Die anderen Tiere , Raubtiere etc. die du anführst, töten garantiert nicht zum Spass oder aus Grausamkeit, geschweige denn aus FRESSSUCHT , sondern um zu überleben. Wenn sie satt sind führen sie ein friedliches Miteinander. Das kann man von Menschen wohl nicht behaupten. ES wird Zeit, mal UMZUDENKEN. Die Natur ist nicht ausschliesslich für uns Menschen gemacht.
Hallo flo, Wenn ich Deine Formulierung lese finde ich es schwierig Dir den "organisches Fleisch Esser" abzunehmen, Du benutzt nicht einmal den Begriff. Ausserdem schliesst organische Aufzucht nicht aus, dass das Tier nicht irgendwann Traeger einer Krankheit wird d.h. infiziert ohne selbst zu erkranken. So sind z.B.alle Huehner in der Fleisch- und Eiproduktion Salmonella Traeger. Ich stimme mit Dir ueberein, dass das gezuechtete Muskelfleisch nicht genmanipuliert sein darf und das ist ja auch wovon der Geo Artikel ausgeht. Zu Deinem "Hormonfleisch" Vorwurf sei bemerkt, dass alles Fleisch hormonell waechst, denn so funktioniert schleisslich der Tierorganismus!!! Das man diese Situation bei der Herstellung des Invitrofleisches nachstellen muss versteht sich ja doch von selbst, ohne Wachstumshormon waechst halt nichts. Daran ist nichts unnatuerlich.
Natürlich ist es eine Umstellung und es wird einige Zeit dauern ehe sich so etwas durchsetzen kann. Aber ich finde es ist eine gute Sache. Ich habe früher meinen Fleischkonsum auch immer damit verteidigt, dass es in der Natur ja auch Jäger und Gejagte gibt. Warumm sollten wir dann nicht auch Töten was wir "brauchen"? Allerdings gibt es nunmal einen entscheidenden Unterschied: Der Mensch hat sich aus der Natur ausgekoppelt. Wir haben fast 7Milliarden Menschen auf der Erde und es werden immer mehr. Da kann man nicht mehr von Gleichgewicht sprechen! Meiner Meinung nach geht es bei dieser Frage nunmal nicht allein darum ob wir das künstliche Fleisch essen wollen oder nicht, sondern darum ob wir auf diesem Planeten in Zukunft überhaupt noch Leben können wenn wir keine Alternativen finden! Warum sollte man sich dagegen Sperren nur weil es künstlich hergestellt ist? Auf dem Teller ist es letztendlich das gleiche.
das kunstfleisch ist warscheinlich auch immernoch weniger künstlich als das fleisch was in den chickenMacNuggets landet^^
PETA verspricht erstem Forscher $1 Million für Produktion von konkurrenzfähigem „Laborfleisch“ bis 2012 Bereits 2008 hat die PETA-Gründerin und Vorsitzende Ingrid E. Newkirk die Wissenschaftler weltweit herausgefordert: Die erste Person, die eine Methode zur Produktion kommerziell verwertbarer Mengen von In-Vitro-Fleisch zu konkurrenzfähigen Preisen vorstellt, erhält einen Scheck über $1 Million. Die Zahl ergibt sich aus der Gesamtanzahl an Hühnern, die stündlich in den Vereinigten Staaten getötet werden – ca. 1 Million. Um sich für das Preisgeld zu qualifizieren, muss die produzierte Fleischmenge ausreichend für den Markt in mindestens 10 US Bundesstaaten sein – und das zu einem Preis, der vergleichbar mit den zu diesem Zeitpunkt vorherrschenden Hühnchenpreisen ist. Lars Hollerbach / PETA Deutschland e.V.
