Australien Ungewöhnlich starker Regen lässt Wasserfälle am Uluru rauschen

Der Uluru hat durch Wasserfälle seine Farbe verändert
Der Uluru, der normalerweise eine rötliche Färbung aufweist, bietet nach starken Regenfällen (hier ein Archivbild aus dem Jahr 2000) einen seltenen Anblick
© AP/ STEVE STRIKE / picture alliance
Die Wüste rund um den heiligen Felsen der Aborigines erlebt die stärksten Regenfälle seit zehn Jahren. Die Behörden warnen Touristen

Nach Rekordregenfällen im Zentrum von Australien und speziell rund um den berühmten Felsen Uluru – früher Ayers Rock genannt – haben die Behörden Warnungen an Touristen ausgegeben. Die Regenmenge der vergangenen zwei Tage entspreche etwa dem Dreifachen des monatlichen Durchschnitts für diese Jahreszeit, teilte der Wetterdienst Weatherzone mit. Damit handele es sich um die stärksten Regenfälle in der Wüstenregion seit einem Jahrzehnt.

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Einige Straßen in der Nähe des Felsens wurden wegen Überflutung gesperrt, Wanderwege bleiben jedoch vorerst geöffnet. "Wir bitten Besucher, Vorsicht walten zu lassen, stets auf markierten Wegen und Pfaden zu bleiben und auf möglicherweise rutschigen Oberflächen aufzupassen", teilte die Nationalparkbehörde in einem Instagram-Beitrag mit. Auf im Internet verbreiteten Videos war zu sehen, wie Wasserfälle vom Uluru stürzten.

Auslöser des ungewöhnlichen Starkregens ist ein Tiefausläufer, der feuchte Luft in das normalerweise eher für Trockenheit, Dürren und seine rote Erde bekannte Zentrum des Landes treibt. 

Heiliger Ort der Aborigines

Der Uluru ist ein Traumziel für Australienfans und eines der Wahrzeichen des Landes – und einer der heiligsten Orte der indigenen Bevölkerung. Im Jahr 1985 wurde das 863 Meter hohe Felsmassiv den lokalen Aborigines, den Anangu, zurückgegeben.

Vor einem Besteigen des Berges müssen die Behörden allerdings nicht extra warnen. Schließlich ist das Betreten seit Oktober 2019 – ganz unabhängig von den Wetter- und Wegeverhältnissen – ohnehin verboten. Bis dahin allerdings hat der Berg mindestens 37 Tote gefordert. Überwiegend durch Überanstrengung und Hitze.