US-Bundesstaat Oregon

Der Bundesstaat an der Pazifikküste verfügt über einen beeindruckenden landschaftlichen Querschnitt Amerikas. So lassen sich auf den rund 255.000 Quadratkilometer Fläche raue Küsten, mächtige Berge (wie der Mount Hood) und beeindruckende Hochwüste bereisen. Ein weiteres Natur-Highlight: Crater Lake im Süden Oregons, der tiefste See der Vereinigten Staaten. Mit den sogenannten Scenic Bikeways wurde in den letzten Jahren ein Netz aus Radwegen über den gesamten Bundesstaat gespannt, um es sowohl Anfängern als auch Extremsportler zu ermöglichen, die landschaftliche Vielfalt Oregons auf eine natürliche Art und Weise kennenzulernen. Es ist das erste Radwege-Netz dieser Art in den USA.

Ebenfalls hoch im Kurs steht die alternative Metropole Portland im Nordwesten, die sich in den letzten Jahren zu einer der angesagtesten Städte in den USA gemausert hat. Stets nach dem Motto „Keep Portland Weird“ werden hier viele Dinge einfach ausprobiert: Ob Urban Gardening, Indie-Musik oder Vintage-Klamotten – Hauptsache es fällt auf. Was vor allem Biertrinker interessieren dürfte: Auf das Stadtgebiet verteilen sich 53 Brauereien, so viele, wie keine andere Stadt auf der Welt sonst beherbergt. Enstprechend oft wird im Jahr der Hopfen-Tropfen gewürdigt, beispielsweise beim Craft Beer Festival im Sommer.

Leeuwarden und Friesland, Holland

Noch nie gehört? Ging uns bis vor Kurzem auch so. Nun ist die schmucke Kleinstadt Leeuwarden gemeinsam mit der holländischen Region Friesland zur europäischen Kulturhauptstadt 2018 erklärt worden, und wir haben einen genaueren Blick über die Grenze geworfen. Entdeckt haben wir eine Provinzhauptstadt, die mit historischen Fassaden, einem mittelalterlichen Stadtkern, nahezu 600 Denkmälern sowie Wasserstraßen zu überzeugen weiß. Leeuwarden liegt eingebettet in die charakteristische friesische Landschaft an der deutsch-niederländischen Ferienstraße Oranier-Route. Das Wattenmeer sowie die Friesische Seenplatte sind schnell erreicht.

Im Zuge des Kulturhauptstadt-Jahres werden viele Veranstaltungen und Kunstausstellungen in Leeuwarden für Aufsehen sorgen. Ein verbindendes Projekt zwischen der Stadt und der Region Friesland sind die von verschiedenen Künstlern gestalteten elf Brunnen. Ebenso ist eine besondere Ausstellung über Mata Hari und M.C. Escher im Fries Museum geplant.

Kleine Sundainseln, Indonesien

Klar, Bali ist schon lange kein Geheimtipp mehr und auch die Gilis sowie Lombok sind in der Gunst der Reisenden gestiegen. Doch weiter östlich bewegen sich kaum noch Touristen, dabei sind hier mit Flores und Komodo noch wahre Schätze zu finden. Flores besticht mit viel Ursprünglichkeit, die auf Bali nur noch an wenigen Stellen zu finden ist. Unendlich erscheinende Reisfelder, vulkanische Bergwelten (besonders imposant im Kelimutu Nationalpark) und menschenleere Traumstrände prägen das Inselbild.

Westlich von Flores liegt die unter Naturschutz stehende Insel Komodo. Hier leben neben 2000 Einwohnern fast ebenso viele Komodowarane. Die Population der gegenwärtig größten Echsenart macht die Insel und den gleichnamigen Nationalpark besonders sehenswert. Nur hier können Besucher die bis zu drei Meter langen und 80 Kilo schweren Tiere in freier Wildbahn erleben. Wanderungen zur Beobachtung der Komodowarane dürfen nur in Begleitung von örtlichen Führern der Naturschutzbehörde erfolgen. Besonders gute Beobachtungsplätze liegen am zeitweise ausgetrockneten Fluss Liang und im Poreng-Tal.

