Aufbruch Ein Schimmer Hoffnung für Mogadischu

Mädchen an der Haji Mire Primary School
In allen Teilen Somalias hofft die Jugend auf Frieden und Bildung – dabei können das Wissen und die Ideen helfen, die Exil-Somalier bei ihrer Rückkehr in ihr Land mitbringen
© Marco Gualazzini
Die Hauptstadt Somalias ist noch immer ein lebensgefährlicher Ort. Doch jetzt kehren Tausende aus dem Exil zurück, die vor dem Krieg geflohen waren. Sie sind erfüllt von Zuversicht
Text: Bettina Rühl, Fotos: Marco Gualazzini

Der Bezirksbürgermeister kne­tet seine Baseballkappe, als sei sie daran schuld, dass der Ball knapp am Pfosten vorbei­fliegt. Abdikarim Alikaar, 42, springt hoch von seinem Sitzplatz auf der Ehrentribüne, die Spieler auf dem Kunstrasenplatz lässt er keine Sekunde aus den Augen: Die Elf von Wa­beri („Morgendämmerung“) kickt in gelben Trikots gegen die Jugendmannschaft von ­Hodan („Ort“) in Orange – das Finale im Hauptstadtturnier von Mogadischu. Alikaar fiebert für Waberi.

Es ist ein historisches Spiel: das erste Fußballmatch seit drei Jahrzehnten, das nach Anbruch der Dunkelheit angepfiffen wird. Bis vor Kurzem hätte sich niemand um diese Zeit auf die Straßen getraut.

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