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Bikepacking Wiebke Lühmann kündigte ihren Job und fuhr mit dem Rad quer durch Afrika

Hitze, Schlamm, Überwindung – Wiebke Lühmann fuhr mit dem Fahrrad allein quer durch Afrika. Ihre Einsicht: Die größte Herausforderung ist die eigene Angst
Untrennbares Duo für 20.150 Kilometer: Wiebke Lühmann und ihr Fahrrad, hier in der Wüste Namibias
Untrennbares Duo für 20.150 Kilometer: Wiebke Lühmann und ihr Fahrrad, hier in der Wüste Namibias
©  Fabienne Engel

Afrika! – Afrika? Echt jetzt? Als Wiebke Lühmann am 3. Oktober 2023 in Freiburg aufs Fahrrad steigt, ist sie schwer bepackt, und ihr Herz rast. Sie will Richtung Süden fahren, immer nach Süden, so weit es nur geht: bis nach Kapstadt. Allein. 

Mehr als 20.000 Kilometer liegen vor ihr, 22 Länder, die es dabei zu durchqueren gilt. Gut 14 Monate lang will Lühmann sich dafür Zeit nehmen, Weihnachten 2024 hofft sie am Ziel zu sein und zu feiern: am Kap der Guten Hoffnung. 

Alles, was sie zum Leben für diese Zeit zu benötigen glaubt, hat die 29-Jährige nun in Taschen am gelben Rahmen des Rads festgezurrt: Zelt, Schlafsack, Kocher, ein wenig Wechselkleidung. Dazu Ersatzteile, eine Kamera und ein Notebook: 40 Kilogramm Ausrüstung insgesamt. 

Die größte Last aber, die hat sie im Kopf. Da sind die Fragen und Zweifel, die ihr Bekannte und Freunde seit Monaten immer wieder entgegengehalten haben, bis auch Lühmann selbst sie nicht mehr verdrängen konnte: Ist das nicht viel zu gefährlich – allein, als Frau? Wird ihr Traum von der Fahrt zum Albtraum?