Mecklenburg-Vorpommern, Deutschland

Es sind inzwischen nicht mehr nur die küstennahen Gebiete, die viele Besucher anziehen, sondern auch die kleineren Ortschaften, die insgesamt 230 Museen im Land und natürlich die Seenlandschaften. Vor allem das gestiegene Interesse an kleineren Abenteuern vor der Haustür, sogenannten Mikroabenteuern, kann Mecklenburg-Vorpommern mit seiner Vielschichtigkeit an Landschaften bedienen. Ob Hausboottrips auf der Seenplatte mit Freunden, ruhige Kajak-Wochenenden auf der Havel oder wildromantische Radwanderungen - für jede Kurzurlaubsidee hat Mecklenburg-Vorpommern eine passende Antwort.

2018 liefert die Hansestadt Rostock einen Anlass für eine ausgiebige Entdeckungstour zwischen Waterkant und historischer Altstadt, denn die einzige Großstadt Mecklenburg-Vorpommerns feiert 800. Geburtstag mit vielen Events.

Albanien

Auf der Suche nach kaum besuchten wilden Stränden drängen immer mehr Touristen auf den Balkan. Kroatien erlebt seit Jahren eine touristische Renaissance, die angrenzenden Länder wie Montenegro profitieren ebenfalls. Kein Wunder also, dass sich der Blick nun noch weiter südlich orientiert und dort liegt mit Albanien tatsächlich ein wahrer Rohdiamant. Die albanische Riviera wird noch als das Aschenputtel unter den berühmten Schwestern angesehen, doch genau das macht ihren Charme aus. Keine großen Hotelanlagen, kaum touristische Infrastruktur und unberührte Küstenabschnitte wecken den Entdeckergeist all jener, die eher auf Authentizität als auf Komfort setzen.

Knapp 200 Kilometer hinter der Hauptstadt Tirana führt die Straße auf über 1000 Höhenmeter dem Mittelmeer entgegen. Etwa hundert Kilometer erstreckt sich die albanische Riviera vom Llogara-Pass bis zu den archäologischen Stätten des 3000 Jahre alten Butrint ganz im Süden kurz vor der griechischen Grenze. Und dazwischen verteilen sich Strandperlen wie Gjipe (Bild) oder Kakome, die sich am besten bei einem Roadtrip entdecken lassen.

Dumfries & Galloway, Schottland

Die Rauheit der schottischen Natur hat in den vergangen Jahren viele Reisende zu Schottland-Fans gemacht. Besonders die Isle of Skye hat einen Besucherzuwachs erfahren, der die kleine Insel vor allem in den Sommermonaten herausfordert. Einen ähnlichen Run erlebten die schottischen Highlands.

Vergleichsweise wenige Besucher tummeln sich in der Region Dumfries & Galloway, die sich im Südwesten erstreckt. Dumfries & Galloway hat natürlich schottische Klassiker wie sagenumwobene Burgruinen, Berge, Täler und Seen zu bieten, was der Region auch den Beinamen Mini-Highlands einbrachte, darüber hinaus aber noch einige Superlative. So liegt hier mit Mull of Galloway der südlichste Punkt Schottlands, standesgemäß thront an diesem Ort dramatisch ein Leuchtturm auf umtosten Klippen. Aber auch der höchstgelegene Ort des Landes Wanlockhead ist in dieser Region beheimatet. Am besten lässt sich Dumfries & Galloway auf der jüngst eröffneten Ferienstraße South West Coastal 300 erkunden.

Japan

Das asiatische Land verzeichnete in den letzten drei Jahren einen wahren Besucher-Boom. Japan hat es anscheinend geschafft das Vertrauen der Reisenden in das Land nach der verheerenden Fukushima-Katastrophe 2011 wieder herzustellen und sie für mehr als nur einen Besuch in der Megacity wie Tokio begeistern zu können.

