In einem entlegenen Hochtal, im fernsten Winkel Afghanistans, leben ein paar Hundert Nomaden unter den wohl härtesten Bedingungen, die Menschen auszuhalten haben

Nur wohlhabende Familien können sich im Pamir Kamele leisten. Als Lasttiere. Und als Lieferanten einer dichten Wolle, aus der die

Frauen Decken weben, um damit die Pferde zu wärmen

Morgens backen die Frauen Fladen aus Weizenmehl, das eine Hilfsorganisationen gespendet hat. Dann versorgen sie die Lämmer, die im Winter bei den Menschen am Feuer schlafen

Frühmorgens Wasser zu holen ist die Aufgabe der Mädchen. Mit Eisenstangen haben sie bei 25 Grad Kälte das Eis über der Quelle aufgestoßen, um ihre Kanister zu füllen. Das Kamel trägt sie zum 20 Minuten entfernten Lager zurück

Eine verheiratete Frau, erkennbar am weißen Kopftuch, ist aus einer Lehmhütte in die Kälte des Wintermorgens getreten, um Yakdung zu sammeln - das einzige Brennmaterial in diesen Höhen

Ohne Unterstützung wären die Pamir-Kirgisen längst verloren: Die Hirten können sich nicht einmal gegen die Wölfe zur Wehr setzen, die nachts durch das Winterlager streifen, um Vorräte zu stehlen oder Schafe zu reißen

Die Mädchen aus dem Camp des Khan werden spätestens mit 18 Jahren verheiratet. Der Bewerber muss vor der Hochzeit 100 Schafe an die Brautfamilie zahlen oder jahrelangen Frondienst leisten

Von alters her rauchen die Pamir-Kirgisen Opium: gegen Schmerzen, gegen die Langeweile. Doch seitdem Afghanistan zum bedeutendsten Anbauland für Schlafmohn geworden ist, hat der Konsum epidemische Ausmaße erreicht

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