Leere Supermarktregale, geschlossene Schulen, Menschen im Homeoffice – eine Wetterwarnung versetzt Deutschland in Alarmbereitschaft: Sturmtief "Elli" naht. Massiver Schneefall und sogar Blizzard-Warnungen. Doch was ist ein Blizzard und ab wann sprechen Meteorologen davon?
Der Begriff stammt aus den USA. Gemeint ist ein starker Schneesturm, der aufgrund seiner Stärke in einer Region das öffentliche Leben vorübergehend lahm legt, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach erläutert. Nach Definition des amerikanischen Wetterdienstes müssen folgende Bedingungen für mindestens drei Stunden erfüllt sein: Windgeschwindigkeiten von mindestens 56 km/h und Sichtweiten unter 400 Metern.
Blizzards entstehen, wenn winterliche Tiefdruckgebiete auf ihrer Rückseite Kaltluft von den Polen mit einer schnellen Strömung weit in den Süden transportieren. Dabei kommt es zu intensiven Schneefällen und oft auch zu einem markanten Temperatursturz.
"In Mitteleuropa sind Wetterlagen, die einen Blizzard verursachen können, eher selten anzutreffen", erklärt der DWD. "Stürme kommen bei uns meistens vom Atlantik, dessen Wasser warm ist. Niederschläge fallen hier daher in winterlichen Stürmen zumeist als Regen."
Trotzdem kann es in Deutschland auch zu starken Schneestürmen kommen. Im Winter 1978/1979 gab es gleich zwei davon: Der erste legte ab dem 28. Dezember 1978 Teile Deutschlands lahm, der zweite folgte Mitte Februar 1979. Straßen und Bahnlinien waren wegen des meterhohen Schnees unpassierbar, Dörfer von der Außenwelt abgeschnitten, Strom- und Lebensmittelversorgung brachen vielerorts zusammen. Mehr dazu in unserer GEO-Strecke.