Oder wussten Sie, dass sich in Japan auch ein Strandurlaub verbringen lässt? Karibisches Flair kommt beispielsweise in den traumhaften Buchten Nishihama oder Aharen auf der vorgelagerten Insel Tokashiki auf. Während zur Kirschblüte die meisten Touristen im Land sind, lohnt sich auch ein Besuch in den Herbstmonaten, wenn die japanischen Wälder in tiefen Rot- und Goldtönen schimmern, wie hier rund um die Wasserfälle von Kegon. Dann lässt sich auch bestens die japanische Tradition des „Waldbadens“ ausprobieren. Da Japan 2019 die Rugby Weltmeisterschaften und 2020 die olympischen Spiele ausrichten wird, bietet sich noch ein Besuch in 2018 an, bevor die Preise steigen und die Massen Einzug halten.

Kolumbien

Vorsichtig und Schritt für Schritt nähert sich Kolumbien dem Frieden. Nachdem 2016 das historische Abkommen zwischen Regierung und den FARC-Rebellen geschlossen wurde, blickt das Land zuversichtlich in die Zukunft. Auch wenn Kolumbien sich noch nicht komplett in einem friedvollen Zustand befindet, gilt es zumindest nicht mehr als touristische Tabuzone und steht bei vielen Reisenden hoch im Kurs. Und das aus gutem Grund: Während der Norden von karibischen Buchten und wildem Dschungel geprägt ist, locken Städte wie Cartagena oder Popayán mit ihren kolonialen Prachtbauten. Medellín gilt besonders bei der jüngeren Generation aufgrund des ausgelassenen Nachtlebens als eine der angesagtesten Städte in ganz Südamerika.

Da viele noch abwarten, wie sich das Friedensabkommen entwickeln wird und wie die Wahlen im Mai 2018 verlaufen werden, könnte es ab 2019 einen wahren Run auf Kolumbien geben. Wer der aktuellen Lage traut und noch zu den Entdeckern gehören möchte, bereist das Land jetzt.

Ruanda

Auch Ruanda prägt eine bewegte und brutale Vergangenheit. Doch das afrikanische Land hat in den letzten beiden Jahrzehnten große Entwicklungsschritte gemacht. So landete Ruanda beispielsweise im Travel & Tourism Competitiveness Report 2017 des World Economic Forum beim Thema Sicherheit als einziges Land des afrikanischen Kontinents unter den Top Ten. Das lässt auch Reisende mit Entdecker-Gen hellhörig werden. Die ersten Reiseveranstalter bieten geführte Rundreisen an und erfahrene Afrika-Reisende können dank einer wachsenden touristischen Infrastruktur auch ohne Guide neue Orte für sich entdecken.

Neben dem Nachbarland Uganda gilt das Land zum Beispiel als bester Ort, um die letzten Berggorillas in freier Wildbahn zu beobachten. Hierzu bietet sich der Vulcanos National Park im Nordwesten an. Beeindruckend ist auch die immergrüne Landschaft des Nyungwe-Waldes, der als einer der größten zusammenhängenden Bergwälder in Ost- und Zentralafrika gilt. Obwohl das Land keine Küste besitzt, kommt am Kiwusee Strandfeeling auf und auch die Hauptstadt Kigali weiß inzwischen mit hippen Läden und Restaurants zu überzeugen. Wer 2018 also eine Perle Afrikas entdecken möchte, sollte Ruanda bereisen.

Patagonien, Chile und Argentinien

Wer sich 2018 einen Reisetraum erfüllen möchte, der sollte nicht mehr länger warten und nach Patagonien reisen. Imposante Berge wie Fitz Roy oder Cerro Torre, mächtige Gletscherzungen wie die des Perito-Moreno-Gletschers und viel unberührte Natur machen diesen Teil Südamerikas für Viele zum Sehnsuchtsziel.

Warum gerade in 2018? Chile feiert in diesem Jahr 200 Jahre Unabhängigkeit und lädt zu vielen Veranstaltungen im ganzen Land. Neue Direktflüge nach Santiago und der inzwischen erweiterte Flughafen in Puerto Natales, Ausgangsort für beliebte Touren (wie die W-Route am Torres del Paine) durch den chilenischen Teil Patagoniens, erleichtern die Reise durch die Naturgewalten.

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