Carbon Capture and Storage (CCS) ist eine Methode, die im Kampf gegen den Klimawandel helfen soll. Dabei wird entweder CO2 aus der Atmosphäre oder aus Industrieabscheidungen gewonnen, in Wasser gelöst und als neue chemische Mischung in poröses Gestein gepresst. Somit kann ein geeigneter Untergrund, wie beispielsweise Basalt oder Sandstein, das Kohlendioxid dauerhaft speichern. Was in Island bereits im industriellen Maßstab Alltag ist, soll nun auch in Deutschland vermehrt zum Einsatz kommen. Im November 2025 gab die Bundesregierung dafür grünes Licht. Insbesondere im Industriesektor gäbe es gute Möglichkeiten, CO2 abzuscheiden und es beispielsweise in dem porösen Sandstein der Nordsee zu speichern.
Was auf den ersten Blick wie eine gute Methode im Kampf gegen die Klimakrise erscheint, wird von vielen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern kritisch gesehen. Denn die Abscheidung von CO2 aus fossilen Energien könnte auch nur eine Ausrede sein, um an dieser Art der Energiegewinnung festzuhalten. Diese Meinung vertritt unter anderem der renommierte Klima- und Ozeanforscher Prof. Mojib Latif vom GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung in Kiel. Welche Alternative zu Carbon Capture and Storage (CCS) wirklich im Kampf gegen die Klimakrise hilft und welche Bedenken er noch äußert, zeigt das Videointerview mit RTL/ntv-Reporterin Clara Pfeffer.