Schlossgarten Schwetzingen

Strenge Linien, originelle Bepflanzung: Der Schlossgarten Schwetzingen wurde auf Geheiß des Kurfürsten Carl Philipp im Jahre 1731 angelegt. Über die Jahrzehnte kamen weitere Elemente hinzu, wie die Orangerie, ein englischer Garten und die zahlreichen japanischen Zierkirschen. Jeden Frühling ergibt ihre Blüte, vor allem vor der Gartenmoschee, ein einzigartiges Bild. Das am Ende des 18. Jahrhunderts errichtete Gotteshaus entwarf der Hofarchitekt Nicolas de Pigage. Es sollte dem aufklärerischen Geist des Schlossgartens Ausdruck verleihen, als Zeichen der Toleranz gegenüber allen Religionen und Kulturen der Welt.

Park der Gärten in Bad Zwischenahn

Hier ist immer Landesgartenschau: In Bad Zwischenahn erstreckt sich auf 140.000 Quadratmetern eine der größten Mustergartenanlagen in Deutschland. Die besticht vor allem durch ihre Vielfalt. 90 verschiedene Gärten mit Stilrichtungen aus aller Welt wie der Chinesische Garten (Foto) bieten Erholung und Inspiration.

Gartenreich Dessau-Wörlitz

Gleich ein ganzes Gartenreich erhebt sich entlang der der Mittelelbe in einem Biosphärenreservat. Die insgesamt 142 Quadratkilometer große Naturlandschaft gehört zum UNESCO-Welterbe. Entsprechend vielfältig sind die Aktivitäten: Ruderbootfahrten über die Seen und Kanäle, ein Spaziergang durch Schochsgarten mit seinem Gotischen Haus, der Romantischen Partie und der Luisenklippe, Besichtigungstouren durch Schlösser und Ausstellungen.

Schau- und Sichtungsgarten Hermannshof

Eine Art Testgelände für Pflanzen: Im Sichtungsgarten Hermannshof werden Gewächse über Jahre hinweg beobachtet, um die für den jeweiligen Zweck geeignetsten zu bestimmen. Und das geschieht in einer wunderschönen Umgebung. Im 18 Jahrhundert als Sommersitz gedacht, wurde der Hermannshof immer wieder erweitert. Heute lassen sich die Gartenvilla und ihre herrschaftlichen Anlagen bestaunen, in denen sich sogar ein Riesenmammutbaum erhebt.

Landschaftspark Duisburg-Nord

Von 1901 bis 1985 pumpten Hochöfen des Hüttenwerks in Duisburg-Meiderich schwarzen Qualm in den Ruhrpott-Himmel. Heute hat sich das Blatt gewendet. In der alten Industriebrache entstand ein weitläufiger Landschaftspark, nach und nach eroberte die Natur Gebäude, Schlote, Stahlskelette. Wo einst Arbeiter schufteten, finden Menschen nun Kultur und Erholung: Aussichtsplattformen auf dem Hochofen 5, Kletter- und Bunkergärten, Flusspromenaden, eine Tauchlandschaft im Gasometer, ein Sommerkino.

Loki-Schmidt-Garten in Hamburg

Im unscheinbaren, aber beschaulichen Hamburger Stadtteil Klein Flottbek ist eine ganze Pflanzenwelt zuhause. Bäume aus Nord- und Südamerika, Wüsten-, Gesteins- und Rosengärten, chinesische und japanische Anlagen breiten sich im Uhrzeigersinn vor den Besuchern aus. Der Große Botanische Garten ist nach Loki Schmidt benannt, Gattin von Kanzler Helmut Schmidt und leidenschaftliche Botanikerin. Auf dem Gelände befindet sich auch ein Museum, das eine gigantische Sammlung an Nutzpflanzen verwahrt.

Insel Mainau

Klar, ein Geheimtipp ist Mainau nicht, die bekannte Insel auf dem Bodensee. Die Vielfalt ihres Pflanzenschatzes überrascht dann doch: Dank des milden Klimas wachsen sogar Palmen und andere Pflanzen aus dem Mittelmeerraum, den Tropen und Subtropen auf dem Eiland, das deswegen auch gerne "Blumeninsel" genannt wird. Tulpen, Narzissen, Hyazinthen und Orchideen bilden immer wieder neue, prächtige Blumenteppiche. Doch auch Laub- und Nadelbäume wachsen hier, darunter der älteste Urweltmammutbaum Deutschlands.

Arboretum Ellerhoop-Thiensen

Als Arboretum bezeichnet man eine Sammlung exotischer Gehölze und Gewächse. Eine besonders interessante Zusammenstellung gedeiht 30 Kilometer nordwestlich von Hamburg, in Ellerhoop-Thiensen. Auf 17 Hektar erstreckt sich eine Naherholungsanlage, die vor allem über die Entwicklungsgeschichte unserer Pflanzenwelt informiert. Die geht zurück bis zu den Dinosauriern der Trias, die als lebensgroße Modelle durch den Garten streifen.

Palmengarten in Frankfurt am Main

Nicht nur die Sammlung des Palmengartens in Frankfurt ist beeindruckend, sondern auch seine Architektur. In prachtvollen Gewächshäusern und kunstvoll arrangierten Freiflächen sind die Exponate nach Herkunft sortiert. So umhüllt ein eleganter Glaspavillon die subarktische Landschaft, Pflanzen aus den Tropen, Subtropen und Wüsten säumen den Rundweg. Das ganze Jahr über wechseln die Ausstellungen, die hauptsächich im Gewächshaus und im Gesellschaftshaus untergebracht sind.

Herrenhäuser Gärten (Berggarten) Hannover

Ein Pflichtbesuch in Hannover: Die Herrenhäuser Gärten zählen zu den prächtigsten Barockgärten Europas. Die Anlagen gehen bis auf das Jahr 1638 zurück, damals begann alles mit einem kleinen Küchengarten des Herzogs Georg von Calenberg. Das Areal wuchs an, genau wie die Titel seiner Bewohner: Das Herrenhäuser Schloss, ein Galeriegebäude mit Aquarium und Orangerie, umgeben bis heute der Große Garten, der Berggarten (Foto), der Georgengarten und der Welfengarten.

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