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Erste Geburt seit 90 Jahren Frisch geborenes Erdferkel "Dobby" verzückt die Welt

Chester Zoo
Es ist rosa, hat herabhängende Ohren und eine lange Schnauze: Das kleine Erdferkel "Dobby", das diesen Namen wegen seiner Ähnlichkeit zu dem beliebten Hauselfen aus "Harry Potter" trägt, ist das erste Erdferkel-Baby in der 90-jährigen Geschichte des Chester Zoos in England. Aufnahmen des kleinen Tieres gehen um die Welt

Der Spitzname war nicht schwer zu finden: Ein in England geborenes Erdferkel ist wegen seiner Ähnlichkeit zu dem beliebten "Harry Potter"-Hauself von Mitarbeitenden des Chester Zoos unter dem Namen "Dobby" bekannt. "Sobald wir das Junge neben seiner Mutter gesehen haben, ist uns die verblüffende Ähnlichkeit zu dem Harry-Potter-Charakter, Dobby, aufgefallen", sagte der Team-Manager Dave White laut einer Mitteilung des Zoos.

Aktuell wird das Kalb mit den riesigen, herabhängenden Ohren noch regelmäßig von Tierpflegern gefüttert. "Erdferkel-Eltern sind berüchtigt dafür, im Umgang mit ihren Neugeborenen ein bisschen ungeschickt zu sein", sagte Experte White. "Da das Junge so winzig und zerbrechlich ist, schützen wir es deshalb vor versehentlichen Rempeleien, indem wir bei der Fütterung helfen, bis das Kalb etwas kräftiger ist."

© Chester Zoo/dpa

Erdferkel gelten als bedrohte Art

Es ist das erste Mal in der 90-jährigen Geschichte des Zoos, dass ein Erdferkel dort geboren wurde. Dobbys Eltern Oni und Koos sind acht beziehungsweise sechs Jahre alt. Weltweit sind die Tiere eine Rarität: Dem Chester Zoo zufolge leben in europäischen Zoos nur 66 Erdferkel, in aller Welt sollen es rund 110 sein.

Die nachtaktiven Tiere stammen ursprünglich aus der afrikanischen Subsahara, gelten jedoch als bedrohte Art. Mit ihrer ausgeprägten Nase erschnüffeln sie Termiten und Ameisen, die sie dann mit ihrer bis zu 25 Zentimeter langen Zunge auflecken, um sie zu verspeisen.

© Chester Zoo/dpa

Das Geschlecht des Anfang Januar in Chester geborenen Erdferkels lässt sich noch nicht erkennen - erst in einigen Wochen, wenn "Dobby" etwas älter ist. Der Spitzname dürfte dann jedoch schwer wieder loszuwerden sein.

dpa

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