Schlafen im Schnoorviertel

In den schmalen Gassen des Bremer Schnoorviertels geht man schnell verloren, doch das macht nichts, denn es ist einfach hübsch hier. Dicht an dicht stehen die Häuser des mittelalterlichen Gängeviertels, das einst Arbeiter des Schiffhandwerks beherbergte. Die ältesten noch erhaltenen Häuser sind das Haus Schnoor 15 von 1402 und das Packhaus Schnoor 2 von 1401. Inzwischen sind hinter den aufwendig restaurierten Fassaden kleine Cafés und Lädchen eingezogen. Wer mitten in dem besonderen Flair der Schnoor übernachten möchte, der sollte sich im sogenannten Hochzeitshaus einbuchen. Was einst tatsächlich frisch vermählten Paaren vorbehalten war, ist nun für alle buchbar. Auch als die schmalste Unterkunft Deutschlands bekannt, beherbergt das Hochzeitshaus auf rund 50 Quadratmetern neben Himmelbett und Küche auch einen Whirlpool

Bremer Craft Beer probieren

Die Biermarke Becks macht Bremen weltberühmt. Kaum eine Bar kommt ohne das norddeutsche Pils aus. Doch die Bremer selbst mögen Abwechslung im Glas, und so hat sich neben dem Brauerei-Giganten eine gute Craft Beer Szene entwickelt. Wer sich durchprobieren möchte, besucht die Craft Beer Bar (Am Wall 175) und findet eine große Auswahl aus aller Welt. Bremer Traditionsbier neu erfunden, gibt es hingegen im Brauereiausschank der Union Bremen in Walle. Auf dem Gelände der erst 2015 wiedereröffneten Brauerei von 1907 findet auch jährlich das Craft Beer Festival statt. Unweit des Weserstadions liegt die Zweigstelle Union am Brommyplatz.

Den Himmelssaal bestaunen

Bereits die schöne Giebelfront des Haus Atlantis in der Bremer Böttcherstraße ist hübsch anzusehen. Dabei liegt der wahre Schatz im Inneren. Erbaut in den Zwischenkriegsjahren nach den Plänen von Bernhard Hoetger, stellt das Haus Atlantis eine in Stein gebaute Utopie nach der umstrittenen Theorie des Mythenforschers Hermann Wirth dar, wonach Atlantis in der Nordsee zu finden sei. Die Grundidee des Hauses mag strittig sein, doch es beherbergt gleich zwei architektonische Schmuckstücke. Das Art Déco Treppenhaus gilt als eins der relevantesten Gebilde der Epoche in Norddeutschland und der Himmelssaal mit seinen weiß-blauen Glassteinen sowie der parabolischen Kuppel ist eine Attraktion für sich. Inzwischen ist das Haus Atlantis Teil des Radisson Blu-Hotels in Bremen. Wer nicht hier nächtigt, kann den Himmelssaal und das Treppenhaus dennoch bestaunen. Einfach an der Rezeption nachfragen, oder an einer Stadtführung teilnehmen. Sofern keine Veranstaltung stattfindet, wird ein Besuch ermöglicht.

Foto: Maik/Flickr/CC BY 2.0

Landluft im Bremer Blockland

Wer die Sightseeingrunde rund um Rathaus, Roland und Stadtmusikanten bereits hinter sich gebracht hat, der kann im Bremer Blockland etwas Landluft schnuppern. Das Marschland in den Wümmeniederungen eignet sich hervorragend für Fahrradtouren oder lange Spaziergänge. Das Blockland ist idyllisch, grün und ruhig. Zwischen Deichen und Weiden ducken sich Fachwerk und alte Bauernhäuser mit Reetdach, einige von ihnen laden im hauseigenen Bauerncafé zu regionalen Leckereien, wie der Hof Kaemena mit seinem preisgekrönten Bio-Eis (Niederblockland 6). Das Blockland zählt noch zum Stadtgebiet und ist mit der Bahnlinie 4 zu erreichen oder per Rad. Nur zu Pfingsten und Vatertag kann es im Blockland ungewöhnlich voll und laut werden.

Bremen per Fähre erkunden

Das Wasser gehört zu Bremen wie eine Fährfahrt zu einem Besuch in der Hansestadt. Es bleibt nur die Qual der Wahl: Ein maritimes Kurzprogramm bietet die kleinen Sielwallfähre. Sie steuert vom Osterdeich geradewegs auf den Bremer Weserstrand zu. Hier wartet das Café Sand mit Kuchen und Strandkörben. Die Weserfähre pendelt zwischen Waterfront, Lankenauer Höft und dem Anleger am Landmarktower. Wer auf den Geschmack gekommen ist, kann an einer Rundfahrt durch den Industriehafen teilnehmen oder sich in den Wintermonaten Kohl und Pinkel während einer Weserfahrt näherbringen lassen. 

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