Australien Die besten Tipps zwischen Sydney und Melbourne

Der schönste Umweg nach Melbourne schlängelt sich von Sydney aus an der Küste entlang. Anstatt den direkten Weg zu nehmen, fuhr unsere Autorin durch Tropenwald, der wie ein Kräutergarten duftet, an weiße Strände und machte noch einen Abstecher in die Berge. Wir stellen die besten Tipps zwischen den australischen Städten vor
Sea cliff bridge

Wer bei Tagesanbruch über die Sea Cliff Bridge kurvt, bekommt den Goldrahmen für das Bild, das sich ihm bietet, gleich mitgeliefert. Die Brücke nahe der Stadt Wollongong liegt auf dem Küstenweg zwischen Sydney und Melbourne

In diesem Artikel
Das können Sie zwischen Melbourne und Sydney erleben
Essen & Trinken: Die besten Restaurants entlang der Route
Schlafplätze entlang der Route zwischen Sydney und Melbourne

Die beste Route zwischen Melbourne und Sydney

Von Sydney nach Melbourne führen zwei Hauptrouten: der Coastal Drive, etwa 1400 Kilometer an der Küste entlang, und der ca. 1100 Kilometer lange ­Heritage Drive durchs Landesinnere. Für die Fahrt an der Küste sollte man auf keinen Fall weniger als acht Tage einplanen. Wer sich sogar zwei Wochen Zeit nimmt, wird es nicht bereuen, mehr erleben und mehr genießen. Mietwagen sind häufig von Melbourne nach Sydney günstiger, sonst spricht nichts für oder gegen eine bestimmte Richtung.

Mietmobile

Wer im Wohnmobil reist, ist flexibler. Und: Das rollende Bett hilft, Kosten zu sparen. Kleine Wohnmobile bieten z. B. Maui oder Britz ab 75 € am Tag an (one way, Mietdauer zwei Wochen, plus Haftungsausschluss zum Beispiel über www.camperdays.de). Da wild Campen fast nirgendwo in Victoria oder New South Wales erlaubt ist, fallen zusätzlich ca. 30 € Campingplatzgebühren oder ca. 15 € pro Nacht auf den einfachen, oft idyllisch gelegenen Zeltplätzen der Nationalparks an (nationalparks.nsw.gov.au, parkweb.vic.gov.au). Viele Verleiher versuchen, große Fahrzeuge kaum teurer als kleinere Modelle zu vermieten. Doch Vorsicht: Sie bieten zwar viel Komfort, man findet jedoch schwer Parkplätze, das Manö­vrieren ist schwieriger und sie verbrauchen mehr Benzin. Vor allem in den warmen Monaten ist der kleinste Camper fast immer groß genug. Ein Mittelklasse-Mietwagen kostet (one way, Mietdauer zwei Wochen) bei Apex ab 32 €, oder bei Thrifty ab 35 € pro Tag. Für die gegenüber dem Camper gesparten 70 € pro Tag sind auf der Strecke durchaus nette Quartiere zu finden. Eigene Mahlzeiten müssen auch beim Trip per Auto nicht auf Picknicks beschränkt bleiben: Viele Cabins und Cottages haben gut ausgestattete Küchen. Auto oder Camper ist also nicht nur eine Frage der ­Finanzen. Auch Komfortbedarf, Abenteuerlust und Spontaneität spielen eine Rolle.

Das können Sie zwischen Melbourne und Sydney erleben

Kanu, Wandern, Radeln

Im Kanu über Rochen, Tinten­fische und Krebse durch die Lagune und Mangroven paddeln. Außer wirklich guten Kanutouren bieten Josh Waterson und sein RegionX-Team auch geführte Radtouren, Wanderungen und Ozean-Kajak-Trips an. 

Region X, 7 Clyde St, Batemans Bay, Tel. 13-00001060, www.regionx.com.au, ab 40 €

Tiere garantiert

In Pebbly und Depot Beach kommen Kängurus bis an den Strand. Koalas lassen sich im Conservation Centre auf Phillip Island beobachten (www.penguins.org.au/attractions/koala-conservation-centre). Nach Raymond Island setzt von Paynesville eine Fähre über. Auf einem einstündigen Rundgang sind Dutzende Koalas in freier Natur zu entdecken. Seepferdchen kann man in den Gippsland Lakes oder am Rande der Mornington Peninsula beobachten, Wombats auf Wilsons Promontory. Delfine sind in Jervis Bay vom Boot oder Strand aus zu sehen. Wale ziehen vor der Küste von Mai bis November entlang. In Huskisson (Jervis Bay) starten täglich Bootstouren. Phillip Islands berühmte Pinguinparade beginnt vor Sonnenuntergang. Ein teures Spektakel (www.penguins.org.au), aber gut organisiert und trotz der Zuschauermassen ein Erlebnis.

