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Biodiversität: Unbekannte Erdbewohner

Jeden Tag entdecken Forscher bislang unbekannte Tier- und Pflanzenarten. Allein die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung spürte in den vergangenen zwei Jahren fast 500 neue Spezies auf

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Gelbfärber-Regenfrosch
© Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung
Gelbfärber-Regenfrosch
Eine der neuentdeckten Arten: der abfärbende Gelbfärber-Regenfrosch Diasporus citrinobapheus
Insulamon palawanense
© Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung
Insulamon palawanense
Auf der Philippinen-Insel Palawan entdeckten Forscher die Krabbe Insulamon palawanense
Schneckennatter
© Sebastian Lotzkat
Schneckennatter
Ein Jungtier der neu entdeckten Schneckennatter Sibon noalamina
© Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung
Lebt versteckt in Höhlen: Die Riesenkrabbenspinne Sinopoda scurion
© Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung
Im artenreichen Sokotra-Archipel neu entdeckt: Pseudochromis socotraensis sp. nov.
© Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung
Diese neu entdeckte fossile Fliegenart wurde nach dem ehemaligen Senckenberg-Präsidenten Hanns Christian Schroeder-Hohenwarth benannt
© Terue C. Kihara
Den Ruderfußkrebs Cerviniella hitoshii sp. nov. entdeckten Forscher in einer Tiefe von 796 Metern im Arktischen Ozean
© Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung
Insgesamt 30 Schnecken wurden 2011 und 2012 entdeckt, darunter auch Oospira (Distortiphaedusa) coffea
© Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung
Wurde anhand ihres Paarungsverhaltens identifiziert: die neue Schneckenart Deroceras invadens
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Bis in die letzten Winkel der Kontinente ist der Mensch heute vorgedrungen - selten zum Vorteil der heimischen Tier- und Pflanzenwelt. Intensive Landwirtschaft, rücksichtslose Jagd, eingeschleppte Arten, aber auch der Klimawandel macht vielen Spezies zu schaffen. Viele sind schon ganz verschwunden. Manche Wissenschaftler sprechen sogar von einem bevorstehenden sechsten Massensterben.


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Was dabei in Vergessenheit gerät: Jedes Jahr werden auch bislang unbekannte Arten entdeckt. Zum Beispiel in der Tiefsee oder im Dschungel von Laos. Doch auch in den Vitrinen von Museen und zoologischen Sammlungen lagern Präparate, die bisher nicht als eigene Art erkannt wurden. Forscher der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung haben in den vergangenen zwei Jahren überall auf der Welt 489 neue Arten entdeckt und beschrieben. Einige von ihnen zeigen wir in dieser Fotostrecke.

Das Tückische daran: Viele Tier- und Pflanzenarten sterben aus, bevor sie entdeckt wurden. Andere sind so selten, dass sie, kaum entdeckt, schon wieder vom Aussterben bedroht sind. Experten gehen davon aus, dass es heute weltweit zwischen drei und 100 Millionen Arten gibt. Sicher ist nur, dass der Mensch einen Großteil davon noch nie zu Gesicht bekommen hat.

Die Homepage der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung: www.senckenberg.de


Mehr zu den Themen: Artenvielfalt, Artenschutz

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