Infografik Gibt es Ihre Stadt auch in den USA? Finden Sie es heraus

Donald Trump ist zwar der derzeit prominenteste, aber längst nicht einzige Amerikaner mit deutschen Vorfahren. Unsere Infografik zeigt, wie sich die Einwanderung durch Deutsche bis heute in den Namen amerikanischer Städte niederschlägt
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Grafik: Deutsche Städtenamen in den USA
Grafik: Anteil der deutschstämmigen Bevölkerung pro Bundesstaat

Was man kennt, das behält man gern. Das werden sich jedenfalls viele deutsche Auswanderer gedacht haben, als sie in vergangenen Jahrhunderten Siedlungen in den USA gegründet haben. Denn Detmold, Fulda oder Paderborn gibt es nicht nur in Deutschland, sondern auch in den USA. 

Grafik: Deutsche Städtenamen in den USA

Wenn Sie den Namensvetter Ihrer Heimatstadt in den USA suchen, schreiben Sie hinter dem Ortsnamen in das Suchfeld ", USA" (Beispiel: Flensburg, USA).

Nach dem Ersten und Zweiten Weltkrieg wurden die Schreibweisen vieler deutscher Städtenamen anglisiert. So gibt es in den Vereinigten Staaten 21 Frankforts - die jedoch nicht in unserer Karte auftauchen. Dargestellt sind nur exakte Übereinstimmungen der offiziellen Ortsnamen.

Bis ins 20. Jahrhundert bildeten Deutsche die stärkste Einwanderergruppe in die Vereinigten Staaten. Heute hat der größte Teil der amerikanischen Bevölkerung deutsche Vorfahren. Der US-Zensus aus dem Jahr 2000 zeigt: Mehr als 49,2 Millionen der zur Jahrtausendwende 282 Millionen Amerikaner (heute sind es rund 323 Millionen) gaben an, von Deutschen abzustammen. Neuere Umfragen, wie der American Community Survey von 2015, kommen zu einem ähnlichen Ergebnis.

Grafik: Anteil der deutschstämmigen Bevölkerung pro Bundesstaat

Die erste deutsche Siedlung der USA wurde schon 1683 von 13 Familien aus dem Krefelder Raum, den sogenannten "Original 13", gegründet. Ihr Name: Germantown. Heute ist die einst unabhängige Gemeinde ein Stadtteil von Philadelphia. Die Mehrheit der Bevölkerung stellen inzwischen Afroamerikaner.

Unter anderem angeregt durch einen populären Reisebericht von Gottfried Duden ließen sich besonders viele Deutsche im Mittleren Westen nieder. Noch heute ist die Zahl der Deutschstämmigen in den Bundesstaaten Iowa, Minnesota, Nebraska, North und South Dakota sowie Wisconsin prozentual am höchsten.

Eine weitere Besonderheit gibt es in Pennsylvania, wo knapp ein Viertel der Bevölkerung deutsche Wurzeln hat. Denn dort hat sich bis heute das sogenannte Pennsylvania-Deutsch erhalten, sogar mit einer eigenen Zeitung.

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