hi antipode ja, ich ziehe natürliche gewachsenes Fleisch, hormonbehandeltem genmanipuliertem Bioreaktorfleisch vor... Aber nur weil ich Fleischesse muss ich ja nicht gleich jeden Mist essen, unterschiedliche Behandlung der Tiere gibt es schliesslich nicht nur bei den eierlegenden Vertretern unserer Nahrungungsquellen
Hallo flo, Nachdem was Du schreibst sieht Deine Nahrungmittelaesthetik so aus: Du ziehst Fleisch von einem Tier vor das sein ganzes Leben Lang in seiner eigenen Scheisse und Pisse rumlaeuft, die ensprechenden Gerueche einatmet einem sauber aus einer voellig identischen Stammzellegewachsenen Produkt ohne Salmonellen, Colies, Trichienen, Bandwurmlarven, BSE und aehlichen Gewuerzen vor. Der Geruch aus den hollaendischen Schweinefabriken ist so erbaermlich, dass das was davon zum Himmel stinkt und sich in Schweden abregnet schon vor Jahrzehnten das Leben in den dortigen Suesswasserseen ausgeloescht hat. Geschmachssache! Ich esse lieber heute schon apetitlich hergestelltes Sojafleisch als Currywurst, Hehnchenschnitzel (mit e), Fruehstuecksspeck und Hackbraten ohne dass fuer meine Ernaehrung ein Tier leiden und sterben muss. Das fehlende Lysin (Aminosaeure) kriege ich aus einem Freilandei rpo Tag. Die Bemerkung: "die Anderen machen es auch" ist ein Schuldbekenntnis, keine Entschuldigung.
Man moechte Eier von gluecklichen Huehnern und nicht von "KZ" Huehnern. Die wirklichen KZ's sind aber die Schlachthoefe: Anlieferung im Gueterwagen, Von S chlachthof-S chergen mit Stromstoessen in die Pferche (Baracken) getrieben wo sie ohne Fuetterung nach dem Transpost auf ihren Tod warten - ich bin sicher, sie ahnen den qualvollen Tod der auf sie zukommt sie riechen das Blut, hoehren das Schreien derer die vorangehen. Genauso wie jetzt endlich die Verantwortlichen fuer die pervetierte Sexualitaet der Priester zur Rechenschaft gezogen werden werden auch eines Tages die Schuldigen fuer diese millionenfache Tierquaelerei vor Gericht stehen. Lebendiges Lebensmittel - tote Nahrung, sehr richtig, aber der Unterschied zwischen einem Lebewesen und einer Leiche ist dass die Leiche ENTSEELT ist, da ist nichts lebendiges im Fleisch. Lebendiges ist in einem Apfel, Sprossen etc.
Endlich kommt da Bewegung rein! Ökologisch katastrophale Nahrungsmittelproduktion, hoch subventioniert, ungesund, quälend... und das nur, damit das Lebensmittel eine Seele hat - oder mal gehabt hat? Grotesk.
klingt wie aus einem science-fiction film, ich finds widerlich. Und ich würd wetten, dass die leute die es später mal herstellen es bestimmt nicht selbst essen würden... @antipode Schuld, naja, ich bin mir sicher, dass Tiger, Haie und jedes andere Raubtier seine Beute zu Tode kitzelt....
Ich war 10 Jahre lang Schlachthoftierarzt . Das Schlachten von Tieren ist eine grausame absolut unmenschliche Tat, organisierter Mord an Wesen die unsere Freunde sind. Es verursacht soviel Leid und Angst: Muttertiere auf der Weide suchen ihre Jungtiere und bloeken (das ist ihr weinen) noch tagelang nach der Trennung besonders Kaelber im Pferch (Todeszelle) auf dem Schlachthof schmiegen sich an, saugen an der Kleidung das sogenannte elektrische Betaeuben der Tiere - warum schreien sie dann so furchtbar? - das Zappeln beim Ausbluten wenn sie bei lebendigem Leib Kopf nach unten mit aufgeschnittenem Hals am Fleischerhaken haengen, ich habe mich in 10 Jahren nicht daran gewoehnt und war nach 5 Nervenzusammenbruechen schliesslich arbeitsunfaehig. Ich habe es auch oefter gesehen, dass die die das Toeten durchfuehren versetzt werden mussten weil sie es nicht mehr tun konnten. Ich selbst esse kein Fleisch Gezuechtetes Muskelfleisch, was fuer eine Erloesung der Menschheit von dieser Schuld!