Endlich verstehen Warum Sie Lebensmittel nicht in Aluminiumfolie aufbewahren sollten

Aluminium gilt als gesundheitsschädlich für Menschen – und findet sich doch überall in der Küche
Alufolie

Praktisch, aber gesundheitsschädlich: Alufolie

In diesem Artikel
Menüschalen in der Kritik
Aluminium ist überall
Alu-freie Alternativen

Jahrzehntelang wurden Pausenbrote und Essensreste bedenkenlos in Aluminium-Folie eingewickelt und gelagert. Es war ja auch praktisch, denn die hauchdünne Folie ist licht- und luftdicht und schmiegt sich gut an den Inhalt an.

Unter bestimmten Umständen allerdings kann das gefährlich werden. Nämlich dann, wenn die Folie, die Alu-Schale oder das Alu-Geschirr längere Zeit mit Säuren oder Salz in Berührung kommt. Das ist zum Beispiel bei Nahrungsmitteln wie Apfelmus, Rhabarber, Tomatenpüree, Sauerkraut, Salzhering oder Salzgurken der Fall.

Solche Speisen oder Reste sollten Sie also niemals in Alufolie oder Alu-Geschirr aufbewahren. Denn beim Kontakt lösen sich Aluminium-Ionen und wandern in das Nahrungsmittel über.

Menüschalen in der Kritik

2017 untersuchte das Bundesinstitut für Risikobewertung Menüschalen aus reinem Aluminium, wie sie etwa in Kindertagesstätten, Altenheimen und in der Außer-Haus-Verpflegung zum Einsatz kommen. Das Ergebnis: Je länger das Essen warm gehalten wurde, desto mehr Aluminium fand sich später im Essen. Teilweise wurde ein Vielfaches dessen freigesetzt, was Experten als gerade noch tolerierbar ansehen. Wer also täglich Speisen aus Alu-Menüschalen isst, läuft Gefahr, gesundheitsschädliche Mengen von Aluminium aufzunehmen.

Aluminium ist überall

Aluminium ist das dritthäufigste Element in der Erdkruste – und im täglichen Leben begegnet es uns nicht nur in Gestalt von Alufolien, sondern auch in unverarbeiteten Lebensmitteln ebenso wie in Zusatzstoffen. Auch kann es in Lebensmittelverpackungen oder in Kosmetika wie Deodorants enthalten sein.

Das Metall ist zwar praktisch – aber für Menschen giftig. Unter anderem kann das Element das Nervensystem und unsere Fruchtbarkeit schädigen. Sogar mit Alzheimer wurde es schon in Verbindung gebracht. (Eine Gefahr, die das Bundesinstitut für Risikowertung allerdings ausschließt.) Gesunde Menschen scheiden Aluminium zwar über die Nieren wieder aus. Doch Menschen, die unter einer Niereninsuffizienz leiden, können das Metall in ihrem Körper anreichern.

Alu-freie Alternativen

Zur luftdichten Aufbewahrung von Speiseresten eignet sich Plastikfolie oft ebenso gut wie Alufolie. Und garantiert giftfrei geht’s mit Weckgläsern, Glas-Schraubgläsern oder Aufbewahrungsboxen aus Glas oder Porzellan. Verzichten Sie außerdem auf Menüschalen aus Aluminium und erwärmen Sie die Speisen lieber in einem Stahltopf.

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