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Ratgeber Plastikfolie oder Papier und Alufolie: Wie ist Schokolade am umweltfreundlichsten verpackt?

Mann kauft Schokolade
Plastikfolie oder eine Kombination aus Papier und Alufolie – wie ist Schokolade nachhaltiger verpackt?
© Robert Kneschke/Adobe Stock
Vor allem in der Vorweihnachtszeit und an den Feiertagen gehört Schokolade bei vielen Deutschen zu den beliebtesten Süßigkeiten. In welcher Verpackung die Nascherei am umweltfreundlichsten verpackt ist, hat der Naturschutzbund Deutschland untersuchen lassen

Ganze 9,2 Kilogramm Schokolade haben die Deutschen laut Statista pro Kopf 2019 konsumiert. Damit sind sie im europäischen Vergleich auf dem zweiten Platz. Auch an den Weihnachtsfeiertagen wird wieder viel Schokolade verschenkt und vernascht. Doch wie ist die leckere Süßigkeit am umweltfreundlichsten verpackt?

Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) hat vom Institut für Energie- und Umweltforschung (ifeu) Heidelberg die Umweltbelastungen verschiedener Verpackungsalternativen analysieren lassen, die häufig im Supermarkt zu finden sind. Dabei wurden drei Problemfelder in die Untersuchung einbezogen: Klimawandel in Form von Treibhausgasen, nicht erneuerbarer Ressourcenverbrauch und Schadstoffemissionen in Luft und Wasser. Für Schokoladentafeln wurde die Verpackung aus Plastikfolie, eine Kombination von Papier und Alufolie sowie die Paarung von Alufolie und Pappkarton miteinander verglichen.

Als klarer Sieger aus dem Vergleich geht die Plastikfolie hervor. Die Verpackung ist sehr leicht und der Kunststoff Polyethylen ist sehr gut recycelbar. Ein weiterer Vorteil: Die Herstellung der Plastikfolie ist weniger energie- und ressourcenintensiv als die Produktion von Alufolie. Auf dem zweiten Platz landet die Papierverpackung in Kombination mit Alufolie. Auf dem letzten Platz ist ganz klar die Verpackungskombination aus Pappkarton und Alufolie. Sie schneidet in allen drei Kategorien am schlechtesten ab. Der Grund: Hier kommt die energie- und ressourcenintensive Herstellung der Alufolie und die hohen Transport-Emissionen durch den schweren Pappkarton zusammen.

Bio-Plastik ist auch keine Alternative

Laut NABU sind auch Verpackungen aus biorecycelbarem Plastik keine wirkliche Alternative. Der Nabu schreibt dazu: "Wir empfehlen allgemein keine Verpackungen aus bioabbaubarem Plastik, da diese nicht recycelbar sind. Alle der Natur entnommenen Rohstoffe sollten möglichst lange im Kreislauf geführt werden, was bei den bioabbaubaren Kunststoffen nicht möglich ist. Sie widersprechen dem Anspruch an eine zirkuläre Wirtschaft, die essentiell für die Schonung der Naturressourcen ist."

Die beste Version ist auch bei der Schokolade: Verpackungsmüll sparen. Das gelingt im Unverpackt-Laden – dort kann Schokolade lose gekauft und in einem eigenen mitgebrachten Gefäß transportiert und aufbewahrt werden.


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