Ganz schön affig

Es wundert kaum, dass diese Blume auch den Beinamen Affen-Orchidee trägt. Viel Fantasie um das Gesicht eines Primaten zu erkennen, braucht es wahrlich nicht. Die Dracula simia wächst in 300 bis 600 Meter Höhe in Peru und Ecuador und duftet nach Orange.

Foto: Dick Culbert/flickr/CC BY 2.0

Zum Gruseln

Löwenmäulchen gelten als beliebte Zierpflanzen. Dekorativ sind auch die Samenkapseln nach der Blütezeit - zum Beispiel auf Gothic-Feiern.

Foto: laajala/flickr/CC BY NC 2.0

Als Felsen getarnt

"Lebende Steine" brauchen sich nicht mit Dornen und Stacheln zu schützen – sie maskieren sich einfach. Zwischen Felsbrocken verschwinden die rundlichen Pflanzen der Gattung Lithops für ihre Feinde fast völlig.

SuperFantastic/flickr/CC BY 2.0

Küss mich!

Wo wir gerade bei Steinen waren: Einige mag diese Blüte eventuell an das berühmte Logo der "Rolling Stones" erinnern, andere wohl eher an den übertriebenen Lippenstift leichter Mädchen. Im Englischen trägt die Pflanze daher auch den Spitznamen "Hooker’s Lips". Wissenschaftlich heißt sie Psychotria elata und wächst in den Wäldern Costa Ricas und Kolumbiens.

Fliegende Ente

Australien, bekannt für eine mitunter eigenwillige Tierwelt, hat auch floristisch manch' Skurrilität zu bieten: etwa diese Caleana Major auch "Flying Duck Orchid" (dt. Fliegende-Ente-Orchidee) genannt.

Stinkender Parasit

Die südostasiatische Rafflesia treibt im Wurzelwerk von Kletterpflanzen ein fein verzweigtes Geflecht aus und zapft seinem Wirt energiereiche Lebenssäfte ab. Nur selten zeigt der Parasit pflanzliche Züge, doch wenn, dann sind sie monströs: Allerdings existiert die gigantische Blüte nur wenige Tage, dann zerfällt das rote, nach Aas riechende Organ der Rafflesia. Zurück bleibt ein Haufen schwarzen Schleims

Darth Vader

Wie andere Aristolochia-Arten bildet die Blüte der Aristolochia Salvadorensis eine effektive Kesselfalle und lockt als Täuschblume Bestäuber an. Ihr Glück, dass nur wenige Insekten "Star Wars" schauen.

Foto: Kristine Paulus/flickr/CC BY 2.0

Blüte mit Heizung

Jahrelang vegetiert der Titanwurz ziemlich unscheinbar im Unterwuchs des Regenwaldes. Doch wenn dann endlich die Blütezeit naht, macht die Pflanze eine erstaunliche Verwandlung durch: Rund zehn Zentimeter am Tag schießt ihr gigantischer Blütenstand nach oben und erreicht schließlich erstaunliche Höhen von bis zu drei Metern. Und das ist keineswegs die einzige Besonderheit: Um Insekten für die Befruchtung anzulocken, verströmt das Fortpflanzungsorgan einen Aasgeruch und heizt sich auf 36 Grad Celsius auf. Die Wärme verteilt Duftmoleküle schneller in der Luft.

Kein Schamgefühl

Vornehm-zurückhaltend nennen wir die Orchis italica im Deutschen "Italienisches Knabenkraut". Im englischen Sprachraum ist man da weniger indirekt: Dort heißt die Blume "Naked Man Orchid" (dt. Nackter-Mann-Orchidee).

Foto: Mark Freeth/flickr/CC BY 2.0

Methusalem der Pflanzenwelt

Die Welwitschia gab es bereits, als noch Dinosaurier die Erde beherrschten. Seit über 65 Millionen Jahren hat sich die Pflanze kaum verändert. Ihr Fortbestehen verdankt sie einer stabilen Nische, in der sie nie durch konkurrierende Gewächse verdrängt wurde und zudem kaum Fressfeinde zu fürchten hat: Die Welwitschia ist heute einzig in der Wüste Namib zu finden. Vermutlich auch wegen der beständigen Umweltbedingungen dieser Ödnis konnte sie ihr Erscheinungsbild über Jahrmillionen beibehalten. Einzelne Pflanzen werden übrigens erstaunliche 2000 Jahre alt.

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