Chalkidiki, Griechenland

Die griechische Halbinsel Chalkidiki ist mit ihren drei Landzungen und zahlreichen windgeschützten Buchten einer der beliebtesten und schönsten Schnorchelspots des Landes. Hier treffen strahlend weiße Strände auf klares türkisblaues Wasser. Wer entlang der Landzunge von Sithonia schnorchelt, muss nicht weit rausschwimmen, um die Artenvielfalt der griechischen Unterwasserwelt zu beobachten. Viele der Riffe liegen nicht weit vom Strand an den majestätischen Strandfelsen. Wer unter fachkundiger Anleitung schnorcheln möchte, findet die meisten Wassersportschulen an der Westküste der Landzunge Kassandra.

Medas-Inseln, Spanien

Die kleine unbewohnte Inselgruppe an der Costa Brava zählt für viele Unterwassersportler zu den schönsten Tauch- und Schorchelregionen in Europa. Seit 1990 gehört das Gebiet rund um die Medas-Inseln zu einem streng geschützten Unterwasser-Naturschutzgebiet mit strikter Tauchreglementierung. An unberührten Korallenriffen und in unterirdischen Unterwasserhöhlen finden sich eine große Vielfalt an Fischen, Seesternen, Muränen und Krustentieren.

Extratipp für alle mit Tauchschein: Besonderes Highlight ist die sogenannte Delfin-Höhle, die rund 20 Meter unter der Wasseroberfläche liegt und eine unterirdische Luftblase birgt. Namensgebend für die Höhle ist eine Delfinfigur am Eingang der Höhle.

Azoren, Portugal

Die Azoren zählen aus vielerlei Gründen zu den beliebtesten Urlaubsinseln im Atlantik. Einer von ihnen ist die unvergleichliche Unterwasserwelt, die Urlauber hier fast das ganze Jahr über zu Gesicht bekommen. Bedingt durch den Golfstrom und den vulkanischen Ursprung der Inseln gelten die Azoren als einer der weltweit besten Plätze, um Wale und Delfine in ihrem natürlichen Lebensraum zu beobachten. Wer lieber kleinere Meeresbewohner sehen will, wird an fast allen Küsten der Azoren fündig. Hier gibt das kristallklare Wasser eine gute Sicht auf die schillernden Korallenriffe frei.

Korsika, Frankreich

Die französische Mittelmeerinsel Korsika ist aufgrund ihrer dramatischen Felskippen, weißen Strände und aruzblauen Buchten bei Europäern ein sehr beliebtes Urlaubsziel. Doch auch unter der Wasseroberfläche verbirgt sich eine spektakuläre Natur, die Taucher und Schnorchler jedes Jahr auf Neue anzieht. Einer der schönsten Spots zum Schnorcheln finden Urlauber rund sieben Kilometer südlich von Solenzara an der Ostküste. Hier liegt die versteckte Bucht von Canella, die unzähligen Fischen, Korallen und Krustentieren Schutz bietet.

Schmaler Luiz, Deutschland

Wer glaubt, dass er nur im Süden Europas eine farbenfrohe Unterwasservielfalt erleben kann, liegt falsch. Auch in Deutschland finden sich einzigartige Unterwasserwelten, die sich in den Sommermonaten besonders gut erkunden lassen. Einer der beliebtesten Tauch- und Schnorchelorte ist der Schmale Luzin, ein rund sechs Kilometer langer Rinnensee, im Südosten von Mecklenburg-Vorpommern. Er ist Teil des Naturparks Feldberger Seenlandschaft und verdankt seine Entstehung der letzten Eiszeit. Wenn die Sonne hier am höchsten steht, können Schnorchler mit einer Sichtweite von bis zu 15 Metern die Unterwasserlebewesen des Sees beobachten. Hechte, Zander, Aale und Schleie fühlen sich in den seichten Gewässern besonders wohl.

