Für immer Bullerbü Astrid Lindgren schrieb Geschichten, um im Herzen immer Kind zu bleiben

Das ländliche Schweden dient Lindgren – hier 1952 fotografiert – für viele ihrer Geschichten als Schauplatz. Motive aus dieser Lebenswelt hält einige Jahrzehnte zuvor der Maler Carl Larsson mit Aquarellfarben fest
Das ländliche Schweden dient Lindgren – hier 1952 fotografiert – für viele ihrer Geschichten als Schauplatz. Motive aus dieser Lebenswelt hält einige Jahrzehnte zuvor der Maler Carl Larsson mit Aquarellfarben fest
© Carl Larsson/Liszt Collection/akg-images/TT News Agency/picture alliance
Auf einem Bauernhof in Südschweden wächst sie Anfang des 20. Jahrhunderts auf, in einem familiären Idyll, das sie fürs Leben prägt. Denn diese Zeit wird für Astrid Lindgren zum Quell der Inspiration für ihre weltbekannten Kinderbücher – mit denen sie ein Bild ihres Heimatlandes heraufbeschwört, das unzählige Menschen bezaubert
Von Tanja Beuthien

Das Leben – ein Kinderspiel. Sie springt von Heuhaufen und Bretterstapeln, dass es nur so kracht. Sie stürzt sich mit ihren Geschwistern in den nahen Fluss, lange bevor sie schwimmen kann. Und entdeckt auf dem verschlungenen Pfad zwischen Holzschuppen und Waschhaus eine Walderdbeerenstelle, die sie nie, nie jemandem verraten will. Sie klettert auf einen hohlen Baum, verschluckt einen halben Regenwurm, turnt über Betten und Kommode durch das Schlafzimmer, ohne den Boden zu berühren. Und sitzt im Winter am Weihnachtsabend dick eingemummelt im Korbschlitten und lauscht dem Schellengeläute der Pferde im knirschenden Schnee.

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