"Der sicherste Parkplatz" in Florenz: Das erlebten unsere Mitglieder
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"Der sicherste Parkplatz" in Florenz
Um sich die wichtigsten Plätze und Bauwerke anzuschauen, brauchen sie einen guten Reiseführer. Wir hatten immer "Dumont" und haben gute Erfahrungen gemacht, aber "ADAC" ist auch empfehlenswert. Informieren sie sich bitte vorher, in Italien ist es zu spät! Ein Stadtplan von Florenz ist ebenfalls Pflicht!
Alles wird natürlich auch in Reiseführern nicht erwähnt. Es läßt sich nicht immer vermeiden, auch einmal ein Taxi zu benutzen. Da das Stadtzentrum auf sehr engem Raum ist, lohnt es sich nicht mit dem Auto zu fahren. Unsere erste Fahrt nach Florenz endete mit unserm Wagen beim Aussichtsplatz "Piazzale Michelangelo", von wo aus, man nach meiner Meinung nach, den schönsten Ausblick auf Florenz hat. Es war 8.00 morgens und schon 38°. Unser Auto stand unter dichten, schattigen Bäumen an einer von Villen umgebenen Straßen. Einbruch war nicht zu befürchten, da die Villen der Reichen mit "großen Hunden", die ständig die Zäune anfielen, gut gesichert waren. Wir hatten auch unseren Hund im Auto, aber aufgrund seiner Größe keine Abschreckung für einen Dieb.
Zum ersten Mal den Blick auf Florenz, das war schon überwältigend und nachdem wir unsere Fotos "im Kasten" hatten, beschlossen wir, uns für die Fahrt in die Stadt, ein Taxi zu nehmen, aber wo? Zwischen den ganzen Villen vielleicht? Da half uns der Stadtplan, auf dem ein Taxistand unterhalb der Straße eingezeichnet war. Als wir ihn erreichten, waren alle Taxis unterwegs und ich in Schweiß gebadet. Endlich kam ein Fahrer - er kam geflogen! Dunkler Typ, pechschwarze Haare, raffinierte Sonnenbrille, ich tippe auf Sizilianer. Egal, wir hatten ein Taxi und einen Fahrer, der mit uns durch die engen Gassen raste, schneller als die Rennfahrer der Formel 1. Die Straßen hatten keine Gehsteige und die Menschen flüchteten in Hauseingänge oder wie die 2 Zentner-Frau, die an einer Haustür "klebte". Er nahm bei der rasanten Fahrt die Hände vom Lenkrad und deutete uns mit Handbewegungen an, wie er "den Dicken" die Diät ersparte. Es war eine "Höllenfahrt" zur Stadt, aber auch die Lustigste, die wir je in einem Taxi hatten. Beim Aussteigen, machte sich doch eine etwas verkrampfte Haltung bei mir bemerkbar, aber als wir zahlen mussten, wunderte ich mich, wie günstig wir gefahren waren.
So gesehen, gehörte er der Leitung von "Radio-Taxi" , Tel.:
(055) 42 42 oder 4798
an.
Die Rückfahrt war übrigens wesentlich langsamer, der Taxi-Fahrer in die "Jahre gekommen" und der Preis war der gleiche. Schade, ich hätte lieber unseren "gegelten" Raser wiedergesehen!
Beim zweiten Besuch fuhren wir mit unserem Wagen in die Tiefgarage des Bahnhofs in Florenz "Santa Maria Novella". Diesen Tipp hatte uns der Besitzer des "agriturismo" gegeben, denn nun wollte ich "Florenz by night" sehen, womit ich meinem Mann keine wirklich große Freude bereitete. Santa Maria Novella ist der Hauptbahnhof von Florenz und nach der gleichnamigen Kirche benannt. Obwohl zwischen 1932-34 gebaut, war er seiner Zeit weit voraus und hat eine sehr moderne Architektur. Die Parkplätze sind bewacht von Video und Personal, Die Preise sind nicht überteuert, richten sich aber nach Größe der Autos, zwischen 20 und 30 Euro pro Tag. Wir waren allerdings nur ein paar Stunden da.
Mein erstes Ziel war "Ponte Vecchio" by night. Da wir nicht wussten, wie lange der Fußmarsch war, winkten wir ein Taxi heran. Die Fahrt war nicht wirklich lange, hätten wir auch zu Fuß gehen können und wir zahlten über 20 Euro, das war unverschämt! Bekam die erste "rote Karte" von Seiten meines Mannes. Nachdem er sich wieder beruhigt hatte, genossen wir das "kleine Nachtleben" in Florenz, ich war begeistert. Den Rückweg wollten wir eigentlich zu Fuß zurücklegen, aber aufgrund meiner nicht gerade "günstigen" Schuhverhältnisse, fragten wir in dem Lokal nach einem Taxe und bekamen nicht nur eine Karte mit der Nr. 055-4545, sondern die freundliche Inhaberin ließ das Taxi kommen. Ein sehr sehr sympathischer und höflicher Fahrer öffnete die Türen und ließ uns einsteigen, ich fühlte mich wie eine Gräfin. Wir fuhren zum Bahnhof zurück, der Weg kam mir wesentlich kürzer vor und zahlten etwas über 7 Euro. Wir trauten unseren Augen kaum und erzählten dem Fahrer von unserer ersten Fahrt und mehr als 20 Euro. Er meinte, da hätten wir wohl dem "Verkehrten" zugewinkt und gab uns den guten Rat, stets die Nummer 4545 anzurufen (plus Vorwahl, immer in Italien).
Für die Rückfahrt von ca. 80 km benötigten wir ca. 4 Stunden durch einen Unfall einen Lkw-Fahrers, dessen Wagen voll mit Schweinen beladen war. Ein furchtbarer Anblick und der Schwur meines Mannes lautete: "Einmal Florenz "by night" und niemals wieder!
Dachte er, denn im Jahr darauf, wollte ich unbedingt wieder hin. Dieses Mal wollte sich mein Mann - nach gutem Zureden - nicht noch mal abzocken lassen und selbst mit dem Auto einen Parkplatz finden. Kamen wir doch tatsächlich in eine etwas unheimliche Straße, ich stieg zwecks Information erst mal aus und ehe ich mich versah, umringten mich 3 Männer, starrten auf meinen durchsichtigen Rock und wollten auch noch die Polizei informieren. So schnell war ich noch nie im Auto....wir waren im "Rotlicht-Viertel" gelandet und in einer Sackgasse obendrein. Mein Mann wendete hektisch und jetzt war er wirklich böse. Er hatte das auf einen Blick gesehen und ich dachte, das wäre Polizei gewesen. Ja, auch noch Sprachschwierigkeiten. Wir kamen ohne "Schrammen" wieder raus und Florenz wurde ab diesem Tag nur noch bei Tag besichtigt.
Aber auch bei Tag: Stellen sie ihr Auto im Hauptbahnhof "Santa Maria Novella" ab und gehen sie zu Fuß in die Innenstadt, sie ersparen sich sehr viel Ärger und muss es doch mal "Taxi" sein, immer die seriöse Fahrerzentrale anrufen (Grundgebühr und gefahrere Kilometer) garantiert. Dann viel Spass bei Florenz "by night" und selbstverständlich auch bei Tag!
Bilder von annabellebruckner zu "Der sicherste Parkplatz" in Florenz
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