Elba, Italien

Kristallklares Wasser, schillernde Fische und Quallen und leuchtendrote Fächerkorallen kennzeichnen die Unterwasserwelt von Elba. Die Urlaubsinsel im Mittelmeer zählt zu den beliebtesten Tauch- und Schnorchelregionen Italiens. Und das liegt neben der spektakulären Artenvielfalt auch an der Vielzahl einsteigerfreundlicher Schnorchelspots. Für Kinder und Schnorchel-Anfänger eignen sich beispielsweise die Strände von Lacona oder von Marina di Campo. Wer sich hingegen etwas mehr zumutet, kann auch an einem Wrack namens „Elviscott“ nahe Pomonte schnorcheln. Seit 1972 liegt das Schiff auf dem Meeresgrund in einer Tiefe von rund 15 Metern und lässt sich auch von der Meeresoberfläche aus gut beobachten.

Meeresreservat von Banyuls-Cerbere, Frankreich

Seit 1974 schützt das Meeresreservat "Réserve Naturelle Marine Cerbère-Banyuls" auf 6,5 km Länge und 650 Hektar Frankreichs Unterwasserwelt und gilt damit als der erste Meeres-Naturpark des Mittelmeeres. Mehr als 1200 Unterwasserlebewesen sind in diesen Mittelmeergewässern beheimatet. Um Menschen für die Meereswelt und ihre Instandhaltung zu sensibilisieren, wurde ein 250 Meter langer Unterwasserpfad angelegt, der Schnorchler in fünf Stationen zu einer atemberaubenden Bucht lotst. So wird das Schnorchel-Erlebnis gleichzeitig lehrreich. Die fünf Stationen stellen jeweils fünf verschiedene Ökosysteme dar und werden mit Informationstafeln unter Wasser erläutert. Der Unterwasserpfad ist für Taucher und Schnorchler jährlich vom 1. Juli bis zum 31. August geöffnet.

Makarska, Kroatien

Die Makarska Riviera zählt zu den schönsten Abschnitten der kroatischen Adriaküste in Dalmatien. Hier treffen schmale Kieselstrände auf kristallklares Wasser. Besonders beliebte Spots zum Tauchen und Schnorcheln finden sich nahe der vorgelagerten Inseln Hvar und Brač. Urlauber erreichen die abgelegenen Buchten meist im Rahmen einer eintägigen Bootstour. Schnorchler können hier in Ruhe die vielfältigen Meeresbewohner bewundern, die sich in der kroatischen Unterwasserwelt der Adria tummeln.

Göteborger Schärengarten, Schweden

Westlich der Großstadt Göteborg finden Besucher einen prächtigen Schärengarten vor der Küste des schwedischen Festlands. Die rundgewaschenen Felseninseln, die hier üppig aus der Ostsee ragen, bieten einen beliebten Urlaubsort für Familien und Outdoorbegeisterte. 2013 eröffnete vor der Insel Stora Amundön der erste „Unterwasser-Wanderweg“ des Landes. Der führt Schnorchler entlang von zehn Unterwasserstationen durch das Schären-Biotop. Die einzelnen Etappen sind mit Schwimmbojen gekennzeichnet und mit bebilderten Informationstafeln auf dem Meeresgrund beschildert. Der Naturlehrpfad liegt, ähnlich wie die unbewohnte Insel, in einem Naturschutzgebiet, das aufgrund der warmen Meeresströmungen ein beliebtes Zuhause für Fische und Schalentiere ist.

Ustica, Italien

Die Vulkaninsel Ustica markiert Italiens erstes Meeresschutzgebiet und beeindruckt seine Besucher mit einer vielseitigen Unterwasserwelt, die ihresgleichen sucht. Von Einheimischen wird das Naturschutzgebiet gerne als „Lunge des Mittelmeers“ bezeichnet, weil auf dem Meeresgrund sogenanntes Neptungras wächst, was mehr Sauerstoff produzieren kann als so manche Bäume. Zwar finden Besucher auf der Insel keine Sandstrände, dafür schnorcheln sie umgeben von dramatischen Steilküsten und Felsgrotten.

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