Tunesien Sidi Bou Said: Das Dorf der Künste

Was macht Sidi Bou Said so besonders? Und wann sollten Sie die malerische Künstlerstadt am besten besuchen? Antworten finden Sie in unserer Reihe "Traumort des Tages"
Sidi Bou Said, Afrika

Die Farben Blau und Weiß prägen das Künstlerdorf Sidi Bou Said

Wo liegt Sidi Bou Said?

Mit seinen knapp 6.000 Einwohnern liegt das kleine Künstlerdorf im Norden Tunesiens, nur etwa 20 km von der Hauptstadt Tunis entfernt und bietet sich als Tagesausflug an. Hoch über dem Meer, dem Golf von Tunis, schmiegt sich der Ort an den Felsen Karthago. Mit dem Auto ist die Stadt in weniger als einer halben Stunde von Tunis zu erreichen. Mit dem TGM Zug, der im 5-Minuten-Takt den Bahnhof Tunis Marine verlässt, sind es knapp 40 Minuten bis zum städtischen Bahnhof von Sidi Bou Said.

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Was macht das Künstlerdorf so besonders?

Der unter Denkmalschutz gestellte Künstlerort zeichnet sich besonders durch seine malerische Altstadt mit andalusischem Flair aus. Blau-weiße Häuschen und verwinkelte Gassen ergeben ein einladendes Stadtbild. Bevor sich im 16. Jahrhundert die Mauren Südspaniens in Sidi Bou Said ansiedelten, galt das Dorf als religiöse Stätte und heiliger Ort. So hat die Stadt seinen Namen dem heiligen Mystiker Abou Said ibn Khalef ibn Yahia Ettamini el Beji zu verdanken, der dort bis zu seinem Tod lebte. Mit der Ankunft der Mauren aus Andalusien entwickelte sich das religiöse Fischerdorf zu einem beliebten Ort für Künstler und zahlreiche maurischen Bauwerke in südspanischer Architektur entstanden.

Auch Maler wie August Macke und Paul Klee ließen sich von dem pittoresken Örtchen inspirieren. So verdankt das maurische Café des Nattes seine Berühmtheit dem namenhaften Aquarell von August Macke. Daneben gehört der Markt zu den beliebtesten Plätzen von Sidi Bou Said. Dort wird nicht nur mit regional erzeugten Textilien, sondern auch mit heimischer Kunst gehandelt. Der Palast Ennejma Ezzahra, auch bekannt als Zentrum für Kunst und Musik, schmückt sich mit sehenswerter Architektur, einem eigenen Museum und außergewöhnlicher Botanik.

In den kleinen Gassen und Straßen des Dorfes lassen sich viele weitere schöne Ecken entdecken. Zwischen blauen Fassaden, weißen Fensterläden und grünen Palmen findet sich immer eine prachtvolle Aussicht auf den azurblauen Golf von Tunis.

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Wann ist die beste Reisezeit für Tunesien?

Für einen Strandurlaub in Tunesien eignen sich die Monate Juli bis September besonders gut. Bei Wassertemperaturen von bis zu 26 Grad ist der Badespaß vorprogrammiert. Wer lieber die Dörfer und Städte des Landes erkundet, sollte dies zwischen den Monaten April bis Juni tun, da hier die Durchschnittstemperaturen bei angenehmen 20 Grad liegen und bis auf maximal 25 Grad ansteigen.

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