S.S. Point Reyes, Kalifornien, USA

Dieses kalifornische Schiffswrack ist leicht zu übersehen: Es liegt völlig unscheinbar auf einer Sandbank hinter einem Lebensmittelladen des kleinen Küstenortes Inverness. "S.S. Point Reyes" nennt sich das gekenterte Schiff, in dessen Name später der berühmte Leuchtturm "Point Reyes Lighthouse" erbaut wurde, um weitere Schiffsunglücke an der kalifornischen Küste zu vermeiden.

Mega One Triton, Turks- und Caicosinseln

Der 700-Tonnen Gigant "Mega One Triton" lief 2012 durch die starken Unwetter des Hurrikane Sandy bei den Turks- und Caicosinseln auf Grund - und ist dort in bester Gesellschafft. Forscher gehen davon aus, dass über 1.000 Schiffswracks vor den Küsten der Inselgruppe liegen. Und doch zieht das "Mega One Triton"-Wrack aufgrund seiner Lage am paradiesischen Governor’s Strand die Strandbesucher magisch an. Allerdings warnt das Umweltministerium der Turks und Caicosinseln Besucher ausdrücklich davor das Wrack zu betreten, da es wegen seiner maroden Verfassung eine Gefahr für Urlauber darstellen kann.

Wreck of the Peter Iredale, Oregon, USA

Eine der beliebtesten Sehenswürdigkeiten des Fort Stevens State Park in Oregon ist das Wrack des Segelschiffs "Peter Iredale". Der Viermaster wurde am 25. Oktober 1906 an die amerikanische Westküste gespült. Trotz der starken Unwetter konnten alle 27 Mitglieder an Bord gerettet werden. Heutzutage läst sich das Wrack am besten bei Ebbe besichtigen.

S.S. Ayrfield, Sydney, Australien

1911 in Großbritannien erbaut, wurde die "S.S. Ayrfield" während des zweiten Weltkriegs in Australien als Transportschiff genutzt und versorgte die im Pazifik stationierten Truppen mit Lebensmitteln. Nachdem es 1972 ausgedient hatte, sollte das 30 Meter lange Stahlschiff planmäßig abgewrackt werden und wurde dazu in die australische Homebush Bay transportiert. Doch bald begannen Mangrovenpflanzen auf dem Wrack zu sprießen, die rasch das gesamte Schiff in Beschlag nahmen. Heute gilt das Wrack als Wahrzeichen der Bucht.

Binnenschiff Uwe, Blankenese

Seit dem 19. Dezember 1975 liegt das Binnenschiff "Uwe" vor dem Elbstrand Blankense. Grund für das gekenterte Schiff waren die Nebelschwaden, die an jenem Winterabend so dicht über der Elbe hingen, dass sie eine folgenschwere Kollision verursachten. Dabei wurde das Vorschiff des Frachters „Wiedau“ von einem polnischen Schiff gerammt und mit einem so starken Stoß Richtung Steuerbord gedrückt, dass es das Binnenschiff „Uwe“ traf und es in der Mitte durchtrennte. Besucher können noch heute das Vorderdeck des Binnenschiffes am Falkensteiner Ufer besichtigen.

Meisho Maru, Cape Agulhas, Südafrika

Der südlichste Punkt Afrikas, dort wo sich die Gewässer des Atlantiks und des Indischen Ozeans endgültig aufeinandertreffen, ist das Cape Agulhas. Die zerklüftete Felslandschaft der Küste und der stetige Wind lassen erahnen, wie gefährlich die Region für Schiffe werden kann. Tückische Strömungen und heftige Stürme können hier Wellen von über 15 Metern kreieren. Rund 140 Schiffwracks, die rund um das Kap liegen, zeugen von der Unberechenbarkeit der Natur. Die meisten von ihnen sind nur gekonnten Tauchern vorenthalten oder für immer verloren. Doch wie zur Warnung liegt ein Schiffsbug deutlich sichtbar nah an der Küste. Es ist der vordere Teil der "Meisho Maru 38", einem japanischer Schleppnetzfischer, der hier im November 1982 zerschellte. Ironischerweise gerade einmal zwei Kilometer Luftlinie von dem Leuchtturm des Kaps entfernt. Die Nähe zum Land machte es möglich, dass die Besatzung den Schiffbruch überlebte. Wanderer finden das rostige Wrack, wenn sie von der Tafel, die den südlichsten Punkt des Kontinents markiert, rund 1 ½ Kilometer weiter die Küste entlang spazieren.

