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Endlich verstehen Darum soll man Spinat nicht noch einmal aufwärmen

Spinat
Über die Aussage, dass aufgewärmter Spinat schlecht für die Gesundheit ist, streiten bereits Generationen
© Brent Hofacker / Fotolia
Die Ansicht, dass man Spinat nicht noch einmal aufwärmen sollte, ist besonders in älteren Generationen weit verbreitet. Aber warum ist das so? Und was ist dran an der Behauptung, dass Spinat aufwärmen nicht zu empfehlen ist?

Darf man Spinat aufwärmen?

Tatsächlich ist die Sorge beim Verzehr von erneut aufgewärmtem Spinat nicht ganz unbegründet. Spinat enthält, wie einige andere Gemüsesorten auch, viel Nitrat. Unter der Einwirkung von Bakterien kann es passieren, dass sich das Nitrat in Nitrit umwandelt. Nitrit wiederum ist ein giftiger Stoff, aus dem sich im sauren Magen Nitrosamine bilden können, die krebserregend wirken können.

Heutzutage lässt sich diese Kettenreaktion durch gute Aufbewahrungsmöglichkeiten und bessere Hygiene recht einfach unterbrechen, das war allerdings nicht immer so. Das Problem stammt aus einer Zeit, als noch nicht jeder Haushalt über einen Kühlschrank verfügte und eine Kühlung der übriggebliebenen Speisen nur bedingt möglich war. Hier hatten Bakterien oft leichtes Spiel und konnten sich im Essen ausbreiten.

Spinat-Reste schnell auskühlen lassen

Wenn heute also von einem Spinat-Gericht Reste übrigbleiben, ist es wichtig, diese möglichst schnell auskühlen zu lassen und dann in den Kühlschrank zu stellen – am besten in einem verschlossenen Behälter oder einer abgedeckten Schüssel. Bei den niedrigen Temperaturen können sich schädliche Bakterien nicht ausbreiten und die Nitritbildung kann verhindert werden.

Beim Wiederaufwärmen sollte man darauf achten, das Essen gut und gleichmäßig zu erhitzen. Beachtet man diese Regeln, ist es kein Problem, den übriggebliebenen Spinat noch einmal aufzuwärmen – wäre ja auch schade darum.

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Blattspinat im Topf

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