Genschere CRISPR-Cas9 Wie das "Gotteswerkzeug" helfen könnte, schwere Erbkrankheiten zu heilen

Revolution in der Medizin: Mit der Genschere CRISPR könnten in Zukunft schwere Erbkrankheiten geheilt werden
Revolution in der Medizin: Mit der Genschere CRISPR könnten in Zukunft schwere Erbkrankheiten geheilt werden
© mauritius images / Nathan devery / Alamy / Alamy Stock Photos
Können Krankheiten durch Eingriffe ins menschliche Erbgut geheilt werden? Seit zwei Forscherinnen das genetische "Multifunktionswerkzeug" CRISPR-Cas9 entdeckten, scheint das möglich
Von Andrea Bannert

Gavriel Rosenfeld aus London ist ein junger Mann mit rundem Gesicht und kurzen braunen Haaren. Selbstsicher lacht er in die Kamera. In seinen Instagram-Videos sendet der 19-Jährige eine Menge positive Energie in die Welt, obwohl ihm selbst die Zeit davonläuft. Gerade während der Corona-Pandemie sei es wichtig, sich nicht unterkriegen zu lassen und seine Leidenschaften zu pflegen, sagt er. Gavriel spielt gern American Football – das kann er auch im Rollstuhl, an den er gebunden ist.

Mit vier Jahren erhielt er die Diagnose: Duchenne-Muskeldystrophie. Das ist eine seltene Erbkrankheit, für die es bisher keine Therapie gibt. Auslöser ist ein fehlerhaftes Gen, das den Bauplan für das Protein Dystrophin liefert. Dieses Eiweiß stabilisiert die Muskelzellen in der umgebenden Matrix. Funktioniert es nicht richtig, werden sie nach und nach zerstört.


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