Wild Oceans Ecoboat Adventure

Mehr als 30000 Tiere machen ein Felsplateau vor Phillip Island zu einer der größten Seebärenkolonien Australiens. Von Land aus lassen sich die Ohrenrobben mit dem Fernglas entdecken, der Eindruck vom Speedboot aus ist wesentlich intensiver. Mit gedrosseltem Motor dümpelt das Boot vor Seal Rocks, den Felsen, auf denen die Kolosse schlafen, laut bellen oder spielen. 
Cowes Jetty, Phillip Island, 11/13 The Esplanade, Victoria, Tel. 03-59512800, 55 €, www.penguins.org.au

Essen & Trinken: Die besten Restaurants entlang der Route

In allen Küstenorten gibt es kleine Restaurants, Cafés und Pubs, die mittags und abends bis ca. 20.30 Uhr Bistro-Küche anbieten. 

Auf der Küstenstrecke gibt es viel Fisch, Scampi und Austern – und natürlich Fish ’n’ Chips, den klassischen Snack der Region. Besonders gut: 

  • World Famous Fish and Chips (2/54 Owen St, Huskisson): riesige Portionen, superfrisch. 
  • Blue Wave Seafood (Fisherman’s Wharf, 73–79 Lamont St, Bermagui) mit Blick auf den Fischereihafen. 
  • San Remo Fisherman’s Cooperative (170 Marine Parade, San Remo/Phillip Island): große Auswahl, 12 Uhr Pelikanfütterung.
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Schlafplätze entlang der Route zwischen Sydney und Melbourne

Pebbly und Pretty Beach Cabins

Königspapageien und Beuteltiere vor der Hüttentür: Die einfachen Cottages ­befinden sich im Nationalpark, zwischen einem Wald mit hohen Eukalyptusbäumen und Palmen, nur Schritte von geschützten Badebuchten entfernt. Pebbly Beach wird dank der »surfenden Kängurus« am meisten besucht. 

Depot Beach Rd 1, Murramarang National Park, Tel. 02-44786582, www.nationalparks.nsw.gov.au, ab 80 €/Cottage/Nacht 

Tanja Lagoon Camp

Komfortable Safarizelte auf separaten Decks mit Blick durch Eukalyptusbäume auf die Lagune im Mimosa-Rocks-Nationalpark. Die Quartiere haben elegante Bäder und gut ausgestattete Küchen. Verpflegung fürs Abend­essen mitbringen. Kajaks und Kanus inklusive, 20 Minuten zu Fuß zum einsamen Strand.

142 Haighs Rd, Tanja, NSW, Tel. 02-64940123, www.tanjalagooncamp.com.au, ab 135 €/Zelt/Nacht inkl. Frühstück

Jetty Road Retreat

Helle Ferienwohnungen am Hang über den Gippsland-Seen zwischen Lakes Entrance und Metung. Teils Möbel im 50er-Jahre-Look, Terrassen mit Grill und garantiertem Besuch von Papageien. Wer Glück hat, sieht Del­fine im See. Zum Retreat gehört ein eigener Bootssteg. 

230 Nungurner Jetty Rd, Nungurner, VIC, Tel. 03-51563224, www.jettyroadretreat.com.au, ab 95 €/Wohnung/Nacht 

AdoBe Abodes

Lehmziegelwohnungen, Cottages und ein mehrstöckiges Ferienhaus mit Terrassen, Balkonen und Traumblick über die Seenlandschaft auf großem Grundstück mit Koalas, Opossums und Papageien. Der vor Jahrzehnten aus Deutschland ausgewanderte Peter Kurz hat die Quartiere selbst gebaut und mit recycelten Materialien und Möbeln originell ­eingerichtet. 

17 Karbeethong Ave, Mallacoota Inlet, VIC, Tel. 04-99777968, www.adobeabodes.com.au, und Tel. 04-09580329, www.adobeholidayflats.com.au, ab 70 €/Wohnung/Nacht

The Star Walhalla

Charmantes Hotel im Zentrum des lange vergessenen Goldgräberorts im Stil der Jahrhundertwende mit gemütlicher Bibliothek, Kaminen, Lounge und schmiedeeisernen Balkonen. Die zwölf großzügigen Zimmer hinter der blassgelben Holzfassade sind so frisch und modern wie das Menü im Restaurant. 

130 Main Rd, Walhalla, VIC, Tel. 03-51656262, www.starhotel.com.au, DZ inkl. Frühstück ab 110 €

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