Das Klimaphänomen tritt etwa alle zwei bis sieben Jahre auf und bringt das Wetter auf der Südhalbkugel durcheinander: El Niño. Wo es sonst regnet, herrscht plötzlich Dürre. Orte, die sonst sonnig sind, werden überflutet. Es verstärkt den menschengemachten Klimawandel, obwohl wir nicht für dieses Phänomen verantwortlich sind.
Die ersten Anzeichen für einen El Niño lassen sich bis zu ein Jahr im Voraus erkennen, meistens im Spätherbst. Wetterorganisationen wie die US-amerikanische Behörde NOAA oder der Deutsche Wetterdienst beobachten deshalb stetig, wie sich die Ozean- und Atmosphärensysteme der Erde verhalten. Für ihre Vorhersagen verwenden sie Klimamodelle und Satellitendaten. So zeigen die Prognosen des Europäischen Zentrums für mittelfristige Wettervorhersage ECMWF, wie stark die Wassertemperatur im Pazifik vom Mittel abweicht – der wichtigste Parameter, um ein El-Niño-Ereignis zu bestimmen. Dort wird deutlich, dass das Wasser bereits wärmer als normal ist und sich im Laufe des Sommers weiter aufheizen wird. Je wärmer das Wasser, desto stärker könnte El Niño ausfallen. Ob sich aber die Vorhersagen bestätigen und wie stark das Klimaphänomen diesen Sommer tatsächlich zurückkommen wird, bleibt abzuwarten.