Tastaturbelegung Anordnung der Tasten: Warum die Tastatur so aussieht, wie sie aussieht

Schon Mitte des 19. Jahrhunderts entwickelte Christopher Latham Sholes eine Idee, die bis heute Bestand hat: Täglich begegnet uns sein Tastaturlayout auf Smartphone und Computer
Tastatur

QWERTZ statt QWERTY: Das „Z“ wird im Deutschen viel häufiger genutzt als das „Y“. Es wechselt durch den Tausch zu einer für Zehnfingerschreiber besseren Position.

Auf den ersten Schreibmaschinen waren die Buchstaben noch streng alphabetisch angeordnet. Sie waren in Dänemark, Italien und im damals zu Österreich gehörenden Südtirol erfunden worden. Doch im Jahr 1868 ließ sich der Buchdrucker und Journalist Christopher Latham Sholes in Wisconsin (USA) eine Maschine mit der heute noch gebräuchlichen QWERTY-Tastatur patentieren (QWERTZ im deutschsprachigen Raum).

QWERTY-Tastatur setzte sich durch

Durch seine Gerichtsreportagen hatte Sholes die Arbeit der Stenografinnen kennengelernt und begann Mitte der 1860er-Jahre, mit Carlos Glidden und Samuel W. Soulé eine Maschine zu konstruieren, mit der man möglichst schnell tippen konnte.

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Sholes ordnete häufig genutzte Tasten so an, dass die Typenhebel auch beim schnellen Schreiben Zeit hatten, nach dem Anschlag auf dem Papier wieder in ihre Grundposition zurückzuschnellen. So verhedderten sie sich nicht mehr, und die Geschwindigkeit ließ sich steigern. Die Waffen- und Nähmaschinenfabrik Remington erwarb das Patent und stellte das Modell in Serie her. 

Anfangs lief der Verkauf schleppend. Daraufhin führte die Firma öffentliche Vorführungen mit trainierten Schnellschreiberinnen ein. Die Maschine mit der QWERTY-Tastatur setzte sich durch und wurde so erfolgreich, dass die Tastenanordnung für Computertastaturen und Smartphones übernommen wurde, obwohl es keine technische Begründung mehr dafür gibt.

Dieser Beitrag stammt aus "P.M. Fragen & Antworten 04/2020". Das Heft können Sie hier bestellen.