Dimitrios, Griechenland

Aus der Ferne könnte man meinen, dass die "Dimitros" nur kurz ihren Anker geworfen hat, um die schöne Szenerie der weiten Sandbucht Valtaki vor der griechischen Stadt Gythio zu vervollständigen. Doch wer sich bei einem Strandspaziergang dem ehemaligen Lastschiff nähert, erkennt schnell, dass es sich um ein Wrack handelt. In Dänemark gebaut, wurde die "Dimitros" Gerüchten zufolge zuletzt für den Zigarettenschmuggel zwischen der Türkei und Italien eingesetzt. Aufgrund technischer Probleme und einem kranken Kapitän machte sie 1980 im Hafen von Gythio fest. Dann verlor sich die Spur der Besitzer und die Dimitros wurde vor dem Hafen verankert, dort löste sie sich kurz vor Weihnachten 1981 und trieb rund fünf Kilometer bis in die Bucht Valtaki, wo sie seitdem auf Sand liegt.

Klemens, Vila Nova de Milfontes, Portugal

Seine große Beliebtheit hat das Wrack in Vila Nova de Milfontes wohl der unvergleichlichen Kulisse zu verdanken. Der 17 Meter lange holländischer Schlepper namens "Klemens" lief im Dezember 1996 auf Grund und strandete am Praia do Patacho umgeben von verklüfteten Felsen. Nachdem portugiesische Unternehmen und Behörden über Jahre hinweg diskutiert hatten, wer für die Entfernung des Wracks zuständig sei, wurde das Wrack 22 Jahre nach dem Schiffbruch noch immer nicht entfernt.  

Sweepstakes, Kanada

Das Schiffswrack der "Sweepstakes" liegt unter Wasser, allerdings so nah an der kristallklaren Wasseroberfläche des kanadischen Lake Huron, dass es komplett sichtbar ist. Im August 1885 fuhr die Sweepstakes gegen einen Felsen nahe Cove Island. Sie wurde noch in den Hafen Big Tub geschleppt, aber die Schäden waren zu groß. Und so entledigte man sie jeglicher noch nutzbaren Gegenstände sowie ihrer Kohlelieferung und ließ den Rumpf an Ort und Stelle sinken. Das Wrack zählt zu den besterhaltensten sogenannten Schonerseglern aus dem 19. Jahrhundert und zieht jährlich viele Besucher an. Es gibt lokale Anbieter, die ihre Gäste mit dem Boot über das Wrack gleiten lassen.

S.S. Maheno, Fraser Island, Australien

Als UNESCO-Welterbe sind die Fraser Islands vor Queensland in Australien nicht nur für seine traumhaften Strände und Regenwälder bekannt, sondern auch für seine versunkenen Schiffe. 23 Wracks liegen hier vor der Küste der Inseln – das berühmteste unter ihnen ist der 5000-Tonner-Dampfer "S.S. Maheno". 1905 wurde das Schiff als Luxusliner gebaut, im Ersten Weltkrieg schließlich als Lazarettschiff genutzt und später erneut zum japanischen Passagierschiff umfunktioniert. 1935 geriet der Dampfer auf seinem Weg nach Japan in einen Zyklon und wurde an den australischen Strand geschwemmt.

MV Plassey, Irland

Das kleine von Rost zerfressene Schiff ist eine echte Berühmtheit auf Irland. Am 8. März 1960 lief die "MV Plassey" vor den westlichen Aran Inseln auf Grund. Über die Jahre wurde das Wrack an die Küste der Inis Oírr, die kleinste bewohnte Aran Insel, gespült und rottet am Strand von Carraig na Finise gemächlich vor sich hin. Von 1995 bis 1997 erschien das Schiffswrack im Vorspann der beliebten BBC-Serie „Father Ted“ und wurde damit zu einer noch größeren Sehenswürdigkeit in Irland.

Cabo Santa Maria, Kap Verde

Ein großer rostiger Haufen ist von der "Cabo Santa Maria" noch übrig. Sie ist im Jahre 1968 vor der kapverdischen Insel Praia Boa Esperança auf Grund gelaufen und ist bis heute eine beliebte Attraktionen, denn sie liegt nah an Land. Das war auch das Glück der Besatzung, die das Manöver überlebte. Selbst die Fracht konnte komplett ausgeliefert werden. Wer das Wrack besuchen möchte, muss allerdings erst durch eine recht unwirtliche Landschaft. Das geht entweder per Geländewagen über eine holprige Pflasterstraße oder zu Fuß ab Sal Rei. Mehrere Trampelpfade führen ab hier zur "Cabo Santa Maria". Die Laufzeit pro Strecke beträgt zwischen 1 ½ und zwei Stunden, am besten starten Sie früh, um die Mittagshitze zu umgehen.

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